Klimawandel Geschenk für die Stromkonzerne

Kohlendioxid lässt sich nicht so einfach unter Tage lagern, wie die Energieversorger behaupten. Das zeigt der Streit um ein geplantes Gesetz zur "grünen Kohle"

Im vergangenen September nahm der Energiekonzern Vattenfall in Spremberg Deutschlands erste Pilotanlage zur Abscheidung von Kohlendioxid in Betrieb

Im vergangenen September nahm der Energiekonzern Vattenfall in Spremberg Deutschlands erste Pilotanlage zur Abscheidung von Kohlendioxid in Betrieb

Vom "klimafreundlichen Kohlekraftwerk" schwärmen Deutschlands Energiekonzerne, von Innovationen und Umweltschutz. Die Hoffnungen, die sich auf die sogenannte CCS-Technologie (Carbon Capture and Storage) gründen, sind riesig. Denn wenn es den Stromkonzernen tatsächlich gelingt, das bei der Stromerzeugung anfallende Kohlendioxid abzuscheiden und sicher unter Tage zu speichern, können sie ihre Kohlekraftwerke weiter am Netz halten – und sich zugleich zugute halten, durch sie das Klima zu retten. "Da der Energieträger Kohle langfristig zur Verfügung steht, gewährleisten klimafreundliche Kohlekraftwerke gleichzeitig eine zuverlässige und klimafreundliche Energieversorgung", wirbt der CCS-Lobbyverband "Informationszentrum klimafreundliches Kohlekraftwerk e.V.", kurz IZ Klima.

Doch die Realität sieht anders aus. Weltweit ist noch keines der klimafreundlichen Kraftwerke am Netz. Im brandenburgischen Spremberg eröffnete Vattenfall vergangenen Sommer eine Mini-Pilotanlage. Von hier aus muss das Klimagas aufwendig per LKW nach Ketzin im Havelland transportiert und dort unter Tage verpresst werden.

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Das sind die technischen Hürden. Neben ihnen gibt es noch zahlreiche weitere Unklarheiten, wie der Streit um das geplante "Gesetz zur Regelung von Abscheidung, Transport und dauerhafter Speicherung von Kohlendioxid" (CCS-Gesetz) zeigt.

Das Regelwerk soll den Energieversorgern einen Rechtsrahmen geben, um die Kohlendioxidspeicherung zu entwickeln und entsprechende Anlagen zu bauen. In den vergangenen Monaten hatten Bundesumweltministerium und Bundeswirtschaftsministerium gemeinsam einen Entwurf entwickelt, das Gesetz galt eigentlich als "eingetütet". Diesen Mittwoch sollte es im Kabinett verabschiedet werden. Doch die Lesung wurde eine Woche verschoben, weil SPD-Umweltpolitiker Widerstand anmeldeten. Inzwischen ist gar im Gespräch, dass das Gesetz nur noch die Rechtsgrundlagen für die CCS-Forschung legen soll, nicht aber für den tatsächlichen Betrieb.

Die Bundesregierung macht Druck. Sie will das Regelwerk noch vor der Bundestagswahl verabschieden, weil die Energieversorger auf Investitionssicherheit drängen und öffentliche Gelder winken. "Die EU hat eine Förderung in Aussicht gestellt. Es macht Sinn, dass Deutschland dort mit relativ konkreten Projekten an den Start geht", sagt Michael Donnermeyer vom IZ Klima.

Zwölf Demonstrationsanlagen will die EU mitfinanzieren. Wie viel sie ungefähr kosten werden, zeigt eine Studie von McKinsey. Die Unternehmensberatung geht davon aus, dass jede Demonstrations-Anlage eine Anschubfinanzierung von 500 Millionen bis 1,1 Milliarden Euro benötigt.

Angesichts solcher Beträge regt sich Widerstand. "Wenn es um ein milliardenschweres Förderprogramm für die Strommonopolisten geht, kann man schon einige Nachfragen stellen", sagt Ulrich Kleber, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (Bund) lehnt, wie auch Greenpeace, den Gesetzentwurf komplett ab. "Weder wird der Sicherheit absoluter Vorrang gegeben noch liegt die Verantwortung und Haftung für die Technik eindeutig beim Verursacher der CO2-Emissionen", sagt Bund-Klimaschutzexperte Thorben Becker.

