US-Manöver Nordkorea kappt den heißen Draht zu Südkorea

Das Regime in Pjöngjang hat seine Truppen in volle Kampfbereitschaft versetzt. Der Grund: ein amerikanisch-südkoreanisches Großmanöver im Süden der koreanischen Halbinsel

Kräftemessen in Fernost: Die USA veranstalten mit 26.000 Soldaten ein Manöver gemeinsam mit Südkorea – und Nordkorea verurteilt dies als Provokation, die die Region an den Rand eines Krieges bringe. Es versetzte seine eigenen Truppen in volle Kampfbereitschaft.

Zugleich warnte die nordkoreanische Volksarmee vor Versuchen, einen "Satelliten" abzuschießen, den Nordkorea ins All befördern wolle. Ein Abschuss käme einer Kriegserklärung gleich und würde mit Vergeltungsschlägen gegen die USA, Südkorea und Japan beantwortet.

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Wann der Satellit starten soll, blieb unklar. Für die Dauer des Manövers soll den Angaben zufolge die letzte Gesprächsleitung, der sogenannte heiße Draht zu Südkorea abgeschnitten werden, der bei Bedarf die Kommunikation zur Lösung akuter Konflikte sicherstellen soll.

Die neuen militärischen Maßnahmen und Drohungen Nordkoreas erfolgten vor dem Hintergrund wachsender Spannungen auf der koreanischen Halbinsel. Die USA, Südkorea und Japan hatten Nordkorea vor dem geplanten Start einer mehrstufigen Rakete gewarnt. Die Länder befürchten, dass Nordkorea eine Langstreckenrakete, die theoretisch US-Gebiet erreichen könnte, unter dem Deckmantel eines Satellitenstarts testen will. US-Militärs hatten den Abschuss des Flugkörpers nicht ausgeschlossen, falls es nötig wäre.

"Unseren Satelliten für friedliche Zwecke abzuschießen würde genau gesagt Krieg bedeuten", hieß es in einer von den staatlich kontrollierten Medien veröffentlichten Erklärung der Volksarmee. Sollte der Satellit abgefangen werden, würden auch Schläge gegen militärische Stützpunkte der USA, Japans und Südkoreas erfolgen, drohte ein Sprecher des Generalstabs.

Die Volksarmee bezeichnete die Militärübungen in Südkorea in einer separaten Erklärung als "beispiellos in der Zahl der beteiligten Aggressortruppen und Dauer". Der Befehl zur vollen Kampfbereitschaft sei daher eine "Maßnahme für die Selbstverteidigung zum Schutz der Souveränität und Würde des Landes". Nordkorea kritisierte wie schon in der Vergangenheit das gemeinsame Manöver als Vorbereitungen zu einem Angriff, was von Südkorea und den USA bestritten wird.

Leser-Kommentare
  1. in Korea , würde es derartige Manöver nicht geben , da man die paranoiden nordkoreanischen Militärs zu genüge kennt . . .
    Muss man dazu noch mehr sagen ???

  2. das nordkoreanische regime ist soweit am boden, dass es sich nur durch die beschwörung äusserer bedrohung stabilisieren kann -- in dem moment, wo es zugebene müsste, dass ihm niemand an's leben will, wäre seine existenz faktisch beendet, innenpolitisch hat es schon längst nichts mehr zu bieten.

    dementsprechend wird jede aktivität ausserhalb der eigen grenzen als bedrohung interpretiert, da im laufe der zeit eine abstumpfung der bevölkerung eintritt, muss also die bedrohung wachsen, um der abstumpfung entgegen zu wirken.

    die nordkoreanische politik ist schlicht auf konfrontation ausgelegt -- in der gegenwärtigen situation können südkorea und die usa faktisch nichts richtig machen.

    die nordkoreanische haltung bewirkt zudem damit die legitimation der militärübungen südkoreas und der usa.

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    es sei denn man steht auf Militarismus .

    es sei denn man steht auf Militarismus .

  3. es sei denn man steht auf Militarismus .

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    nun, vermutlich glauben sie auch, dass alle verbrechen wundersam verschwinden, wenn man die polizei abschafft ...

    nun, vermutlich glauben sie auch, dass alle verbrechen wundersam verschwinden, wenn man die polizei abschafft ...

  4. nun, vermutlich glauben sie auch, dass alle verbrechen wundersam verschwinden, wenn man die polizei abschafft ...

  5. , dass man Polizei mit Militär unmittelbar vergleichen kann .
    Militär tötet immer zu jeder Zeit , indem es Recourcen sinnlos verbraucht , damit die Nachfrage danach erhöht und natürlich auch den Preis treibt , Haushalte in jedem Land belastet , Gegenreaktionen im Ausland provoziert (auch mit vollem Bewusstsein , seien Sie nicht naiv) , ... Mir fehlt der Glaube an einer vernunftsorientierten Aussenpolitik der (NATO) und offensichtlich ist die Notwendigkeit vermeintlicher äusserer Feinde um sich selbst zu begründen und zur Schau zu stellen . Ich fang jatzt aber keine Diskussion an über den zynischen Begründungsfeldzug für die letzten Kriege der westlichen Militärpolitik die hunderttausende von Tote kostete . Alsdann

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    • Anonym
    • 09.03.2009 um 16:20 Uhr

    Habe lange überlegt, ob ich wirklich antworten soll.
    Denke aber man sollte auch so offensichtlichem Unsinn entgegentreten.

