Infektionskrankheit "Mit den Masern ist nicht zu spaßen"Seite 2/2
Fegeler: Masern sind hochinfektiös. Es bedarf nur sehr weniger Viren, um die Krankheit auszulösen. Hat ein Kind die Masern und hustet, kann man ziemlich sicher davon ausgehen, dass andere Kinder, die in der Nähe sind, sich anstecken. In so einer Hustenwolke befinden sich Milliarden von Viren.
ZEIT ONLINE: Die Weltgesundheitsbehörde WHO will die Masern bis 2010 ausrotten. Erst kürzlich warnten Mediziner, dass dies kaum mehr zu schaffen sei, weil viele Menschen impfmüde geworden sind.
Fegeler: Das war die große Hoffnung. Aber solange es noch Menschen gibt, die sich der Impfung strikt verweigern, wird eine Ausrottung nicht zu erreichen sein. Diese Leute sind auch geschützt, da die meisten Menschen um sie herum geimpft sind. Sie liegen praktisch in einer immunologischen Hängematte. Doch immer wieder kommt es zum Ausbruch der Masern. Da reicht ein Einzelner aus, der die anderen infiziert und schon verbreitet sich das wie ein Buschbrand. Und das passiert meist dort, wo Menschen ihre Kinder nicht impfen lassen. Häufig sind darunter Mitglieder bestimmter Glaubensgemeinschaften.
ZEIT ONLINE: Was ist zu tun? Sollte die Impfung verpflichtend sein?
Fegeler: Jeder sollte sich impfen lassen. Auch Erwachsene können dies immer noch tun. In Deutschland gibt es keine vorgeschriebene Impfpflicht. Es gibt aber die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission. Diese haben nur einen teilverbindlichen Charakter. Es gibt Überlegungen, eine Impfung vorauszusetzen, sobald Kinder etwa einen Kindergarten, eine Schule oder eine andere Einrichtung besuchen sollen. In Amerika und England ist der Spruch "Keine Impfung, keine Schule" verbreitet.
ZEIT ONLINE: Ist das eine Devise, die auch für Deutschland gelten sollte?
Fegeler: Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hat sich für diese Richtung ausgesprochen. Wir sind der Meinung, dass die Impfung viel verbindlicher gehandhabt werden müsste. Eine Impfpflicht ist allerdings nicht durchzusetzen, auch vor dem Hintergrund der Regelungen im Grundgesetz. Man könnte aber eine Lösung finden, indem der Besuch einer Gemeinschaftseinrichtung eine vorherige Impfung nötig macht.
Die Fragen stellte Sven Stockrahm.
- Datum 04.03.2009 - 13:41 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, 4.3.2009 - 11:04 Uhr
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Impfungen sind eine derart geniale Erfindung, da höchstens noch die Hygiene und die Anästhesie im Bereich der Medizin mithalten.
Die momentanen Generationen wissen kaum noch wie schrecklich Krankheiten wie Polio, Pocken usw. verlaufen können (ich weiß es auch nur von Berichten, aber der Mensch sollte fähig sein, daraus entsprechende Schlüsse für sich selbst zu ziehen).
Ich meine eine kleine Spritze - dank Kombinationsimpfungen reicht meist wirklich nur eine - und man ist gegen eine Unzahl von schwersten Übeln geschützt. Wenn sich hier nicht der Nutzen und Wert von Wissenschaft zeigt, dann wo sonst?
Wieviel Leid ist durch Impfungen verhindert worden? Wieviele Kinder die heute geboren werden verdanken ihr Leben indirekt der Impfung?
Wer seine Kinder nicht impfen lässt gehört strafrechtlich verfolgt.
Leider kann ich die Argumentation dieses Beitrags nicht nachvollziehen - wenn es Menschen gibt, die dem Versprechen des risikolosen Mehrfachschutzes glauben, sollen die doch vorangehen und an dem Massenexperiment teilnehmen. Deren Kinder mögen dann geschützt sein (und wahrscheinlich gegen die Ansteckung durch nichtgeimpfte Personen geschützt).
