Loslösung von GM Staat soll zu Milliardenhilfe für Opel bereit sein
Offizielle Zurückhaltung in Berlin auf das Rettungskonzept von Opel. Laut einer Zeitung erwägt die Regierung jedoch, den Konzern mit fünf Milliarden Euro zu unterstützen

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Opel: Wird der Staat die Abnabelung vom Mutterkonzern GM finanziell unterstützen?
Die Bundesregierung will sich mit dem am Freitag vorgelegten Überlebensplan für Opel in der kommenden Woche befassen. "Es ist erfreulich, dass jetzt ein Konzept vorliegt", sagte Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). "Über dessen Tragfähigkeit werden wir ab Montag befinden."
Auf einer Veranstaltung der schleswig-holsteinischen CDU sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel, das Zukunftskonzept des Autoherstellers Opel werde sorgfältig geprüft. Dabei müsse herausgefunden werden, welcher Teil zukunftsfähig ist: "Den darf ich nicht kaputtgehen lassen." Leichtfertige Entscheidungen zu treffen, wäre nicht verantwortbar. Es müsse von Fall zu Fall geprüft werden. Maßstab sei, ob die jeweilige Schwierigkeit eines Unternehmens durch die Krise entstanden ist, ob
Wirtschaftsprüfer eine positive Prognose abgeben und Banken bereit sind, sich zu engagieren. Dann gehe es darum, welche Hilfe der Staat zum Beispiel mit Bürgschaften leisten könne.
Nach Informationen der Leipziger Volkszeitung ist die Bereitschaft der öffentlichen Hand, Opel finanziell zu helfen größer, als bisher verkündet wird. Die Herauslösung des deutschen Autobauers aus dem angeschlagenen US-Mutterkonzern GM wolle die Regierung mit bis zu fünf Milliarden Euro unterstützen, schreibt das Blatt.
Von den Mitteln für Bürgschaften, Kredite oder notfalls auch zeitweilige Staatsanteile sollten die vier Bundesländer mit Opel-Produktionsstätten ein Fünftel übernehmen, berichtet die Zeitung. Voraussetzung für die Hilfen sei ein seriöser Überlebensplan für eine europäische Lösung, so das Blatt unter Berufung auf maßgebliche Regierungskreise in Berlin.
Ein Regierungsmitglied sprach gegenüber dem Blatt jedoch "von einem Witz, mit dem General Motors hintenherum an staatliches Geld will". Auch der angemeldete Finanzierungsbedarf von 3,3 Milliarden Euro sei wenig zukunftsfest. Bei einer erfolgreichen Sanierung rechne man mit dem Verlust von bis zu 8000 Arbeitsplätzen.
Ein möglicher Verkauf des Opel-Werks in Eisenach an Konkurrent Daimler wird dem Blatt zufolge wahrscheinlicher. Regierungskreise bestätigten der Zeitung erste erfolgreich verlaufende Kontakte samt einer Besichtigung des Werkes durch Daimler-Manager. Überlegt werde, Eisenach in Begleitung mit einer staatlich verbürgten Abnahmegarantie für eine gewisse Zeit unter der Regie von Daimler führen zu lassen. Daimler hatte bisher erklärt, an der Übernahme von Opel-Teilen kein Interesse zu haben.
- Datum 02.03.2009 - 14:31 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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Nachdem die Opel-Patente gegen einen ungedeckten Scheck an eine Firma in den USA verkauft wurden (GM hat die 1,8Milliarden noch nicht bezahlt!) soll der deutsche Steuerzahler jetzt die ausgeweideten Opelwerke in Europa übernehmen und natürlich neben dem Übernahmepreis auch noch Patentgebühren in die USA überweisen. Die eigentlichen Werte sind doch schon herausgelöst und in den USA in Sicherheit gebracht worden.
Ist eigentlich noch keinem unserer europäischen Politiker aufgefallen, daß US-amerikanische Unternehmen hier mit ungedeckten Wechseln einsteigen, europäische Unternehmen diese Wechsel bezahlen lassen und das ganze Knowhow wie nach schon nach dem Krieg klauen? Und wenn der Trick mit dem ungedeckten Wechsel nicht funktioniert, wird direkt geklaut, z.B. bei Enercon. Das ist geschehen bei Howalds, bei Märklin, bei Opel, bei Saab, etc.. Alles Unternehmen mit wichtigem Wissen und Können, die gekauft, ausgeschlachtet und weggeworfen, bzw. ruiniert wurden.