Die Haftung für die Risiken ist der wichtigste Streitpunkt. Das Gesetz sieht vor, dass die Stromkonzerne bereits nach zwanzig Jahren die Verantwortung für die CO2-Speicher auf den Staat übertragen können. Nach Ansicht der Umweltverbände ist das ein viel zu kurzer Zeitraum, schließlich spricht man bei der CO2-Speicherung über Zeiträume von bis zu 10.000 Jahren – was auch Sinn macht, schließlich soll das Klimagas langfristig der Atmosphäre entzogen werden. "Die Risiken werden letztlich auf die Allgemeinheit übertragen, das ist absolut inakzeptabel", sagt Becker.

Kritiker stellen das Gesetz daher ganz grundsätzlich in Frage. "Studien zeigen, dass die Co2-Vermeidungskosten bei CCS, wenn die Technik denn funktionieren sollte, höher sind als bei den erneuerbaren Energien", so Becker. Allein beim CCS-Anlagenhersteller Siemens schätzt man, dass sich der Effizienzgrad eines Kohlekraftwerks durch eine CCS-Anlage um bis zu zehn Prozent verschlechtern könnte. Das führt wiederum dazu, dass mehr Kohle verstromt werden muss, um die Anlagen zu betreiben. Ob CCS-Kraftwerke daher tatsächlich einen, wie es im Gesetzesentwurf heißt, "nachhaltigen und wirksamen Beitrag zum allgemeinen Klimaschutz und zur Energieversorgungssicherheit" leisten, ist noch vollkommen offen.

 
Leser-Kommentare
    • WIHE
    • 11.03.2009 um 17:26 Uhr

    Bei 1000 Castoren in 1000 m Tiefe unter meinem Bett könnte ich gut und beruhigt schlafen.

    Bei einer Million Tonnen CO2 unter meinem Bett würde ich unruhig liegen.

    Ich kann mich noch gut an die Katastrophe 1986 in Kamerun im westlichen Afrika erinnern als ein Vulkan-See CO2 rülpste.

    Rund 1700 Menschen lagen anschließend tot am See.

    http://wissen.spiegel.de/...

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    • otto_B
    • 11.03.2009 um 21:29 Uhr

    Sie sprechen mir aus der Seele.
    Das Ereignis steht (wie auch andere) für die selektive Wahrnehmung der westlichen Öffentlichkeit.
    Ich frage mich die ganze Zeit schon, wieso sich die "grüne Kohle" mit kaum wahrnehmbaren Echos durch die mediale Öffentlichkeit bewegen kann. Bürgerbewegte Empörung? Irgendwie Fehlanzeige.
    Von Kahl bis Brokdorf und Wackersdorf war da mehr los, vor 30 Jahren.
    Ich möchte den Unterschied fast soziologisch-demografisch erklären. Die Generation von "damals" hat ihr Feindbild, und braucht jetzt kein zweites. Die zivilen Gehorsamsverweigerer von einst sind durch die Instanzen marschiert, und oben angekommen. Und dabei älter und träger geworden. Die Demografie: es waren starke Jahrgänge, die sich ihren Weg freiboxten. Ein bischen Ideologie war dabei durchaus hilfreich. Und - es hat ja geklappt.
    Heute? Ein systemverweigerndes Potential ist unter der heutigen Studentenschaftwenig erkennbar. Alle karrierefixiert.......... für die pillen- und Wendeknickgezeichneten Jahrgänge der Studenten von heute ist das ja durchaus realistisch. Sie werden schon überwiegend von den etablierten Strukturen absorbiert werden.
    Mit dieser Voraussetzung ist der nüchtene Blick auf die Gefahren von "1000 Tonnen Reaktorabbrand" gegenüber "einer Million Tonnen" CO2 (oder mehr.......die deutsche Emmissionsstatistik erlaubt da noch einige Nullen.....) -eben gegenstandslos.
    Für die Empörung fehlt die kritische Masse. Und, wenn es die geben sollte, dann käme vielleicht die reine Lehre des Atomausstieges ins Wanken? Nein....... da nehmen wir doch lieber etwas die Glut aus dem Feuer.
    Im Gegensatz zu den Parteioberen bei SPD ud Grünen traut sich Greenpeace den Zweifrontenkrieg zu, gegen Atom und Sequestrierung. Das könnte man fast schon anerkennen. Zumindest legen die da keinen Opportunismus an den Tag.