Wer aber diesem Versprechen keinen Glauben schenkt, sollte doch nicht gleich als Depp beleidigt werden, sondern in seiner Skepsis gehört werden. Im letzten Jahrhundert gab es genug Skandale durch unzureichend getestete Medikamentenverabreicungen. Nicht umsonst wurden schon Sechsfachimpfstoffe vom Markt genommen. Solange es ernsthafte Kritik gibt, soll diese zugelassen und nach Alternativen gesucht werden.
Wenn Sie genauer zuhören, werden Sie bemerken, daß die meisten von Ihnen als Deppen bezeichneten Skeptiker durchaus Einzelimpfungen anstreben.
Leider kann ich die Argumentation dieses Beitrags nicht nachvollziehen - wenn es Menschen gibt, die dem Versprechen des risikolosen Mehrfachschutzes glauben, sollen die doch vorangehen und an dem Massenexperiment teilnehmen. Deren Kinder mögen dann geschützt sein (und wahrscheinlich gegen die Ansteckung durch nichtgeimpfte Personen geschützt).
Wer aber diesem Versprechen keinen Glauben schenkt, sollte doch nicht gleich als Depp beleidigt werden, sondern in seiner Skepsis gehört werden. Im letzten Jahrhundert gab es genug Skandale durch unzureichend getestete Medikamentenverabreicungen. Nicht umsonst wurden schon Sechsfachimpfstoffe vom Markt genommen. Solange es ernsthafte Kritik gibt, soll diese zugelassen und nach Alternativen gesucht werden.
Wenn Sie genauer zuhören, werden Sie bemerken, daß die meisten von Ihnen als Deppen bezeichneten Skeptiker durchaus Einzelimpfungen anstreben.
Wenn es ums Impfen geht, wird es schnell persönlich - siehe das Posting "Impfgegner sind asoziale Deppen".
Aber eine kritische Betrachtung kann doch nicht schaden oder?
- Es gibt keine unabhängige Forschung zum Thema Impfen - das ist fest in Händen der Produktanbieter
- Statt gezielt zum impfen gibt es fast nur mehr die umstrittenen Mehrfachimpfungen. Wer erkrankt schon an drei Kinderkrankheiten gleichzeitig? Dass eine Mehrfachimpfung ein ziemlicher Angriff auf das Immunsystem ist, kann man sich gut vorstellen. Einige dieser Impfstoffe wurden sang- und klanglos vom Markt genommen.
- So genannte Epidemien werden von der Pharmaindustrie immer ziemlich professionell zur Panikmache genutzt. Wieviele der erkrankten Kinder aber tatsächlich geimpft waren - dass wird zum Beispiel nicht erhoben, hier gibt es überhaupt keine Transparenz. Wie hoch der Impfschutz also wirklich ist, dazu gibt es keine objektiven Untersuchungen. Ich habe meinen Sohn auch mittels Mehrfachimpfung ( mehrmals) impfen lassen. Mit 15 ist er dann trotzdem schwer an Masern erkrankt.
- Wer kritische Fragen stellt wird sofort als Trottel hingestellt. Eltern, deren Kinder an Impfschäden leiden, werden als Querulanten abgestempelt. Klar, dass die keine Chance haben etwas zu beweisen - wo es doch keine unabhängige Forschung zu dem Thema gibt.
- Es gibt auch eine Immunisierung ohne Erkrankung . Wenn so ein Kind dann tatsächlich geimpft wird, kann es zu schwerwiegenden Erkrankungen kommen.
- Wir wissen nicht, wie sich Impfen auf das Immunsystem wirklich auswirkt. Das kindliche Immunsystem lernt erst durch Krankheiten, die es aus eigener Kraft übersteht. Das Impfen nicht dieselbe Immunisierung bringen kann, wie eine überstandene Krankheit, zeigt ja schon die Mehrfachimpfung. Wer an drei Kinderkrankeiten gleichzeitig erkrankt, würde wahrscheinlich sterben.
