Geldpolitik Keine Angst vor Inflation!
Die EZB senkt die Zinsen, die Bundesregierung beschwört die Gefahr einer Teuerung. Doch die Warnung vor steigenden Preisen entbehrt jeder Grundlage

© Dominique Faget/AFP/Getty Images
Harte oder weiche Währung? Euro-Symbol und Passanten vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt
Die Notenpressen laufen heiß. In den USA liegen die Zinsen bereits bei nahezu null Prozent, in Großbritannien ebenfalls, und auch die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren Leitzins gerade auf einen historischen Tiefstand gesenkt. Das ist noch nicht alles. Weil bei null Schluss ist, testen die Notenbanken unkonventionelle Mittel gegen die Krise. Die Bank of England hat angekündigt, Staatsanleihen aufzukaufen, die Federal Reserve in den USA versorgt Unternehmen und Konsumenten direkt mit Kredit, und auch die EZB denkt über solche Maßnahmen nach.
So manchem in der Politik wird das zu viel. Gerade die deutschen Parteien haben das Thema Inflation entdeckt. Die drohe, weil zu viel Geld gedruckt werde, so warnen Finanzminister Peer Steinbrück und die Kanzlerin unisono. Doch derlei Ängste entbehren jeglicher ökonomischen Grundlage. Die Inflation wird nicht kommen – es sei denn, man führt sie bewusst herbei.
Gewiss, die Menge des von der Zentralbank gedruckten Geldes steigt. Aber das ist derzeit völlig ungefährlich. Denn ganz akut droht das Gegenteil einer Inflation: eine Deflation.
In einer Deflation fallen die Preise. Das ist gefährlich, denn es steigt dabei die Last der Schulden, und die Firmen investieren nicht mehr. Die EZB, die sonst keine Gelegenheit auslässt, auf die Gefahr einer zu hohen Teuerung hinzuweisen, erwartet, dass die Preise in Deutschland schon im Sommer zu sinken beginnen. Deshalb gehen die Währungshüter jetzt bis zum Äußersten. Sie wollen eine Abwärtsspirale verhindern. Ihr zusätzliches Geld finanziert keinen künstlichen Boom – es verhindert den totalen Absturz.
Es ist im Übrigen schon allein deshalb mehr Zentralbankgeld im Umlauf, weil die Banken so kaputt sind, dass die Währungshüter die Wirtschaft mit Liquidität versorgen müssen. Die Notenbank ersetzt die funktionsunfähigen Geschäftsbanken. Die Zentralbankgeldmenge alleine sagt nur wenig über drohende Preissteigerungen aus.
Nun weckt die Tatsache, dass die Zentralbanken Geld drucken, um dem Staat zu helfen – denn genau das passiert, wenn eine Notenbank Staatsanleihen aufkauft –, gerade in Deutschland ungute Erinnerungen. Denn genau so hat sich die Reichsbank in den zwanziger Jahren verhalten und damit die Hyperinflation ausgelöst. Die Zentralbank druckte Geld, das die Regierung ausgab. So hat man damals Deutschland ruiniert. Deshalb sind moderne Notenbanken unabhängig und dem Einfluss der Politik entzogen.
- Datum 07.05.2009 - 08:30 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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"mit Preissteigerungen um die fünf Prozent kann die Wirtschaft gut leben"
Mag ja sein. Aber fragen sie mal die Leute, die heute schon am Existenzminimum rumkraxeln, wie die damit leben könen.
Irgendwie erinnert mich das Inflation-Deflation-Gezanke ein bisschen an Gerhard Polt. Mag ja sein, dass wir erst ein bisschen deflationieren, spätestens wenn die Krise "durch" ist und der Ölpreis raufsemmelt, wird es Inflation geben. Man die Geldmenge ja auch nicht einfach so verringern, wenn's mal besser läuft.
Ich bin ja auch dafür, daß man Wirtschaft leicht verständlich darstellt. Aber muß das wirklich so klingen, als ob Grobi dem Erni die Welt erklärt?
Wir sind hier doch nicht im Kinderkanal; die Zentralbank druckt nicht auf Teufel komm raus neue Geldscheine! Etwas weniger schief darf die Darstellung gern sein - sonst glauben das noch einige ...
