In der Krise "Lieber Gründern helfen als Opel stützen"
Die Ideen junger Unternehmer erneuern die Wirtschaft. Die Politik sollte sie fördern, statt Altindustrien zu retten, sagt Gründungsforscher Rolf Sternberg. Ein Interview
ZEIT ONLINE: Herr Sternberg, die Bundesregierung stützt die Banken, gibt Milliarden zur Stabilisierung der Konjunktur und debattiert über die Frage, ob Opel mit weiteren Milliarden geholfen werden soll. Wäre es nicht besser, mit dem Geld junge Unternehmen oder Firmengründer zu fördern?
Rolf Sternberg: Es wäre besser. Unternehmen werden häufiger in jungen Branchen gegründet als in alten Industrien, und junge Branchen haben ein höheres Wachstumspotenzial als etablierte Wirtschaftszweige. Damit ergibt eine Förderung der Jungen mehr Sinn als die Stabilisierung der Alten.
ZEIT ONLINE: Welche jungen Branchen sind denn besonders wachstumsstark?
Sternberg: Zum Beispiel die Biotechnologie oder bestimmte unternehmensorientierte Dienstleistungen, etwa Finanzierer. In der gegenwärtigen Krise klingt das vielleicht merkwürdig, aber gerade sie wird neuen Geschäftsideen Chancen eröffnen. Junge Unternehmen können davon profitieren.
ZEIT ONLINE: Inwiefern?
Sternberg: Sie sind flexibler als große Firmen. Weil sie sich noch nicht an ein bestimmtes Umfeld angepasst haben, fällt es ihnen leichter, auf Rahmenbedingungen zu reagieren, die sich drastisch ändern – so wie im Moment.
ZEIT ONLINE: Warum muss man sie dann noch politisch unterstützen?
Sternberg: Unternehmensgründer sind im Vergleich zu etablierten Unternehmen in einigen Dingen im Nachteil. Zum Beispiel haben sie ein schlechteres Standing, wenn sie bei einer Bank einen Kredit beantragen. Das gilt gerade in der gegenwärtigen Situation. Die Politik sollte das ausgleichen, wenn auch nur über eine begrenzte Zeit hinweg.
- Datum 12.03.2009 - 13:46 Uhr
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Und dann kommt natürlich das alte Lied über die Bürokratie, welche die Gründungsaufwendungen so hoch treibt. Das Lied ist alt, aber berechtigt: Garagengründungen gibt es hier nicht, darf es nicht geben - davor ist St. Bürokratius.
Wohlfeil, wer weiß das nicht. Aber tun wir etwas dagegen?
Zu den Branchen die besonders unterstützt werden sollen zählt Sternberg die Biotechnologie und Finanzierer. Ich finde das ist etwas dünn was er da aufzählt und die privaten Finanzierer - etwa Investmentbanker - kann er gleich wieder vergessen, bei dem Schaden den die angerichtet haben. Das können öffentliche Sparkassen viel besser. Biotech finde ich gut, die Sparte wird aber nicht den Automobilsektor ersetzen können.
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Neuer Begriff, alte Branche
Da die ältesten Anwendungen der Biotechnologie schon seit 5.000 Jahren bekannt sind (Herstellung von Brot, Wein und Bier durch alkoholische Gärung mit Hilfe von Hefe), muss die Biotechnologie als besonders alte Branche angesehen werden. Vermutlich meinte Sternberg das Teilgebiet Gentechnik. Leider haben wir in Deutschland aber mit Gentechnik ähnliche Probleme wie mit Atomkraft oder der Verbrennung fossiler Brennstoffe.
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Das amerikanische Hi-Tech Märchen
Zitat Steinberg : In Deutschland machen Hi-Tech-Firmen nur ein Prozent aller Gründungen aus. In den USA liegt der Wert höher.
Und warum haben die USA dann seit Jahrzehnten ein desaströses außenwirtschaftliches Ungleichgewicht ? Warum kauft keiner denen ihr Hi-Tech ?
Antwort: Weil es keiner braucht oder es doch nicht so Hi-Tech ist wir hier behauptet wird.
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Darum: Never change a running System
Wir sollten genau das machen, was wir am besten können und wo wir Weltmeister sind : Autos bauen, denn die werden immer gebraucht. Im Gegensatz zu Fahrzeugen aus vielen außereuropäischen Ländern, werden deutsche Fahrzeuge besonders ökologisch unter Schonung der Umwelt gefertigt. Man muss sich da nur mal die Fabriken in China ansehen. Ökologische Fertigung ist aber etwas teurer. Importierte Fahrzeuge sollten - auch um Wettbewerbsnachteile für unsere heimische Industrie zu vermeiden - nur nach ökologischen Kriterien nach Deutschland importiert werden dürfen. Globaler Umweltschutz muss verstärkt in den Fokus gerückt werden.
Am stärksten mit Hi-Tech vollgestopft sind deutsche Premium-Fahrzeuge. Dieses Hi-Tech kann leider kein angehender Bill Gates Junior in seiner Garage zusammenschrauben.