- Komplikationen bei Kinderkrankheiten sind wohl auch auf Behandlungsfehler zurück zu führen - aber wer prüft schon nach?-
- Es ist weniger dem Impfen als der dramatischen Verbesserung unserer Lebensumstände zu verdanken, dass wir heute nicht mehr unter Seuchen oder Epidemien zu leiden haben. Gesundheit kommt nicht aus der Apotheke, sondern hängt in erster Linie von unserer Lebensweise ab.
Fazit: Wünschenswert wäre eine unabhängige Forschung - vom Staat finanziert - und eine sachliche Diskussion. Eine Datenbank, in der festgehalten wird, wieviele Kinder, die geimpft sind, dann trotzdem erkranken und eine Erfassung und objektive Unterschung aller Fälle von Impfschäden.
Und - gezielt impfen ja, aber kein Gießkannenprinzip.
"Wir wissen nicht, wie sich Impfen auf das Immunsystem wirklich auswirkt. Das kindliche Immunsystem lernt erst durch Krankheiten, die es aus eigener Kraft übersteht. Das Impfen nicht dieselbe Immunisierung bringen kann, wie eine überstandene Krankheit..."
Machen Sie bitte ersteinmal Ihre Hausaufgaben bevor Sie solche Behauptungen aufstellen. Die Immunologie (der Wissenschaftszweig, der sich mit dem Immunsystem beschäftigt) hat ein sehr klares und genaues Verständniss was bei einer Impfung passiert und wie sie sich auswirkt. In der Hoffnung, dass Ihre Behauptungen auf Unwissenheit beruhen empfehle ich Ihnen: "Immunologie" von Charles A. jr. Janeway (ein Standardwerk der Immunologie) oder ein vielleicht leichter verständliches Werk: Immunologie auf 70 Seiten von Arthur G. Johnson.
"Wünschenswert wäre eine unabhängige Forschung - vom Staat finanziert - und eine sachliche Diskussion"
Wieder hoffe ich, dass Ihre Aussage auf Unwissenheit und nicht auf Ignoranz beruht. Die von Ihnen geforderte staatliche Forschung existiert an vielen deutschen Hochschulen, dort können sie sich auch mal in eine Immunologievorlesung setzen, falls sie noch weitere Fragen haben sollten. Ich garantiere Ihnen, dass Sie die Fähigkeiten unseres Immunsystems beeindrucken werden.
Aber natürlich haben Sie auch Recht, jede Impfung birkt auch immer ein gewisses Risiko. Welches jedoch in keinem Verhältniss zu den Risiken einer akuten Erkrankung steht.
"Wir wissen nicht, wie sich Impfen auf das Immunsystem wirklich auswirkt. Das kindliche Immunsystem lernt erst durch Krankheiten, die es aus eigener Kraft übersteht. Das Impfen nicht dieselbe Immunisierung bringen kann, wie eine überstandene Krankheit..."
Machen Sie bitte ersteinmal Ihre Hausaufgaben bevor Sie solche Behauptungen aufstellen. Die Immunologie (der Wissenschaftszweig, der sich mit dem Immunsystem beschäftigt) hat ein sehr klares und genaues Verständniss was bei einer Impfung passiert und wie sie sich auswirkt. In der Hoffnung, dass Ihre Behauptungen auf Unwissenheit beruhen empfehle ich Ihnen: "Immunologie" von Charles A. jr. Janeway (ein Standardwerk der Immunologie) oder ein vielleicht leichter verständliches Werk: Immunologie auf 70 Seiten von Arthur G. Johnson.
"Wünschenswert wäre eine unabhängige Forschung - vom Staat finanziert - und eine sachliche Diskussion"
Wieder hoffe ich, dass Ihre Aussage auf Unwissenheit und nicht auf Ignoranz beruht. Die von Ihnen geforderte staatliche Forschung existiert an vielen deutschen Hochschulen, dort können sie sich auch mal in eine Immunologievorlesung setzen, falls sie noch weitere Fragen haben sollten. Ich garantiere Ihnen, dass Sie die Fähigkeiten unseres Immunsystems beeindrucken werden.
