Einsturz des Stadtarchivs Kölns Bürgermeister stellt U-Bahn-Bau in FrageSeite 2/2
Das Archivgebäude und zwei benachbarte Wohnhäuser waren am Dienstag zusammengebrochen, möglicherweise durch einen Erdrutsch aufgrund des U-Bahn-Baus in dem Gebiet. Die Trümmer rissen Teile der angrenzenden Häuser mit.
Um den Boden zu stabilisieren, ließen die Helfer große Mengen Beton in den Hohlraum pumpen. In der Nacht gelang es den Rettungskräften, einen alternativen Zugang von der Rückseite des Gebäudes zu schaffen.
An der Unglücksstelle hatten am Dienstagabend Spürhunde angeschlagen, was die Retter als Hinweis auf Verschüttete deuteten. Für die Suche mussten jedoch zuvor ein Kran und anderes schweres Gerät herangeschafft und Dachtrümmerreste beseitigt werden.
Die Feuerwehr begann am Morgen im Keller des Archivs mit der Bergung erster Akten. Der bei dem Unglück entstandene Schaden ist vorerst unschätzbar. In dem Archiv verwahrte Köln Urkunden, Testamente und Ratsprotokolle aus mehr als 1000 Jahren der Stadtgeschichte und der Geschichte des Rheinlands. Wissenschaftler sagten, dass das "Gedächtnis der Stadt" ausgelöscht sei.
Das älteste Dokument datiert den Angaben der Stadtverwaltung zufolge aus dem Jahr 922. Der nordrhein-westfälische Bauminister Lutz Lienenkämper (CDU) sagte, das Archiv habe "die größte und bedeutendste Sammlung ihrer Art in Deutschland" bewahrt. Illner sagte, der Schaden sei größer als beim Brand in der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar: "Wir reden hier von ungefähr 18 Regalkilometern wertvollsten Archivguts, und zwar europäischen Ranges."
Abteilungsleiter Illner sprach von einer "Katastrophe nicht nur für Köln, auch für die europäische Geschichtsschreibung". Die Ratsprotokolle und Urkunden aus dem Mittelalter seien einmalig gewesen: "Die gesamte Überlieferung der Stadt Köln ist komplett vernichtet", sagte er.
- Datum 04.03.2009 - 13:07 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, tst
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Also ich habe den Feuerwehrsprecher so verstanden, daß zuerst das wichtige Archivgut geborgen werden muß, bevor es Möglichkeiten gibt, nach Opfern und Verletzten zu suchen. Das ist allerdings Allerhand
Letztlich wird niemand Schuld sein, -höhere Gewalt! menschliches Versagen? -völlig ausgeschlossen! Und das alles kurz nach Aschermittwoch? Muß man sich nicht wundern? Warum versteht keiner, die Zeichen zu deuten? Ist künftig mit weiteren "Einwirkungen" zu rechnen? Ich bin zwar kein Christ, aber meine Befürchtungen richten sich auf den Dom.
Himmel hilf, das Ende naht.
Schon der alte Goethe sagte:
"Alles was geschieht ist Symbol, und indem es vollkommen sich selbst darstellt, deutet es auf das Übrige."
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