Fatah & Hamas Viele Hürden vor palästinensischer Einheit
Die Palästinensergruppen Fatah und Hamas wollen eine gemeinsame Regierung bilden. Angesichts der tiefen Konflikte zwischen beiden scheint das aber schwer möglich

© Khaled Desouki/AFP/Getty Images
Auf der Suche nach einer Lösung im Palästinenser-Streit: Die Verhandlungspartner Ahmed Qorei (l.) von der Fatah und sein Gegenüber Mussa Abu Marzuq von Hamas
In den Nahost-Friedensprozess ist wieder Bewegung gekommen. Das ist in erster Linie der bevorstehenden Geberkonferenz für den Wiederaufbau des Gaza-Streifens zu verdanken, die am Montag im ägyptischen Scharm-el-Scheich beginnt. Die beiden größten und gleichzeitig tief verfeindeten Palästinenserorganisationen - die Fatah von Präsident Abbas und die in Gaza herrschende radikal-islamische Hamas - sollen sich bereit erklärt haben, eine neue Einheitsregierung zu bilden.
Diese gemeinsame Willenserklärung ist als positives Zeichen an die potenziellen Geldgeber gedacht. Denn beide palästinensischen Konfliktparteien sind dringend auf sie angewiesen. Salam Fajad, Premier der Autonomiebehörde, hat einen Bedarf von 2,78 Milliarden Dollar errechnet. Jeweils die Hälfte soll in den Wiederaufbau des im Krieg mit Israel zerstörten Gaza-Streifens und den Haushalt der Palästinenser-Regierung in Ramallah fließen.
Die Einbindung der islamistisch-nationalistischen Hamas in eine gemeinsame Regierung mit der säkulären, dem Westen zugewandten Fatah erschien bis vor Kurzem so gut wie unmöglich. Ägypten und andere arabische Staaten bemühten sich in den vergangenen zwei Jahren erfolglos darum, die verfeindeten Palästinenserfraktionen zusammenzubringen.
2007 hatte Hamas die Fatah-Sicherheitskräfte in einem blutigen Machtkampf aus dem Gaza-Streifen vertrieben. Palästinenserpräsident Abbas löste darauf die von der Hamas geführte Einheitsregierung auf - Hamas hatte Anfang 2006 die Wahlen innerhalb der Palästinensischen Autonomiebehörde gewonnen - und installierte im Westjordanland eine mit eigenen Leuten besetzte Regierung.
Weil Hamas die Existenzberechtigung Israels nicht anerkennt und von den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft wird, ist sie international isoliert, abgesehen von ihren Unterstützern Syrien und Iran. Die Hamas-Islamisten propagieren die Vernichtung Israels und ziehen daraus auch einen Teil ihrer politischen Existenzgrundlage. Nach den Zerstörungen der israelischen Militäroffensive im Gaza-Streifen ist daher nicht geklärt, wie der Wiederaufbau in dem von Israel abgeriegelten Gebiet jetzt vonstattengehen kann.
Aus diesem Grund ist nun eine Regierung aus Technokraten im Gespräch, die keiner der beiden Organisationen angehören. Damit müssten beide Seiten direkte Regierungsmacht abgeben. Fraglich ist nach dem jetzigen Zeitpunkt auch, ob eine solche Regierung Milliardenbeträge für den Aufbau Gazas würde selbst verwalten dürfen. Besonders Israel will garantiert haben, dass die radikal-islamische Hamas kein Geld und kein Material für Waffen und Militäranlagen abzweigt.
- Datum 03.03.2009 - 12:33 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, 27.2.2009 - 17:37 Uhr
- Kommentare 27
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Und eine islamische Universitaet ist dann eine wissenschaftliche Hochschule oder was??
Was das unser Problem ist. Nun die Politiker haben es so hingebogen das unsere Steuergelder dort denen das Leben, oder wie immer man das da auch bezeichnen will, finanzieren, so das bei unserem Nachwuchs das Geld fuer Bildung und sowas fehlt. [...] (Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich. Die Redaktion /ft)
Die Sicherheit Israels ist mir egal.
sie in der gosse aufgewachsen?
können sie sich nicht wie ein zivilisierter bürger artikulieren?
Da es alle Gesetzte als Absulut sieht und nur Gott als oberste Instance zulässt , und dennoch haben wir einen Weg gefunden damit zu leben.
Im Islam sind die meisten Mentschen so wie wir, so das sie auch einsehen würden das einen Religion Grentzen hat.
Nur leider gibt es immer extreme und von denen berichten Zeitungen nun mal.
sie in der gosse aufgewachsen?
können sie sich nicht wie ein zivilisierter bürger artikulieren?
Da es alle Gesetzte als Absulut sieht und nur Gott als oberste Instance zulässt , und dennoch haben wir einen Weg gefunden damit zu leben.
Im Islam sind die meisten Mentschen so wie wir, so das sie auch einsehen würden das einen Religion Grentzen hat.
Nur leider gibt es immer extreme und von denen berichten Zeitungen nun mal.
(entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Die Redaktion/jk)
können einem schon leid tun. Nicht nur, dass sie seit Jahren in der Misere hocken und nur die Wahl zwischen Teufel (der korrupten Fatah) und Beelzebub (der radikalen Hamas) haben. Nein, sie müssen sich auch noch in unqualifizierten, unverhohlen rassistischen Kommentaren als "Kameltreiber XY" beschimpfen lassen.
(Anmerkung: Der entsprechende Kommentar wurde inzwischen entfernt. Die Redaktion/jk)
Waffenruhe für Geld anzubieten. Da kann jeder Mafiaboss sich noch eine Scheibe abschneiden. (entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen dieser Art. Die Redaktion/jk)
sie in der gosse aufgewachsen?
können sie sich nicht wie ein zivilisierter bürger artikulieren?
Wo kommen diese ganzen Islamhasser auf einmal her? Was wohlt ihr, mit euren chauvinistischen Ressentiments eigentlich erreichen? Erinnert sehr stark an den Unsinn, was die rechtsradikale Teenager von sich geben wenn sie sich mal unbeobachtet fühlen.
gemeinsame regierung von Fatah und hamas wird es schon bald geben. Wenn so viel Geld winkt kann man sich später um die Verteilung streiten.
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