Aber natürlich haben Sie auch Recht, jede Impfung birkt auch immer ein gewisses Risiko. Welches jedoch in keinem Verhältniss zu den Risiken einer akuten Erkrankung steht.
Ich oute mich als Impfkritiker - nicht als Impfgegner!
Aber wenn ich Interviews von solchen "Experten" lese kann ich nur mit dem Kopf schütteln! Wieso versteht er nicht warum es Leute gibt, die nicht impfen, wenn er doch selber ein Argument dagegen anspricht?
In der Statistik(Grafik) sieht man dass es im Schnitt etwa 500-1000 Erkrankungen gibt. Und jeder 500ste bis 1000ste Fall führt laut seiner Aussage zum Beispiel zu einer Hirnhautentzündung(Aber nur weil Impfschäden nicht meldepflichtig sind im Gegensatz zu Masern). Heißt pro Jahr 1 Kind.
Es gab 2007 etwa 1,2 Mio 0-2 Jährige die ja geimpft werden sollen.
Das heißt laut seiner Aussage wird ein Kind wegen der Impfung erkranken. Toll!
Jetzt ist es Ansichtssache: Körperverletzung oder Wunderwaffe?
Zumal es ja noch die Impfversager gibt. Offiziell liegt die Rate bei 5%. Diese 5% können erkranken oder/und Impffolgeschäden davontragen.
Sie machen einen Fehler, das mag nicht sofort auffallen, hat mich auch ein wenig beschäftigt, aber ich will versuchen, ihn zu erläutern. Laut Artikel erkrankt einer von einer Mio. geimpften schwer. Das wäre, nach ihrer eigenen Aussage in Deutschland, ein Patient pro Jahr. Gleichzeitig erleidet einer von 500 Masernpatienten eine Hirnhautentzündung. Bei 500 Masernpatienten wäre das auch eine Erkrankung pro Jahr in Deutschland. ABER:
1. Sind diese 500 Masernpatienten bereits erkrankt und andere Komplikationen können auftreten. Somit ist die Zahl der möglichen Komplikationen unter diesen 500 Patienten plötzlich um ein Vielfaches höher. Diese Komplikationen könnten nicht auftreten, wären diese Leute geimpft. das Risiko für die Erkrankten steigt somit überproportional. Da nun aber die Chance, an Masern zu erkranken, für Ungeimpfte höher ist als für Geimpfte, haben sie eine absolut höhere Chance, überhaupt Komplikationen zu erleiden. Sie sprechen die mathematische Wahrscheinlichkeit an. Zufälligerweise weiß ich ein Wenig über Wahscheinlichkeitsverteilungen und bin bereit, Ihnen das einmal vorzurechnen.
2. Der Absolutwert für Komplikationen unter Masernerkrankungen ist nur deshalb so niedrig, weil es wenige Ausbrüche der Krankheit gibt. Wären weniger Leute geimpft, gäbe es mehr Fälle. Folglich ist die Aussagekraft des Vergleichs der Absolutwerte der Komplikationen NULL UND NICHTIG, da man von Unterschiedlich großen Grundgesamtheiten ausgeht. Der Aussagekräfige Vergleichswert wäre die Erkrankungswahrscheinlichkeit für den Enzelnen, die für Ungeimpfte höher liegt als für Geimpfte. Wie es bereits im Artikel hieß, ist es Tatsache, dass Ungeimpfte von der Impfung der Anderen profitieren. Praktisch? Ohne Frage. Moralisch fragwürdig? Dito. Blauäugig? Ebenfalls dito.
3. Impfverweigerer stellen die Erreichung humanitär sinnvolle Ziele, wie z.B. die Ausrottung der Masern, infrage. Solange sich große Bevölkerungsgruppen der Impfung verweigern, werden Ziele wie dieses nicht erreicht werden können. Man spricht so gerne von der Verantwortung gegenüber späteren Generationen. Selbst wenn eine Impfung so gefährlich ist, wäre es nicht unsere Verantwortung, es späteren Generationen zu ermöglichen, ohne sie auszukommen? Ich denke, die Antwort wäre "Ja". Unser Weg dorthin ist die Impfung möglichst großer Bevölkerungsgruppen und die Ausrottung der betreffenden Krankheit.
