Vertriebenenzentrum Polen verstärkt Nein zu Steinbach
Regierungschef Tusk hat den Druck auf Deutschland im Streit um die Vertriebenen-Präsidentin erhöht. Steinbachs Unterstützer plädieren dafür, die Entscheidung zu vertagen
Der polnische Regierungschef Donald Tusk sprach sich mit Nachdruck für den Rückzug von Erika Steinbach aus dem Stiftungsrat des geplanten Zentrums für die Dokumentation der Vertreibung aus. Eine derart herausgehobene Funktion für die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen berühre "schmerzhaft unsere polnische Empfindlichkeit für die Wahrheit über den Zweiten Weltkrieg", sagte Donald Tusk der Financial Times Deutschland . Er erwarte von der deutschen Regierung eine Entscheidung, die "der authentischen deutsch-polnischen Freundschaft dient", betonte Tusk.
Tusk und Merkel werden am Freitagabend in Hamburg beim traditionellen Matthiae-Mahl im Rathaus zusammentreffen, wie die Bundesregierung bestätigte. Es ist davon auszugehen, dass sich die Regierungschefs auch über das Dokumentationszentrum austauschen werden.
Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet allerdings nicht damit, dass ihr Treffen mit dem polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk zu einer Lösung des Konflikts um die Besetzung des Stiftungsrats des geplanten Vertriebenenzentrums führt. "Das dauert noch ein paar Tage, und daran wird auch die Begegnung mit dem polnischen Ministerpräsidenten heute nichts ändern", sagte Merkel am Freitag. Dennoch will sie die Personalquerelen schnell beilegen. Über die Besetzung des Stiftungsrats solle in den kommenden Tagen im Geist der Versöhnung entschieden werden, sagte Merkel am Freitagnachmittag.
Die CDU-Bundestagsabgeordnete war vom Bund der Vertriebenen für den Stiftungsrat des geplanten Zentrums gegen Vertreibungen nominiert worden. Der deutsch-polnische Streit um diese Personalie speist sich aus nationalen Befindlichkeiten. Durch scharfe Äußerungen in den vergangenen Wochen hat sich der Konflikt noch verschärft. Staatspräsident Lech Kaczynski hatte Steinbach als "Problem für unser Land" bezeichnet. Der Deutschlandbeauftragte der polnischen Regierung, Wladyslaw Bartoszewski, verglich sie mit dem Holocaust-Leugner Bischof Richard Williamson.
Regierungschef Tusk warb um Verständnis für die polnische Ablehnung Steinbachs. Zwar mische sich sein Land nicht direkt ein, sagte Tusk. Er bat jedoch darum, den polnischen Standpunkt zu berücksichtigen. Weil er sich immer für gute deutsch-polnische Beziehungen einsetzte, habe er das Recht, "eine ehrliche und authentische Einschätzung abzugeben".
Schärfere Töne kamen aus der nationalkonservativen polnischen Opposition. Deren Führer Jaroslaw Kaczynski ist grundsätzlich gegen die in Berlin geplante Gedenkstätte und bezeichnete sie als Verletzung der europäischen Nachkriegsordnung. "Dieses Museum stellt diese Ordnung in moralischer und auch historischer Hinsicht infrage", sagte der frühere Premier und heutige Chef der Partei Recht und Gerechtigkeit. Dies sei unabhängig von der Personalie Steinbach.
- Datum 27.02.2009 - 16:09 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, tst
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Dem Bund der Vertriebenen sollte man die staatlichen Zuschüsse entziehen. Dies hätte schon vor 10 Jahren erfolgen sollen als eine Nicht-Vertriebene zur Präsidentin gewählt wurde, die den BdV lediglich als Hausmacht innerhalb der CDU benötigte. Eine solche Person ist eine Beleidigung für die wirklich Vertriebenen, zu denen ich mich zählen darf. Durch die Vertreibung habe ich bessere Lebensbedingungen erhalten als wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte. Die Alternative irgendwo im Osten als deutscher Soldat andere Völker zu unterdrücken oder sogar zu vernichten wäre vermutlich das Schicksal vieler Deutschen geworden. Dann ist die Vertreibung doch das kleinere Übel. Genau dies müsste eine Gedenkstätte zum Ausdruck bringen.
den in solchen Zeiten um jeden persoenlichen Mist ihrer Buerger kuemmern. Die Buerger keonnen dies auch alleine Regeln.
Langsam ist aber gut. Ich bin der Auffassung das man in Sachen zweiter Weltkrieg einfach mal fuer die naechsten 1000 Jahre die Klappe haelt!
:)
Damit meint Tusk sicherlich auch die eigenen Leichen im Keller: das Massaker von Jedwabne (1941) und das Pogrom von Kielce (1946), von den Vertreibungsverbrechen abgesehen. Heute verbreitet der Sender Radio Maryja lupenreinen Antisemitismus – in einem Land ohne Juden. Wer so etwas hinnimmt, sollte lieber auf der Blockflöte pfeifen, statt auf die Pauke zu hauen.
« ...Nach Forschungen des US-amerikanischen Historikers polnisch-jüdischer Herkunft Jan Tomasz Gross waren Deutsche zwar am Ort des Geschehens, machten jedoch lediglich Filmaufnahmen... »
(http://de.wikipedia.org/w...)
« ...Nach Forschungen des US-amerikanischen Historikers polnisch-jüdischer Herkunft Jan Tomasz Gross waren Deutsche zwar am Ort des Geschehens, machten jedoch lediglich Filmaufnahmen... »
(http://de.wikipedia.org/w...)
(Bitte unterlassen Sie derlei Geschmacklosigkeiten. Die Redaktion /ft)
Welche denn?
Welche denn?
Ich habe doch nur behauptet das der Voelkermord an der deutschen Zivilbevoelkerung nicht vergessen werden darf. Wieso ist das geschmacklos???
mit Polen IN DER GLEICHEN SPRACHE ZU REDEN mit der Polen uns seit Monaten anpflaumt.
Wenn die Polen zur Abwechslung auch mal Deutsch lernen. So kann man sich dann besser verstehen. Dies hat nichts mit Rassismus zu tun. Dies dient einzig der Voelkerverstaendigung. Ich mag Polen und ich kann mir durchaus vorstellen dort zu leben. Aber wie schon erwaehnt geht das nicht wenn die Polen nicht bereit sind auch uns deutschen entgegenzukommen.
als Profilbild ein Foto einer prominenten Nachrichtensprecherin beim zweiten deutschen Fernsehen zu verwenden??? Ich denke nicht!
... ist es humorvoll gemeint? 18 Kommentare in der einen Stunde, seit der Sie hier offenbar Mitglied sind, und nicht alle davon sind lesenswert.
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Haben Sie die Erlaubnis hier irgendwas an meiner Person zu kritisieren? Ich denke nicht!
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