    Militär und Polizei sind jederzeit vergleichbar, weil sie im Prinzip die gleichen Aufgaben haben.

    Allerdings operieren sie in völlig unterschiedlichem Umfeld. Die Polizei in einem klar geregeltem Rechtsraum, das Militär in einem nur dürftig geregelten internationalen Konkurrenzkampf.

    Da eine übergeordnete Instanz fehlt, kommt es immer wieder zu Übergriffen bzw. dem Entgegentreten von Übergriffen.
    Die Frage der Moral ist dann häufig nur eine der Position bzw. der Durchsetzbarkeit.

    Das unter diesen Bedingungen zum Schutz vor einseitigen Interessen dritter Staaten Militär vorgehalten werden muss ist eine Selbstverständlichkeit.
    Dass es bei Anwendung militärischer Gewalt zu verurteilenswerten Eskalationen kommt, liegt in der Natur der Sache.
    Diese Umstände wegen der Hässlichkeiten im Eskalationsfalle zu negieren ist schlicht ignorant und verantwortungslos.

    Berthold Grabe

    • Anonym
    • 09.03.2009 um 16:20 Uhr

    Habe lange überlegt, ob ich wirklich antworten soll.
    Denke aber man sollte auch so offensichtlichem Unsinn entgegentreten.

    Militär und Polizei sind jederzeit vergleichbar, weil sie im Prinzip die gleichen Aufgaben haben.

    Allerdings operieren sie in völlig unterschiedlichem Umfeld. Die Polizei in einem klar geregeltem Rechtsraum, das Militär in einem nur dürftig geregelten internationalen Konkurrenzkampf.

    Da eine übergeordnete Instanz fehlt, kommt es immer wieder zu Übergriffen bzw. dem Entgegentreten von Übergriffen.
    Die Frage der Moral ist dann häufig nur eine der Position bzw. der Durchsetzbarkeit.

    Das unter diesen Bedingungen zum Schutz vor einseitigen Interessen dritter Staaten Militär vorgehalten werden muss ist eine Selbstverständlichkeit.
    Dass es bei Anwendung militärischer Gewalt zu verurteilenswerten Eskalationen kommt, liegt in der Natur der Sache.
    Diese Umstände wegen der Hässlichkeiten im Eskalationsfalle zu negieren ist schlicht ignorant und verantwortungslos.

    Berthold Grabe

    • Anonym
    • 09.03.2009 um 16:20 Uhr

    Habe lange überlegt, ob ich wirklich antworten soll.
    Denke aber man sollte auch so offensichtlichem Unsinn entgegentreten.

    Militär und Polizei sind jederzeit vergleichbar, weil sie im Prinzip die gleichen Aufgaben haben.

    Allerdings operieren sie in völlig unterschiedlichem Umfeld. Die Polizei in einem klar geregeltem Rechtsraum, das Militär in einem nur dürftig geregelten internationalen Konkurrenzkampf.

    Da eine übergeordnete Instanz fehlt, kommt es immer wieder zu Übergriffen bzw. dem Entgegentreten von Übergriffen.
    Die Frage der Moral ist dann häufig nur eine der Position bzw. der Durchsetzbarkeit.

    Das unter diesen Bedingungen zum Schutz vor einseitigen Interessen dritter Staaten Militär vorgehalten werden muss ist eine Selbstverständlichkeit.
    Dass es bei Anwendung militärischer Gewalt zu verurteilenswerten Eskalationen kommt, liegt in der Natur der Sache.
    Diese Umstände wegen der Hässlichkeiten im Eskalationsfalle zu negieren ist schlicht ignorant und verantwortungslos.

    Berthold Grabe

  6. die meist konservative Leserschaft eine distanzierte und provokative Anschauung so kommentarlos vorübergehen lässt ..
    Schlich ignorant und Verantwortungslos ist es für mich genauso , meine Vorbehalte gegen die militärische Realität in den Wind zu hauen . Hässlichkeiten im Eskalationsfalle sind der Regelfall und diese moralisch zu relativieren zeugt nur von der Unfähigkeit einer zurückhaltenden und unabhängig-distanzierten Denkweise , weswegen wir noch weit davon entfernt sind uns vom Barbarentum zu unterscheiden . Der militärische Expansionsdrang im mittleren Osten und die kulturelle Entmündigung sprechen Bände , wie schon immer in der Geschichte der Politik und Militärpolitik...
    Die von Ihnen angesprochene Frage der Moral und ihrer Durchsetzbarkeit ist gerade eben sehr stark dominiert von der militärischen Stärke , insofern kann man die Konflikte der letzten Jahrzehnte in keinster Weise anders klassifizieren als die klassischen Kriege und spricht eher für eine überhebliche Überlegenheitsstrategie der westlichen Welt .

    Militär mit innerstaatlicher Polizei zu vergleichen und gleichzusetzen (wie Sie es tun) ist nur möglich, wenn Sie eine distanzlose positive Einstellung zu der eigenen Militärdokrin haben , worin wir uns wahrscheinlich unterscheiden .. Ich gehe aber eher von unlauteren Beweggründen aus , die aus guten Gründen von den Akteuren nicht offen ausgesprochen werden , sondern eher in tiefergehenden Analysen zu finden sind ..
    Den Spielball "Einseitiger Unsinn" gebe ich hiermit zurück

  7. Militär und Polizei, möchte ich sie beide bitten sich den Film "Ausnahmezustand" anzuschauen. Sehr schön und deutlich wird dort der Unterschied :)

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