Beste Grüße,
PGMN
Sie machen einen Fehler, das mag nicht sofort auffallen, hat mich auch ein wenig beschäftigt, aber ich will versuchen, ihn zu erläutern. Laut Artikel erkrankt einer von einer Mio. geimpften schwer. Das wäre, nach ihrer eigenen Aussage in Deutschland, ein Patient pro Jahr. Gleichzeitig erleidet einer von 500 Masernpatienten eine Hirnhautentzündung. Bei 500 Masernpatienten wäre das auch eine Erkrankung pro Jahr in Deutschland. ABER:
1. Sind diese 500 Masernpatienten bereits erkrankt und andere Komplikationen können auftreten. Somit ist die Zahl der möglichen Komplikationen unter diesen 500 Patienten plötzlich um ein Vielfaches höher. Diese Komplikationen könnten nicht auftreten, wären diese Leute geimpft. das Risiko für die Erkrankten steigt somit überproportional. Da nun aber die Chance, an Masern zu erkranken, für Ungeimpfte höher ist als für Geimpfte, haben sie eine absolut höhere Chance, überhaupt Komplikationen zu erleiden. Sie sprechen die mathematische Wahrscheinlichkeit an. Zufälligerweise weiß ich ein Wenig über Wahscheinlichkeitsverteilungen und bin bereit, Ihnen das einmal vorzurechnen.
2. Der Absolutwert für Komplikationen unter Masernerkrankungen ist nur deshalb so niedrig, weil es wenige Ausbrüche der Krankheit gibt. Wären weniger Leute geimpft, gäbe es mehr Fälle. Folglich ist die Aussagekraft des Vergleichs der Absolutwerte der Komplikationen NULL UND NICHTIG, da man von Unterschiedlich großen Grundgesamtheiten ausgeht. Der Aussagekräfige Vergleichswert wäre die Erkrankungswahrscheinlichkeit für den Enzelnen, die für Ungeimpfte höher liegt als für Geimpfte. Wie es bereits im Artikel hieß, ist es Tatsache, dass Ungeimpfte von der Impfung der Anderen profitieren. Praktisch? Ohne Frage. Moralisch fragwürdig? Dito. Blauäugig? Ebenfalls dito.
3. Impfverweigerer stellen die Erreichung humanitär sinnvolle Ziele, wie z.B. die Ausrottung der Masern, infrage. Solange sich große Bevölkerungsgruppen der Impfung verweigern, werden Ziele wie dieses nicht erreicht werden können. Man spricht so gerne von der Verantwortung gegenüber späteren Generationen. Selbst wenn eine Impfung so gefährlich ist, wäre es nicht unsere Verantwortung, es späteren Generationen zu ermöglichen, ohne sie auszukommen? Ich denke, die Antwort wäre "Ja". Unser Weg dorthin ist die Impfung möglichst großer Bevölkerungsgruppen und die Ausrottung der betreffenden Krankheit.
Beste Grüße,
PGMN
Es ist diskriminierend, wenn sog. Impfexperten Impfkritiker mit deren Weltanschauung kritisieren wollen.
Also einfach einmal auf
www.impfkritik.de
unter Masern nachlesen, was alles noch ungeklärt ist, z.B. die Probleme mit der Statistik.
Dann Impfgeschädigte bzw. deren Angehörige fragen, z.B. unter
www.impfschutzverband.de
Und unter
http://ostsee-zeitung-blo...
können Sie nachlesen:
"Ist die Impfung gegen Masern unbedenklich? Das Paul-Ehrlicher-Institut registrierte 2007 und 2008 bisher 120 Verdachtsfälle von Impfkomplikationen. Davon wurden 21 Patienten nicht wieder gesund."
Was hat das mit einer Weltanschauung zu tun?
