Völkermord Den Haag erlässt Haftbefehl gegen Omar al-Baschir
Der Völkermord in Darfur hat juristische Konsequenzen: Der Internationale Strafgerichtshof hat Haftbefehl gegen Sudans Präsidenten ausgestellt. Die UN befürchten Unruhen

© BULENT KILIC/AFP/Getty Images
Omar al-Baschir: Er ist der erste amtierende Staatschef, gegen den Haftbefehl erlassen wurde
Mit dem Internationalen Haftbefehl gegen Omar Hassan al-Baschir ist der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag dem Antrag von Chefankläger Luis Moreno-Ocampo gefolgt. Grundlage dafür seien konkrete Vorwürfe von Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen in der sudanesischen Region Darfur in sieben Fällen. Das Gericht verwies auf al-Baschirs mutmaßliche persönliche Verantwortung für Morde, Vertreibungen, Folterungen und Vergewaltigungen. Zudem wird ihm die Verantwortung für gezielte militärische Angriffe auf die Zivilbevölkerung sowie für Plünderungen vorgeworfen.
Dem Antrag von Moreno-Ocampo, den Präsidenten auch wegen Völkermordes zu belangen, folgte der Gerichtshof hingegen nicht. Dafür hätten die drei Ermittlungsrichter des IStGH in dem Antrag des Chefanklägers keine hinreichenden Beweise gefunden. Allerdings könne der Haftbefehl später um diesen Vorwurf erweitert werden, wenn es neue Erkenntnisse gebe.
An die Regierung des Sudans erging die Aufforderung, ihren Präsidenten an den Gerichtshof auszuliefern. Sollte sie dem nicht nachkommen, werde die Angelegenheit dem UN-Sicherheitsrat in New York übergeben. Al-Baschir ist der erste amtierende Staatschef der Welt, gegen den der IStGH einen Haftbefehl ausgestellt hat.
Chefankläger Moreno-Ocampo hatte im Juli 2008 den Haftbefehl gegen al-Baschir beantragt, den er für die Organisation eines Völkermordes mit 35.000 Toten verantwortlich macht. Mindestens weitere 100.000 seien durch Hunger und Krankheit ums Leben gekommen. al-Baschir habe eine Kampagne zur Vernichtung und Vertreibung weiter Teile der schwarzafrikanischen Bevölkerung in Darfur inszeniert. Dabei habe er den "ganzen Staat" mobilisiert, "um die zweieinhalb Millionen Menschen in den Flüchtlingslagern physisch zu vernichten".
Dass der IStGH seinen Antrag auf Völkermord nicht stattgegeben hat, ist eine Niederlage für Moreno-Ocampo. Dieser hatte stets darauf beharrt, dass er dem Gerichtshof "starke Beweise" vorgelegt habe. Mehr als 30 Zeugen wären bereit gewesen, auszusagen, dass al-Baschir in der Krisenprovinz eine Völkermord-Kampagne inszeniert habe. "Es sollten drei verschiedene ethnische Gruppen ausgerottet werden. Deshalb sind wir von Völkermord ausgegangen."
In der sudanesischen Hauptstadt Khartum versammelten sich nach Bekanntwerden der Entscheidung Tausende von Anhängern des Präsidenten. Für die Regierung ist der Haftbefehl "eine Form von Neokolonialismus". Bei den internationalen Hilfsorganisationen und Friedenstruppen von UN und Afrikanischer Union herrscht große Nervosität. Alle sind in erhöhter Wachsamkeit. Dennoch hofft die UN, dass sich Sudans Regierung verantwortungsbewusst verhält. Der Tag soll für die Blauhelme und UN-Helfer ein ganz normaler Arbeitstag sein. "Wir werden unsere Alltagsaktivitäten fortsetzen, wir werden in den Flüchtlingslagern sein", sagte ein UN-Sprecher. Die Friedenstruppen hätten nichts mit dem Gerichtshof zu tun.
Besorgniserregend klingen aber Berichte der Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit (JEM), der aktivsten Rebellengruppe in Darfur. Sie will Informationen haben über Vorbereitungen paramilitärischer Gruppen für Angriffe auf mutmaßliche Befürworter eines Haftbefehls. Al-Baschirs Milizen wollten Chaos in der Hauptstadt Khartum verbreiten, hieß es. Al-Baschir selbst bekräftigte bei einer Demonstration mit tausenden Teilnehmern, auf der er tanzte und lachte, seine Verachtung für den IStGH und Moreno-Ocampo. Den stellt al-Baschir schon lange als Marionette der USA dar. Die Ermittlungen gegen ihn seien eine Verschwörung des Westens.