    • otto_B
    • 11.03.2009 um 21:29 Uhr

    Sie sprechen mir aus der Seele.
    Das Ereignis steht (wie auch andere) für die selektive Wahrnehmung der westlichen Öffentlichkeit.
    Ich frage mich die ganze Zeit schon, wieso sich die "grüne Kohle" mit kaum wahrnehmbaren Echos durch die mediale Öffentlichkeit bewegen kann. Bürgerbewegte Empörung? Irgendwie Fehlanzeige.
    Von Kahl bis Brokdorf und Wackersdorf war da mehr los, vor 30 Jahren.
    Ich möchte den Unterschied fast soziologisch-demografisch erklären. Die Generation von "damals" hat ihr Feindbild, und braucht jetzt kein zweites. Die zivilen Gehorsamsverweigerer von einst sind durch die Instanzen marschiert, und oben angekommen. Und dabei älter und träger geworden. Die Demografie: es waren starke Jahrgänge, die sich ihren Weg freiboxten. Ein bischen Ideologie war dabei durchaus hilfreich. Und - es hat ja geklappt.
    Heute? Ein systemverweigerndes Potential ist unter der heutigen Studentenschaftwenig erkennbar. Alle karrierefixiert.......... für die pillen- und Wendeknickgezeichneten Jahrgänge der Studenten von heute ist das ja durchaus realistisch. Sie werden schon überwiegend von den etablierten Strukturen absorbiert werden.
    Mit dieser Voraussetzung ist der nüchtene Blick auf die Gefahren von "1000 Tonnen Reaktorabbrand" gegenüber "einer Million Tonnen" CO2 (oder mehr.......die deutsche Emmissionsstatistik erlaubt da noch einige Nullen.....) -eben gegenstandslos.
    Für die Empörung fehlt die kritische Masse. Und, wenn es die geben sollte, dann käme vielleicht die reine Lehre des Atomausstieges ins Wanken? Nein....... da nehmen wir doch lieber etwas die Glut aus dem Feuer.
    Im Gegensatz zu den Parteioberen bei SPD ud Grünen traut sich Greenpeace den Zweifrontenkrieg zu, gegen Atom und Sequestrierung. Das könnte man fast schon anerkennen. Zumindest legen die da keinen Opportunismus an den Tag.

    • otto_B
    • 11.03.2009 um 21:29 Uhr

    Sie sprechen mir aus der Seele.
    Das Ereignis steht (wie auch andere) für die selektive Wahrnehmung der westlichen Öffentlichkeit.
    Ich frage mich die ganze Zeit schon, wieso sich die "grüne Kohle" mit kaum wahrnehmbaren Echos durch die mediale Öffentlichkeit bewegen kann. Bürgerbewegte Empörung? Irgendwie Fehlanzeige.
    Von Kahl bis Brokdorf und Wackersdorf war da mehr los, vor 30 Jahren.
    Ich möchte den Unterschied fast soziologisch-demografisch erklären. Die Generation von "damals" hat ihr Feindbild, und braucht jetzt kein zweites. Die zivilen Gehorsamsverweigerer von einst sind durch die Instanzen marschiert, und oben angekommen. Und dabei älter und träger geworden. Die Demografie: es waren starke Jahrgänge, die sich ihren Weg freiboxten. Ein bischen Ideologie war dabei durchaus hilfreich. Und - es hat ja geklappt.
    Heute? Ein systemverweigerndes Potential ist unter der heutigen Studentenschaftwenig erkennbar. Alle karrierefixiert.......... für die pillen- und Wendeknickgezeichneten Jahrgänge der Studenten von heute ist das ja durchaus realistisch. Sie werden schon überwiegend von den etablierten Strukturen absorbiert werden.
    Mit dieser Voraussetzung ist der nüchtene Blick auf die Gefahren von "1000 Tonnen Reaktorabbrand" gegenüber "einer Million Tonnen" CO2 (oder mehr.......die deutsche Emmissionsstatistik erlaubt da noch einige Nullen.....) -eben gegenstandslos.
    Für die Empörung fehlt die kritische Masse. Und, wenn es die geben sollte, dann käme vielleicht die reine Lehre des Atomausstieges ins Wanken? Nein....... da nehmen wir doch lieber etwas die Glut aus dem Feuer.
    Im Gegensatz zu den Parteioberen bei SPD ud Grünen traut sich Greenpeace den Zweifrontenkrieg zu, gegen Atom und Sequestrierung. Das könnte man fast schon anerkennen. Zumindest legen die da keinen Opportunismus an den Tag.