Ich will und werde hier niemanden zu bel(k)ehren versuchen, schon allein wegen der Aussichtslosigkeit eines solchen Unterfangens - wer sich lange genug mit diesem Thema beschäftigt, den zermürbt die argumentative Unlogik auf Seiten der Impfkritiker. Selbstverständlich hat bei jedem medizinischen Eingriff, von der übungsstabilen Osteosynthese bis zum Impfen eine Abwägung von Vor- und Nachteilen zu erfolgen. Dies ist ein statistischer und in seiner abwägenden Tiefe nicht ganz trivialer wissenschaftlicher Prozess. Wer bei einem abwägenden Prozess nur die Argumente einer Seite gelten lässt und die Argumente der Gegenseite verunglimpft, der wird zwar populistisch sehr wirksam erscheinen, dies entspricht aber kaum der unvoreingenommnen Wahrheitsfindung, die spätestens seit Aristoteles als Grundlage einer wissenschaftlichen Aussagenlogik bzw. jeder Logik gilt. Für kaum eine medizinische Intervention gibt es eine so solide positive Datenlage, wie für Impfungen.
Wenn sie, wie ich, als Forscher im biowissenschaftlichen Bereich (deutlich abseits des Impfens) schon allein nur deswegen, weil sie in diesem Bereich zwangsläufig und auch wünschenswerterweise (wegen der gemeinsamen Ziele und der kleinen Menge an Forschern, die pro Einzelthema weltweit tätig sind) verdächtig sind, gekauft zu sein, dann ist ein gleichberechtigter Schlagabtausch auf argumentativer Basis unmöglich, da ihre Argumente schlicht nicht gehört werden.
Gerade die zitierten Seiten (impfkritik etc.) sind für einen Philosophen eine wunderbare Spielwiese, um die übelsten Verstöße gegen argumentative Logik zu entlarven. Aus diesem Grund werde ich hier NICHT auf den aussichtslosen Versuch eines wissenschaftlichen Schlagabtausches mit den so oft verdrehten Sachargumenten eingehen, sondern werfe allen Kritikern des Impfens nur eine Entgegnung, aus der sooft bemühten metaphysischen Sicht der Dinge, hin, die in ihrem eigentlich fehlenden Charakter als echtes Argument vielleicht aber gerade eine einleuchtendere Begründung ist: Wenn auf der ganzen Welt nahezu 100% aller life science Wissenschaftler (ich meine hier nur solche und nicht -Verzeihung für den despektierlichen Unterton - den nicht wirklich primär "wissenschaftlich" tätigen Feld-Wald und Wiesenarzt) im biomedizinischen Bereich (wie auch ich) sich selbst und ihre Kinder impfen, Lieschen Müller dies aber für schädlich hält, muss sich der unbeteiligte Außenstehende schon fragen, ob wirklich alle Wissenschaftler gekauft sein können (oder geblendete Idioten sind), und dafür sogar ihre Gesundheit und die ihrer Kinder aufs Spiel setzen, oder ob vielleicht Lieschen Müller irgendwelchen ideologischen Agitatoren aufgesessen ist.
In diesem Sinne werde ich mich und meine Familie weiterhin aus tiefer und wissenschaftlich gefestigter Überzeugung impfen, und jedem der dies für sich nicht gutheißt seine gegenteilige Überzeugung "gönnen" - nicht ohne auf das ethische Dilemma hinzuweisen, diese Entscheidung auch für Andere, also die eigenen Kinder, gegen die "Überzeugung" der Wissenschaft zu fällen. Dies erfordert zumindest ein "gesundes" Selbstvertrauen in die Überlegenheit der eigene Einschätzungsfähigkeit.
Nananana, Herr Frager, ihr Beitrag gibt aber durchaus Anlass zur Replik.
Also:
Sie: "Es gibt auch eine Immunisierung ohne Erkrankung . Wenn so ein Kind dann tatsächlich geimpft wird, kann es zu schwerwiegenden Erkrankungen kommen."
Wieso denn das? Ist das Kind bereits immunisiert, dann bewirken die abgeschwächten Krankheitserreger, die bei der Impfung verabreicht werden, gar nichts. Auch keine negative Reaktion. Hab ich selbst so erlebt bei einer Schutzimpfung.
