Streit mit Polen CDU verteidigt Steinbach

Die Parteispitze stellt sich im Streit um das Vertriebenen-Zentrum hinter die Vorsitzende des Vertriebenen-Verbandes. Entschieden ist damit aber noch nichts

CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla ließ es nicht an Pathos fehlen. "Erika Steinbach hat die Solidarität der gesamten CDU", sagte er nach einer Präsidiumsitzung in Berlin. Steinbach sei "großes Unrecht" widerfahren. Die Partei weise die Angriffe auf die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen und CDU-Bundestagsabgeordnete zurück.  

Diese Solidaritätsadresse war notwendig geworden, nachdem am Wochenende in der CDU immer deutlicher Kritik an Merkels Krisenmanagement in Sachen Steinbach laut geworden war. Lange hatte Merkel sich zu dem Streit um die Besetzung des Stiftungsrates für das in Berlin geplante Zentrum zur Vertreibung gar nicht geäußert, dann lediglich erklärt, die Angelegenheit brauche noch einige Tage Zeit.

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Vermieden hatte sie allerdings, zu der Kritik an Steinbach aus Polen und der SPD konkret Stellung zu nehmen. In Polen gilt die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen als Revanchistin, die die Geschichte des Zweiten Weltkrieges umdeuten und mit dem von ihr initiierten Zentrum vor allem das Leid der deutschen Vertriebenen in den Vordergrund stellen will. Ihre Nominierung durch die Vertriebenenorganisation für den Stiftungsrat war dort deswegen auf massive Kritik gestoßen. SPD-Politiker, darunter auch die Polen-Beauftragte der Regierung, Gesine Schwan, hatten Steinbach daraufhin aufgefordert, ihre Bewerbung zurückzuziehen.

Vor allem für die Konservativen in der CDU entwickelt sich die Frage, wie man mit der Vertriebenen-Präsidentin umgeht, zunehmend zu einem Identitätsthema. "Erika Steinbach muss als Person geschützt werden", verlangte etwa der Vorsitzende der baden-württembergischen Landesgruppe Georg Brunnhuber im Spiegel . "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht die letzten Getreuen verlieren", sagte er mit Blick auf die Wählerschaft der Union.

Ähnlich äußerte sich der brandenburgische CDU-Innenminister Jörg Schönbohm, auch er ein Vertreter des konservativen Flügels. Andere CDU-Politiker verlangten, die Besetzung der drei für sie reservierten Stiftungsrats-Posten müsse allein Sache der Vertriebenen sein. Es könne nicht angehen, dass die polnische Regierung sich in dieser Weise einmischte. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff sagte, man mache nur die radikale Rechte stark, wenn man Steinbach nun nicht nominieren könne.

Pofalla würdigte deswegen ausdrücklich die Lebensleistung Steinbachs. Sie habe den Aufbau des Zentrums gegen Vertreibung stets im Geiste der Versöhnung betrieben.

Leser-Kommentare
  1. Die CDU versucht, die Vertriebenen an sich zu binden. Die Union sollte einmal prüfen, wie viele fundamentalistische Vertriebene es noch gibt. Richtige heimatgebundene Vertrieben sind heute mindestens 70 Jahre alt und jedes Jahr werden es weniger. Die Union sollte beim Werben um die Stimmen der Vertriebenen nicht die auf Ausgleich bedachten Unionsanhänger vergrätzen.
    Fr. Steinbach hat 1991 im Bundestag gegen die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze gestimmt. Sie hat diese Ansicht bis heute nicht widerrufen. Im Grunde heißt das, dass sie weiterhin für die Rückführung der deutschen Ostgebiete (Schlesien, West- und Ostpreußen, Sudetenland, Böhmen und Mähren) in die BRD eintritt. Sie muss sich nicht wundern, wenn sie bei den Polen ein rotes Tuch ist. Mich wundert, dass sich die Union vor eine Frau mit dieser Einstellung stellt.