Bills Aufstieg und seines MS-Imperiums (unter Linuxern : Imperium des Bösen) begann auch nicht mit Hi-Tech sondern mit einem guten IBM-Vertrag. Open-Source wie z.B. Linux, das ist Hi-Tech. US-Banker bezeichnen Open-Source wie Linux etwas ungerecht mit Kommunismus. Verständlich, alle Menschen haben einen Nutzen davon, und keiner muss bezahlen.
Wachstum entsteht nicht daraus, dass man an alten Industrien festhält und diese künstlich am Leben hält. Wachstum ist immer dann entstanden, wenn neue Technologien entwickelt und diese zur Marktreife gebracht wurden.
Einen interessanten Artikel entnehme ich der Welt
Wie Opel von General Motors leergesaugt wird"
http://www.welt.de/motor/...
Der Autor möchte gern Opel von uns Steuerzahlern gerettet haben - aber aus genau den dort aufgezählten Gründen möchte ich das nicht.
(Die 3.300 Millionen Euro sind doch schon in Detroit, nur dass wir Steuerzahler es noch nicht wissen.)
In dieser Krise ist es unverantwortlich, unser Geld für Unternehmen zu verquackeln.
Investieren ja, subventionieren nein!
Oder anders:
Nicht Unternehmen, Menschen müssen wir helfen!
Worüber man also reden könnte:
Eine Neugründung, die die Opel-Teams mindestens kurzfristig zusammenhält und das Wissen für die anderen deutschen Auto-Firmen verfügbar macht.
Ach so:
Und dann danke ich natürlich unserem wackeren Freund Toronto, der uns mit unserer täglichen Dosis "Ewige Wahrheiten" versorgt hat.
Was täten wir ohne ihn! Ob er wohl eine solche Technologie fix-und-ferig in der tasche hat? Und hervorzaubert, wenn wir ihn alle recht nett bitten?
Worüber man also reden könnte:
Eine Neugründung, die die Opel-Teams mindestens kurzfristig zusammenhält und das Wissen für die anderen deutschen Auto-Firmen verfügbar macht.
Und wie wäre es, wenn der Staat sich beteiligt und das mit der Auflage, endlich umweltfreundliche Autos zu bauen? Ich bin mir sicher, die Pläne hierfür liegen bei allen Autobauern in den Schubladen.
Dann wäre Opel geholfen und neue Technologien kämen zum Zuge. Dass diese nicht fix und fertig sein können, weißt Du hoffentlich selbst. Aber nicht damit anzufangen, um sie irgendwann zur Marktreife zu bringen, wäre dumm.
Worüber man also reden könnte:
Eine Neugründung, die die Opel-Teams mindestens kurzfristig zusammenhält und das Wissen für die anderen deutschen Auto-Firmen verfügbar macht.
Und wie wäre es, wenn der Staat sich beteiligt und das mit der Auflage, endlich umweltfreundliche Autos zu bauen? Ich bin mir sicher, die Pläne hierfür liegen bei allen Autobauern in den Schubladen.
Dann wäre Opel geholfen und neue Technologien kämen zum Zuge. Dass diese nicht fix und fertig sein können, weißt Du hoffentlich selbst. Aber nicht damit anzufangen, um sie irgendwann zur Marktreife zu bringen, wäre dumm.
Worüber man also reden könnte:
Eine Neugründung, die die Opel-Teams mindestens kurzfristig zusammenhält und das Wissen für die anderen deutschen Auto-Firmen verfügbar macht.
Und wie wäre es, wenn der Staat sich beteiligt und das mit der Auflage, endlich umweltfreundliche Autos zu bauen? Ich bin mir sicher, die Pläne hierfür liegen bei allen Autobauern in den Schubladen.
Dann wäre Opel geholfen und neue Technologien kämen zum Zuge. Dass diese nicht fix und fertig sein können, weißt Du hoffentlich selbst. Aber nicht damit anzufangen, um sie irgendwann zur Marktreife zu bringen, wäre dumm.
"Und wie wäre es, wenn der Staat sich beteiligt und das mit der Auflage, endlich umweltfreundliche Autos zu bauen? Ich bin mir sicher, die Pläne hierfür liegen bei allen Autobauern in den Schubladen."
Und warum meinen Sie, werden die aus den Schubladen nicht hervorgeholt?
Besticht die Erdöl-Lobby alle Autokonzerne weltweit (außer Toyota)? Sind die vielleicht zu faul oder zu konservativ?
Wenn es Pläne für umweltfreundliche Autos geben sollte, dann existiert nur ein plausibler Grund, sie nicht zu verwirklichen: Sie sind (bisher) nicht profitabel. Die Herstellung nicht profitabler Öko-Prestigekarossen rettet Opel aber auch nicht mehr, schon gar nicht bei den derzeitigen Ölpreisen.
Langfristig wird's dann sicher auch eng für alle Hersteller von Luxuskarossen, denn nach der Krise steigt der Ölpreis mit Sicherheit wieder dahin, wo er schon war, und dann kauft auch kein vernünftig denkender Mensch mehr oberklassige Benzinsäufer. Da sind Überkapazitäten vorprogrammiert.