Keine Angst vor der Inflation! .... In der Krise die Notenpresse anzuwerfen ist keine Teufelei, sondern moderne Wirtschaftspolitik...Eine gefährliche Inflation entsteht erst, wenn die Zentralbanken den Geldhahn nicht rechtzeitig zudrehen, sobald die Wirtschaft wieder anspringt und die Banken selbst wieder Geld verleihen...
Welch Aussagen und so selbsterklärend! So funktioniert das ganze also, jetzt bin ich auf dem Laufenden. Lieber Autor, hier fehlt es mir an an mehr Tiefgang
Keine Angst vor der Inflation! .... In der Krise die Notenpresse anzuwerfen ist keine Teufelei, sondern moderne Wirtschaftspolitik...Eine gefährliche Inflation entsteht erst, wenn die Zentralbanken den Geldhahn nicht rechtzeitig zudrehen, sobald die Wirtschaft wieder anspringt und die Banken selbst wieder Geld verleihen...
Welch Aussagen und so selbsterklärend! So funktioniert das ganze also, jetzt bin ich auf dem Laufenden. Lieber Autor, hier fehlt es mir an an mehr Tiefgang
Keine Angst vor der Inflation! .... In der Krise die Notenpresse anzuwerfen ist keine Teufelei, sondern moderne Wirtschaftspolitik...Eine gefährliche Inflation entsteht erst, wenn die Zentralbanken den Geldhahn nicht rechtzeitig zudrehen, sobald die Wirtschaft wieder anspringt und die Banken selbst wieder Geld verleihen...
Welch Aussagen und so selbsterklärend! So funktioniert das ganze also, jetzt bin ich auf dem Laufenden. Lieber Autor, hier fehlt es mir an an mehr Tiefgang
aber das scheint mir die richtige Art zu sein, wie man unseren Politikern an entscheidenden Schaltstellen die notwendigen Maßnahmen zur Krisenbewältigung beizubringen hat. Denn versucht man einmal im persönlichen Gespräch, deren Meinungen über die Ursachen bzw. die Wirkungsmechanismen dieser Krise zu hinterfragen, stößt man auf Äußerugen, deren Weisheit über die tägliche Lektüre von Bild und eventuell ein paar halbgewalkten Spiegel-Kommentaren nicht hinausgehen. Differenzierende Erläuterungen mit etwas volkswirtschaftlichem Background und Vokabular wirken da eher kontraproduktiv, da sie entweder nicht verstanden oder mit dem Hinweis auf die Einflüsterungen einiger studierter Scharlatane abgebürstet werden, die aus der Richtung Bundesfinanzministerium und Bundeskanzleramt kommen dürften.
aber das scheint mir die richtige Art zu sein, wie man unseren Politikern an entscheidenden Schaltstellen die notwendigen Maßnahmen zur Krisenbewältigung beizubringen hat. Denn versucht man einmal im persönlichen Gespräch, deren Meinungen über die Ursachen bzw. die Wirkungsmechanismen dieser Krise zu hinterfragen, stößt man auf Äußerugen, deren Weisheit über die tägliche Lektüre von Bild und eventuell ein paar halbgewalkten Spiegel-Kommentaren nicht hinausgehen. Differenzierende Erläuterungen mit etwas volkswirtschaftlichem Background und Vokabular wirken da eher kontraproduktiv, da sie entweder nicht verstanden oder mit dem Hinweis auf die Einflüsterungen einiger studierter Scharlatane abgebürstet werden, die aus der Richtung Bundesfinanzministerium und Bundeskanzleramt kommen dürften.
Warum nur hat manm im Januar nicht schon
die Mehrwertsteuer für alle Autokäufe drastisch gekürzt?
Der Kauf eines Daimler, Audi, Porsche hätte der deutschen Wirtschaft
(Autozulieferer Stahl, Chemie, Maschinenbau),
weit mehr genutzt als der eines japanischen Toyota oder eines in Rumänien genauten Franzosen.
Aber da stand und steht sich die Regierung selbst im Weg.
Sie kann einfach nicht über ihren Schatten springen.
Konjunktur, Umwelt, Soziales, Bildung für alles sollte das Konjunkturpaket nützlich sein.
Ist es aber kaum. Die Wirtschaft rutscht in die Rezession, während vieles im Konjunkturpaket erst kurz vor der Wahl anläuft und dann auch noch in die falsche Richtung geht.
Nicht die Bauwirtschaft krankt, sondern die Automobilbranche und damit der Stahl, die Chemie, die Maschinennbauer, die Logistik et. cet.
