US-Armee Wie Amerika wieder siegen kann
Mit ihm kam die Wende, David Petraeus brach im Irak mit alten Taktiken der US-Kriegsführung. Neue Sachbücher analysieren die Leistung des "Philosophen-Generals".
Bing WestThe Strongest Tribe. War, Politics, and the Endgame in IraqSachbuchSachbuchRandom HouseNew York200846423,99Linda RobinsonTell Me How This Ends: General David Petraeus and the Search for a Way Out of IraqSachbuchSachbuchPublicAffairsNew York200841120,00Thomas E. RicksThe Gamble: General David Petraeus and the American Military Adventure in Iraq, 2006-2008SachbuchSachbuchPenguin PressNew York200940019,95David KilcullenThe Accidental Guerrilla: Fighting Small Wars in the Midst of a Big OneSachbuchSachbuchOxford University PressNew York200938423,99Im Dezember 2006 veröffentlichte die US-Armee eine Anleitung dazu, wie Aufstände niederzuschlagen seien. Im Januar 2007 setzte sie sein Herausgeber, General David Petraeus, im Irak in die Tat um. Weniger Monate später kehrte dort Ruhe ein. Petraeus' Handbuch brach mit den alten Taktiken der US-Kriegsführung. Statt sich in gepanzerten Fahrzeugen zu verstecken und auf die Wirkung von Luftangriffen zu hoffen, sollten die Soldaten zu Fuß patrouillieren. Besser einmal nicht schießen als einen Unschuldigen töten. Die Kommandeure sollten in die Strukturen der örtlichen Gesellschaft verstehen lernen, um so Freund von Feind unterscheiden zu können – wie Ethnologen. Dafür brauche man aber mehr Soldaten. Und die Verluste würden hoch sein.
Noch während Experten und Politiker in den USA das Handbuch besprachen, ernannte George W. Bush General Petraeus zum Oberkommandanten der US-Truppen im Irak und schickte ihm zusätzliche 30.000 US-Soldaten. Tatsächlich beruhigte sich dort nach wenigen Monaten die Lage. Ein Erfolg, der fast immer Petraeus zugerechnet wird. Beide Präsidentschaftskandidaten besuchten ihn und hofften auf seine Unterstützung. Der „Philosophen-General“ schwieg, ging nicht zur Wahl und wurde vom zum wichtigsten Intellektuellen der USA gekürt. Jetzt soll Petraeus wieder etwas retten: Afghanistan, nun im Dienst Obamas.
Doch allzu stark sollten die Amerikaner nicht auf ihn hoffen. Das zeigen die ersten Analysen von Petraeus’ Zeit im Irak, die jüngst erschienen sind.
Den Anfang machte Bing West, Vietnam-Veteran und Irak-Korrespondent des Atlantic Monthly. In The Strongest Tribe (Random House) vergleicht West den Krieg im Irak mit dem in Vietnam und liefert so eine notwendige historische Einordnung der militärischen Taktiken. Was Petraeus und sein Team in ihrem Handbuch einforderten, sei nicht neu. Die US-Marines im Irak gingen so bereits seit 2004 vor, schreibt West. Entscheidend sei gewesen, dass die sunnitischen Wortführer sich im Herbst 2006 auf die Seite der Amerikaner schlugen. Sie hätten schließlich die US-Armee als den "stärksten Stamm" im Irak anerkannt. Um das zu erreichen, hatte die US-Armee wie die Aufständischen kämpfen müssen: mit leichten Waffen im Häuserkampf, Mann gegen Mann. Erst diese Zurückentwicklung der Kriegsführung brachte den Erfolg.
Eine etwas andere Erklärung bietet Linda Robinson in Tell Me How This Ends (Public Affairs). Auch sie betont zwar, dass der Seitenwechsel von etwa 100.000 sunnitischen Kämpfern wichtig gewesen sei. Aber ausschlaggebend sei Petraeus’ Strategiewechsel gewesen. Er habe die US-Intervention legitimiert und die irakische Bevölkerung schließlich auf die Seite der US-Soldaten gebracht. Denn die sunnitischen Eliten hätte der Extremismus der Al-Qaida-Kämpfern abgestoßen. Es war Petraeus’ Verdienst zu erkennen, welche Möglichkeiten der sunnitischen Seitenwechsel eröffnet hatte.
- Datum 11.03.2009 - 10:26 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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die neuen Taktiken von US Militärs im Irak über den grünen Klee lobt,
Titel: Wie Amerika wieder siegen kann!
ruft im eigenen Land die Linkspartei zum offenen Terror gegen die Bundeswehr auf.