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    • j-3-s
    • 02.03.2009 um 21:14 Uhr

    @Wolfgang63

    [...]...Die CDU versucht, die Vertriebenen an sich zu binden. Die Union sollte einmal prüfen, wie viele fundamentalistische Vertriebene es noch gibt. Richtige heimatgebundene Vertrieben sind heute mindestens 70 Jahre alt und jedes Jahr werden es weniger. Die Union sollte beim Werben um die Stimmen der Vertriebenen nicht die auf Ausgleich bedachten Unionsanhänger vergrätzen....[...]

    Die XDU ist halt eine sog. "Volks"-Partei. Und von daher geradezu verurteilt dazu, ihr Wählerspektrum sehr weit zu streuen.
    Das siehst Du schon alleine daran, dass selbst ein halbgebildeter wie Du, zu ihrer Klientel zählen darf!

    Es geht hier nicht darum, wer wen an sich bindet und wieviele fundamentalistische Vertriebene es noch gibt, sondern um eine Gedenkstätte und wer bei Planung und Einrichtung ein Mitspracherecht hat. Wer wäre besser dazu geeignet als Erika Steinbach, die das Projekt konzipiert und zusammen mit Peter Glotz, der leider viel zu früh verstorben ist, in Gang gebracht hat mit dem Ziel, alle Vertreibungen zu ächten und alle Vertriebenen zu würdigen, auch nicht-deutsche. Selbst wenn viele der Erlebnisgeneration nicht mehr unter uns weilen, darf man nicht vergessen, daß sie unendliches Leid ertragen mußten - körperlich und seelisch; und sie hinterlassen ein Vermächtnis für ihre Nachkommen und für Deutschland. Das ist das, was sie und ihre Vorfahren - Arbeiter, Bauern, Gutsherren, Architekten, Künstler, Schriftsteller, Wissenschaftler, Philosophen, Heilige und mehr die Jahrhunderte hindurch auf blühender Erde geschaffen haben. Das darf nicht als Kriegsbeute angerechnet werden, es muß für immer Vermächtnis der Vertriebenen und Deutschen bleiben.
    Die Erinnerungsstätte "Flucht, Vertreibung, Versöhnung" (anfänglich Zentrum gegen Vertreibungen) wird dabei eine außerordentlich wichtige Rolle spielen.

    • j-3-s
    • 02.03.2009 um 21:14 Uhr

    @Wolfgang63

    [...]...Die CDU versucht, die Vertriebenen an sich zu binden. Die Union sollte einmal prüfen, wie viele fundamentalistische Vertriebene es noch gibt. Richtige heimatgebundene Vertrieben sind heute mindestens 70 Jahre alt und jedes Jahr werden es weniger. Die Union sollte beim Werben um die Stimmen der Vertriebenen nicht die auf Ausgleich bedachten Unionsanhänger vergrätzen....[...]

    Die XDU ist halt eine sog. "Volks"-Partei. Und von daher geradezu verurteilt dazu, ihr Wählerspektrum sehr weit zu streuen.
    Das siehst Du schon alleine daran, dass selbst ein halbgebildeter wie Du, zu ihrer Klientel zählen darf!

    Es geht hier nicht darum, wer wen an sich bindet und wieviele fundamentalistische Vertriebene es noch gibt, sondern um eine Gedenkstätte und wer bei Planung und Einrichtung ein Mitspracherecht hat. Wer wäre besser dazu geeignet als Erika Steinbach, die das Projekt konzipiert und zusammen mit Peter Glotz, der leider viel zu früh verstorben ist, in Gang gebracht hat mit dem Ziel, alle Vertreibungen zu ächten und alle Vertriebenen zu würdigen, auch nicht-deutsche. Selbst wenn viele der Erlebnisgeneration nicht mehr unter uns weilen, darf man nicht vergessen, daß sie unendliches Leid ertragen mußten - körperlich und seelisch; und sie hinterlassen ein Vermächtnis für ihre Nachkommen und für Deutschland. Das ist das, was sie und ihre Vorfahren - Arbeiter, Bauern, Gutsherren, Architekten, Künstler, Schriftsteller, Wissenschaftler, Philosophen, Heilige und mehr die Jahrhunderte hindurch auf blühender Erde geschaffen haben. Das darf nicht als Kriegsbeute angerechnet werden, es muß für immer Vermächtnis der Vertriebenen und Deutschen bleiben.
    Die Erinnerungsstätte "Flucht, Vertreibung, Versöhnung" (anfänglich Zentrum gegen Vertreibungen) wird dabei eine außerordentlich wichtige Rolle spielen.

