YSL-Kunstauktion Wie ein Chinese Christie's reinlegte
Ein Käufer bot Millionen für chinesische Tierköpfe auf der Yves-Saint-Laurent-Auktion, doch zahlte nicht. Der Inhaber von Van Ham sagt, was ein Auktionshaus tun kann

© Francois Guillot/AFP/Getty Images
Objekte des Zwists: die zwei strittigen chinesischen Tierköpfe gehören zu einem Ensemble von zwölf Bronzefiguren aus dem 18. Jahrhundert
Die Versteigerung der großartigen Privatsammlung von Yves Saint Laurent und seinem Lebenspartner Pierre Bergé erzielte in der vergangenen Woche einen Rekordpreis nach dem anderen. Am Ende stand der unglaubliche Erlös von mehr als 300 Millionen Euro. Auch zwei chinesische Bronzefiguren, ein Ratten- und ein Kaninchenkopf, die vor 150 Jahren von französischen und britischen Truppen während der Plünderung des Sommerpalasts in Peking geraubt worden waren, gingen für mehr als das Anderthalbfache ihres Schätzpreises weg. Doch der chinesische Bieter hat jetzt erklärt, dass er die 31 Millionen Euro nicht zahlen wird. Was tut ein Auktionshaus in diesem Fall? Ein Interview mit Markus Eisenbeis, Geschäftsführer des Kölner Auktionshauses Van Ham.
ZEIT ONLINE: In Paris erklärte sich nach Abschluss der Auktion ein Käufer für zahlungsunfähig. Was tut ein Auktionshaus in einem solchen Fall?
Markus Eisenbeis: Zahlungsunfähig oder zahlungsunwillig - hier scheint eher das die Frage zu sein. Denn um für ein solches Los mitzusteigern, prüft das Auktionshaus die Bieter vorab auf ihre Bonität.
ZEIT ONLINE:
Wie das?
Eisenbeis:
Es ist natürlich eine äußerst sensible Angelegenheit – schließlich möchte man keinen potenziellen Käufer verschrecken. Doch das Auktionshaus kann beispielsweise darum bitten, dass die Schätzsumme auf einem Konto hinterlegt wird. Oder es wird eine Bankgarantie verlangt. Klar ist: Auf einer derart hochkarätigen Auktion wie in Paris gibt es nicht beliebig viele Menschen, die mitbieten können. Auch der besagte Käufer muss eigentlich schon einmal auffällig geworden sein.
ZEIT ONLINE: Gibt es darüber Daten?
Eisenbeis: Jedes Auktionshaus führt eine Datenbank. Und man kann sich auch schon mal bei den Kollegen über einen bestimmten Kunden erkundigen, schließlich haben wir alle das gemeinsame Interesse, uns vor schlechten Zahlern zu schützen. Im Falle von Christie’s kann das nur Sotheby’s sein.
ZEIT ONLINE: Im Fall des Bieters für die chinesischen Tierköpfe hat die Überprüfung offenbar nicht funktioniert.
Eisenbeis: Alle Daten, die ich abfrage, haben ein Problem: Sie sind historisch. Wer weiß also, ob der Käufer, der noch vor wenigen Monaten liquide war, jetzt nicht in Zahlungsschwierigkeiten geraten ist? Das ist gerade in Krisenzeiten ein Problem. Im Fall des Chinesen vermute ich jedoch ein politisches Statement.
- Datum 02.03.2009 - 16:03 Uhr
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Herr Cai Mingchao hat nicht gesagt, dass er zahlungsunfähig sei, sondern eher zahlungsunwillig.
Scheint wohl ein sprachliches Missverständnis zu sein.
Der Bericht von BBC-Chinesisch besagt, dass Cai Mingchao nicht bezahlen wolle.
