Autokrise Opel benötigt bis zu neun Milliarden Euro

Der Autobauer braucht laut Unternehmenskreisen dreimal mehr Staatshilfe, als bisher eingeräumt. Doch bevor Steuergeld fließen kann, will der Bund ein Sanierungskonzept

Der deutsche Autohersteller Opel benötigt unbestätigten Informationen zufolge mehr Geld vom Staat als bislang angenommen, um als eigenständiges Unternehmen überleben zu können. Wie die Nachrichtenagentur dpa meldet, haben General-Motors- und Opel-Manager in den jüngsten Verhandlungen mit Bund und Ländern den Kapitalbedarf des Unternehmens auf rund acht bis neun Milliarden Euro beziffert. Der Chef von Opel Deutschland, Hans Demant, wies die Meldung als  "völlig aus der Luft gegriffen" zurück. "Diese Zahl ist mir völlig unbekannt, sie ist absurd hoch", sagte er in Rüsselsheim.

Spiegel Online berichtete von einem zusätzlichen Bedarf von 2,3 Milliarden Euro an Eigenkapital und Liquidität. Bislang bittet das Unternehmen den Staat offiziell um etwa 3,3 Milliarden Euro Kredite oder Bürgschaften. Konkrete Zahlen könnten am Freitag öffentlich werden. Für diesen Tag hatte das Unternehmen angekündigt, sein Sanierungskonzept vorzustellen. Die Bundesregierung macht ein solches Konzept zur Bedingung für die Staatshilfe.

Anzeige

Nach Informationen von dpa hat General Motors bislang zur Zukunft der rund 25.000 Beschäftigten in Deutschland nichts zugesichert. Insgesamt betreibt Opel in Deutschland vier Werke in Eisenach, Bochum, Rüsselsheim und Kaiserslautern und beschäftigt dort etwa 26.000 Menschen.

Branchendienste hatten berichtet, die Konzernmutter in den USA erwäge den Verkauf des Werkes in Eisenach. Die Entscheidung hierüber sei aber noch nicht gefallen. Am Donnerstag hatten in Rüsselsheim tausende Mitarbeiter für den Erhalt der Traditionsmarke in Deutschland protestiert. SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier versprach, dass er für die Arbeitsplätze von Opel in Europa kämpfen werde. Er wolle "alles tun, was möglich ist", damit Opel "Kredite und Vertrauen" bekomme, sagte Steinmeier.

 
Leser-Kommentare
  1. das kriegt der deutsche stuerzahler schon hin nicht war merkel, steineier und all die anderen ddr´s. jaja, das schaffen wir.....aehm...ich .....keiner mehr da! oops. vielleicht sollten wird da doch noch was ueberdenken!

    ich denke das ganze system ist fehlerhaft. die soviet union ist pleite, die ddr ist pleite....wir kopieren die ddr...nun sind wir pleite....also, ich weiss ja nicht aber es sollte doch jedem klar werden das wir so nicht weitermachen koennen!

    entweder wir aendern es oder wir gehen alle pleite!

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Also mit CCCP und DDR hat das alles nicht wirklich viel zu tun...

    Vielmehr zeigt sich deutlich das selbst in Ansätzen liberalisierte Märkte auch für die Profis/Befürworter unter uns nicht so einfach zu handhaben sind sobald die negativen Konsequenzen sich zeigen... will sagen, ohne grossen Bruder können auch die grössten Unternehmen nicht konstant Wettbewerb auf Teufel komm raus spielen.

    Genauso wenig wie es Individuen können...

    Klar könnte man jetzt der reinen Lehre der Märkte ihren Lauf lassen... einerseits um die Theorie unter Umständen beweisen zu können oder eben nicht, andererseits... wer will schon wirklich ein Unternehmen nach dem anderen einfach sterben lassen solange keine Antworten für das soziale Elend das dann folgen würde parat zu haben...

    ;-)

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara

    Also mit CCCP und DDR hat das alles nicht wirklich viel zu tun...