    • th
    • 02.03.2009 um 18:08 Uhr

    hat ihre Haltungs längst geändert. Aber einige böswillige Menschen wollen das einfach nicht wahrhaben. Es wäre notwendig gewesen, dass die Politiker der SPD und der Opposition ein wenig Solidarität mit ihr zeigten, und sie gegen üble demagogische Anwürfe aus Polen freundlich, ruhig aber in der Sache entschieden verteidigen.

    "Versöhnung", die sich weigert, die Heimatvertriebenen einzuschliessen, ist keine.

  2. Wer oder was bitte ist Polen?

    Ein drittklassiger Staat, der erst jüngstens beim Sondergipfel der EU-Staats- und Regierungschefs zusammen mit anderen osteuropäischen Staaten, allen voran Ungarn, um finanzielle Hilfen in dreistelliger Milliardenhöhe gebettelt hat. Da es sich hierbei um Gelder aus der EU-Kasse handelt, dann meint das den Zahlmeister der Eu, Deutschland.

    Polen gehörte im 20. Jahrhundert zweimal zu den Kriegsgewinnern.
    Zur Erinnerung:
    1. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden große Teile der östlichen Provinzen des deutschen Reiches Polen zugeschlagen. Schon damals gab es eine Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus diesen jetzt polnisch gewordenen Gebieten; u.a. ist mein Großvater um 1919 aus Bialoblott im Kreis Schubin in Westpreußen ins etwa 260 km entfernte Danziger Werder ausgewandert; besser: er ist vertrieben worden. Das war die erste Vertreibung aus seiner angestammten Heimat.
    2. Nach dem zweiten Krieg bekam Polen die Gebiete östlich der Oder-Neiße zugesprochen. Alle Deutschen wurden aus diesen Gebieten und damit aus ihrer Heimat vertrieben. Damit verlor mein Großvater und seine Familie (12 Kinder) zum zweiten Male die Heimat. Seine Frau musste sich im Januar 1945 bei – 20 Grad und einem Meter Schnee mit 9 ihrer Kinder auf die Flucht begeben.
    Insgesamt hat sich Polen im 20. Jahrhundert fast ein Drittel deutschen Staatsgebietes angeeignet bzw. ist ihm dieser Landgewinn von den Alliierten der beiden Kriege zugeschanzt worden.
    Diese Länder waren die ehemalige Kornkammer des Reiches: fruchtbarer Boden, der gute Ernten ermöglichte.
    3. 1975 gewährte die damalige Bundesregierung unter Kanzler Brandt dem polnischen Staat einen Kredit in Höhe von einer Milliarde DM. Damals ein unglaublicher Betrag! Dieser Kredit ist meines Wissens nie zurückgezahlt worden. Er ist über die Jahre und Jahrzehnte ständig „verrechnet“ worden.

    Ich verstehe die Befindlichkeiten deutscher Politiker überhaupt nicht, die sich um die Beziehungen zu diesem Staat so große Sorgen machen. Was geht es die Polen an, wenn Erika Steinbach, die verdiente Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, als eine von 13 (!!!) Mitglieder des Stiftungsrates für das in Berlin geplante Zentrum zur Vertreibung gewählt würde. Dort wäre sie nur eine von 13 Stimmen. Das ist eine rein innerdeutsche Angelegenheit.