Opel darf nur dann Steuergelder oder Staatsbürgschaften erhalten, wenn die Patente wieder auf die Adam Opel AG zurückübertragen werden. Oder noch besser, ein deutscher Konzern wie Porsche übernimmt Opel. Aber wir dürfen nicht glauben, daß unseren zur Zeit verantwortlichen deutschen Politikern das Gemeinwohl Deutschlands wirklich am Herzen liegt. Sie wollen lieber in der großen Tragikkomödie mitspielen, die sich Weltpolitik nennt. Auch wenn sie da nur unbedeutende und belächelte Statisten sind. Oder glaubt wirklich jemand, daß unsere kanzleringewordene Pastorentochter von den wirklich Mächtigen ernst genommen wird???
Eine interessante - und fuer mich persoenlich neue - Perspektive.
Koennen Sie mir Artikel empfehlen, die sich mit der Thematik befassen und/oder den haeufig verwendeten Begriff der "ungedeckten Wechsel" mit mehr Leben fuellen koennen.
Danke und Gruss
********************************
Ich gehe, damit ich wiederkommen kann.
Eine interessante - und fuer mich persoenlich neue - Perspektive.
Koennen Sie mir Artikel empfehlen, die sich mit der Thematik befassen und/oder den haeufig verwendeten Begriff der "ungedeckten Wechsel" mit mehr Leben fuellen koennen.
Danke und Gruss
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Ich gehe, damit ich wiederkommen kann.
Mit welchem Recht wirft man jetzt Opel offenbar 5 Mrd Euro in den Rachen, wenn nicht nicht mal kalr ist, welches Maß an "freedom to operate" Opel ohne GM überhaupt hat?!? Es ist eine geradezu abenteuerliche Vorstellung, dass die deutschen Steuerzahler Opel retten und GM aufgrund von erschlichenen Patentrechten dann erfolgende Erträge abschöpfen dürfte.
Somit ist die Frage: Existiert hierüber Klarheit, dass der Übergang von Patentrechten von Opel auf GM null und nichtig sind, wenn der Steuerzahler einsteigt? Die Amerikaner werden andernfalls keine Sekunde zögern, um eben diesen Steuerzahler-Bailout direkt ''"abzugreife"''.
Manchmal muss man den Eindruck haben, dass die DDR einen ehrlicheren Umgang mit dem Volksvermögen hatte: Da wusste jeder, dass er nix besitzt und der Staat aus einem Haufen korrupter Bonzen besteht. Bei uns ist es so, dass die Leute Jahrzehnte lang im Glauben auf Privatbesitz Werte angespart haben. Tatsächlich haben die Willkür-Kapitalisten innerhalb der letzten 10-15 Jahren aber exakt das gleiche gemacht, wie die Bonzen des untergegangenen Ostblocks: Sie haben sich brutal über die Gesetze des Marktes und der Marktwirtschaft hinweg gesetzt, Werte herbei fantasiert, DIE NIEMALS EXISTIERT HABEN (Wertsteigerungen bei Immobilien), und sich an diesen Wirtschaftslügen regelrecht fett gefressen. Kein realer Wettbewerb (nur auf der operativen Ebene versteht sich, die Leite sollen ja im Hamsterrad laufen und nicht nachdenken ..), keine Transparenz, keine Checks und keine Balances.
Und jetzt sollen angebliche Schlüsselindustrien genauso unreflektiert vom Steuerzahler raus gehauen werden: Bitte nur nicht nachdenken - einfach machen! Diejenigen aber, die an den Betrügereien fett verdient haben, die wissen nun auch, dass der Wert der Währungen in Kürze ins bodenlose fallen wird. Und so ist der Coup z.B. von Frau Schaeffler wohl-überlegt: Sie spekuliert doch garantiert auf die kommende Inflation, mit der sie hinterher die Schulden für Continental mit einem Fingerschnipsen bezahlen kann. Ziehen Politiker hier "Spaßbremsen" für solche Zocker wie Frau Schäffler ein? Die sind es nämlich, die dem Weg in den Abgrund eine ganz eigene, brandgefährliche Dynamik geben! Diese kleine hoch-verschuldete "Besitz-Elite" bekommt nämlich abseits von moralischen Fragen ein reges Interesse am Niedergang werthaltiger Währungen. Und eben die werden dann natürlich auf Recht und Gesetz setzen, wenn es um die Verteidigung von solchermaßen erschlichenem Privateigentum kommt.