Ulla Jelpke, Bundestagsabgeordnete (!!) der Linkspartei will massiv gegen die Informationsveranstaltungen der Bundeswehr vorgehen. Dabei betonte sie ausdrücklich ihre Bereitschaft, mit Linksextremisten zusammenzuarbeiten, denn gegen Militärpropaganda hilft zivile Aufklärung – mit Phantasie und Entschlossenheit, in der jüngeren Vergangenheit war es mehrfach zu Übergriffen von Linken und Linksextremisten bei Veranstaltungen der BW gekommen.
Ein Beitrag in der Zeit?
Dann kann man sich nur noch wundern, mit welchem Maß Berichterstattung mißt !
http://www.ulla-jelpke.de...
auszug:
Die Nachwuchssorgen der Bundeswehr sollen offensichtlich durch die frühzeitige Ansprache Minderjähriger gelöst werden. Dem dient auch ein intensiviertes Bemühen, Schulkassen zu den Karriere-Treffs zu lotsen, die Zahl der entsprechenden Anschreiben an Schulen ist im vergangenen Jahr um 50 Prozent auf 1.762 gestiegen, das Zentrum für Nachwuchsgewinnung West will sie in diesem Jahr gar von 428 auf 1.070 steigern. Zur Imagepflege und Selbstvergewisserung der Militärs kommen außerdem noch mindestens 1.346 Auftritte militärischer Musikkorps und 148 öffentliche Gelöbnisse hinzu.
DIE LINKE lehnt es ab, Minderjährige fürs Militärhandwerk zu ködern und dafür auch noch falsche Voraussetzungen zu suggerieren. Ich stelle sämtliche abgefragten Termine Friedens- und Antifa-Gruppen zur Verfügung. Gegen Militärpropaganda hilft zivile Aufklärung – mit Phantasie und Entschlossenheit.
--
und was soll daran so schlimm sein?
http://www.ulla-jelpke.de...
auszug:
Die Nachwuchssorgen der Bundeswehr sollen offensichtlich durch die frühzeitige Ansprache Minderjähriger gelöst werden. Dem dient auch ein intensiviertes Bemühen, Schulkassen zu den Karriere-Treffs zu lotsen, die Zahl der entsprechenden Anschreiben an Schulen ist im vergangenen Jahr um 50 Prozent auf 1.762 gestiegen, das Zentrum für Nachwuchsgewinnung West will sie in diesem Jahr gar von 428 auf 1.070 steigern. Zur Imagepflege und Selbstvergewisserung der Militärs kommen außerdem noch mindestens 1.346 Auftritte militärischer Musikkorps und 148 öffentliche Gelöbnisse hinzu.
DIE LINKE lehnt es ab, Minderjährige fürs Militärhandwerk zu ködern und dafür auch noch falsche Voraussetzungen zu suggerieren. Ich stelle sämtliche abgefragten Termine Friedens- und Antifa-Gruppen zur Verfügung. Gegen Militärpropaganda hilft zivile Aufklärung – mit Phantasie und Entschlossenheit.
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und was soll daran so schlimm sein?
Ohne die sunnitische Kehrtwendung waeren die Amwerikaner aus dem Irak schon längst geflohen.Petraeus war also nur schlau genung, die Gunst der Stunde zu nutzen, nicht mehr und nicht weniger.Wer sich in Afghanistan auf die Seite der Amerikaner stellen soll ist mir aber ein Rätsel, wenn sogar die Usbeken,Kirgisen also der nicht-paschtunische bevölkerungsanteil in absehbarer Zeit genug haben sollten von der amerikanischen Besatzung.
http://www.ulla-jelpke.de...
auszug:
Die Nachwuchssorgen der Bundeswehr sollen offensichtlich durch die frühzeitige Ansprache Minderjähriger gelöst werden. Dem dient auch ein intensiviertes Bemühen, Schulkassen zu den Karriere-Treffs zu lotsen, die Zahl der entsprechenden Anschreiben an Schulen ist im vergangenen Jahr um 50 Prozent auf 1.762 gestiegen, das Zentrum für Nachwuchsgewinnung West will sie in diesem Jahr gar von 428 auf 1.070 steigern. Zur Imagepflege und Selbstvergewisserung der Militärs kommen außerdem noch mindestens 1.346 Auftritte militärischer Musikkorps und 148 öffentliche Gelöbnisse hinzu.
DIE LINKE lehnt es ab, Minderjährige fürs Militärhandwerk zu ködern und dafür auch noch falsche Voraussetzungen zu suggerieren. Ich stelle sämtliche abgefragten Termine Friedens- und Antifa-Gruppen zur Verfügung. Gegen Militärpropaganda hilft zivile Aufklärung – mit Phantasie und Entschlossenheit.