    Wer sich hier Sorgen machen müsste um gute Beziehungen zwischen den beiden Staaten, wer sich um ein vertrauensvolles Verhältnis kümmern müsste, das ist der polnische Staat und seine politischen und sonstigen Funktionsträger. Doch nicht wir!
    Polen ist seit ewigen Zeiten ein Bittsteller! Ein schwacher Staat, bis heute.

    Ich hoffe Kanzlerin Merkel und die Bundesregierung haben Rückgrat und berufen Erika Steinbach in diesen Stiftungsrat.

    • hombre
    • 02.03.2009 um 20:14 Uhr

    Die Bundesregierung sollte ihre Entscheidung nicht abhängig machen von den Befindlichkeiten der polnischen Seite. Deutschland hat für den Zweiten Weltkrieg viel, sehr viel bezahlt. Wenn es nun um Versöhnung geht, muss dies endlich auch einmal honoriert werden!
    Der masochistische Reflex zum Schnitt ins eigene Fleisch ist in deutschen Poltikerköpfen (vor allem in der SPD und vor allem in 68er-Zirkeln) jedoch so stark ausgeprägt, dass man gar nicht mehr zu hoffen wagt, es käme eine selbstbewusste Haltung im Sinne deutscher Interessen zustande.
    Frau Steinbach zählt zu einer Gruppe von zugegebenermaßen konservativen Köpfen, die diese Sachverhalte beim Namen nennen. Das ist gut so.
    Denn an die Vertreibung der Deutschen wird von polnischer Seite meist noch wesentlich einseitiger erinnert als Frau Steinbach dies tut: Hitlerdeutschland hat den Krieg angefangen und Schluss. Dass deutsche Dörfer in der Nähe zur polnischen Grenze in der Zwischenkriegszeit in regelrechte Grenzkriege verwickelt wurden und dort, wo sie dem polnischen Staat zugeschlagen worden waren systematisch diskriminiert wurden, sagt die polnische Seite natürlich nicht.
    In Polen grassiert daher nicht etwa die Angst vor einer Relativierung der Geschichte. Es ist die Angst vor einer differenzierenden Aufarbeitung derselben, die die wohlfeile Schwarz-Weiß-Malerei durch unbequeme Grautöne ablöst und scheinbar selbstverständlich Gewordenes in Frage stellt.

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    "Hitlerdeutschland hat den Krieg angefangen und Schluss."

    na, wenn das das ergebnis von 60 jahren 'aufarbeitung der vergangenheit' ist!
    deutschland hat (unter der aktiven bzw. sanktionierenden beteiligung beinahe aller seiner 'volksgenossen') die halbe welt in krieg und barbarei gestürzt, hat tod und elend - aber auch enthemmung und brutalisierung! - über viele völker und nationen (insbesondere polen!) gebracht und hat seinen imperial- und vernichtungskrieg mit pauken und trompeten verloren und bedingungslos kapituliert. und schluss. (nicht wirklich, wenn man sich die personellen kontinuitäten in politik und wirtschaft im ns-nachfolgestaat besieht).
    die vertreibungen und die damit einhergehenden exzesse sind zuallererst das resultat der deutschen verbrechen und der damit verbundenen allgemeinen enthumanisierung und sittlichen verrohung.
    in einem land, das bis heute nicht mal den schäbigen rest von anstand besessen hat, seinen geschundetsten opfern das geplünderte und abgepresste vermögen zurückzuerstatten, sollte man in dieser angelegenheit das maul besser nicht so weit aufreißen.
    nur um ihren pauschalen kategorisierungen zuvorzukommen: ich bin nicht links, und 1968 war ich noch nicht geboren.