- Datum 04.03.2009 - 19:34 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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hat Baschir schon angefangen die Sudanesen gegen den Westen aufzuwiegeln ,alles als Rassismus erklaert und gesagt dass sich Den Haag,den Haftbefehl 'an den Hut' stecken kann.Er hat zwar einen anderen Ausdruck benutzt aber der waere nicht stubenrein.
Es wird interessant sein ob dieser Haftbefehl mehr als eine Schlagzeile bleiben wird.
Kann mich mal einer aufklären, wie das dann abläuft. Ich nehme mal stark an, dass es nicht in der Natur dieses Mannes liegt, schnell mal nach Europa zu düsen und sich anzuhören, was er denn alles verbrochen hat, schließlich weiß er das selbst ziemlich genau. Ergo-Er wird da nicht freiwillig hingehen. Kommt da dann hier irgend so ne in 10 Jahren verfilmte Geheimdienstnummer/Militäraktion...,um ihn dem Gericht zu übergeben? Oder bleibt alles wie gehabt, der Mann lässt sichs im Norden gut gehen, führt Krieg gegen die südlichen Provinzen, bzw, lässt laut Wikipedia gemäßigtere Züge seines Regierungsverhaltens erkennen...???
Nun, wie einst die serbischen Militärgeneräle gefasst wurden, mit einem Kopfgeld von mehreren Millionen US, ok, wohl eher EUROS sollte es sich doch irgendwo ein ehem. Armee Spezialtrupp finden der diesen Typen gegen seinen Willen entfuehrt und in Den Haag ausliefert, oder?
Also, fuer mehrere Millionen Euros wuerde ich das machen! Man braucht doch nicht mehr als ein Flugzeug ein Auto im Sudan und eventuell eine Handfeuerwaffe um den Typen zu entfuehren.
Nun, wie einst die serbischen Militärgeneräle gefasst wurden, mit einem Kopfgeld von mehreren Millionen US, ok, wohl eher EUROS sollte es sich doch irgendwo ein ehem. Armee Spezialtrupp finden der diesen Typen gegen seinen Willen entfuehrt und in Den Haag ausliefert, oder?
Also, fuer mehrere Millionen Euros wuerde ich das machen! Man braucht doch nicht mehr als ein Flugzeug ein Auto im Sudan und eventuell eine Handfeuerwaffe um den Typen zu entfuehren.
Dies ist ein wichtiger Tag für die Gerechtigkeit auf diesem Planeten und ein Schritt in die richtige Richtung!
Der Fortschritt ist zwar eine Schnecke, aber heute ist sie ein ganzes Stück gesprungen.
Eine Weltgemeinschaft die zunehmend am Bildschirm die Verbrechen dieser Welt sieht und wahrnimmt muss irgendwann handeln und kann nicht alles nur billigend in kauf nehmen.
Ich fürchte, eine Schnecke hat keine Zähne, da nutzt die Springerei nicht viel. Der Mann wird nicht ohne Krieg verhaftet werden, und der Sudan ist auch nicht Panama.
Und selbst im unwahrscheinlichen Fall, dass es doch geschieht, gibt's im Sudan eher Chaos als Fortschritt. Wer soll denn diese ganzen Milizen entwaffnen? Das wäre dann ein weiteres islamisches Land, das unregierbar wird - Somalia ist es schon, und wie der Irak und Afghanistan ohne amerikanische Besatzung aussehen würden, kann man auch leicht erahnen. Pakistan ist ebenso kurz vor dem Fall. Ist das erstrebenswert?
Ich fürchte, eine Schnecke hat keine Zähne, da nutzt die Springerei nicht viel. Der Mann wird nicht ohne Krieg verhaftet werden, und der Sudan ist auch nicht Panama.
Und selbst im unwahrscheinlichen Fall, dass es doch geschieht, gibt's im Sudan eher Chaos als Fortschritt. Wer soll denn diese ganzen Milizen entwaffnen? Das wäre dann ein weiteres islamisches Land, das unregierbar wird - Somalia ist es schon, und wie der Irak und Afghanistan ohne amerikanische Besatzung aussehen würden, kann man auch leicht erahnen. Pakistan ist ebenso kurz vor dem Fall. Ist das erstrebenswert?
