Amoklauf Von Erfurt bis Winnenden

Polizei, Schüler und Lehrer haben seit Erfurt gelernt, wie sie sich im Ernstfall verhalten müssen. Trotzdem starben 16 Menschen. Welche Lehren sind zu ziehen?

Wie kann das nächste Schulmassaker verhindert werden?

Wie kann das nächste Schulmassaker verhindert werden?

Die Schüler in Winnenden wussten genau, was sie zu tun hatten. Die 14-jährige Selina D. schildert plastisch der Süddeutschen Zeitung , wie sie und ihre Freundinnen reagierten, als der bewaffnete Amokläufer Tim K. morgens um halb zehn Uhr die Tür ihres Klassenzimmers aufriss, bekleidet mit einem schwarzen Kampfanzug.

Die Mädchen warfen sich in Sekundenschnelle zu Boden, kippten ihren Tisch um, kauerten sich dahinter und errichteten so eine Deckung. Automatisch beherzigten sie, was sie zuvor gelernt hatten: das richtige Verhalten bei einem Amoklauf.

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Die Lehrer reagierten ebenfalls richtig. Eine Lehrerin riegelte geistesgegenwärtig die Klassenzimmertür ab, als Tim den Raum verlassen hatte, um nachzuladen. Er feuerte noch auf Schloss und Tür, doch er bekam sie nicht mehr auf. Davor hatte der Schuldirektor seine Schutzbefohlenen mit einer Durchsage gewarnt. Er gebrauchte ein vereinbartes Codewort: "Frau Koma kommt." Koma rückwärts bedeutet Amok. Alle wussten, was gemeint war.

Sieben Jahre nach dem Amoklauf von Erfurt hat sich in den Schulen vieles getan. Heute weiß jeder Referendar, wie er sich im Notfall verhalten muss: Klassenraum abschließen, auf keinen Fall verlassen und auf Hilfe warten. An unzähligen Schulen wurden Krisenteams gebildet und Evakuierungswege besprochen.

Auch die Polizei verhielt sich mustergültig. Nämlich so, wie sie das eigens für den Notfall trainiert hatte – und ganz anders als in Erfurt 2002, dem ersten deutschen Amoklauf in einer Schule. Damals warteten die Beamten, die zuerst am Tatort gekommen waren, auf Kräfte des Spezialeinsatzkommandos (SEK). Wertvolle Minuten verstrichen. Robert Steinhäuser richtete binnen einer Viertelstunde ein Blutbad an.

Diesmal waren die ersten Polizisten drei Minuten nach der ersten SOS-SMS an der Schule. Ohne zu zögern stürmten sie, ganz normale Streifenpolizisten, das Gebäude. So wurde Tim K. aus der Schule vertrieben. Genau so, wie es die Verhaltensregel für Polizisten gebietet: reingehen, Täter finden, notfalls erschießen. Diese Regel ist seit dem Amoklauf in Emdsdetten 2006 gültig. Fast alle Beamten absolvieren seither einmal jährlich ein "Amoktraining" .

Offensichtlich funktionieren die Notfallpläne der Schulen und Polizeidienststellen. Alle Beteiligten haben die Verhaltensregeln verinnerlicht. Alle Beteiligten in Winnenden waren erstaunlich gut auf einen Amoklauf vorbereitet.

Nur, was nützt das alles, wenn trotzdem 16 Menschen sterben?

Am Tag nach der blutigen Tat fühlen die meisten Menschen pure Hilflosigkeit. Auf den Schulhöfen und in den Ministerien diskutiert man, ob die Maßnahmen, die ergriffen worden waren, zu lasch sind. Welche Möglichkeiten gibt es, Kinder vor einem schießwütigen Mitschüler zu bewahren? Schließlich nimmt die Zahl der Androhungen von Amokläufen ständig zu. