Michael Jackson Auftritt eines Phantoms
Der "King of Pop" huscht durch seine eigene Pressekonferenz und deutet an, im Sommer wieder Konzerte geben zu wollen. Von einer großen Rückkehr kann allerdings keine Rede sein

© Carl de Souza/ AFP/ Getty Images
"Ich werde nur die Songs aufführen, die meine Fans hören wollen", sagte Michael Jackson auf seiner Blitzkonferenz
Michael Jackson geht es schlecht. Sein musikalischer, körperlicher und geistiger Verfall ist offensichtlich. Ganze zwei Minuten lang zeigte er sich heute auf einer groß angekündigten Pressekonferenz in London. Er gab nicht viel mehr bekannt, als dass er seine Fans liebe und sie im Juli wiedersehe.
Der dürftige Auftritt bestätigte, was seit Jahren von den Medien dokumentiert, von seinen Beratern jedoch dementiert wird: Seine große Zeit ist vorbei. Einst war er der King of Pop, schrieb Musikgeschichte mit dem Album Thriller (1982), lehrte die Welt seinen Moonwalk und spielte Peter Pan auf der Neverland-Ranch.
Doch spätestens seit dem vergangenen Sommer, den heißen Monaten der Popjubiläen, weiß jeder, dass Jackson keine künstlerische Zukunft hat. Wer die gerade 50 gewordene Madonna mit dem gerade 50 gewordenen Michael verglich, musste erkennen, wie die eine ihren Mythos immer weiter fortschreibt, während der andere seinen Mythos verlebt hatte.
Zu viele Schönheitsoperationen, zu viele schmutzige Geschichten von Kindesmissbrauch, zu viele Gerichtsprozesse und letztlich: zu schwache Nerven und zu wenig Geld, um all das zu überstehen. Der King of Pop ist pleite und krank. Erst kürzlich machten Gerüchte die Runde, er brauche dringend eine neue Lunge. Die passenden Bilder dazu zeigten ihn im Rollstuhl mit Mundschutz.
Sollte Jacksons Versprechen eine royale Rückkehr samt bombastischer Konzertserie bedeuten, wirkt es eher wie ein letztes Aufbäumen in Agonie: "Schaut her, ich bin wieder da und kann es wie früher!" Will er dem Publikum etwa noch die blassesten Erinnerungen an das einst schillernde Pop-Monument nehmen? Vor zwölf Jahren hat er seine letzten Konzerte gegeben. Und nach seinem gefloppten Album Invincible von 2001 ist musikalisch nicht mehr viel von ihm zu erwarten.
Oder versucht Michael Jackson lediglich, seine dünne Haut zu retten? Er mag beobachtet haben, wie sich die Weltstars des Pop vom Tonträgermarkt verabschieden und sich ganz auf das Geschäft mit Konzerttickets konzentrieren. An den zehn geplanten Konzerten, die im Sommer in der Londoner O2-Arena stattfinden sollen, könnte er bis zu 100 Millionen Pfund (113 Millionen Euro) verdienen – falls er die 20.000 Plätze in der Halle denn überhaupt füllen kann. Das würde einen, wenn auch geringen, Teil seiner Schulden tilgen, die ihm die Gerichtsprozesse eingebracht haben.
Dennoch: Von einem großen "Comeback" kann keine Rede sein. Was immer Michael Jackson auch anstellt – er ist Vergangenheit. Er klammert sich an seine Kindheit und seine Jahre als größter Popstar der Welt. Aber in der Gegenwart wird er nimmer mehr ankommen. Auch wenn es seine treuen Fans noch so teuer bezahlen.
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- Datum 26.06.2009 - 12:52 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE 5.3.2009
- Kommentare 19
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Prima - zwei Zeilen zur heutigen Ankuendigung, ansonsten Aufwaermen dessen, was man schon in den letzten Jahren in den einschlaegigen Fachmagazinen lesen konnte (Gesundheit, Geld, Prozesse) - was dann auch schon Beleg genug sein muss fuer die Eingangsthese, dass von einer grossen Rueckkehr keine Rede sein koenne. Das kann ich auch auf Qualitatsprotalen wie gmx.de bekommen.
Eine reine Tickermeldung waere weniger aergerlich gewesen.
