Pharmaindustrie Merck bietet 41 Milliarden Dollar für Konkurrent Schering-Plough

Es ist die zweite Mega-Fusion innerhalb kurzer Zeit: Der US-Pharmariese will seinen kleineren Rivalen übernehmen. Die Aktionäre bekommen einen ordentlichen Aufschlag

Hauptzentrale von Merck in New Jersey: Mit der Übernahme von Schering-Plough will sich der US-Pharma-Riese gegen schwindende Einnahmen wappnen

Hauptzentrale von Merck in New Jersey: Mit der Übernahme von Schering-Plough will sich der US-Pharma-Riese gegen schwindende Einnahmen wappnen

Der US-Pharmariese Merck & Co. will den Konkurrenten Schering-Plough für 41,1 Milliarden Dollar übernehmen und diesen Deal in einer Mischung aus Bargeld und Aktien bezahlen. So erhalten die Aktionäre des kleineren Unternehmens 0,5767 Merck-Aktien und 10,50 Dollar in bar je Aktie. Damit bekämen Schering-Plough-Aktionäre einen Aufschlag von 34 Prozent auf den Schlusskurs ihrer Aktie am Freitag.

Die Verwaltungsräte beider Unternehmen haben dem Zusammengehen bereits zugestimmt. Das neue Unternehmen soll unter dem Namen Merck firmieren und von dem bisherigen Merck-Vorstandschef Richard T. Clark geleitet werden. Beide Unternehmen rechnen mit jährlichen Einsparungen von 3,5 Milliarden Dollar.

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Erst im Januar war ein anderer spektakulärer Milliardendeal in der US-Pharmaindustrie publik geworden. Branchenprimus Pfizer hatte damals zur Übernahme des Biotechnologie-Spezialisten Wyeth im Gesamtwert von 68 Milliarden Dollar angesetzt. "Dieser Zusammenschluss bietet eine kraftvolle Gelegenheit, unsere Industrie zu verändern", hatte Pfizer-Chef Jeff Kindler den Deal kommentiert. Für den Viagra-Hersteller Pfizer wäre Wyeth bereits die dritte große Übernahme innerhalb von zehn Jahren.

Bereits damals war spekuliert worden, dass Pfizer mit dieser Übernahme die Branche erneut aufmischt und möglicherweise eine neue Fusionswelle unter den Unternehmen einleitet. So wie alle großen Unternehmen in der Branche stehen auch Pfizer und Merck unter verstärktem Druck durch das Auslaufen von Patenten auf wichtige Medikamente. Damit kommen immer neue günstigere Nachahmer-Präparate, sogenannte Generika, auf den Markt. Der Gefahr schwindender Einnahmen versuchen die Pharma-Riesen mit Fusionen gegenzusteuern.

 
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    • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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    • Schlagworte Dollar | Pfizer | Pharmaindustrie | Merck | Übernahme | Aktie | Fusion | Patent
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