SPD Clement rechnet mit Müntefering ab
Ex-Wirtschaftsminister Clement geht mit seinem alten Weggefährten Müntefering hart ins Gericht. Dieser sei machtgierig und müsse sich klarer von der Linkspartei abgrenzen

© Patrik Stollarz/Getty Images
Clement: Abrechnung per Buch
Es sind massive Vorwürfe, die der aus der SPD ausgetretene frühere Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement dem SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering macht. Dieser füge seiner Partei schweren Schaden zu, so Clement in seinem Buch Klartext. Damit Deutschland wieder in Fahrt kommt , aus dem die Bild- Zeitung vorab Auszüge veröffentlicht.
Demnach schreibt Clement, er sei im November aus der SPD "auch deshalb ausgeschieden, weil die Parteiführung keinen klaren Trennungsstrich zur PDS/Die Linke zieht - obgleich deren Stasi-Verstrickung offenkundig ist". Clement bezweifelt, dass für Müntefering ein Bündnis zwischen SPD und Linkspartei wirklich ausgeschlossen ist, und wirft ihm "Gier auf Macht" vor.
Müntefering ruft nach den Worten Clements "ausdrücklich dazu auf, in allen deutschen Landen Koalitionen mit Oskar Lafontaines 'Linken' einzugehen, wenn dadurch ein Sozialdemokrat ins Amt des Ministerpräsidenten gebracht wird".
Weiter heißt es laut Bild in dem Buch: "Aber ist Macht wirklich alles? Rechtfertigt das Streben nach Macht wirklich das Zusammengehen mit einer Kaderpartei, die Stasi-Spitzel in ein demokratisches Parlament entsendet? Es ist ein schwerer Schaden, den Franz Müntefering seiner Partei zufügt. Der von ihm eingeschlagene Weg der Bündnispolitik mit der PDS/Die Linke ist schrecklich falsch."
Es gebe nicht nur die Gier nach Geld, sondern auch die Gier nach Macht. Die SPD müsse Acht geben, "dass sie nicht generell in den fatalen Geruch gerät, ihr sei heute die Macht wichtiger als die Werte, denen sie sich verschworen hat".
- Datum 09.03.2009 - 10:10 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 63
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Gerade Clement muss sich darüber aufregen, dass die SPD machtgierig ist?! Was hat er denn demonstriert bevor er letztendlich aus der Partei ausgetreten ist? Und ist Machtgier in der Wirtschaft nicht dasselbe wie in der Politik? Jetzt hat er einen wirtschaftlichen Rechtsruck vollzogen, regt sich über die Linken auf und macht einen auf Moralapostel?
Wes' Geld ich krieg, des' Lied ich sing ......
Gruß, Bernd
*** Money helps the body to survive, but friends are needed to make the soul survive ***
Der Herr WC will doch gar nicht die Macht!
Das Geld reicht ihm völlig.
Der Herr WC will doch gar nicht die Macht!
Das Geld reicht ihm völlig.
Ich denke, über Clement braucht man eigentlich nicht mehr reden, wenn er sich zur SPD äussert. Ich leg das ab unter "Einzelmeinung eines Verbitterten"
Der Herr WC will doch gar nicht die Macht!
Das Geld reicht ihm völlig.
Wenn ein so machtgeiler und Karrieregeiler Lobbyist wie Clement Müntefering hart kritisiert ist das ein großes Lob für Müntefering...
(entfernt. Bitte verzichten Sie auf Geschmacklosigkeiten dieser Art. Die Redaktion/jk)
Was für eine Sprache! Das wird so gewiss nicht lange hier stehen bleiben!
Aber bei Herrn WC fällt mir immer Georg Schramm ein:
Interessensverbände machen die Politik. Die ziehen die Fäden, an denen politische Hampelmänner hängen, die uns auf der Bühne der Berliner Puppenkiste Demokratie vorspielen. Diese Politfiguren dürfen dann in den öffentlich-rechtlichen Bedürfnisanstalten bei den Klofrauen Christiansen und Illner ihre Sprechblasen entleeren. Und wenn bei der intellektuellen Notdurft noch was nachtröpfelt, dann können sie sich bei Beckmann und Kerner an der emotionalen Pissrinne unter das Volk mischen.
Was für eine Sprache! Das wird so gewiss nicht lange hier stehen bleiben!
Aber bei Herrn WC fällt mir immer Georg Schramm ein:
Interessensverbände machen die Politik. Die ziehen die Fäden, an denen politische Hampelmänner hängen, die uns auf der Bühne der Berliner Puppenkiste Demokratie vorspielen. Diese Politfiguren dürfen dann in den öffentlich-rechtlichen Bedürfnisanstalten bei den Klofrauen Christiansen und Illner ihre Sprechblasen entleeren. Und wenn bei der intellektuellen Notdurft noch was nachtröpfelt, dann können sie sich bei Beckmann und Kerner an der emotionalen Pissrinne unter das Volk mischen.
Ein Mann mit der Kompetenz und der moralischen Integrität eines Wolfgang Clement wäre in der DDR für höchste Funktionen im Politbüro der SED prädesteniert gewesen. Heute, im zwanzigsten Jahr der Einheit, erleben wir gerade den moralischen und tatsächlichen Bankrott der hochgelobten 'Sozialen Marktwirtschaft'. Die politische Kaste zeigt sich in bester Aparatschik-Manier unwillig und unfähig, die Realität im Lande überhaupt noch zu wahrzunehmen. Nicht wenige unserer selbstgewissen Wirtschaftslenker wären heute lieber Kombinatsleiter in einem VEB. Menschen wie Clement mag da die Stasi noch einmal helfen, ihr eigenes Ego etwas aufzupeppeln. Bei objektiver Betrachtung von Vergangenheit und Gegenwart werden jedoch zunehmend Parallelen erkennbar. Ich bin sicher, eines schönen Tages wird uns auch Herr Schäuble sagen: "Aber ich liebe euch doch alle!"
(Anmerkung: Bitte versuchen Sie, etwas weniger polemisch zu argumentieren. Die Redaktion/jk)
Die Herren Clement und Schäuble in irgendeinen Zusammenhang zu bringen mit Sozialismus ist unverantwortlich. Ich kann mich nur Herrn Westerwelle anschließen und gegen Sozialismus und ich füge hinzu seine Randerscheinungen Kommunismus und Nationalsozialismus aufrufen.
Die Herren Clement und Schäuble in irgendeinen Zusammenhang zu bringen mit Sozialismus ist unverantwortlich. Ich kann mich nur Herrn Westerwelle anschließen und gegen Sozialismus und ich füge hinzu seine Randerscheinungen Kommunismus und Nationalsozialismus aufrufen.
die Werte, denen sie sich verschworen hat
Das wollte ich schon seit langem wissen!
Bargeld wohl nicht? Lieber Ein dicker Posten? (Dann kommt das Bargeld von ganz allein?)
Was für eine Sprache! Das wird so gewiss nicht lange hier stehen bleiben!
Aber bei Herrn WC fällt mir immer Georg Schramm ein:
Interessensverbände machen die Politik. Die ziehen die Fäden, an denen politische Hampelmänner hängen, die uns auf der Bühne der Berliner Puppenkiste Demokratie vorspielen. Diese Politfiguren dürfen dann in den öffentlich-rechtlichen Bedürfnisanstalten bei den Klofrauen Christiansen und Illner ihre Sprechblasen entleeren. Und wenn bei der intellektuellen Notdurft noch was nachtröpfelt, dann können sie sich bei Beckmann und Kerner an der emotionalen Pissrinne unter das Volk mischen.
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