    "Hitlerdeutschland hat den Krieg angefangen und Schluss."

    na, wenn das das ergebnis von 60 jahren 'aufarbeitung der vergangenheit' ist!
    deutschland hat (unter der aktiven bzw. sanktionierenden beteiligung beinahe aller seiner 'volksgenossen') die halbe welt in krieg und barbarei gestürzt, hat tod und elend - aber auch enthemmung und brutalisierung! - über viele völker und nationen (insbesondere polen!) gebracht und hat seinen imperial- und vernichtungskrieg mit pauken und trompeten verloren und bedingungslos kapituliert. und schluss. (nicht wirklich, wenn man sich die personellen kontinuitäten in politik und wirtschaft im ns-nachfolgestaat besieht).
    die vertreibungen und die damit einhergehenden exzesse sind zuallererst das resultat der deutschen verbrechen und der damit verbundenen allgemeinen enthumanisierung und sittlichen verrohung.
    in einem land, das bis heute nicht mal den schäbigen rest von anstand besessen hat, seinen geschundetsten opfern das geplünderte und abgepresste vermögen zurückzuerstatten, sollte man in dieser angelegenheit das maul besser nicht so weit aufreißen.
    nur um ihren pauschalen kategorisierungen zuvorzukommen: ich bin nicht links, und 1968 war ich noch nicht geboren.

  3. Es wurden aus der Tschechoslowakei auch Sozialdemokraten, z.B. Wenzel Jaksch und überlebende Juden vertrieben. Sie galten als deutsch. Wie soll ein vereintes europa funktionieren, wenn junge Tschechen und Polen nicht wissen, dass Deutsche 800 Jahre im Land gelebt haben und die Kulturgüter von ihnen stammen

    • j-3-s
    • 02.03.2009 um 21:14 Uhr

    @Wolfgang63

    [...]...Die CDU versucht, die Vertriebenen an sich zu binden. Die Union sollte einmal prüfen, wie viele fundamentalistische Vertriebene es noch gibt. Richtige heimatgebundene Vertrieben sind heute mindestens 70 Jahre alt und jedes Jahr werden es weniger. Die Union sollte beim Werben um die Stimmen der Vertriebenen nicht die auf Ausgleich bedachten Unionsanhänger vergrätzen....[...]

    Die XDU ist halt eine sog. "Volks"-Partei. Und von daher geradezu verurteilt dazu, ihr Wählerspektrum sehr weit zu streuen.
    Das siehst Du schon alleine daran, dass selbst ein halbgebildeter wie Du, zu ihrer Klientel zählen darf!

    Antwort auf "Wahlstrategie"
  4. die meisten Polen würgt der Brechreiz, wenn sie ihre Politiker und Medien gegen Deutschland hetzen hören genau wie es unsereins würgt, wenn unsere Politiker und Medien gegen Deutschland hetzen.
    Was ist der Bund der Vertriebenen? Ein Traditionsverein, der darauf hinweisen will, dass Unrecht geschehen ist. Na und? Das relativiert ja nicht anderes Unrecht, es komplettiert nur das Bild von der Welt wie sie ist. Die Leutchen wo in den ehemaligen deutschen Gebieten siedeln, werden sie, die Vetriebenen, nicht vorführen. Sind selbige ja ebenso Vertriebene, von den Russen aus Ostpolen verjagt worden. Vielleicht sollte sich der Bund der Vertriebenen mit den ehemaligen Ostpolen zusammentun und den Bund binational aufmachen? Es ginge ein Rauschen durch den Blätterwald - solche Völkerverständigung soll´s dann ja sicher auch wieder nicht sein ...

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    Liladebila stellt Behauptungen mit polnischer Brille auf. Es wurde in diesem Foren schon mehrfach darauf hingewiesen, daß Polen nach dem I Weltkrieg einen großen Angriffskrieg gegen Rußland geführt hat, weil dort "ein oder zwei" Polen gesiedelt haben (Achtung Satire). Zwischen den Weltkriegen hat es eine extreme Polnisierung der Bevölkerung gegeben! Im polnischen Staat von 1937 haben nach verschiedenen Polnisierungskampagnen nur rund 60 % Polen gelebt.