Was die Elektroautos angeht: Wo soll die Energie dafür herkommen? Super-Öko Windräder überall? Solardach? Dafür geht's leider nicht schnell genug mit dem Klimawandel... Also kaufen wir dann den Atomstrom aus Polen und Frankreich, die können ihren Müll sicher besser lagern als wir. Schönen Dank.
"Und wie wäre es, wenn der Staat sich beteiligt und das mit der Auflage, endlich umweltfreundliche Autos zu bauen? Ich bin mir sicher, die Pläne hierfür liegen bei allen Autobauern in den Schubladen."
Und warum meinen Sie, werden die aus den Schubladen nicht hervorgeholt?
Besticht die Erdöl-Lobby alle Autokonzerne weltweit (außer Toyota)? Sind die vielleicht zu faul oder zu konservativ?
Wenn es Pläne für umweltfreundliche Autos geben sollte, dann existiert nur ein plausibler Grund, sie nicht zu verwirklichen: Sie sind (bisher) nicht profitabel. Die Herstellung nicht profitabler Öko-Prestigekarossen rettet Opel aber auch nicht mehr, schon gar nicht bei den derzeitigen Ölpreisen.
Langfristig wird's dann sicher auch eng für alle Hersteller von Luxuskarossen, denn nach der Krise steigt der Ölpreis mit Sicherheit wieder dahin, wo er schon war, und dann kauft auch kein vernünftig denkender Mensch mehr oberklassige Benzinsäufer. Da sind Überkapazitäten vorprogrammiert.
Was die Elektroautos angeht: Wo soll die Energie dafür herkommen? Super-Öko Windräder überall? Solardach? Dafür geht's leider nicht schnell genug mit dem Klimawandel... Also kaufen wir dann den Atomstrom aus Polen und Frankreich, die können ihren Müll sicher besser lagern als wir. Schönen Dank.
"Und wie wäre es, wenn der Staat sich beteiligt und das mit der Auflage, endlich umweltfreundliche Autos zu bauen? Ich bin mir sicher, die Pläne hierfür liegen bei allen Autobauern in den Schubladen."
Und warum meinen Sie, werden die aus den Schubladen nicht hervorgeholt?
Besticht die Erdöl-Lobby alle Autokonzerne weltweit (außer Toyota)? Sind die vielleicht zu faul oder zu konservativ?
Wenn es Pläne für umweltfreundliche Autos geben sollte, dann existiert nur ein plausibler Grund, sie nicht zu verwirklichen: Sie sind (bisher) nicht profitabel. Die Herstellung nicht profitabler Öko-Prestigekarossen rettet Opel aber auch nicht mehr, schon gar nicht bei den derzeitigen Ölpreisen.
Langfristig wird's dann sicher auch eng für alle Hersteller von Luxuskarossen, denn nach der Krise steigt der Ölpreis mit Sicherheit wieder dahin, wo er schon war, und dann kauft auch kein vernünftig denkender Mensch mehr oberklassige Benzinsäufer. Da sind Überkapazitäten vorprogrammiert.
Was die Elektroautos angeht: Wo soll die Energie dafür herkommen? Super-Öko Windräder überall? Solardach? Dafür geht's leider nicht schnell genug mit dem Klimawandel... Also kaufen wir dann den Atomstrom aus Polen und Frankreich, die können ihren Müll sicher besser lagern als wir. Schönen Dank.
Schlecht. Völlig unsinnig. Genauso unsinnig wie die "Beteiligung" an HRE - ein fettes Geschenk für die Wohlfahrt des Herren Flowers.
Das ist Enteignung - will sagen: Nichts als die Fortführung der Enteignung öffentlichen Eigentums in private Hände.
Und zu dem Preis schon gleich gar nicht!
3.3 Milliarden nur zum Anfixen!
Kopfrechnen:
Bleiben wir mal bei 2.600.000.000 Euro für 26.000 Menschen,
macht 100.000 pro Nase. Dafür können wir lange ALGI und ALGII zahlen.
Wohlgemerkt: Wir. Wir - nicht: "der Staat" Wer hätte schon mal gehört, dass Herr Steinbrück in seinem Leben auch nur einen produktiven Handschlag getan hätte?
Zweitens nicht nur 26000 "Direktangestellte" bei Opel sondern mindestens dreimal soviel als Zulieferer, Kantinenangestellte, Opel-Autohaus-Mitarbeiter usw. usf.
Drittens werden damit Strukturen zerstört, welche funktionieren.
Der Knackpunkt sind die Patente.
Zweitens nicht nur 26000 "Direktangestellte" bei Opel sondern mindestens dreimal soviel als Zulieferer, Kantinenangestellte, Opel-Autohaus-Mitarbeiter usw. usf.
Drittens werden damit Strukturen zerstört, welche funktionieren.
Der Knackpunkt sind die Patente.
dass die Amis bluffen.
Man kann sich ja mal überlegen, was die Patente noch wert sind, wenn GM den Bach runter geht.
Aber die Wahlkampf-Kosten, die Wahlkampf-Kosten ...
Die Dummen werden ja niemals alle.
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