Wirtschaftskrise Weltbank warnt vor globaler Rezession

Düstere Prognose aus Washington: Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wird das Wachstum weltweit schrumpfen. Es drohen noch größere Armut und Unruhen in der Dritten Welt

Ein Slum im Mumbai: Die Dritte Welt wird besonders unter der globalen Rezession leiden

Ein Slum im Mumbai: Die Dritte Welt wird besonders unter der globalen Rezession leiden

Die Weltbank hat vor einer globalen Rezession in diesem Jahr gewarnt. Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg dürfte das weltweite Wirtschaftswachstum zurückgehen,  die globale Industrieproduktion bereits Mitte des Jahres um 15 Prozent unter dem Wert des Vorjahres liegen und der Welthandel den stärksten Rückgang seit 80 Jahren erleben.

Davon betroffen werden alle Staaten sein, besonders leiden werden aber nach Ansicht der Washingtoner Institution die Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Einer Gruppe von rund 129 Ländern drohe eine Finanzierungslücke zwischen 270 und 700 Milliarden Dollar (213 bis 553 Milliarden Euro), die sie nur mit gigantischen Finanzhilfen schließen könnten.

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Die Weltbank warnte besonders vor der Gefahr, dass auslaufende Kredite angesichts der Krise nicht verlängert werden können. Die Weltbank schätzt, dass in den Schwellenländern in diesem Jahr Kredite in Höhe von zwei bis drei Billionen Dollar fällig werden. Viele dieser Kredite seien von internationalen Großbanken in Fremdwährungen gewährt worden.

Um den Finanzierungsbedarf an Krediten, Garantien und direkten Kapitalspritzen zu decken, reichten aber die bisherigen Mittel internationaler Institutionen wie der Weltbank oder des Internationalen Währungsfonds (IWF) nicht aus. Nur eine konzertierte Aktion der reicheren Länder, der internationalen Institutionen und der Privatwirtschaft könnte die Belastung dieser Länder verringern.

Ansonsten drohe der Dritten Welt ein gefährlicher Abwärtsstrudel: Aufgrund der weltweiten Konsumflaute könnten Firmen aus Schwellenländern ihre Produkte immer schlechter exportieren und verkaufen. Außerdem gingen die Überweisungen von im Ausland lebenden Arbeitern sowie Einnahmen durch den Verkauf von Rohstoffen zurück. Dies führe zu geringeren Investitionen und wiederum langsamerem Wachstum. 

Leser-Kommentare
    • Chali
    • 09.03.2009 um 7:57 Uhr

    wenn ich noch einmal lesen muss, dass "so-undso vor etwas warnt"

    Gemeinsames Kennzeichen all dieser "Warnungen" ist doch, dass die heutigen Warner schon früher gewarnt wurden, damals aber nicht drauf hören wollten - nicht vorsorgen wollten. Und heute heissen all diese Warnungen im Klartext doch nur, dass nun doch bitte andere den Karren aus dem Dreck ziehen sollen ...

  1. Ich brauche hier nur noch an die ganzen Vorfälle im Vorfeld und während des G8-Gipfels in Heiligendamm oder in Genua hinzuweisen... Da wurden Kritiker als Terroristen beschimpft und in die Ecke von Bin Laden gestellt. Und wer sich kritisch mit Positionen von sogenannten Think-Tanks in den USA, die so sich gerne als Stichwortgeber eines gewissen George W. Bush ausgaben, als Antisemiten dargestellt.