---
StGB §328, Absatz 2.3:
Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine nukleare Explosion verursacht.
und zwar wegen phantastischen Songs und Inszenierungen wie "Heal the World",
Sicher sieht er seinen naiven Fehler heute ein, zuviel an sich rumschnibseln zu lassen.
Ich finde er sollte in dieser Situation aus der Not eine Tugend machen und nicht im üblichen Barbie/Ken look auftreten, sondern in Maske, womit ich nicht die Rockgruppe Kiss meine, sondern eher etwas wie Heath Ledger in Batman - The Dark Knight.
Wenn er das gut spielt, dann hätte das echte Größe, denn es ist unklar obe er Kinder missbraucht hat, oder ob die Eltern des Kindes ihn als Geldquelle missbraucht haben.
Bei einem bin ich mir sicher: Dieser Richter damals, das war der Typische texanische Horrortyp der hat ihn psychisch missbraucht.
In Texas ist sowieso Gewalt und Atomwaffen gut, aber Sex ist teuflisch.
Ich will hier nicht sagen das Kindesmissbrauch nicht schlimm ist, aber
der Hype mit den Kindermissbrauchsvorwürfen artet heute zur modernen Hexenjagt aus und es geht völlig unter dass z. B. täglich 30 000 KInder aus Armutsgründen durch eine ungerechte Weltordnung sterben bei der wir alle mitmischen. (Alle 3 Sekunden eines) das sind etwa 60 Millionen in 6 jahren, also alle Paar jahre soviele Tote wie beim zweiten Weltkrieg und dann noch Kinder...
Sorry das ich das gesagt habe, jetzt gucken wieder alle brüskiert weg, (entfernt. Anmerkung: Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Verhältnismäßigkeit der Vergleiche. Die Redaktion/jk)
Seit also vorsichtig, wenn ihr auf Michael jackson herumhackt und sicher seit dass ihr dass dürft, weil ihr ja die Guten seit - wir machen uns alle schuldig, andauernd!
Ich wünsche mir einen besser geschriebenen Artikel! Sätze wie "Was immer Michael Jackson auch anstellt - er ist Vergangenheit." sind unter dem Niveau der ZEIT!
Der Vergleich mit Madonna hinkt. Musikalisch liegen beide Welten auseinander. Ein aus musikalischen Gesichtspunkten bedeutendes Album wie "Off the wall" hat Madonna nie produziert. Michael Jackson ist eindeutig der begabtere. Zeuge dessen kann man bereits bei den Jackson 5 werden. Daß dieser Mensch einst zum Monster mutieren würde, ist eine ganz andere Tragik. Ein Autor der ZEIT sollte jedoch differenzieren zwischen Qualität, Erfolg und privatem Trash!
Ich stimme zu dass Michael Jackson talentierter ist als Madonna. Letztere hat sich dennoch durch viel Fleiß und Arbeit einen gewaltigen Songkatalog (voller Hits) geschaffen, den Michael Jackson längst nicht mehr erreichen kann.
Madonna lebt eben in der Realität, und weiß, dass jedes Jahr etwas neues passieren muss, um nicht als Nostalgie-Act zu enden.
Aber genau das unterscheidet Madonna heute von MJ: Madonna war 2008 weltweit in den Charts ganz oben (mit neuer Musik!), und knackte MJs Dangerous-Tour Rekord was die Einnahmen betrifft. Madonna gehört zwar zum alten Eisen, ist aber dennoch ein "aktueller" Künstler.
MJ jedoch hat allerdings kein Album zu promoten, seine Konzerte werden reine Nostalgie-Auftritte sein.
Ich stimme zu dass Michael Jackson talentierter ist als Madonna. Letztere hat sich dennoch durch viel Fleiß und Arbeit einen gewaltigen Songkatalog (voller Hits) geschaffen, den Michael Jackson längst nicht mehr erreichen kann.
Madonna lebt eben in der Realität, und weiß, dass jedes Jahr etwas neues passieren muss, um nicht als Nostalgie-Act zu enden.
Aber genau das unterscheidet Madonna heute von MJ: Madonna war 2008 weltweit in den Charts ganz oben (mit neuer Musik!), und knackte MJs Dangerous-Tour Rekord was die Einnahmen betrifft. Madonna gehört zwar zum alten Eisen, ist aber dennoch ein "aktueller" Künstler.
MJ jedoch hat allerdings kein Album zu promoten, seine Konzerte werden reine Nostalgie-Auftritte sein.