Zugegeben, seine Ankündigung war ein wenig missverständlich:"Damals dachte ich, dass im diesem Augenblick jeder Chinese aufstehen würde.Mir wurde nur diese Gelegenheit gegeben.Ich wollte auch nur meine Pflicht tun.Aber ich willl betonen, das dieses Geld nicht bezahlt werden kann/darf."[1]
Da sowohl die chinesischsprachige Seite von BBC als auch chinesische Medien von Zahlungsunwilligkeit von Herrn Cai Mingchao sprechen [1][2], gehe ich davon aus, dass Cai Mingchao eigentlich zahlungsfähig ist.
[1]
http://news.bbc.co.uk/chi...
[2]
http://world.huanqiu.com/...
Ich kann REVEN's Erläuterung zustimmen.
Ganz ehrlich, mit der Aktion von Cai bin ich nicht wirklich einverstanden. Ein Protest sieht für mich anders aus und lief tagelang vor der Auktion über chin. Anwalt, das kulturministerium Chinas und Christies.
Wie es auch sei, kann ich Hr.Cai's Motivation voll und ganz nachvollziehen, dennoch hätte ich sowas nicht veranstaltet. Geschäft ist Geschäft.
Wenn man mit bietet, soll man letztendlich auch bezahlen.
Ich halte Cai's Tat für eine gute Lösung. Nach der heftigen Diskussion käme ein Kauf durch China/Chinesen kaum noch in Frage. Wäre ein Kauf durche einen dritten Käufer zustande gekommen, hätte der Protest eine Niederlage eingesteckt. Eine Verhinderung des Kaufes war daher unausweichlich. Damit gewinnt China Zeit, rechtlich vorzugehen.
Ich halte Cai's Tat für eine gute Lösung. Nach der heftigen Diskussion käme ein Kauf durch China/Chinesen kaum noch in Frage. Wäre ein Kauf durche einen dritten Käufer zustande gekommen, hätte der Protest eine Niederlage eingesteckt. Eine Verhinderung des Kaufes war daher unausweichlich. Damit gewinnt China Zeit, rechtlich vorzugehen.
TV Sender aus Hong Kong berichtet über den Fall
Ich versteige den Eiffelturm in Paris! Darf ich den Turm versteigen? Warum nicht?
Hallo Ziyou,
da ich Sie gerade hier treffe: sind Sie das, von dem auf dieser Webseite:
http://bbs.news.163.com/b...
so lobend geschrieben wird?
Wenn ja, herzlichen Glueckwunsch! Sie werden noch beruehmt :-)
ich denke schon dass ich hier gemeint bin. memnon.cool hat höchstwahrscheinlich nicht alle meiner Beiträge gelesen...
Ja ich liebe China über alles. Aber KpCh - treu bin ich ganz gewiss nicht.
ich denke schon dass ich hier gemeint bin. memnon.cool hat höchstwahrscheinlich nicht alle meiner Beiträge gelesen...
Ja ich liebe China über alles. Aber KpCh - treu bin ich ganz gewiss nicht.
Ich halte Cai's Tat für eine gute Lösung. Nach der heftigen Diskussion käme ein Kauf durch China/Chinesen kaum noch in Frage. Wäre ein Kauf durche einen dritten Käufer zustande gekommen, hätte der Protest eine Niederlage eingesteckt. Eine Verhinderung des Kaufes war daher unausweichlich. Damit gewinnt China Zeit, rechtlich vorzugehen.
nein leider habe ich keine Lösung. Das warten wäre mein Weg, wenn es zu einer Lösung zählen würde.
Warten darauf, dass jemand oder eine Organisation die Stücke an China's Museum geben würde.
nein leider habe ich keine Lösung. Das warten wäre mein Weg, wenn es zu einer Lösung zählen würde.
Warten darauf, dass jemand oder eine Organisation die Stücke an China's Museum geben würde.
nein leider habe ich keine Lösung. Das warten wäre mein Weg, wenn es zu einer Lösung zählen würde.
Warten darauf, dass jemand oder eine Organisation die Stücke an China's Museum geben würde.
ich denke schon dass ich hier gemeint bin. memnon.cool hat höchstwahrscheinlich nicht alle meiner Beiträge gelesen...
Ja ich liebe China über alles. Aber KpCh - treu bin ich ganz gewiss nicht.
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