Grüne Das Ampel-Dilemma der Ökopartei

Die Grünen setzen auf einen doppelten Krisenwahlkampf zur Wirtschaft und zum Klima. Nur mit wem sie regieren wollen, sagen sie bislang nicht

Koalitionsaussagen findet Rudi Hoogvliet "relativ langweilig“. Jetzt gehe es um Inhalte, sagt der Wahlkampfmanager, um die doppelte Krise von Wirtschaft und Umwelt. Alle anderen Fragen stünden nicht an. Was soll Hoogvliet auch anders sagen? Schließlich ist er dafür da, den Wählern im nächsten halben Jahr die grünen Parolen und die beiden grünen Spitzenkandidaten Renate Künast und Jürgen Trittin näher zu bringen.

Die Frage nach möglichen Koalitionspartnern stört da nur. Denn dann könnte den Wählern ja auffallen, wie schwer es den Grünen in diesem Jahr fällt, solche zu benennen, wie groß zwischen Jamaika-, Ampel- und Linksbündnis das strategische Dilemma ist, in dem sich die Öko-Partei angesichts eines Fünf-Parteiensystems im Superwahljahr 2009 befindet. Und wie wahrscheinlich es ist, dass sich die Grünen auch nach der Wahl auf den Oppositionsbänken wiederfinden werden.

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Denn die SPD ist zu schwach für eine Neuauflage von Rot-Grün, Union und FDP stehen derzeit in großer Distanz zu den Grünen. Vor allem beim Thema Atomkraft gibt es hier schier unüberwindbare Hürden. Auch für ein Dreierbündnis würde es daher schwer.  Die Linke dagegen will nicht regieren und die SPD auf keinen Preis mit ihr, also scheidet auch das hessische Modell Rot-Rot-Grün aus.

Es wird daher nicht einfach für die Grünen werden, nach vier Jahren Opposition an die Macht zurückzukehren. Selbst dann, wenn es gelingt, eine schwarz-gelbe Mehrheit zu verhindern. Da kann Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke angesichts von drohenden Bankenpleiten und drohender Klimakatastrophe noch so nachdrücklich betonen, "die Grünen müssen regieren“.

Immerhin haben sich die Grünen für den Wahlkampf gerüstet. Am Donnerstag eröffneten Steffi Lemke und Rudi Hoogvliet in Berlin die grüne Wahlkampfzentrale, aus der die Partei sowohl den Europa- als auch den Bundestagswahlkampf koordinieren wird. "Triebwerk“ hat die Partei das schlichte Großraumbüro in der Nähe der Bundesgeschäftsstelle getauft. "Hier wird gepflanzt“, sagt Steffi Lemke, "hier wird gesät“, und natürlich wollen die Grünen hier am 27. September auch ernten.

Besonders große Sprünge kann die Partei im Wahlkampf allerdings nicht machen. Mit nur 5 Millionen Euro haben die Grünen den kleinsten Wahlkampfetat aller Bundestagsparteien, und Hoogvliet bleibt auch hier nichts anderes übrig als zu verkünden, man wolle aus der "strukturellen Schwäche“ einen Vorteil machen.

Wahlkämpfen können die Grünen, das haben sie schon die letzten beiden Male gezeigt. Sowohl 2002 als auch 2005 schnitten sie bei der Bundestagswahl unerwartet gut ab. Und auch wenn die Grünen mittlerweile wieder in der Opposition sind, wird bei ihnen im diesem Jahr manches an den erfolgreichen Wahlkampf 2005 erinnern, bei dem die Grünen 8,1 Prozent der Stimmen erzielten. Rudi Hoogvliet zum Beispiel hat schon vier Jahren den Wahlkampf gemanagt, auch die Werbeagentur "Zum goldenen Hirschen“ ist wieder mit an Bord.

Leser-Kommentare
  1. ach Herr Seils,

    weshalb muß ich in der ZEIT solch belanglose Beiträge lesen?

  2. Die Grünen regieren mit jedem und allen. Hauptsache Regierung.
    Kriegsbeteiligung gegen Jugoslawien oder in Afghanistan, Moorburg - alles piepegal.
    Regierungsfähig sein heißt, regieren um des Regierens Willen.

  3. vergessen gerne mal was gruen ist. die beziehung der frau im islam stoert die gruenen ja echt wenig in bezug auf ihre turkischstaemmigen waehler. schade! aber es ist doch eigentlich egal ob sie gewaehlt werden oder nicht...aendern koennen sie sowieso nichts...nichts in der wirtschaft und auch nicht in der gesellschaft. die gruenen sind ein biotop fuer zivilisationsverweigerer.

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    Erneuerbare Energien - Gesetz

    Ausstieg aus der Kernenergie

    Homoehe

    Stärkung Verbraucherschutz

    Staatsbürgerschaftsrecht

    Ökosteuer

    • Anonym
    • 27.02.2009 um 23:48 Uhr

    "ein Biotop für Zivilisationsverweigerer"

    besser kann man die Grünen kaum beschreiben.

    ich hoffe auf die Zeit, wenn diese Partei verschwindet (und ihre verkorksten und scheinheiligen Ideale wie der erwähnte Kopftuch-Feminismus, der Kulturrelativismus, der verlogene Antimilitarismus und natürlich die unsägliche Klimahysterie)

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    • Anonym
    • 27.02.2009 um 23:48 Uhr

    "ein Biotop für Zivilisationsverweigerer"

    besser kann man die Grünen kaum beschreiben.

    ich hoffe auf die Zeit, wenn diese Partei verschwindet (und ihre verkorksten und scheinheiligen Ideale wie der erwähnte Kopftuch-Feminismus, der Kulturrelativismus, der verlogene Antimilitarismus und natürlich die unsägliche Klimahysterie)

    • HBogon
    • 26.02.2009 um 23:09 Uhr

    Wenn eine Partei bis zur Profillosigkeit verkommen ist, kann sie halt mit jedem.
    Hab gehört, das Guido-Mobil steht ungenutzt rum, seit Westerwilli einen auf seriös gibt. Für die Grünen müsste man das noch nicht einmal umlackieren.

  4. Erneuerbare Energien - Gesetz

    Ausstieg aus der Kernenergie

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    Antwort auf "die gruenen "
    • Anonym
    • 27.02.2009 um 23:48 Uhr

    "ein Biotop für Zivilisationsverweigerer"

    besser kann man die Grünen kaum beschreiben.

    ich hoffe auf die Zeit, wenn diese Partei verschwindet (und ihre verkorksten und scheinheiligen Ideale wie der erwähnte Kopftuch-Feminismus, der Kulturrelativismus, der verlogene Antimilitarismus und natürlich die unsägliche Klimahysterie)

    Antwort auf "die gruenen "
  5. Warum sollten sich Grüne freiwllig oder wegen der Machtambitionen einzelner Personen in den Abwärtssog des zusammenkrachenden Neoliberalismus begeben? Wer sich selbst unglaubwürdig macht, wird massiv Stimmen verlieren, wie das Bespiel SPD deutlich zeigt. Wer mitregieren will um jeden Preis, der wird diesen Preis zahlen müssen! Und hinterher kommt das große Gejammere über ein mieses Geschäft ...
    Jedenfalls lacht die FDP jetzt schon.

    #3: Über den schillernden Begriff "Zivilisation" muss man erst mal diskutieren, um ihn möglicherweise schlüssig definieren zu können... Ist es z.B. eine "Zivilisationserweigerung", wenn man gegen strahlende Kernkraft und für umweltfreundliche Energien ist?
    #6: Vorurteile statt Argumenation!
    rheinelbe

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