Schön zu sehen das wenigsten die Leser der Zeit in der Lage sind Künstler oder besser gesagt Genies zu erkennen. Heute morgen habe ich durch Zufall einen ähnlichen Artikel im News Teil von GMX gelesen und bin überrascht das auf einem dem exakt gleichen Niveau wie dieser Artikel in der Zeit ist.
Er gibt eine 5 Minuten-Ansprache ohne Neuigkeiten. Eine Presseagentur macht dazu ein Video und genau dieses ist dann überall (!) zu sehen (FAZ, ZEIT, GMX, Web.de, ...).
Herr Jackson, gratulation zu einer guten PR-Abteilung. Sie haben die Presse im Griff.
dieser Artikel!
Völlig undifferenziertes "Michael Jackson-bashing" auf Bild Niveau!
[Anmerkung: Bitte formulieren Sie Kritik sachlich. Vielen Dank. / Die Redaktion as]
Michael Jackson ist ein musikalisches Genie und einer der größten Entertainer aller Zeiten. Daran wird dieser Artikel auch nichts mehr ändern.
Gibt es nichts was man an ihm kritisieren könnte?
Natürlich gibt es da einiges!
Aber auch Kritiker sollten einigermaßen objektiv bleiben und nicht den Eindruck erwecken, als hätten sie nur auf eine Gelegenheit gewartet, die eigene persönliche Abneigung gegen jemanden oder etwas kundzutuen.
Ich bin der Ansicht das sich Hr. Jackson das Attribut als einer der groessten Entertainer nicht wirklich verdient hat. Er hat sehr wohl eine Anfangs recht erfolgreiche Karriere hinter sich - schon von Kindesbeinen an - aber in den letzten 20 Jahren (~) hat er sich Kuenstlerisch ueberhaupt nicht weiterentwickelt. Zwei seiner Solo Alben sind zugegebermassen ganz innovativ, der Grossteil aber ist mehr Verpackung als Substanz.
Grosse Entertainer schaffen es ueber Jahrzehnte immer wieder zu ueberzeugen : James Brown, Frank Sinatra, Rolling Stones, B. B. King, Prince, Bo Diddley, Paul McCartney, Chuck Berry, Peter Gabriel, U2, Bob Dylan, Muddy Waters, Stevie Wonder und ja, auch Madonna sind nur einige auf die dieses Attribut wirklich zutrifft.
Ich bin der Ansicht das sich Hr. Jackson das Attribut als einer der groessten Entertainer nicht wirklich verdient hat. Er hat sehr wohl eine Anfangs recht erfolgreiche Karriere hinter sich - schon von Kindesbeinen an - aber in den letzten 20 Jahren (~) hat er sich Kuenstlerisch ueberhaupt nicht weiterentwickelt. Zwei seiner Solo Alben sind zugegebermassen ganz innovativ, der Grossteil aber ist mehr Verpackung als Substanz.
Grosse Entertainer schaffen es ueber Jahrzehnte immer wieder zu ueberzeugen : James Brown, Frank Sinatra, Rolling Stones, B. B. King, Prince, Bo Diddley, Paul McCartney, Chuck Berry, Peter Gabriel, U2, Bob Dylan, Muddy Waters, Stevie Wonder und ja, auch Madonna sind nur einige auf die dieses Attribut wirklich zutrifft.
gmx.de: "Es ist das größte Comeback der Musikgeschichte."
bild.de: "Der König ist auf dem Weg zurück zu seinem Thron! Gestern verkündete der 'King of Pop' Michael Jackson (50) in London sein großes Comeback."
Ich bin beim besten Willen nicht in der Lage, die behaupteten Parallelen zum Text von Rabea Weihser zu erkennen. Und am lautesten schreien ja meist diejenigen vom "Niveau der ZEIT", die das Blatt ihren Lebtag noch nicht gekauft haben - folglich sehr genau wissen, was Bild und GMX so schreiben ;-)
Also, werte Kritikerinnenkritiker, entspannen Sie sich.
Herzlichen Gruß, jk
Dass Sie Herr Kuehnemund, beim besten Willen nicht in der Lage ist, Parallelen zwischen den Texten zu erkennen, ist in erster Linie für Sie selbst bedauerlich, spricht es doch entweder gegen Ihren besten Willen oder Ihren Intellekt, in jedem Fall aber gegen die gewählte Betrachtungsebene.
