Aufbau im Gaza-Streifen Staaten sagen Palästinensern Milliardenhilfe zu

Die Internationale Staatengemeinschaft stellt den Menschen in Gaza Milliarden Dollar in Aussicht. Vor allem die USA und Saudi-Arabien wollen kräftig zahlen

Wie in dieser Moschee in Rafah ist im Gazastreifen viel aufzuräumen und wieder aufzubauen

Wie in dieser Moschee in Rafah ist im Gazastreifen viel aufzuräumen und wieder aufzubauen

Nach der israelischen Militäroffensive im Gaza-Streifen will die internationale Gemeinschaft mehr als zwei Milliarden Euro ausgeben, um die zerstörte Infrastruktur in dem Gebiet wieder aufzubauen. Den größten Beitrag will das islamische Königreich Saudi-Arabien leisten, das auf einer Konferenz im ägyptischen Scharm el-Scheich Hilfen von einer Milliarde US-Dollar ankündigte.

900 Millionen Dollar Hilfe sagten die USA zu. Sie wollen allerdings zwei Drittel dieser Summe dem von der gemäßigten Fatah-Bewegung verwalteten Westjordanland zugute kommen lassen. Die für den Küstenstreifen vorgesehenen 300 Millionen Dollar sollen über UN-Kanäle und andere Organisation in das Gebiet fließen, um nicht der radikalislamischen Hamas zu nützen. Die radikalislamische Hamas-Organisation, die den Gaza-Streifen kontrolliert, war nicht zur Konferenz eingeladen, stand aber im Mittelpunkt der Diskussionen.

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Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) kündigte an, dass sich die Bundesregierung mit 150 Millionen Euro am Wiederaufbau im Gaza-Streifen beteiligen will. Die Teilnehmer der Wiederaufbau-Konferenz warnten eindringlich davor, die Bemühungen um eine politische Einigung zwischen den Palästinensern und der neu zu bildenden israelischen Regierung zu vernachlässigen.

"Wir haben auch die Hoffnung, dass das, was jetzt wieder aufgebaut wird, nicht erneut zerstört wird", sagte Steinmeier. Dafür seien eine dauerhafte Waffenstillstandsvereinbarung zwischen Israel und allen Palästinensergruppen sowie die Wiederaufnahme direkter Friedensgespräche notwendig.

US-Außenministerin Hillary Clinton betonte, die Hilfen gewähre die Staatengemeinschaft in Zusammenarbeit mit der palästinensischen Regierung in Ramallah und Präsident Mahmud Abbas. Washington werde dafür sorgen, dass "die Extremisten" kein Geld erhielten.

Leser-Kommentare
    • Gafra
    • 02.03.2009 um 14:56 Uhr

    mehr. Israel hat kein Interesse und plant eher in dieser Richtung:
    http://www.sueddeutsche.d...

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    Vielen Dank. Ein sehr aufschlussreicher Artikel, der zusammen mit dem aktuellen "Zeit" Bericht nur eins deutlich macht: keine der beiden Seiten ist am Frieden interessiert. Die palistinenser kriegen das Geld und die israelis dürfen eben die Siedlungen ausbauen. Beide bedanken sich und bis zum nächsten mal

    Es ist unglaublich.

    Israel plant nach Angaben der israelischen Friedensbewegung „Peace Now“ die Anzahl der Siedler in der besetzten Westbank zu verdoppeln. So sollen insgesamt 73.000 Wohnungen für rund 280.000 Siedler gebaut werden. Ein Großteil der Wohnungen soll in der Region um Bethlehem entstehen, 5.700 von diesen im besetzten Ost-Jerusalem.

    Wie Peace Now darüber hinaus bestätigte, befinden sich bereits 9.000 Wohnungen im Bau, für weitere 15.000 wurden schon Baugenehmigungen erteilt.

    In der besetzten Westbank leben heute rund 300.000 Siedler.

    http://www.peacenow.org.i...

    Vielen Dank. Ein sehr aufschlussreicher Artikel, der zusammen mit dem aktuellen "Zeit" Bericht nur eins deutlich macht: keine der beiden Seiten ist am Frieden interessiert. Die palistinenser kriegen das Geld und die israelis dürfen eben die Siedlungen ausbauen. Beide bedanken sich und bis zum nächsten mal

    Es ist unglaublich.