  2. Wenn ein Schiff wegen Strömung vom Kurs abdriftet, dann wird gegengesteuert, da das Steuerruder vorhanden ist und funktioniert. In der heutigen Politik hat es sich noch nicht herumgesprochen, dass die Wissenschaften, welche mit hohem Aufwand betrieben werden, dazu da sind, Instrumente für die Steuerung der Spezies Mensch den Politikern an die Hand zu geben. Plötzlich wie aus heiterem Himmel geht es an allen Orten finanziell und wirtschaftlich bergab und nirgendwo ist ein Experte, der die Situation transparent macht und einen gangbaren Weg vorschlägt.
    An dieser Stelle wird man nicht umhin kommen, etwas offener reden zu müssen. Man kann nicht volkswirtschaftliche Rechnungen mit dem Anspruch der Korrektheit abliefern, wenn man die Schattenwirtschaft, d.h. die wirtschaftsrelevanten Handlungen, egal ob Dienstleistung, Wareproduktion oder weltweiten Handel, nicht berücksichtigt. Somit wird man nicht umhin kommen, neben der offenen volkswirtschaftlichen Bilanz eine Bilanz der Schattenwirtschaft aufzustellen, denn wenn sich z.B. illegale Waffenhändler verkalkulieren hat es entsprechende Auswirkungen auf das gesamte Wirtschaftsgeschehen.
    Insgesamt war die Misere allerdings meiner Ansicht nach vorhersehbar, da sich das gesamte volkswirtschaftlich marode Sowjetsystem aufgelöst hat und mit den Einstellungen aus der Zentralen Verwaltungswirtschaft nunmehr Volkswirtschaften mit Freier Marktwirtschaft gefahren werden sollen, was an den Grundeinstellungen der völlig anders ausgebildeten Ökonomen der zuvor sozialistischen Länder scheitert. Allerdings sollte die Situation auch nicht allzu schlecht geredet werden, es sind keine kriegerischen Auseinandersetzungen wie sonst in der Menschheitsgeschichte vorhanden.

  3. Endlich wird klargestellt, daß die Industrieproduktion globalwirtschaftlich um 15% zurückgegangen ist. Gefühlt sind es zwar eher 25% aber das liegt sicher an der Branche in der ich tätig bin, 15% halte ich für den Moment also für relativ realistisch.
    Das globale Produkt wird also um ca 7% sinken, da die Statistik der Industrieproduktion nur einen Teil der Wirtschaft erfasst.

    Wer angesichts einer solchen Zahl noch davon ausgeht, daß 2010 ein Wirtschaftswachstum zu erreichen hat allerdings keinen blassen Dunst davon wie Wirtschaft funktioniert.

    Umgehend die Banken (alle Banken!) verstaatlichen und Ärmel hochkrempeln; etwas anderes hilft nicht mehr. Verpasst man auch dies, so sehe ich wirklich panikartige Zustände vorraus.....und nicht nur in Ländern der sogenannten Dritten Welt.

  4. ausschliesslich exportorientiertes wirtschaften . Zerst kommt stabiler innerstaatlicher Handel und Produktion , und danach erst Internationalisierung .
    Schwellenländer und sog 3.Weltstaaten hätten gut daran getan den Luxusgüterimport mit hohen Zöllen oder sogar mit Verbot zur Verhinderung von Aussenhandelsdefiziten zu belegen . Das wäre nur eine von vielen möglichen Massnahmen . . .
    Es geht nicht an , das wieder mal die erlauchte Gesellschft überall auf der Welt über Verhungern oder Überleben entscheidet .
    Es sieht aber immernoch so aus , alswenn es zur neverending Story wird !!!

    Die Finanzwirtschaft muss !!! grundsätzlich neu bewertet werden und vielleicht sogar verurteilt werden

  5. Um einer "..., Finanzierungslücke zwischen 270 und 700 Milliarden Dollar (213 bis 553 Milliarden Euro)" bei einer voraussichtlichen diesjähgrigen Fälligkeitsrate "..., in Höhe von zwei bis drei Billionen ... " zu begegnen, haben sich unsere "Eliten" etwas ganz tolles einfallen lassen. Eine "... konzertierte Aktion der reicheren Länder...", nicht der Reichen natürlich. Da, "Ansonsten drohe der Dritten Welt ein gefährlicher Abwärtsstrudel, ...", und im Umkerhschluß natürlich keinesfalls durch die Krise und deren Ursachen selbst.

    Was wollen unsere hochgeschätzten Behelfsleuchten dagegen getan tun?

    - "Weltbank-Chefökonom Justin Yifu Lin regte an, dass reichere Staaten einige Milliarden aus ihren Konjunkturprogrammen an ärmere geben." Man lese sich hierzu einfach noch einmal die anderen Zahlen in Ruhe durch.

    - " ..., wirtschaftlichen Katastrophe in den Entwicklungsländern". Vor allem Investitionen in soziale Sicherheitsnetze, in die Infrastruktur sowie in kleine und mittlere Betriebe seien dringend notwendig," Tatsachen zu bisherigen Erfolgen dieser Politk, das Privatvermögen z.B. eines Herrn Arafat betrug bei seinem Ableben allein offiziell 4,5 Milliarden, die Liste ähnlicher und schlimmerer Potentaten läßt sich weltweit beliebig fortführen. UND - weltweit (also insgesamt) gelten gerade einmal noch 40Prozent der Staaten als Staatsgefüge herkömmlicher Definition. Viel Spaß bei den Investitionsprogrammen in den restlichen Gebilden.