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und was soll daran so schlimm sein?
Auf die Sunnitische "Kehrtwendung" reagieren jetzt manche mit einer verhängnisvolle Überheblichkeit, mit der alle Besatzungsarmeen bisher die Zeichen verschlafen haben, die ihnen ihre entscheidende Schwach"stelle" verraten hätten. Die Sunniten sind dort zuhause, wo sie kämpfen. Das gibt ihnen die Motivation und Kraft, das Durchhaltevermögen zu entwickeln, das die kräftemäßig unterlegenen Besetzten am Ende siegen lässt. Die Geschichte kennt keine anderen Beispiele, gleichgültig,wie lange das Martyrium der Bevormundeten andauerte.
Petraeus hat sich dieser "Quelle" geöffnet, deren Kraft nun nicht ein Bestandteil der Überlegenheit seiner Truppen ist. Sie werden Nutznießer bleiben können, wenn sie sich nicht von dem "Bush"-Bazillus befallen lassen.
"und was soll daran so schlimm sein?"
Die Frage meinen Sie jetzt hoffentlich nicht ernst, ansonsten sollten Sie sich erst einmal darüber informieren, mit welchen "friedlichen Mitteln" man die Informationsveranstaltungen „stört/stören will“.
Die eindeutig verlautete Bereitschaft der Linkspartei, dabei mit Linksextremisten zusammen zu arbeiten, sollte sicher auch beim Naivsten keine Zweifel aufkommen, das diese Gruppen sich auf Grund ihrer allgemein gut bekannten Kinderstube sicher nicht auf das Tragen von Che Guevara T-Shirts und fröhlichen Sprechchorgesängen a la „Give peace a chance“ beschränken werden.
Lesen Sie doch einfach mal den aktuellen Verfassungsschutzbericht zum Linksextremismus.
Übrigens, im Artikel ging es geradezu um das „Feiern“ der neuen Erfolge des US-Militärs im Irak.
Wie Sie vielleicht wissen, sind die US- Militärs bei Ihrer Rekrutierung nicht sehr zimperlich.
"Seit dem Erlass des "No Child Left Behind Acts" 2002 sind Schulen in den USA verpflichtet, Daten wie Namen, Adressen und Telefonnummern von Schülern an Rekrutierungsbehörden des Militärs zu geben, um Bundesmittel zu erhalten."
http://www.spiegel.de/uni...
Aber hierzulande ist es ja nicht obsolet, Erfolge des US-Militärs abzufeiern, getreu dem Motto „Wie Amerika wieder siegen kann“ und gleichzeitig verschämt darauf zu verzichten, einen Blick hinter dieselben Kulissen zu werfen.
"Denn die sunnitischen Eliten hätte der Extremismus der Al-Qaida-Kämpfern abgestoßen."
Vielleicht haben sie auch die Säcke voller Dollar angezogen, die im Zuge des "Surge" an sie geflossen sind.
Der Titel dieses Beitrages ist einfach unfassbar zynisch, wenn man bedenkt, dass, unabhängig von der aktuellen Situation, dieser Krieg ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg war, der mindestens einige 100 000 Menschen das Leben gekostet und Millionen körperlich und seelisch verkrüppelt hat. Wenn dann in einem anderen Artikel von der "moralischen Autorität" der USA gesprochen wird, fragt man sich, auf welchem Planeten die Herren (und Damen?) der Politikredaktion der Zeit sich befinden.
Wie immer, wenn es um diese Themen geht, empfehle ich allen, sich diesen Film hier anzuschauen:
http://en.wikipedia.org/w...
Wer will, kann ja dabei bei einem Gläschen Sekt auf den "Sieg" anstoßen.
v.
PS: Wie so oft gilt: Sorry für den Sarkasmus.
Alle Großkriege brauchen helldische Helden.
Wenn Mr. Bush & viri convictores gesiegt hätte (.. mit Enthauptungschlag und Sicherstellung der Dynamit-Vorräte und Ruhigstellung aller Allah-Figurationen und-Parteiungen... und überhaupt Todesruhe...) hätte es des Helden Petraeus nicht gebraucht.
Regula belli: Wenn es nicht mehr weitergeht mit Waffen, Kriegsmaterial oder Gottes- oder Kriegswillen ist der letzte Befehlshaber der große Held: imperator pacis (.. bis zum nächsten Krieg):
Nota libertatis: Es gibt keinen Krieg und keinen Krieger, den man feiern sollte.
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