Sie "Wir wissen nicht, wie sich Impfen auf das Immunsystem wirklich auswirkt."
Wer "wir" da ist, weis ich nicht, wahrscheinlich Sie, aber es ist selbstverständlich bekannt, was eine Impfung bewirkt. Die T-Zellen werden trainiert und können im Falle einer wirklichen Erkrankung schnell die Lymphozyten so programmieren, dass der eingedrungene Krankheitserreger nicht den Hauch einer Chance hat.
Sie "Das kindliche Immunsystem lernt erst durch Krankheiten, die es aus eigener Kraft übersteht."
Nein, das Immunsystem lernt das allerselbe bei der Impfung, siehe vorherige Antwort.
"Das Impfen nicht dieselbe Immunisierung bringen kann, wie eine überstandene Krankheit, zeigt ja schon die Mehrfachimpfung. Wer an drei Kinderkrankeiten gleichzeitig erkrankt, würde wahrscheinlich sterben."
Da die geimpften Krankheitserreger abgeschwächt sind, können sich sich im Körper nicht vermehren. Das Kind wird also gar nicht krank, das Immunsystem lernt die Erreger aber trotzdem kennen - und das genügt für's soätere Leben, um gegen diese Immun zu werden.
Na ja, eigentlich hätten Sie das alles wissen müssen, wenn Sie mit offenen Augen und Ohren durch's Leben gegangen wären oder in der Schule (etwa 10. Klasse) aufgepasst hätten.
Ich teile mein Wissen, das aber auch Allgemeinwissen ist, gerne mit Ihnen. Dafür müssen Sie mir aber versprechen, nicht wieder so einen Unsinn von sich zu geben.
Abgemacht?
AJ
"Wieso denn das? Ist das Kind bereits immunisiert, dann bewirken die abgeschwächten Krankheitserreger, die bei der Impfung verabreicht werden, gar nichts. Auch keine negative Reaktion. Hab ich selbst so erlebt bei einer Schutzimpfung."
Solche Effekte gibt es durchaus, z. B. beim Dengue-Fieber. Die Erstinfektion mit einem Serotyp des Erregers verläuft meist glimpflich und bewirkt eine Immunisierung gegen diesen Serotyp. Eine spätere Infektion mit einem der anderen Serotypen verläuft dann i. d. R. dramatisch schwer als so genanntes hämorrhagisches Dengue-Fieber, da es zu einer immunologischen Überreaktion des Körpers kommt, bei der die Gefässwände durch das Immunsystem geschädigt werden, was dann zu starken Blutungen führt.
Allerdings ist mir keine Imfpung mit entsprechender Kontraindikation bekannt.
Meist sind derartige Komplikationen aber allergische Überreaktionen (Anaphylaxien) auf Bestandteile des Impfstoffs (z. B. Proteine) und keine Reaktion auf den geimpften Erreger selbst.
"Wieso denn das? Ist das Kind bereits immunisiert, dann bewirken die abgeschwächten Krankheitserreger, die bei der Impfung verabreicht werden, gar nichts. Auch keine negative Reaktion. Hab ich selbst so erlebt bei einer Schutzimpfung."
Solche Effekte gibt es durchaus, z. B. beim Dengue-Fieber. Die Erstinfektion mit einem Serotyp des Erregers verläuft meist glimpflich und bewirkt eine Immunisierung gegen diesen Serotyp. Eine spätere Infektion mit einem der anderen Serotypen verläuft dann i. d. R. dramatisch schwer als so genanntes hämorrhagisches Dengue-Fieber, da es zu einer immunologischen Überreaktion des Körpers kommt, bei der die Gefässwände durch das Immunsystem geschädigt werden, was dann zu starken Blutungen führt.
Allerdings ist mir keine Imfpung mit entsprechender Kontraindikation bekannt.
Meist sind derartige Komplikationen aber allergische Überreaktionen (Anaphylaxien) auf Bestandteile des Impfstoffs (z. B. Proteine) und keine Reaktion auf den geimpften Erreger selbst.