So kommt zwar kein Sozialneid auf, eine generelle Mehrwertsteuersenkung hätte sich beim Kauf eines Porsche viel drastischer bemerkbar gemacht als beim Kauf eines Fiat 500,
aber vielen Arbeitslosen schmerzen demnächst beim Anstehen auf dem Arbeitsamt die Beine.
Man sollte die Politiker verpflichten, sich da mit in die Reihe zu stellen.
Denn die haben bei weitem nicht alles getan, was man hätte tun können.
"In der Krise die Notenpresse anzuwerfen ist keine Teufelei, sondern moderne Wirtschaftspolitik!"
.. nan na da bin ichmir nicht so sicher und wie hier mitdem Geld "zukünftiger Generationen " umgegangen wird ,auch nicht ..
1. diemomentan kommende Deflation beruht meiner Meinung nach darauf, das diese "vergangene imens grosse Wirtschaftsleistung, jetzt erst einmal ihre gesamten Über/kapazitäten abbauen muss und da dies nicht so einfachmöglich ist, da viele Menschen Komsumvorsichtig und Zukunftsdenkend eher ans eigene Portemonnaie dies Geld zurückhalten,, logisch oder?.
etliche ....Monate später dann werden auf Grund von grossen Zusammenbrüchen ganzer Industrien und anderer Arbeitsplätze und der daher kommenden sozialen Kosten an die Allgemeinheit die Mittel des Staates immer knapper ....und dannkommtdeiInflation ..unausweichlich ..
denn es iegt viel am System un den Schulden dei der Staat niemals loswerden wirder wird nur noch für die Zinsen dieser Schuld aufkommen und sich daran dei Zähne ausbeissen .. dann folgt die Währungsreform!!m.M..
Ich empfehle allen die Dokumentation "Vom Geist des Geldes".
Zitat:
Geld macht sexy. Geld bedeutet Macht. Doch der UN-Sonderberichterstatter Jean Ziegler warnt: "Unsere Demokratie ist tödlich bedroht.!". 3.000 Jahre nach seiner Erfindung zeigt das Geld sein wahres Gesicht: Unvorstellbare Geldmengen in den Händen einiger weniger bestimmen unser aller Leben. Es ist höchste Zeit, diese Entwicklung zu stoppen! Internationale Experten erklären Hintergründe, um den Blick auf unser Zahlungsmittel zu schärfen und Lösungen für die Zukunft aufzuzeigen.
Wirklich sehr empfehlenswert:
http://video.google.com/v...
Oder: http://www.amazon.de/Geis...
Viel Einsicht wünscht Frank
Behalte den Käse mal lieber für dich
(Anmerkung: Bitte gehen Sie respektvoll mit anderen Usern um. Die Redaktion/jk)
Behalte den Käse mal lieber für dich
(Anmerkung: Bitte gehen Sie respektvoll mit anderen Usern um. Die Redaktion/jk)
vor Allem deswegen, weil es in allernächster Zeit (2 bis 3 Jahre) herauskommen wird, wer Recht hatte.
Solche Märchen, wie hier erzählt - die abzuspeichern lohnt jedoch nicht.
Sorge bereiten sollte, dass jedes "Konjunkturprogramm" eigentlich fast nur auf importierte Güter zielt, das erhöht zwangsläufig die Staatsdefizite.
Immerhin: Solange für das Geld aus diesen Konjunkturprogrammen tatsächlich Waren geliefert werden, ist es ein gutes Zeichen - noch sind wir kreditwürdig.
Und natürlich (als Lehre aus dem Artikel):
Wer sich jetzt (bzw. bald) nicht langfristig (z.B. auf Basis von Immobilien) zu günstigen Zinsen verschuldet, ist selbst schuld.
Denn demnächst werden die Preise (ALLE, vor Allem die der Rohstoffe und daran hängen zwangsläufig alle weiteren Produkte!) steigen. Auch die der Immobilien.
Jeden Falls steigen die Zinsen.
Aber das werden nicht Viele beherzigen - die Meisten wollen JETZT leben, konsumieren, urlauben ff, statt Hypotheken abzubezahlen.
Und hinterher laut jammern. Z.B. über die bösen Banken, die jetzt die Pleitegänger aufkaufen oder nur behalten und später wieder verkaufen. MIT Gewinn!! Typisch!
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