    Weiterhin sollte jeder bedenken, daß G. Bush den 2. Golfkrieg offizielle wegen Vertreibung etc in Kuweit gegen den Irak geführt hat. Wenn man nur ein Unrecht für Recht erklärt, dann verwirkt man sich das Recht gegen Unrecht vorzugehen.
    Aus diesem Grund kann jeder, der an die Menschenrechte glaubt, nicht wie Liladebila schreiben "Ein Traditionsverein, der darauf hinweisen will, dass Unrecht geschehen ist. Na und?".

    Einen Vorschlag für alle, die sich vehement gegen Frau Steinbach aussprechen, würde ich mal in die Runde einbringen: Es gibt genug Arme und Bedürftig in diesem Land. Da wäre der Vorschlag zu machen, daß diese Gruppen die Personen, die sich so für die polnischen Interessen einsetzen, aus ihren Häusern und Wohnungen vertreiben und sie ihrer Arbeitsplätze übernehmen. Mal sehen wie diese Personen dann über die Vertriebenen denken würden, wenn sie hungernd draußen in der Kälte sitzen.

    Liladebila stellt Behauptungen mit polnischer Brille auf. Es wurde in diesem Foren schon mehrfach darauf hingewiesen, daß Polen nach dem I Weltkrieg einen großen Angriffskrieg gegen Rußland geführt hat, weil dort "ein oder zwei" Polen gesiedelt haben (Achtung Satire). Zwischen den Weltkriegen hat es eine extreme Polnisierung der Bevölkerung gegeben! Im polnischen Staat von 1937 haben nach verschiedenen Polnisierungskampagnen nur rund 60 % Polen gelebt.

    Weiterhin sollte jeder bedenken, daß G. Bush den 2. Golfkrieg offizielle wegen Vertreibung etc in Kuweit gegen den Irak geführt hat. Wenn man nur ein Unrecht für Recht erklärt, dann verwirkt man sich das Recht gegen Unrecht vorzugehen.
    Aus diesem Grund kann jeder, der an die Menschenrechte glaubt, nicht wie Liladebila schreiben "Ein Traditionsverein, der darauf hinweisen will, dass Unrecht geschehen ist. Na und?".

    Einen Vorschlag für alle, die sich vehement gegen Frau Steinbach aussprechen, würde ich mal in die Runde einbringen: Es gibt genug Arme und Bedürftig in diesem Land. Da wäre der Vorschlag zu machen, daß diese Gruppen die Personen, die sich so für die polnischen Interessen einsetzen, aus ihren Häusern und Wohnungen vertreiben und sie ihrer Arbeitsplätze übernehmen. Mal sehen wie diese Personen dann über die Vertriebenen denken würden, wenn sie hungernd draußen in der Kälte sitzen.

  5. "Hitlerdeutschland hat den Krieg angefangen und Schluss."

    na, wenn das das ergebnis von 60 jahren 'aufarbeitung der vergangenheit' ist!
    deutschland hat (unter der aktiven bzw. sanktionierenden beteiligung beinahe aller seiner 'volksgenossen') die halbe welt in krieg und barbarei gestürzt, hat tod und elend - aber auch enthemmung und brutalisierung! - über viele völker und nationen (insbesondere polen!) gebracht und hat seinen imperial- und vernichtungskrieg mit pauken und trompeten verloren und bedingungslos kapituliert. und schluss. (nicht wirklich, wenn man sich die personellen kontinuitäten in politik und wirtschaft im ns-nachfolgestaat besieht).
    die vertreibungen und die damit einhergehenden exzesse sind zuallererst das resultat der deutschen verbrechen und der damit verbundenen allgemeinen enthumanisierung und sittlichen verrohung.
    in einem land, das bis heute nicht mal den schäbigen rest von anstand besessen hat, seinen geschundetsten opfern das geplünderte und abgepresste vermögen zurückzuerstatten, sollte man in dieser angelegenheit das maul besser nicht so weit aufreißen.
    nur um ihren pauschalen kategorisierungen zuvorzukommen: ich bin nicht links, und 1968 war ich noch nicht geboren.