Dass eine große Inflation kommen wird, dass wird mit jedem Bailout sicherer. Sieht man sich an, wie groß die Schulden (die ehemaligen Leverages, haha!) tatsächlich sind -- da kommt noch einiges auf uns zu. UND JEDER WIRD SOOO DRAMATISCH WICHTIG SEIN, DASS DER STAAT ANGEBLICH MIT STEUERMILLIARDEN EINGREIFEN MUSS. Dank der massen an offenen Posten geht das so lange bis wirklich jede Staatskasse geplündert ist. Und eben dann explodieren die Preise und Glücksritter wie Frau Schäffler Eignen sich die Macht über Arbeitsmittel und Menschen mit dem Monatsgehalt eines Pförtners an. Und danach werden sich rege Diskussionen den Weg, bei denen auch nur halbwegs geschichtlich gebildeten Menschen die Parallelen ins Auge springen werden ..
F. Mayer
Sehr gut, so sehe ich das auch!
Ich habe immer mehr den Eindruck, dass weder realen Kommunismus noch realen Kapitalismus gibt: Offenbar leben wir noch immer im Feudalismus, wobei sich die jeweils regierenden Eliten mal das kommunistische Mäntelchen umhängen (Gleichheit - aber manche sind gleicher) und mal das kapitalistische Mäntelchen (Wettbewerb, aber die Sieger stehen von vornherein fest).
Ob hier jemand mitliest, der in einem Personalbüro arbeitet? Mich würde interessieren, ob ein Bewerber mit einem so vagen Lebenslauf wie ihn Herr zu Guttenberg auf seiner Website hat (zuguttenberg.de - "Zur Person") auch nur eine Chance auf ein Vorstellungsgespräch hätte?
Wehrdienst bei den Gebirgsjägern in Mittenwald, Unteroffizier d. Res.
Studium der Rechts- und Politikwissenschaften, Prädikatsexamen, Promotion - Dr. jur. (summa cum laude)
Leitung des Familienbetriebes in München und Berlin, berufliche Stationen in Frankfurt und New York
Geschäftsführender Gesellschafter der Guttenberg GmbH, München
u.a. Mitglied im Aufsichtsrat der Rhön-Klinikum AG (bis 2002)
u.a. Freier Journalist bei der Tageszeitung DIE WELT
Der sog. "Familienbetrieb" war ein Büro zur Verwaltung des Familienvermögens. "Berufliche Stationen in Frankfurt und New York"??? Als was und bei wem und für wie lange???
Für mich ist es ein SKANDAL, dass jemandem mit dieser "Qualifikation" das materielle Wohlergehen von 80 Millionen Menschen anvertraut wird! Aufgrund welcher wirtschaftlicher Kenntnisse und welcher weltanschaulicher Einstellungen wird er wohl seine Entscheidungen treffen? Schau'n mer mal:
http://www.youtube.com/wa...
Aha, er fühlt sich der langwährenden Tradition verpflichtet, die in den Mauern seines Familienschlosses gewachsen ist. Das lässt mich vermuten, dass ihm Mr. Wagoner näher steht als der Kfz-Mechaniker Kalle bei Opel.
Merkt das eigentlich keiner? Können Bürger einem Minister das "Misstrauen" aussprechen? Ich fühle mich ohnmächtig und hilflos!
Sehr gut, so sehe ich das auch!
Ich habe immer mehr den Eindruck, dass weder realen Kommunismus noch realen Kapitalismus gibt: Offenbar leben wir noch immer im Feudalismus, wobei sich die jeweils regierenden Eliten mal das kommunistische Mäntelchen umhängen (Gleichheit - aber manche sind gleicher) und mal das kapitalistische Mäntelchen (Wettbewerb, aber die Sieger stehen von vornherein fest).
Ob hier jemand mitliest, der in einem Personalbüro arbeitet? Mich würde interessieren, ob ein Bewerber mit einem so vagen Lebenslauf wie ihn Herr zu Guttenberg auf seiner Website hat (zuguttenberg.de - "Zur Person") auch nur eine Chance auf ein Vorstellungsgespräch hätte?