    Israel plant nach Angaben der israelischen Friedensbewegung „Peace Now“ die Anzahl der Siedler in der besetzten Westbank zu verdoppeln. So sollen insgesamt 73.000 Wohnungen für rund 280.000 Siedler gebaut werden. Ein Großteil der Wohnungen soll in der Region um Bethlehem entstehen, 5.700 von diesen im besetzten Ost-Jerusalem.

    Wie Peace Now darüber hinaus bestätigte, befinden sich bereits 9.000 Wohnungen im Bau, für weitere 15.000 wurden schon Baugenehmigungen erteilt.

    In der besetzten Westbank leben heute rund 300.000 Siedler.

    http://www.peacenow.org.i...

    • kuhno
    • 02.03.2009 um 15:30 Uhr

    solange die Staatengemeinschaft nicht sicherstellt, dass die Israelis nicht wieder alles kurz und klein bomben. Besser sparen und den Israelis mit der Einstellung von Zahlungen drohen. Ich bin mittlerweile fest davon überzeugt, dass die Israelis gar keinen Frieden wollen, höchstens den eines palästinensischen Friedhofs.

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    • Anonym
    • 02.03.2009 um 15:36 Uhr

    wenn Israel einen "palästinensischen Friedhof" wollte, hätte es in Gaza und im Westjordanland kaum eine so massive Bevölkerungsexplosion gegeben.

    Im Übrigen ist Israel nicht von internationalen Zahlungen abhängig, sondern erwirtschaftet sich seine Lebensgrundlagen selbst (im Gegesatz zu Gaza, dessen Wirtschaft hauptsächlich Raketen produziert - die dann auch alle in den direkten 'Export' gehen...)

    Lieber Herr Kuhno...dann sollten Sie sich mal besser informieren...Manche Leute haben allerdings auch ihre Überzeugungen, ohne sich informiert zu haben. Das nennt man dann Vorurteile.

    • Anonym
    • 02.03.2009 um 15:36 Uhr

    wenn Israel einen "palästinensischen Friedhof" wollte, hätte es in Gaza und im Westjordanland kaum eine so massive Bevölkerungsexplosion gegeben.

    Im Übrigen ist Israel nicht von internationalen Zahlungen abhängig, sondern erwirtschaftet sich seine Lebensgrundlagen selbst (im Gegesatz zu Gaza, dessen Wirtschaft hauptsächlich Raketen produziert - die dann auch alle in den direkten 'Export' gehen...)

    Lieber Herr Kuhno...dann sollten Sie sich mal besser informieren...Manche Leute haben allerdings auch ihre Überzeugungen, ohne sich informiert zu haben. Das nennt man dann Vorurteile.

    • Anonym
    • 02.03.2009 um 15:31 Uhr

    in den jetzt schon am höchsten Subventionierten Landstrich auf der ganzen Welt.

    Vieleicht sollte sich die Staatengemeinschaft in diesem Fall besser in Zurückhaltung üben, damit auch dem letzten Hamas-Aktivisten eines Tages klar wird, dass er seine Häuser, Moscheen und Schulen selber wieder aufbauen muss, nachdem er dort seine Raketen gebaut, versteckt und abgefeuert hat ...

    Aber die Selbstinszenierung als unterdrücktes, geschundenes (und natürlich unschuldiges) Volk ist mittlerweile so professionell, dass diese Einsicht wohl nicht so bald entstehen wird - dazu klappt das Spiel mit den globalen Medien viel zu gut.

    • Anonym
    • 02.03.2009 um 15:36 Uhr
    4. unfug

    wenn Israel einen "palästinensischen Friedhof" wollte, hätte es in Gaza und im Westjordanland kaum eine so massive Bevölkerungsexplosion gegeben.

    Im Übrigen ist Israel nicht von internationalen Zahlungen abhängig, sondern erwirtschaftet sich seine Lebensgrundlagen selbst (im Gegesatz zu Gaza, dessen Wirtschaft hauptsächlich Raketen produziert - die dann auch alle in den direkten 'Export' gehen...)

    Antwort auf "rausgeschmissenes Geld"
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    • kuhno
    • 02.03.2009 um 15:58 Uhr

    "Im Übrigen ist Israel nicht von internationalen Zahlungen abhängig, sondern erwirtschaftet sich seine Lebensgrundlagen selbst"

    Das ist der Witz des Jahres!

    • kuhno
    • 02.03.2009 um 15:58 Uhr

    "Im Übrigen ist Israel nicht von internationalen Zahlungen abhängig, sondern erwirtschaftet sich seine Lebensgrundlagen selbst"

    Das ist der Witz des Jahres!