Leider kann ich die Argumentation dieses Beitrags nicht nachvollziehen - wenn es Menschen gibt, die dem Versprechen des risikolosen Mehrfachschutzes glauben, sollen die doch vorangehen und an dem Massenexperiment teilnehmen. Deren Kinder mögen dann geschützt sein (und wahrscheinlich gegen die Ansteckung durch nichtgeimpfte Personen geschützt).
Wer aber diesem Versprechen keinen Glauben schenkt, sollte doch nicht gleich als Depp beleidigt werden, sondern in seiner Skepsis gehört werden. Im letzten Jahrhundert gab es genug Skandale durch unzureichend getestete Medikamentenverabreicungen. Nicht umsonst wurden schon Sechsfachimpfstoffe vom Markt genommen. Solange es ernsthafte Kritik gibt, soll diese zugelassen und nach Alternativen gesucht werden.
Wenn Sie genauer zuhören, werden Sie bemerken, daß die meisten von Ihnen als Deppen bezeichneten Skeptiker durchaus Einzelimpfungen anstreben.
Sie machen einen Fehler, das mag nicht sofort auffallen, hat mich auch ein wenig beschäftigt, aber ich will versuchen, ihn zu erläutern. Laut Artikel erkrankt einer von einer Mio. geimpften schwer. Das wäre, nach ihrer eigenen Aussage in Deutschland, ein Patient pro Jahr. Gleichzeitig erleidet einer von 500 Masernpatienten eine Hirnhautentzündung. Bei 500 Masernpatienten wäre das auch eine Erkrankung pro Jahr in Deutschland. ABER:
1. Sind diese 500 Masernpatienten bereits erkrankt und andere Komplikationen können auftreten. Somit ist die Zahl der möglichen Komplikationen unter diesen 500 Patienten plötzlich um ein Vielfaches höher. Diese Komplikationen könnten nicht auftreten, wären diese Leute geimpft. das Risiko für die Erkrankten steigt somit überproportional. Da nun aber die Chance, an Masern zu erkranken, für Ungeimpfte höher ist als für Geimpfte, haben sie eine absolut höhere Chance, überhaupt Komplikationen zu erleiden. Sie sprechen die mathematische Wahrscheinlichkeit an. Zufälligerweise weiß ich ein Wenig über Wahscheinlichkeitsverteilungen und bin bereit, Ihnen das einmal vorzurechnen.
2. Der Absolutwert für Komplikationen unter Masernerkrankungen ist nur deshalb so niedrig, weil es wenige Ausbrüche der Krankheit gibt. Wären weniger Leute geimpft, gäbe es mehr Fälle. Folglich ist die Aussagekraft des Vergleichs der Absolutwerte der Komplikationen NULL UND NICHTIG, da man von Unterschiedlich großen Grundgesamtheiten ausgeht. Der Aussagekräfige Vergleichswert wäre die Erkrankungswahrscheinlichkeit für den Enzelnen, die für Ungeimpfte höher liegt als für Geimpfte. Wie es bereits im Artikel hieß, ist es Tatsache, dass Ungeimpfte von der Impfung der Anderen profitieren. Praktisch? Ohne Frage. Moralisch fragwürdig? Dito. Blauäugig? Ebenfalls dito.
3. Impfverweigerer stellen die Erreichung humanitär sinnvolle Ziele, wie z.B. die Ausrottung der Masern, infrage. Solange sich große Bevölkerungsgruppen der Impfung verweigern, werden Ziele wie dieses nicht erreicht werden können. Man spricht so gerne von der Verantwortung gegenüber späteren Generationen. Selbst wenn eine Impfung so gefährlich ist, wäre es nicht unsere Verantwortung, es späteren Generationen zu ermöglichen, ohne sie auszukommen? Ich denke, die Antwort wäre "Ja". Unser Weg dorthin ist die Impfung möglichst großer Bevölkerungsgruppen und die Ausrottung der betreffenden Krankheit.
Beste Grüße,
PGMN
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