Sozialunternehmertum Etwas Sinnvolles tun
In der Krise könnten soziale Firmengründungen eine wichtige Rolle spielen. Was Managementschulen tun, um das soziale Gewissen ihrer Studenten zu wecken
Thilo von Wissell hat gerade die sechste "Doing Good and Doing Well Conference" an der IESE Business School in Barcelona mitorganisiert. Diese stand diesmal unter dem Motto "Gutes tun, wenn es uns gerade nicht so gut geht". Ein Schwerpunkt der Konferenz liegt neben Umwelttechnologien und gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmen auf dem Thema Social Entrepreneurship. Über 600 Teilnehmer waren da, denn wie von Wisell erklärt, interessieren sich die Menschen in der Krise besonders für verantwortungsvolles Wirtschaften, also für Alternativen zu Profitgier und Gewinnmaximierung.
Der 30-Jährige kann sich vorstellen, nach dem MBA-Studium in diesem Bereich zu arbeiten, auch wenn er erst einmal zurück zu seiner Unternehmensberatung geht. Auch Tammy Maloney, die eben ihren IESE-MBA in der Tasche hat, sucht nach vielen Arbeitsjahren in der Rohstoffbranche nach nachhaltigen Projekten in Schwellenländern, bei denen sie mitarbeiten könnte.
Die Südtirolerin Johanna Mair, die seit 2003 Social Entrepreneurship und Unternehmensstrategie an der IESE unterrichtet, rät ihren Studenten, erst dann zu Sozialunternehmen zu gehen, nachdem sie weitere Erfahrungen in klassischen Unternehmen gesammelt haben, auch weil die meisten ihr MBA-Studium refinanzieren müssen. Vor allem Berufstätige zwischen 35 und 40 Jahren, die ein EMBA-Programm absolvieren, stellen sich ihrer Ansicht die Frage nach dem Sinn ihrer langjährigen Arbeit im Management. Viele suchten dann nach Modellen, wie sie einen Beitrag für die Gesellschaft leisten können.
Mair sieht mehr Jobchancen als früher, weil sich viele Sozialunternehmen jetzt in einer Wachstumsphase befinden und zunehmend professionalisierten. Dadurch ergeben sich auch Möglichkeiten für MBA-Absolventen. Einige der IESE-Studenten seien zum Beispiel beim Unternehmen FreePlay Energy, das Handys mit alternativem Antrieb baut, oder der holländischen Triodos Bank, die nachhaltige Projekte finanziert, untergekommen. An ihrer Business School ist Sozialunternehmertum zwar nur ein Wahlfach, das von etwa einem Drittel der Studenten ausgewählt wird, doch Johanna Mair ist stolz, dass sie über die Jahre Fallbeispiele aus dem Social Business auch in Kursen wie Finanzwesen oder Marketing verankert hat, sodass diese mittlerweile das MBA-Curriculum durchziehen.
"Ich will nicht alle MBA-Studenten bekehren, aber ich will der nächsten Managergeneration das Phänomen näher bringen, damit sie die Möglichkeiten nutzen, mit Social Entrepreneuren zusammenzuarbeiten", sagt sie. Vor allem in der Wirtschaftskrise könne man in Politik und Gesellschaft viel von Social-Business-Projekten in den Entwicklungsländern lernen. Diese hätten zum Beispiel mehr Mut, Kostenstrukturen zu hinterfragen. Auf der Unternehmensseite müsse man jetzt wegkommen von einer rein philanthropischen Betrachtungsweise der Kooperation mit sozialen Unternehmensgründern. "Die Wirtschaft sollte die Potenziale einer solchen Zusammenarbeit sehen, die dem Unternehmen auch Gewinn bringen könnten", so Mair.
Viele Managementschulen haben erkannt, dass Unternehmen und Nonprofit-Organisationen Unterstützung bei der strategischen Beratung brauchen, ob es um Sozialunternehmertum und Business oder verwandte Themen wie Nachhaltigkeit (Sustainabilty) oder gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen (Corporate Social Responsibilty/CSR) geht.
- Datum 09.03.2009 - 17:09 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Dear God, make me a bird, so I can fly far – far away from here.
(Forrest Gump)
Frau Schneider, konnten oder wollten Sie sich nicht entscheiden, den Artikel komplett in Englisch zu verfassen?
Obwohl ich in den letzten Jahren sicher mehr Englisch als Deutsch gesprochen habe, ist mir beim Lesen Ihres Artikels fast „ne Feder“ gewachsen.
Selbst „Spelling and Grammar“ unter Windows war bei "Copy and Paste" (um in Ihrem Slang zu bleiben) komplett irritiert…
Davon mal abgesehen, das wir genau vor der derzeitigen Finanzkrise ein ähnliches Kauderwelsch der Finanzgurus und ihrer Spießgesellen von Mckannnichtsein täglich in den Zeitungen lesen durften, weil die selbst schon längst nicht mehr wussten, wovon sie eigentlich faseln… muss man doch nicht solche Artikel verfassen.
Man sollte, will man Sinnvolles bewirken, es auch sinnvoll beschreiben…
"Einfach und natürlich zu sein, ist das höchste und letzte Ziel."
Friedrich Wilhelm Nietzsche
Hier lernen wir viel über " nomen est omen". Zuviel Begriffe, die nicht helfen,dafür die Lösungsprozesse noch komplizierter gestalten.Better: "To make something clear. Impress ( but not too much), convince, get action and entertain". Die Business-School sollte einmal Autoren ( wie Elmar Wheeler, Dale Carnegie, Norman Peale, Raymond Hull, Napoleon Hill) ihren Studenten zum Lesen anbieten. Die haben vor langer Zeit mehr praktische Hinweise für " Business-Affairs" verfaßt, als die im Artikel erwähnten Business-Experts.Examples: " Listen if you want to speak, Don´t sell an empty box,let the other fellow handle your case,make him a part of it,don´t sell the steak - sell the sizzle".In Geschäften geht es mehr um "Importans","Appreciation" and "Friendship". These are the golden rules, which helps to go forward.
And last not least some magic words: "I am proud of you", "What is your opinion"?" Can I help You?"
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