  1. Vielen Dank. Ein sehr aufschlussreicher Artikel, der zusammen mit dem aktuellen "Zeit" Bericht nur eins deutlich macht: keine der beiden Seiten ist am Frieden interessiert. Die palistinenser kriegen das Geld und die israelis dürfen eben die Siedlungen ausbauen. Beide bedanken sich und bis zum nächsten mal

    • kkr
    • 02.03.2009 um 15:56 Uhr

    so wird es nie Frieden im Nahen Osten geben, wenn gleich nach dem Krieg die Kriegstreiber ihre Schäden ersetzt bekommen. Dabei fällt dann bestimmt genug an Schmier- und Schutzgeldern ab, um den nächsten Krieg vorzubereiten.

    Ich bin empört, das die Kriegsprovokation der Hamas noch belohnt wird. Und wer jetzt über die armen Zivilisten jammert, der sollte nicht vergessen, dass sie die Hamas gewählt haben. Und mit dem Wiederaufbau wird damit der Terror sanktioniert und subventioniert.

    Wenn die Araber den Krieg gerne bezahlen, dann schön, aber das die ach so friedliebende EU noch Öl ins Feuer gießt. Dann wäre es auch klarer zu erkennen, welches Spiel dort getrieben wird.

    • kuhno
    • 02.03.2009 um 15:58 Uhr
    7. Unfug?

    "Im Übrigen ist Israel nicht von internationalen Zahlungen abhängig, sondern erwirtschaftet sich seine Lebensgrundlagen selbst"

    Das ist der Witz des Jahres!

    Antwort auf "unfug"
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    • Anonym
    • 02.03.2009 um 16:08 Uhr

    Ich vergaß natürlich, das ja seit der Veröffentlichung der Protokolle der Weisen von Zion bekannt ist, das der Jud ewig nur als Parasit sich von der Arbeit und dem Leid der ganzen Menschheit ernährt, wenn er nicht gerade Kinderblut trinkt ...
    Vieleicht sollte man dann, zur Endlösung des Nahostkonfliktes, nicht nur Drohungen gegenüber dem Judenstaat aussprechen, sondern dem endlich auch Taten folgen lassen! Das von Ihnen geforderte "Gebt dem Judenstaat kein Geld" mag da ein erster Schritt sein, ein "Kauft nicht beim Judenstaat!" ist auch schon ein guter Ansatz, es gibt bestimmt noch mehr gute Ideen ...

    (Vorsicht, dieser Text enthielt Ironie)

    • Anonym
    • 02.03.2009 um 16:08 Uhr

    Ich vergaß natürlich, das ja seit der Veröffentlichung der Protokolle der Weisen von Zion bekannt ist, das der Jud ewig nur als Parasit sich von der Arbeit und dem Leid der ganzen Menschheit ernährt, wenn er nicht gerade Kinderblut trinkt ...
    Vieleicht sollte man dann, zur Endlösung des Nahostkonfliktes, nicht nur Drohungen gegenüber dem Judenstaat aussprechen, sondern dem endlich auch Taten folgen lassen! Das von Ihnen geforderte "Gebt dem Judenstaat kein Geld" mag da ein erster Schritt sein, ein "Kauft nicht beim Judenstaat!" ist auch schon ein guter Ansatz, es gibt bestimmt noch mehr gute Ideen ...

    (Vorsicht, dieser Text enthielt Ironie)

    • Anonym
    • 02.03.2009 um 16:08 Uhr

    Ich vergaß natürlich, das ja seit der Veröffentlichung der Protokolle der Weisen von Zion bekannt ist, das der Jud ewig nur als Parasit sich von der Arbeit und dem Leid der ganzen Menschheit ernährt, wenn er nicht gerade Kinderblut trinkt ...
    Vieleicht sollte man dann, zur Endlösung des Nahostkonfliktes, nicht nur Drohungen gegenüber dem Judenstaat aussprechen, sondern dem endlich auch Taten folgen lassen! Das von Ihnen geforderte "Gebt dem Judenstaat kein Geld" mag da ein erster Schritt sein, ein "Kauft nicht beim Judenstaat!" ist auch schon ein guter Ansatz, es gibt bestimmt noch mehr gute Ideen ...