Nun, wie einst die serbischen Militärgeneräle gefasst wurden, mit einem Kopfgeld von mehreren Millionen US, ok, wohl eher EUROS sollte es sich doch irgendwo ein ehem. Armee Spezialtrupp finden der diesen Typen gegen seinen Willen entfuehrt und in Den Haag ausliefert, oder?
Also, fuer mehrere Millionen Euros wuerde ich das machen! Man braucht doch nicht mehr als ein Flugzeug ein Auto im Sudan und eventuell eine Handfeuerwaffe um den Typen zu entfuehren.
und Haliburton, KBR und Ex Blackwater, - oder besser mit Dyncorp den Trainern von der UCK? Hehe, bist Du schon mal im Sudan geflogen, gewesen? Haha :-)
und Haliburton, KBR und Ex Blackwater, - oder besser mit Dyncorp den Trainern von der UCK? Hehe, bist Du schon mal im Sudan geflogen, gewesen? Haha :-)
"obvious malicious intent" -- Bösartigkeit unterstellt er gerne allen seien Widersachern:
http://www.telegraph.co.u...
Durch Bruch der Rechtsstaatlichkeit (breach of due-process) im Zusammenhang mit Anschuldigungen gegen Moreno-Ocampo selbst wegen sexueller Belästigung, ist der Ankläger erpressbar und manipulierbar geworden. Somit ein gefügiges Werkzeug der Mächtigen.
Hat er deshalb vielleicht den Lubanga-Prozeß absichtlich verbockt? Immerhin ist Lubangas Patron Kagame ein Schützling der USA.
http://www.telegraph.co.u...
Hund sans scho, die Amis! (Raffiniert eingefädelt)
DPA/Reuters abschreiben reicht da nicht zur Analyse!
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
Was hat das mit dem Sudangenozid auf sich???
Was hat das mit dem Sudangenozid auf sich???
Was hat das mit dem Sudangenozid auf sich???
Ich fürchte, eine Schnecke hat keine Zähne, da nutzt die Springerei nicht viel. Der Mann wird nicht ohne Krieg verhaftet werden, und der Sudan ist auch nicht Panama.
Und selbst im unwahrscheinlichen Fall, dass es doch geschieht, gibt's im Sudan eher Chaos als Fortschritt. Wer soll denn diese ganzen Milizen entwaffnen? Das wäre dann ein weiteres islamisches Land, das unregierbar wird - Somalia ist es schon, und wie der Irak und Afghanistan ohne amerikanische Besatzung aussehen würden, kann man auch leicht erahnen. Pakistan ist ebenso kurz vor dem Fall. Ist das erstrebenswert?
wenn alles so Aussichtslos ist, dann bleibt ja doch nur noch die letzte Alternative.........das ganze Territorium zu bombadieren.
Die Amerikaner werden bei den 180 mill. Pakistanern auch bald dahinter kommen, wenn sie mehr als 10.000 Soldaten dort drueben in Saergen lassen.
Besonder die maennliche Geburtenstaerke unter den Pakistanern wird es den Amerikanern vor Augen fuehren das sie dort die Samthandschuhe ausziehen muessen. Aber das koennte dann zu einem Problem werden, da dort dann keine NEUE PIPELINE von Turkmenistan durch Afghanistan in so kurzer Zeit aufgebaut werden kann.
wenn alles so Aussichtslos ist, dann bleibt ja doch nur noch die letzte Alternative.........das ganze Territorium zu bombadieren.
Die Amerikaner werden bei den 180 mill. Pakistanern auch bald dahinter kommen, wenn sie mehr als 10.000 Soldaten dort drueben in Saergen lassen.
Besonder die maennliche Geburtenstaerke unter den Pakistanern wird es den Amerikanern vor Augen fuehren das sie dort die Samthandschuhe ausziehen muessen. Aber das koennte dann zu einem Problem werden, da dort dann keine NEUE PIPELINE von Turkmenistan durch Afghanistan in so kurzer Zeit aufgebaut werden kann.
wenn alles so Aussichtslos ist, dann bleibt ja doch nur noch die letzte Alternative.........das ganze Territorium zu bombadieren.
Die Amerikaner werden bei den 180 mill. Pakistanern auch bald dahinter kommen, wenn sie mehr als 10.000 Soldaten dort drueben in Saergen lassen.
Besonder die maennliche Geburtenstaerke unter den Pakistanern wird es den Amerikanern vor Augen fuehren das sie dort die Samthandschuhe ausziehen muessen. Aber das koennte dann zu einem Problem werden, da dort dann keine NEUE PIPELINE von Turkmenistan durch Afghanistan in so kurzer Zeit aufgebaut werden kann.
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