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    • neu85
    • 03.03.2009 um 1:28 Uhr

    Ein schwacher, drittklassiger Staat? Mit allem Respekt Hr.Bakwahn. Gesinnung hin oder her. Woher nehmen Sie sich das Recht über 38 Millionen Menschen zu urteilen und sie damit zu verunglimpfen.
    Ich habe den Eindruck, dass Sie noch vom Sacrum Romanum Imperium träumen. Jedenfalls hat Ihr Kommentar einen üblen Beigeschmack.
    1.) Ihre Behauptung, Polen würde gemeinsam mit Ungarn ein dreistelligen Milliardenbetrag fordern bzw. Ihrer Sprache nach „drum betteln“, ist falsch. Bitte konkretisieren Sie und nenne Sie Quellen. In keiner Agentur, jedenfalls keiner seriösen, konnte ich Ihre Aussage bestätigen. Im Gegenteil, Polens Ministerpräsident hat sich gegen spezielle EU Sonderhilfen für Osteuropa und gegen Protektionismus geäußert. Glauben Sie doch nicht alles was Ihnen vorgekaut wird.
    2.) Zur Vertreibungsthematik hat meine Vorrednerin wohl alles gesagt. Sie würden Ihren Kommentar deutlichst entschärfen, wenn Sie das Leid beider Seiten erwähnt hätten. Aber das haben Sie wohl absichtlich nicht getan.
    3.) Ein Megakredit wie Sie es nennen, dessen Abzahlung Sie sich nicht sicher sind, der auch noch 1975 getätigt worden ist, ist für Sie wichtiger als die wirtschaftlichen Verflechtungen beider Länder. (… wobei Deutschland als mit Abstand größter Handelspartner Polens eine herausragende Stellung einnimmt: 26 Prozent der polnischen Gesamtausfuhr und 24 Prozent der Gesamteinfuhr-Auswärtiges Amt). Hunderttausende Menschen in Lohn und Brot auf beiden Seiten dank guter Wirtschaftsbeziehungen. Ist das etwa unwichtig?

    Ich hoffe Sie haben Rückgrat und relativieren Ihre Aussagen. Ihr Großvater hat Leid ertragen müssen, dem stimme ich zu. Viele Großväter hatten aber nicht die Möglichkeit die Ihr Großvater hatte, sie wurden bei lebendigem Leib verbrannt …

    "Hitlerdeutschland hat den Krieg angefangen und Schluss."

    Da hierzu leider immer wieder Dingen aus dem Zusammenhang gerissen werden, will ich noch kleine Korrekturen anfügen.
    Richtig ist, das Deutschland am 1.9.1939 in Polen einmarschiert ist und der Propagandakrieg mit anderen Mittel fort gesetzt wurde.
    Jedoch: Am 30.8.1939 wurde in Polen die Geralmobilmachung ausgerufen, was für einen Staat, der keinen Kreig führt bedeutet, daß er Krieg führen will!
    Mitte August 1939 der polnische Gesand in Berlin in etwa verkündet haben soll, daß Deutschland nur angreifen soll, damit die polnishce Armme in 14 Tagen im Stadtzentrum von Berlin stehen kann. Überlegung dieser Aussage war, daß die Armee Polens zahlenmäßig etwa die gleiche Stärke hatte, wie die Deutschland. Ihr Problem war jedoch ihre Ausrüstung!
    Richtig ist, daß im Namen Deutschland viele Verbrechen begannen wurden.
    Jedoch: Es wurde auch viele Verbrennen von Polen und anderen Völkern zwischen den beiden Weltkriegen in Europa begannen.
    Daher kann ich nur den Ratschlag geben: Jeder sollte nicht nur mit Scheuklappen auf einer Sache schauen, sondern auch erkennen, daß die anderen genau so gut oder schlecht sind wie man selbst ist.

