Uefa-Cup Nach 0:2 schlägt Bremen zurück
Claudio Pizarro stößt mit zwei Toren den großen AC Milan aus dem Wettbewerb. Hamburg schafft es locker ins Achtelfinale, Wolfsburg ist raus - alle Spielberichte

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Im Zentrum Bremer Glückseligkeit - der zweifache Torschütze Claudio Pizarro
AC Mailand – Werder Bremen 2:2
Claudio Pizarro hat für Werder Bremen das Wunder perfekt gemacht und die Hanseaten ins Achtelfinale befördert. Mit zwei Kopfball-Toren (68./78.) machte der Peruaner einen 0:2-Rückstand beim Starensemble des AC Mailand wett und sicherte der Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf ein 2:2 (0:2). Drei Tage vor dem Bundesliga-Klassiker gegen Bayern München schienen Andrea Pirlo (26./Handelfmeter) und der Brasilianer Pato (33.) nach dem 1:1 aus dem Hinspiel den K.o. der Bremer besiegelt zu haben, die vor 23.280 Zuschauern klare optische Vorteile besaßen.
Von Spielmacher Diego umsichtig dirigiert, hatten die Hanseaten die Milan-Abwehr um Routinier Paolo Maldini zwar ein paar Mal ins Wanken gebracht, die entscheidende Lücke aber nicht gefunden. Auf der Gegenseite genügten den ohne die Superstars Kaka und Ronaldinho angetretenen Italienern wenige Spielzüge, um die Hintermannschaft der Bremer auszuhebeln. Die Mannschaft von Trainer Schaaf dominierte die Partie gegen das lange passive Milan-Team über weite Strecken und erspielte sich auch gute Chancen, doch Zählbares sprang lange nicht heraus.
Von den Mailändern war zunächst wenig zu sehen. Noch einer der Auffälligsten war der mit großem Applaus empfangene David Beckham, der seine besten Szenen bei Standardsituationen hatte. Ein Freistoß des Popstars leitete auch die Führung für die Hausherren ein. Der im Hinspiel gelb-gesperrte Werder-Kapitän Torsten Frings bekam den Ball beim Hochspringen an den Ellenbogen und Pirlo verwandelte den vom schwedischen Schiedsrichter Eriksson verhängten Strafstoß unhaltbar für Wiese-Vertreter Christian Vander zum 1:0. Sieben Minuten später sanken Werders Hoffnungen auf ein Weiterkommen fast auf den Nullpunkt. Der 40-jährige Maldini spielte den 19 Jahre alten Brasilianer Pato an, der den Ball aus zwanzig Metern unter die Latte des Bremer Gehäuses jagte.
Mit dem Zwei-Tore-Vorsprung im Rücken drosselte der AC Mailand im zweiten Durchgang das Tempo, und daraus schlug Werder Kapital. Erst versuchte es Diego aus der Distanz (50.), zielte aber knapp daneben. Besser machte es der Brasilianer wenig später, als er Pizarro einen Freistoß mustergültig auf den Kopf servierte und der Peruaner zum Anschluss traf. Damit leitete er eine stürmische Schlussphase der Hanseaten ein, die schließlich mit dem Ausgleich belohnt wurde.
- Datum 27.02.2009 - 10:30 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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