Wehrdienst bei den Gebirgsjägern in Mittenwald, Unteroffizier d. Res.
Studium der Rechts- und Politikwissenschaften, Prädikatsexamen, Promotion - Dr. jur. (summa cum laude)
Leitung des Familienbetriebes in München und Berlin, berufliche Stationen in Frankfurt und New York
Geschäftsführender Gesellschafter der Guttenberg GmbH, München
u.a. Mitglied im Aufsichtsrat der Rhön-Klinikum AG (bis 2002)
u.a. Freier Journalist bei der Tageszeitung DIE WELT
Der sog. "Familienbetrieb" war ein Büro zur Verwaltung des Familienvermögens. "Berufliche Stationen in Frankfurt und New York"??? Als was und bei wem und für wie lange???
Für mich ist es ein SKANDAL, dass jemandem mit dieser "Qualifikation" das materielle Wohlergehen von 80 Millionen Menschen anvertraut wird! Aufgrund welcher wirtschaftlicher Kenntnisse und welcher weltanschaulicher Einstellungen wird er wohl seine Entscheidungen treffen? Schau'n mer mal:
http://www.youtube.com/wa...
Aha, er fühlt sich der langwährenden Tradition verpflichtet, die in den Mauern seines Familienschlosses gewachsen ist. Das lässt mich vermuten, dass ihm Mr. Wagoner näher steht als der Kfz-Mechaniker Kalle bei Opel.
Merkt das eigentlich keiner? Können Bürger einem Minister das "Misstrauen" aussprechen? Ich fühle mich ohnmächtig und hilflos!
wir gerade die Zukunft unserer Kinder verspielen?
Mir fiel es heute wie Schuppen von den Augen, ich hab AC360 auf CNN USA geschaut und da gab es einen Report über Schulen in Detroit die so pleite sind dass Schüler ihr eigenes Klopapier mitbringen müssen und Abstellkammern in Klassenräume umfunktioniert werden müssen. Während in Sichtweite die GM Arbeiter mit Milliarden an ihren Arbeitsplätzen gehalten werden müssen.
Ich hab da ein Bauchgefühl was ich jetzt gar nicht mit Ideologie, VWL oder sonstigen Argumenten unterfüttern kann dass wir hier einen riesigen Fehler begehen und unsere letzten Reserven dafür rausschmeißen das unvermeidliche rauszuzögern anstatt in die Zukunft zu investieren und damit wenigstens unseren Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Sind wir Zeitgenossen nicht einfach verdammt egozentrisch?
Zitat:"Überlegt werde, Eisennach in Begleitung mit einer staatlich verbürgten Abnahmegarantie unter der Regie von Daimler führen zu lassen." Bedeutet das, Berlin wird den Verkauf des Werkes an Daimler durch Bürgschaft absichern? Bekannt ist, dass Daimler in Ungarn ein neues Werk für die künftige A- und B-Klasse errichten will. Dieser Plan könnte - sofern er noch zu stoppen ist,- durch eine Übernahme des Eisennacher Werks obsolet werden. Wird hier etwa ein weiteres Subventionsfass für Daimler aufgemacht? Scheinbar brechen jetzt alle Dämme.
Während man über eine Staatshilfe für Opel debattiert, kündet VW-Chef Winterkorn die Entlassung von über 16000 Zeitarbeitern von VW an, andere Automoblhersteller haben bereits mehrere 1000 Zeitarbeiter entlassen. Diesen Menschen wäre schwer zu vermitteln, warum man Opel hilft, ihnen aber nicht. Im Gegenteil, sie müssen sich noch von Politikern wie Herrn Mißfelder verhöhnen lassen
Leiharbeiter sind leider nur Arbeitnehmer 2. Klasse. Ohne Lobby wird mit ihnen gemacht, was die Unternehmen wollen. Wo bitte bleibt da die Gewerkschaft.
Habe gerade im Internet folgendes dazu gefunden:
Von der Bundesregierung verlangte der VW-Chef eine Aufstockung der Abwrackprämie. Die vorgesehenen 1,5 Milliarden Euro reichten nicht. "Das Programm sollte auf jeden Fall verlängert werden", sagte Winterkorn. Zumal der Staat mit jedem zusätzlich verkauften Auto über die Mehrwertsteuer wieder so viel Geld einnehme, "wie er zuvor als Prämie ausgegeben hat".