    Vielmehr zeigt sich deutlich das selbst in Ansätzen liberalisierte Märkte auch für die Profis/Befürworter unter uns nicht so einfach zu handhaben sind sobald die negativen Konsequenzen sich zeigen... will sagen, ohne grossen Bruder können auch die grössten Unternehmen nicht konstant Wettbewerb auf Teufel komm raus spielen.

    Genauso wenig wie es Individuen können...

    Klar könnte man jetzt der reinen Lehre der Märkte ihren Lauf lassen... einerseits um die Theorie unter Umständen beweisen zu können oder eben nicht, andererseits... wer will schon wirklich ein Unternehmen nach dem anderen einfach sterben lassen solange keine Antworten für das soziale Elend das dann folgen würde parat zu haben...

    ;-)

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara

  2. Also mit CCCP und DDR hat das alles nicht wirklich viel zu tun...

    Vielmehr zeigt sich deutlich das selbst in Ansätzen liberalisierte Märkte auch für die Profis/Befürworter unter uns nicht so einfach zu handhaben sind sobald die negativen Konsequenzen sich zeigen... will sagen, ohne grossen Bruder können auch die grössten Unternehmen nicht konstant Wettbewerb auf Teufel komm raus spielen.

    Genauso wenig wie es Individuen können...

    Klar könnte man jetzt der reinen Lehre der Märkte ihren Lauf lassen... einerseits um die Theorie unter Umständen beweisen zu können oder eben nicht, andererseits... wer will schon wirklich ein Unternehmen nach dem anderen einfach sterben lassen solange keine Antworten für das soziale Elend das dann folgen würde parat zu haben...

    ;-)

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    mitunter in 6 verschiedenen deutschen unternehmen gearbeitet. ich weiss wovon ich rede wenn ich sage das hier einiges schief laeuft!

    mitunter in 6 verschiedenen deutschen unternehmen gearbeitet. ich weiss wovon ich rede wenn ich sage das hier einiges schief laeuft!

  3. mitunter in 6 verschiedenen deutschen unternehmen gearbeitet. ich weiss wovon ich rede wenn ich sage das hier einiges schief laeuft!

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    OK, soviel Jahre Erfahrung habe ich nicht.... das etwas schief läuft lässt sich ja je nach Standpunkt immer feststellen. So pauschal kann ja nicht alles schief laufen... oder doch? Was ist es denn ihrer Meinung nach...?

    ...

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara

    OK, soviel Jahre Erfahrung habe ich nicht.... das etwas schief läuft lässt sich ja je nach Standpunkt immer feststellen. So pauschal kann ja nicht alles schief laufen... oder doch? Was ist es denn ihrer Meinung nach...?

    ...

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara

  4. wieder von vorne anfangen! Frau Dückers hat doch die ganze Problematik und den größeren Zusammenhang (Autowahn) sehr kompetent und umfassend erläutert. Und jetzt kommt schon wieder die alte Nummer.
    Nein, nicht Opel muß dem (plötzlich wieder) selbstgefälligen Staat ein Konzept vorlegen. Der Staat müßte Opel ein Konzept vorlegen, wie er 40 bis 50 Millionen private Haushalte wieder in die Lage versetzen will, damit diese, ohne sozial Hassard zu spielen, einen Kleinwagen finanzieren können.
    Und dies nicht über eine Strohfeuerprämie sondern über eine nachhaltige, ausgewogene Sozial- und Finanzpolitik! Die Krise der Automobilindustrie ist nicht ein losgelöstes Phänomän, das auf internationale Verflechtungen, Unternehmerische Fehler, Marken usw. reduzierbar ist. Sie ist der Frühindikator der sozial- und wirtschaftspolitischen Fehler der letzten Jahre, deren Kern, die völlig utopische Überbewertung von Besitz bei gleichzeitiger maximaler Abwertung von Arbeit, nicht mit Konzepten, Krediten oder Bürgschaften zu korrigieren ist.

  5. OK, soviel Jahre Erfahrung habe ich nicht.... das etwas schief läuft lässt sich ja je nach Standpunkt immer feststellen. So pauschal kann ja nicht alles schief laufen... oder doch? Was ist es denn ihrer Meinung nach...?

    ...

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara

    Antwort auf "ich habe 40 jahre"

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service