    Antwort auf "CO2 tötet"
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    Ich studiere in der Lausitz und bekomme hautnah mit, wie sich das potentielle Feindbild der CCS-Gegner in der Öffentlichkeit verhält. Vattenfall sponsert hier ein Vereinsfest und dort eine Ausstellung und kann sich dem Zuspruch der Bevölkerung gewiss sein. Hier gibt es immer noch viele Leute, die sich der Braunkohle emotional verbunden fühlen und darauf kann der Konzern wunderbar aufbauen.

    Der Unterschied zur Zeit der Anti-Atomkraftbewegung ist also, dass mit der Energieerzeugung aus (Braun-)kohle eine Technik zur Debatte steht, die sich über viele Jahrzehnte bewährt hat und deshalb in den Köpfen der Menschen verankert ist. Ohne CCS hat die Braunkohle keine Zukunft, zu viele Argumente sprechen gegen sie. Wie vor diesem Hintergrund eine progressive gesellschaftliche Debatte über CCS und die Zukunft der Braunkohleverstromung entstehen soll, bleibt fraglich. Die Leute werden sich hüten, die Hand in Frage zu stellen, die sie angeblich ernährt.

    Ich studiere in der Lausitz und bekomme hautnah mit, wie sich das potentielle Feindbild der CCS-Gegner in der Öffentlichkeit verhält. Vattenfall sponsert hier ein Vereinsfest und dort eine Ausstellung und kann sich dem Zuspruch der Bevölkerung gewiss sein. Hier gibt es immer noch viele Leute, die sich der Braunkohle emotional verbunden fühlen und darauf kann der Konzern wunderbar aufbauen.

    Der Unterschied zur Zeit der Anti-Atomkraftbewegung ist also, dass mit der Energieerzeugung aus (Braun-)kohle eine Technik zur Debatte steht, die sich über viele Jahrzehnte bewährt hat und deshalb in den Köpfen der Menschen verankert ist. Ohne CCS hat die Braunkohle keine Zukunft, zu viele Argumente sprechen gegen sie. Wie vor diesem Hintergrund eine progressive gesellschaftliche Debatte über CCS und die Zukunft der Braunkohleverstromung entstehen soll, bleibt fraglich. Die Leute werden sich hüten, die Hand in Frage zu stellen, die sie angeblich ernährt.

  1. Ich bin sehr für Forschung in diesem Bereich, und das auch mit erklecklichen Summen. CO2 verpressen leuchtet mir allerdings auch nicht recht ein - warum kann man es nicht mittels Bakterien wieder zerlegen?

  2. Es ist Unfug hier in unseren Breitengraden z.B. auf Solarzellen zu setzen viel mehr könnte man Projekte in diesem Bereich in Afrika und um den Äquator fördern. Nicts desto trotz gibt es auch hier mehr Möglichkeiten als die ordinären Windräder. Wasser fließt z.b immer oder aber Thermalenergie...und und und ...warum Milliarden den Strommonopolisten in den pardon Hintern schieben die uns eh schon schröpfen wo sie können. Es herrscht kein fairer Wettbewerb und die Regierung wird das auch in Zukunft nicht schaffen die einzige Möglichkeit für faire Preise und den Klimaschutz wären die Verstaatlichung!!!

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    Vor wenigen Wochen hätte ich Ihnen vermutlich noch kommentarlos zugestimmt. Doch dann las ich im Informationsdienst Wissenschaft eine
    Pressemitteilung vom 14.01.2009
    Weltrekord:
    Bei 454-facher Sonnenlichtkonzentration erreichten Freiburger Forscher den Weltrekord von 41,1% 41,1% Wirkungsgrad für Mehrfachsolarzellen am Fraunhofer ISE

    Karin Schneider, Presse und Public Relations
    http://idw-online.de/page...
    Das macht wirklich Lust auf mehr Forschung. Schade , dass einschlägige Medien darüber so wenig berichten und wenn, dann sehr verzögert.

    Vor wenigen Wochen hätte ich Ihnen vermutlich noch kommentarlos zugestimmt. Doch dann las ich im Informationsdienst Wissenschaft eine
    Pressemitteilung vom 14.01.2009
    Weltrekord:
    Bei 454-facher Sonnenlichtkonzentration erreichten Freiburger Forscher den Weltrekord von 41,1% 41,1% Wirkungsgrad für Mehrfachsolarzellen am Fraunhofer ISE

    Karin Schneider, Presse und Public Relations
    http://idw-online.de/page...
    Das macht wirklich Lust auf mehr Forschung. Schade , dass einschlägige Medien darüber so wenig berichten und wenn, dann sehr verzögert.