Mal ehrlich: Will dieser Manager uns hochnehmen?
Die Mehrwertsteuer wäre sonst zwar auch reingekommen, aber ohne vorher seine Fahrzeuge zu sponsoren. Die Automobilindustrie will also jetzt tatsächlich auf Dauer 2500 Euro Subventionen pro Fahrzeug und so wie Herr Winterkorn uns suggerieren will als Nullnummer für den Staat.
Das mal wieder zum Thema durchdachtes Konzept.
Leiharbeiter sind leider nur Arbeitnehmer 2. Klasse. Ohne Lobby wird mit ihnen gemacht, was die Unternehmen wollen. Wo bitte bleibt da die Gewerkschaft.
Habe gerade im Internet folgendes dazu gefunden:
Von der Bundesregierung verlangte der VW-Chef eine Aufstockung der Abwrackprämie. Die vorgesehenen 1,5 Milliarden Euro reichten nicht. "Das Programm sollte auf jeden Fall verlängert werden", sagte Winterkorn. Zumal der Staat mit jedem zusätzlich verkauften Auto über die Mehrwertsteuer wieder so viel Geld einnehme, "wie er zuvor als Prämie ausgegeben hat".
Mal ehrlich: Will dieser Manager uns hochnehmen?
Die Mehrwertsteuer wäre sonst zwar auch reingekommen, aber ohne vorher seine Fahrzeuge zu sponsoren. Die Automobilindustrie will also jetzt tatsächlich auf Dauer 2500 Euro Subventionen pro Fahrzeug und so wie Herr Winterkorn uns suggerieren will als Nullnummer für den Staat.
Das mal wieder zum Thema durchdachtes Konzept.
Wir erleben den totalen Wahnsinn. Wieso geht die Autoindustrie denn seit Jahren immer tiefer ins Desaster? Es ist doch die vollkommen unnachvollziehbare Überproduktion, die die Preise hat verfallen lassen, so dass die Produktion mit immer knapperen Gewinnen losgebracht wurde, bzw. sogar etwa die Hälfte dieser Produktion im Leasingverfahren mit überhöhten Restwerten und somit am Ende mit Verlusten in den Markt gepumpt wurde.
Gerade GM und in Deutschland Opel vor allen anderen haben doch mit den Autovermiet- oder den Behördengeschäften mit Rabatten weit über 40% den Markt kaputt gemacht, wobei Opel sogar in haarsträubenden Mengen das sog. 12 Monatsbehördenleasing gemacht hat, so dass - bei 40% Nachlass - der Restwert nach diesen 12 Monaten auch die Preise der Gebrauchtwagen kaputt gemacht hat.
Und genau das geht jetzt weiter. Um die Liquidität angesichts der drohenden Pleite zu erhalten, haut Opel die Modelle jetzt sogar weit unter den Produktionskosten heraus. Und wenn jetzt der Staat 5 Mrd EUR einsetzt, was wird wohl dann passieren? Dann wird das von Opel produzierte Volumen unter noch mehr Druck auf den sowieso immer noch völlig saturierten Markt gepumpt und zieht das ganze Niveau noch weiter runter.
Das alles vergrößert den Bing Bang, der ganz, ganz gewiss immer näher rückt, noch mehr. Ja, ich gebe meinen Vorrednern recht - zu den gewissenlosen Managern kommen jetzt noch die ahnungslosen Politiker, die sich ach so sehr um die Beschäftigung der armen Menschen kümmern, in Wahrheit vermutlich aber nichts als ihre Wiederwahl im Kopfe haben.
Würden diese Politiker einen Funken Verantwortung hätten, so würden sie das ganze Gefüge einmal ordentlich durchdenken, eine überlebte Industrie nicht länger künstlich am Leben erhalten und somit in der Substanz noch weiter erodieren lassen, sondern unser - jawohl unser - Geld dazu nutzen, denjenigen, die beschäftigungslos werden (bei Opel mindestens jeder Vierte!), aufzufangen und via Ausbildung und Überbrückung eine neue, dauerhaftere Chance zu geben.
Nochmal, auf die Gefahr hin mich zu wiederholen. Das Grundproblem der Autobranche besteht in der Überproduktion. Jetzt erhalten alle Autobanken und etliche Hersteller in USA, Frankreich und Deutschland Subventionen, es wird also alles so weitergehen wie bisher. Am Ende werden die Staaten Pleite sein, d.h. wir hier unten.