    • neu85
    • 03.03.2009 um 1:28 Uhr

    Ein schwacher, drittklassiger Staat? Mit allem Respekt Hr.Bakwahn. Gesinnung hin oder her. Woher nehmen Sie sich das Recht über 38 Millionen Menschen zu urteilen und sie damit zu verunglimpfen.
    Ich habe den Eindruck, dass Sie noch vom Sacrum Romanum Imperium träumen. Jedenfalls hat Ihr Kommentar einen üblen Beigeschmack.
    1.) Ihre Behauptung, Polen würde gemeinsam mit Ungarn ein dreistelligen Milliardenbetrag fordern bzw. Ihrer Sprache nach „drum betteln“, ist falsch. Bitte konkretisieren Sie und nenne Sie Quellen. In keiner Agentur, jedenfalls keiner seriösen, konnte ich Ihre Aussage bestätigen. Im Gegenteil, Polens Ministerpräsident hat sich gegen spezielle EU Sonderhilfen für Osteuropa und gegen Protektionismus geäußert. Glauben Sie doch nicht alles was Ihnen vorgekaut wird.
    2.) Zur Vertreibungsthematik hat meine Vorrednerin wohl alles gesagt. Sie würden Ihren Kommentar deutlichst entschärfen, wenn Sie das Leid beider Seiten erwähnt hätten. Aber das haben Sie wohl absichtlich nicht getan.
    3.) Ein Megakredit wie Sie es nennen, dessen Abzahlung Sie sich nicht sicher sind, der auch noch 1975 getätigt worden ist, ist für Sie wichtiger als die wirtschaftlichen Verflechtungen beider Länder. (… wobei Deutschland als mit Abstand größter Handelspartner Polens eine herausragende Stellung einnimmt: 26 Prozent der polnischen Gesamtausfuhr und 24 Prozent der Gesamteinfuhr-Auswärtiges Amt). Hunderttausende Menschen in Lohn und Brot auf beiden Seiten dank guter Wirtschaftsbeziehungen. Ist das etwa unwichtig?

    Ich hoffe Sie haben Rückgrat und relativieren Ihre Aussagen. Ihr Großvater hat Leid ertragen müssen, dem stimme ich zu. Viele Großväter hatten aber nicht die Möglichkeit die Ihr Großvater hatte, sie wurden bei lebendigem Leib verbrannt …

    "Hitlerdeutschland hat den Krieg angefangen und Schluss."

    Da hierzu leider immer wieder Dingen aus dem Zusammenhang gerissen werden, will ich noch kleine Korrekturen anfügen.
    Richtig ist, das Deutschland am 1.9.1939 in Polen einmarschiert ist und der Propagandakrieg mit anderen Mittel fort gesetzt wurde.
    Jedoch: Am 30.8.1939 wurde in Polen die Geralmobilmachung ausgerufen, was für einen Staat, der keinen Kreig führt bedeutet, daß er Krieg führen will!
    Mitte August 1939 der polnische Gesand in Berlin in etwa verkündet haben soll, daß Deutschland nur angreifen soll, damit die polnishce Armme in 14 Tagen im Stadtzentrum von Berlin stehen kann. Überlegung dieser Aussage war, daß die Armee Polens zahlenmäßig etwa die gleiche Stärke hatte, wie die Deutschland. Ihr Problem war jedoch ihre Ausrüstung!
    Richtig ist, daß im Namen Deutschland viele Verbrechen begannen wurden.
    Jedoch: Es wurde auch viele Verbrennen von Polen und anderen Völkern zwischen den beiden Weltkriegen in Europa begannen.
    Daher kann ich nur den Ratschlag geben: Jeder sollte nicht nur mit Scheuklappen auf einer Sache schauen, sondern auch erkennen, daß die anderen genau so gut oder schlecht sind wie man selbst ist.

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