    (Vorsicht, dieser Text enthielt Ironie)

    Antwort auf "Unfug?"
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    • kuhno
    • 02.03.2009 um 16:27 Uhr

    das ist doch zu billig und einfallslos! De fakto ist Israel ohne massives ausländisches Investment und massive finanzielle Unterstützung nicht in der Lage zu überleben und auch die gewaltigen Rüstungausgaben zu stemmen. Hier wäre der Hebel der Staatengemeinschaft auch anzusetzen. Die israelische Politik ist ebensowenig an einem Frieden interessiert wie die Hamas. Durch fortwährenden Siedlungsbau und den Erhalt der Siedlungen ausserhalb des israelischen Staatsgebietes ist ein Frieden unmöglich, das soll wohl so sein!

    Durch eindeutige Drohung auf finanzielle Unterstützung zu verzichten, bzw. diese bis zum Abbau der Siedlungen zumindest teilweise zu unterlassen, wäre ein Umdenken sicher möglich.

    Das auspacken von -doch recht dümmlichen- Antisemitismuskeulen ist weder zielführend noch hilfreich. Kritikloser Philosemitismus ebenfalls

    ...damit wir in den Nachrichten was zu sehen haben und damit unsere Reporter aus einem Krisengebiet berichten können, in dem es Sterne-Hotels, Infrastruktur und westlichen Lifestyle gibt (Wer will schon in den Sudan).

    Aber ernsthaft. Wenn ich höre: "Wir hoffen, dass die durch neue Gelder aufgebaute Infrastruktur nicht wieder zerstört wird" dann platzt mir fast der Kragen. Erst wenn die Konfliktparteien Frieden geschlossen haben und sich gegenseitig akzeptieren sollte überhaupt wieder Geld in den nahen Osten fliessen. Dann werden die allerdings keines mehr brauchen, wenn die Hamas und auch Israel nicht mehr so viele Ressourcen auf die gegenseitige Vernichtung verschwenden.

    Keiner sollte mehr Geld bekommen. Israel nicht (die insbesonder auch keine U-Boote mehr von Deutschland), die Palästinenser nicht.

    @josef86
    Der arme unschuldige Jude ist ein genauso schlimmes Klischee wie der böse zionistische Jude. In diesem Krieg hat jeder Dreck am Stecken und das mehr als genug. Und jede Seite sieht nur noch die eigenen Opfer und zeigt keinerlei Mitleid mit den Opfern der Gegenseite.

    Staunen und Wundern

    • kuhno
    • 02.03.2009 um 16:27 Uhr

    das ist doch zu billig und einfallslos! De fakto ist Israel ohne massives ausländisches Investment und massive finanzielle Unterstützung nicht in der Lage zu überleben und auch die gewaltigen Rüstungausgaben zu stemmen. Hier wäre der Hebel der Staatengemeinschaft auch anzusetzen. Die israelische Politik ist ebensowenig an einem Frieden interessiert wie die Hamas. Durch fortwährenden Siedlungsbau und den Erhalt der Siedlungen ausserhalb des israelischen Staatsgebietes ist ein Frieden unmöglich, das soll wohl so sein!

    Durch eindeutige Drohung auf finanzielle Unterstützung zu verzichten, bzw. diese bis zum Abbau der Siedlungen zumindest teilweise zu unterlassen, wäre ein Umdenken sicher möglich.

    Das auspacken von -doch recht dümmlichen- Antisemitismuskeulen ist weder zielführend noch hilfreich. Kritikloser Philosemitismus ebenfalls

    ...damit wir in den Nachrichten was zu sehen haben und damit unsere Reporter aus einem Krisengebiet berichten können, in dem es Sterne-Hotels, Infrastruktur und westlichen Lifestyle gibt (Wer will schon in den Sudan).

    Aber ernsthaft. Wenn ich höre: "Wir hoffen, dass die durch neue Gelder aufgebaute Infrastruktur nicht wieder zerstört wird" dann platzt mir fast der Kragen. Erst wenn die Konfliktparteien Frieden geschlossen haben und sich gegenseitig akzeptieren sollte überhaupt wieder Geld in den nahen Osten fliessen. Dann werden die allerdings keines mehr brauchen, wenn die Hamas und auch Israel nicht mehr so viele Ressourcen auf die gegenseitige Vernichtung verschwenden.

    Keiner sollte mehr Geld bekommen. Israel nicht (die insbesonder auch keine U-Boote mehr von Deutschland), die Palästinenser nicht.

    @josef86
    Der arme unschuldige Jude ist ein genauso schlimmes Klischee wie der böse zionistische Jude. In diesem Krieg hat jeder Dreck am Stecken und das mehr als genug. Und jede Seite sieht nur noch die eigenen Opfer und zeigt keinerlei Mitleid mit den Opfern der Gegenseite.

    Staunen und Wundern

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