Uefa-Cup Nach 0:2 schlägt Bremen zurückSeite 3/3
Hamburger SV–NEC Nijmegen 1:0
Nach dem 100. Sieg im internationalen Geschäft kann sich der Hamburger SV wieder voll auf die Titeljagd konzentrieren. Mit dem 1:0 (1:0) gegen den NEC Nijmegen zogen die Hanseaten glanzlos, aber souverän ins Achtelfinale ein. Die Holländer taten nach der ernüchternden 0:3-Schlappe im Heimspiel einfach zu wenig für das erhoffte Wunder. Torjäger Ivica Olic (9. Minute) schoss den Bundesliga-Spitzenreiter in die nächste Runde. "Wir holen den Uefa-Pokal!", skandierten die HSV-Fans unter den 31.537 Zuschauern im Dauerregen schon vor der Halbzeitpause. Trainer Jol hätte sicher nichts dagegen.
Bereits nach acht Minuten und zehn Sekunden war der letzte Hoffnungsfunken der spielerisch eine Klasse schlechteren Gäste erloschen. David Jarolim setzte Olic auf der linken Seite gut in Szene, und der überragende Kroate verwandelte die erste HSV-Chance eiskalt zu seinem sechsten Europapokal-Tor. "Ivica ist wahnsinnig wichtig für uns", sagte HSV-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer und beschwor den Teamgeist: "Die Mannschaft merkt, dass sie was erreichen kann." Nach 30 Minuten hätte es gut und gern 3:0 stehen können, doch die Hamburger schalteten einen Gang zurück. Außerdem gingen sie recht fahrlässig mit ihren Chancen um: Zunächst vergab Zugang Tomas Rincon: Der 21 Jahre alte Venezolaner, der seinen ersten Einsatz im HSV-Dress bestritt, schoss aus bester Position nur NEC-Keeper Gabor Babos an (10.). Olic vergab das 2:0 nur um Zentimeter (14.) und auch Jansen scheiterte nur knapp (33.). Neben Pech hatten die Hamburger aber auch Glück: Ein Distanzschuss von Mostapha El Kabir prallte vom Pfosten ins Feld zurück (37.).
Die Gäste-Mannschaft von Trainer Mario Been war einfach zu bieder und harmlos, um den Bundesliga-Tabellenführer in Verlegenheit zu bringen. Nur selten blitzte Gefahr auf: Beim Kopfball von Saidi Ntibazonkiza war HSV-Schlussmann Frank Rost auf dem Posten (61.). El Kabir, der beste NEC-Profi, traf zum zweiten Mal den Pfosten (85.), im Gegenzug vergab der eingewechselte Jonathan Pitroipa die Riesenchance zum 2:0.
Lesen Sie hier das Live-Protokoll VfB Stuttgart-Zenit St. Petersburg 1:2.
- Datum 27.02.2009 - 10:30 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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