  3. Ich studiere in der Lausitz und bekomme hautnah mit, wie sich das potentielle Feindbild der CCS-Gegner in der Öffentlichkeit verhält. Vattenfall sponsert hier ein Vereinsfest und dort eine Ausstellung und kann sich dem Zuspruch der Bevölkerung gewiss sein. Hier gibt es immer noch viele Leute, die sich der Braunkohle emotional verbunden fühlen und darauf kann der Konzern wunderbar aufbauen.

    Der Unterschied zur Zeit der Anti-Atomkraftbewegung ist also, dass mit der Energieerzeugung aus (Braun-)kohle eine Technik zur Debatte steht, die sich über viele Jahrzehnte bewährt hat und deshalb in den Köpfen der Menschen verankert ist. Ohne CCS hat die Braunkohle keine Zukunft, zu viele Argumente sprechen gegen sie. Wie vor diesem Hintergrund eine progressive gesellschaftliche Debatte über CCS und die Zukunft der Braunkohleverstromung entstehen soll, bleibt fraglich. Die Leute werden sich hüten, die Hand in Frage zu stellen, die sie angeblich ernährt.

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    • otto_B
    • 12.03.2009 um 10:42 Uhr

    Da hätten wir es doch.
    Der satte, fette Westen. Die 70er, 80er jahre. Die "neuen sozialen Bewegungen" ........... Die Nutella kommt aus dem Supermarkt, der Strom aus der Steckdose, das Benzin aus dem Zapfhahn, das Geld aus dem Automaten, die Jobs (für die linksliberale Akademikerkaste) von einer unendlich zahlungsfähigen öffentlichen Hand....... Da ist das mit dem "Anfüttern" der Leute eben schiefgegangen.
    Und heute sieht es ein bischen anders aus, speziell in der Lausitz. Aber nur dort?
    Wenn ich das mal zum Besten geben darf. Ich mach seit ein paar Jahren immer mal Station im Wendland (natürlich nicht zu Castor&Co. Mich reizt das elbslawische Erbe und die Landschaft.). Dem was da seit 30 Jahren gewachsen ist, würd ich durchaus Kategorien eine Folklore zuschreiben. Und bei Leuten der "Szene", im vorgerückten Alter, haben sich gewisse wirtschaftliche Strukturen etabliert. Z.B. Fremdenverkehr. Aber es kommen auch resignative Töne durch. Die Strukturen reichen kaum für eine nächste Generation. Also Abwanderung der Jugend. Das ist jetzt keine Statistik, sondern beruht auf Stimmen-Splittern. Aber der Eindruck bleibt. Auch wenn man die Elbe-Jetzel-Zeitung aufschlägt (die "Wendland-Prawda" aus besseren Zeiten), dann kommt ein Bild rüber, was einem aus dem Osten bekannt vorkommt. Lamentieren über Wohnungsleerstand, und so weiter.
    Na schaun wir mal.
    Ob sich die großen Löcher der Kohlengruben weiter durchs Land fressen. Ob mit oder ohne CCS. Wie der Strom in die Steckdose kommt, und das Geld in den Automaten......

    • otto_B
    • 12.03.2009 um 10:42 Uhr

    Da hätten wir es doch.
    Der satte, fette Westen. Die 70er, 80er jahre. Die "neuen sozialen Bewegungen" ........... Die Nutella kommt aus dem Supermarkt, der Strom aus der Steckdose, das Benzin aus dem Zapfhahn, das Geld aus dem Automaten, die Jobs (für die linksliberale Akademikerkaste) von einer unendlich zahlungsfähigen öffentlichen Hand....... Da ist das mit dem "Anfüttern" der Leute eben schiefgegangen.
    Und heute sieht es ein bischen anders aus, speziell in der Lausitz. Aber nur dort?
    Wenn ich das mal zum Besten geben darf. Ich mach seit ein paar Jahren immer mal Station im Wendland (natürlich nicht zu Castor&Co. Mich reizt das elbslawische Erbe und die Landschaft.). Dem was da seit 30 Jahren gewachsen ist, würd ich durchaus Kategorien eine Folklore zuschreiben. Und bei Leuten der "Szene", im vorgerückten Alter, haben sich gewisse wirtschaftliche Strukturen etabliert. Z.B. Fremdenverkehr. Aber es kommen auch resignative Töne durch. Die Strukturen reichen kaum für eine nächste Generation. Also Abwanderung der Jugend. Das ist jetzt keine Statistik, sondern beruht auf Stimmen-Splittern. Aber der Eindruck bleibt. Auch wenn man die Elbe-Jetzel-Zeitung aufschlägt (die "Wendland-Prawda" aus besseren Zeiten), dann kommt ein Bild rüber, was einem aus dem Osten bekannt vorkommt. Lamentieren über Wohnungsleerstand, und so weiter.
    Na schaun wir mal.
    Ob sich die großen Löcher der Kohlengruben weiter durchs Land fressen. Ob mit oder ohne CCS. Wie der Strom in die Steckdose kommt, und das Geld in den Automaten......