Sehr gut, so sehe ich das auch!
Ich habe immer mehr den Eindruck, dass weder realen Kommunismus noch realen Kapitalismus gibt: Offenbar leben wir noch immer im Feudalismus, wobei sich die jeweils regierenden Eliten mal das kommunistische Mäntelchen umhängen (Gleichheit - aber manche sind gleicher) und mal das kapitalistische Mäntelchen (Wettbewerb, aber die Sieger stehen von vornherein fest).
Ob hier jemand mitliest, der in einem Personalbüro arbeitet? Mich würde interessieren, ob ein Bewerber mit einem so vagen Lebenslauf wie ihn Herr zu Guttenberg auf seiner Website hat (zuguttenberg.de - "Zur Person") auch nur eine Chance auf ein Vorstellungsgespräch hätte?
Wehrdienst bei den Gebirgsjägern in Mittenwald, Unteroffizier d. Res.
Studium der Rechts- und Politikwissenschaften, Prädikatsexamen, Promotion - Dr. jur. (summa cum laude)
Leitung des Familienbetriebes in München und Berlin, berufliche Stationen in Frankfurt und New York
Geschäftsführender Gesellschafter der Guttenberg GmbH, München
u.a. Mitglied im Aufsichtsrat der Rhön-Klinikum AG (bis 2002)
u.a. Freier Journalist bei der Tageszeitung DIE WELT
Der sog. "Familienbetrieb" war ein Büro zur Verwaltung des Familienvermögens. "Berufliche Stationen in Frankfurt und New York"??? Als was und bei wem und für wie lange???
Für mich ist es ein SKANDAL, dass jemandem mit dieser "Qualifikation" das materielle Wohlergehen von 80 Millionen Menschen anvertraut wird! Aufgrund welcher wirtschaftlicher Kenntnisse und welcher weltanschaulicher Einstellungen wird er wohl seine Entscheidungen treffen? Schau'n mer mal:
http://www.youtube.com/wa...
Aha, er fühlt sich der langwährenden Tradition verpflichtet, die in den Mauern seines Familienschlosses gewachsen ist. Das lässt mich vermuten, dass ihm Mr. Wagoner näher steht als der Kfz-Mechaniker Kalle bei Opel.
Merkt das eigentlich keiner? Können Bürger einem Minister das "Misstrauen" aussprechen? Ich fühle mich ohnmächtig und hilflos!
Fotos von Wagen auf Verladestationen wie beispielsweise in Bremerhaven haben wir in den letzten Tagen schon viele gesehen.
Aber dieses Foto von heute in der FTD spricht einfach Bände.
Nissan weiß nicht mehr wohin mit den produzierten Wagen und stellt diese auf der Teststrecke ab.
Wenn weiterhin so viel überflüssig produziert wird, dann sieht es bald so aus, wie auf diesem Foto.
Ich sage nur: Ca. 95 Mio. Produktionskapazität stehen 2009 weltweit im günstigsten Fall 55-60 Mio. Autos Absatz gegenüber. Die Industrie ist im
globalen Hamsterrad des Produktivitätswahns gefangen. Da hilft keine Hoffnung auf bessere Zeiten, da helfen auch keine Spar - bzw. E-Autos, da hilft kein Staat, da heißt es nur noch abspecken. Wenn überhaupt
Staatshilfe, dann für zukuntfsfähige Strukturveränderungen, aber kein Cent mehr zur Produktionssteigerung. Sonst können unsere Politiker gleich eine Abwrackprämie für Neuwagen als "Sahnehäubchen" mitliefern.
Ich sage nur: Ca. 95 Mio. Produktionskapazität stehen 2009 weltweit im günstigsten Fall 55-60 Mio. Autos Absatz gegenüber. Die Industrie ist im
globalen Hamsterrad des Produktivitätswahns gefangen. Da hilft keine Hoffnung auf bessere Zeiten, da helfen auch keine Spar - bzw. E-Autos, da hilft kein Staat, da heißt es nur noch abspecken. Wenn überhaupt
Staatshilfe, dann für zukuntfsfähige Strukturveränderungen, aber kein Cent mehr zur Produktionssteigerung. Sonst können unsere Politiker gleich eine Abwrackprämie für Neuwagen als "Sahnehäubchen" mitliefern.
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