Die Parallelen bestehen im Niveau, im polemischen kritteln, nicht im Wortlaut des Einstiegsatzes; dies ist in den bisherigen Kommentaren, dort wo Vergleiche gezogen wurden, auch immer deutlich geworden.
Inhaltlich weichen die Artikel tatsächlich voneinander ab, was sich schon auch im Niveau niederschlägt; aber es war ja auch von Parallelen, nicht von Deckung die Rede. Nahezu tragisch hierbei ist, dass der gmx.de-Artikels fast niveauvoller ist, spart er sich doch wenigstens das unangenehme Ich-weiß-alles-besser-Café-Haus-Idiom Rabea Weihsers.
Am stärksten zuwider sind mir jene Leser, die die Zeit zwar regelmäßig kaufen mögen, aber trotzdem nicht schaffen, diese (auch) kritisch zu lesen, bzw. nicht einmal in der Lage sind kritische Kommentare anderer ertragen zu können, ohne inhaltsleer aber persönlich beleidigend zu antworten.
Und wenn man schon beleidigt, sollte man Anspielungen seien lassen und deutlich werden: JanKuehnemund, ich halte sich für obrigkeitsgläubig und naiv!
Mit bestem Gruß
C. Weiss
Dass Sie Herr Kuehnemund, beim besten Willen nicht in der Lage ist, Parallelen zwischen den Texten zu erkennen, ist in erster Linie für Sie selbst bedauerlich, spricht es doch entweder gegen Ihren besten Willen oder Ihren Intellekt, in jedem Fall aber gegen die gewählte Betrachtungsebene.
Die Parallelen bestehen im Niveau, im polemischen kritteln, nicht im Wortlaut des Einstiegsatzes; dies ist in den bisherigen Kommentaren, dort wo Vergleiche gezogen wurden, auch immer deutlich geworden.
Inhaltlich weichen die Artikel tatsächlich voneinander ab, was sich schon auch im Niveau niederschlägt; aber es war ja auch von Parallelen, nicht von Deckung die Rede. Nahezu tragisch hierbei ist, dass der gmx.de-Artikels fast niveauvoller ist, spart er sich doch wenigstens das unangenehme Ich-weiß-alles-besser-Café-Haus-Idiom Rabea Weihsers.
Am stärksten zuwider sind mir jene Leser, die die Zeit zwar regelmäßig kaufen mögen, aber trotzdem nicht schaffen, diese (auch) kritisch zu lesen, bzw. nicht einmal in der Lage sind kritische Kommentare anderer ertragen zu können, ohne inhaltsleer aber persönlich beleidigend zu antworten.
Und wenn man schon beleidigt, sollte man Anspielungen seien lassen und deutlich werden: JanKuehnemund, ich halte sich für obrigkeitsgläubig und naiv!
Mit bestem Gruß
C. Weiss
Dass Sie Herr Kuehnemund, beim besten Willen nicht in der Lage ist, Parallelen zwischen den Texten zu erkennen, ist in erster Linie für Sie selbst bedauerlich, spricht es doch entweder gegen Ihren besten Willen oder Ihren Intellekt, in jedem Fall aber gegen die gewählte Betrachtungsebene.
Die Parallelen bestehen im Niveau, im polemischen kritteln, nicht im Wortlaut des Einstiegsatzes; dies ist in den bisherigen Kommentaren, dort wo Vergleiche gezogen wurden, auch immer deutlich geworden.
Inhaltlich weichen die Artikel tatsächlich voneinander ab, was sich schon auch im Niveau niederschlägt; aber es war ja auch von Parallelen, nicht von Deckung die Rede. Nahezu tragisch hierbei ist, dass der gmx.de-Artikels fast niveauvoller ist, spart er sich doch wenigstens das unangenehme Ich-weiß-alles-besser-Café-Haus-Idiom Rabea Weihsers.
Am stärksten zuwider sind mir jene Leser, die die Zeit zwar regelmäßig kaufen mögen, aber trotzdem nicht schaffen, diese (auch) kritisch zu lesen, bzw. nicht einmal in der Lage sind kritische Kommentare anderer ertragen zu können, ohne inhaltsleer aber persönlich beleidigend zu antworten.
Und wenn man schon beleidigt, sollte man Anspielungen seien lassen und deutlich werden: JanKuehnemund, ich halte sich für obrigkeitsgläubig und naiv!
Mit bestem Gruß
C. Weiss
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