    • otto_B
    • 12.03.2009 um 10:42 Uhr

    Da hätten wir es doch.
    Der satte, fette Westen. Die 70er, 80er jahre. Die "neuen sozialen Bewegungen" ........... Die Nutella kommt aus dem Supermarkt, der Strom aus der Steckdose, das Benzin aus dem Zapfhahn, das Geld aus dem Automaten, die Jobs (für die linksliberale Akademikerkaste) von einer unendlich zahlungsfähigen öffentlichen Hand....... Da ist das mit dem "Anfüttern" der Leute eben schiefgegangen.
    Und heute sieht es ein bischen anders aus, speziell in der Lausitz. Aber nur dort?
    Wenn ich das mal zum Besten geben darf. Ich mach seit ein paar Jahren immer mal Station im Wendland (natürlich nicht zu Castor&Co. Mich reizt das elbslawische Erbe und die Landschaft.). Dem was da seit 30 Jahren gewachsen ist, würd ich durchaus Kategorien eine Folklore zuschreiben. Und bei Leuten der "Szene", im vorgerückten Alter, haben sich gewisse wirtschaftliche Strukturen etabliert. Z.B. Fremdenverkehr. Aber es kommen auch resignative Töne durch. Die Strukturen reichen kaum für eine nächste Generation. Also Abwanderung der Jugend. Das ist jetzt keine Statistik, sondern beruht auf Stimmen-Splittern. Aber der Eindruck bleibt. Auch wenn man die Elbe-Jetzel-Zeitung aufschlägt (die "Wendland-Prawda" aus besseren Zeiten), dann kommt ein Bild rüber, was einem aus dem Osten bekannt vorkommt. Lamentieren über Wohnungsleerstand, und so weiter.
    Na schaun wir mal.
    Ob sich die großen Löcher der Kohlengruben weiter durchs Land fressen. Ob mit oder ohne CCS. Wie der Strom in die Steckdose kommt, und das Geld in den Automaten......

    Antwort auf "Feindbild fehlt?"
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    wie wärs mit dem Main ? Ein Teil mit dem ich grosgeworden bin und wo ich mich ernsthaft fragte ob es 10 cm oder 10 meter tief ist, so von der Transparenz her, mit 16 jahren gingen wir im Ernst schnüffeln am Auslass der Farbwerke und wo es gute Lösungsmittel gab. Heute weiss ich, es ist nicht direkt so tief.

    wie wärs mit dem Main ? Ein Teil mit dem ich grosgeworden bin und wo ich mich ernsthaft fragte ob es 10 cm oder 10 meter tief ist, so von der Transparenz her, mit 16 jahren gingen wir im Ernst schnüffeln am Auslass der Farbwerke und wo es gute Lösungsmittel gab. Heute weiss ich, es ist nicht direkt so tief.

  4. Ich zweifel ernsthaft, dass Gas, das mit Aufwand und viel Druck unter die Erde gepresst wird, dort auch bleiben wird..

  5. Vor wenigen Wochen hätte ich Ihnen vermutlich noch kommentarlos zugestimmt. Doch dann las ich im Informationsdienst Wissenschaft eine
    Pressemitteilung vom 14.01.2009
    Weltrekord:
    Bei 454-facher Sonnenlichtkonzentration erreichten Freiburger Forscher den Weltrekord von 41,1% 41,1% Wirkungsgrad für Mehrfachsolarzellen am Fraunhofer ISE

    Karin Schneider, Presse und Public Relations
    http://idw-online.de/page...
    Das macht wirklich Lust auf mehr Forschung. Schade , dass einschlägige Medien darüber so wenig berichten und wenn, dann sehr verzögert.

    Antwort auf "Erneuerbare Energien"

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