    - "Um den Finanzierungsbedarf an Krediten, Garantien und direkten Kapitalspritzen zu decken, reichten aber die bisherigen Mittel internationaler Institutionen wie der Weltbank oder des Internationalen Währungsfonds (IWF) nicht aus." Anscheinend haben hier einige besonders helle Köpfchen ein kleines Detailchen vergessen. Aufgrund der Zinspolitik kommt generell weniger Geld in Umlauf, als zurückgefordert wird, was wiederum zwangsläufig zu neuen Kreditverpflichtungen zur Tilgung führt, und wieder, und wieder, ... , und es wird niemals reichen, in alle Ewigkeit nicht.

    Und noch einmal, weils so schön klingt. - "Ansonsten drohe der Dritten Welt ein gefährlicher Abwärtsstrudel:, ..."
    - Sprich wir müssen zwingend und verstärkt so weiter machen wie bisher, damit die ganze arme Dritte Welt (außer vielleicht dem einen oder anderen im Stile der madegassischen Verpachtungsspezialisten) nicht den Bach runtergeht. Na wenn das mal keine klare feine Logik ist. , Ach ganz praktisch, sollte es nicht ganz so laufen, muß sich dann natürlich Frau Müller, die Teilzeitverkäuferin/ Teilzeitputzfrau und Zeitungsausträgerin von nebenan schon einmal fragen lassen, was sie persönlich durch Überwindung ihres imperialistisch/ postkolonialistischen inneren Schweinehundes zur Rettung der Dritten Welt beigetragen hat. Und ob sie die Schuld an dem ganzen Schlamassel nicht lieber zuerst bei sich suchen sollte.

    Fassen wir zusammen, da die bisherige Fiskalpolitik gegen die Wand gefahren ist, müssen nach deren Meinung die Instrumente welche hierzu geführt haben verstärkt zur "Rettung" eingesetzt werden. Wahrscheinlich weil diese Konsorten glauben, da 5% des Geldvermögens immer noch in der Realwirtschaft feststecken, ist auf jedem Fall der Eigenanteil noch ausbaubar.

    Dieses ganze Verhalten ist in meinen Augen weder einfach dumm, oder sorglos, ... es ist ganz klar ein Fall für Den Haag (IStGH).

    Um dieses unselige Fiskalsystem zu überwinden, welches die Menschheit zwangsläufig immer wieder in den Ruin stürzte, und dies auch weiterhin wird. Um zu verhindern, das sich die Folgen mit jeder "Krise" verstärken. Muß die Geldpolitik zwingend wieder in die Hände der Gesellschaft gelegt werden. Muß das Großkapital massiv ausgetrocknet werden, muß der Zinspolitik der Zahn gezogen werden, ... . Es gibt tausend Sachen mit denen man anfangen kann, und keine Entschuldigung damit zu warten.

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    Ich fordere für alle Personen in Führungsverantwortung.
    - jährlich eine Woche Sozialarbeit
    - wöchentlich 3Stunden Geschichtsunterricht
    - eine monatliche Buchbesprechung eines Science-Fiction-Romans.

  6. Beim Lesen dieser Zeilen kann man sich vor Lachen kaum halten.

    Die Menschen dieser Länder warten noch auf einen Aufwärtsstrudel, der sie in die entwickelten Länder treibt. Menschen, die ganz unten sind, brauchen keinen Abwärtsstrudel zu fürchten. Diese Menschen müssen Angst haben, dass der letzte Rest Hoffnung verloren geht.

  7. die großen Wirtschaftsexperten-Ackermann- Mehdorn-Mistfelder und der große Betrüger der Post?
    Sie haben sich schon alles eingesackt und werden den Sommer wohl auf ihrer eigenen Insel verbringen.
    Womit wird das bezahlt?
    Mit den paar Kröten, die ein normaler Mensch in unserem Land verdient.

    Die ganze Bande in einen grossen Sack und immer mit dem Knüppel drauf!!

    Es ist wirklich nicht ratsam, sich überhaupt noch Nachrichten anzusehen oder vielleicht sogar ein Zeitung zu kaufen.

    Das frustet.

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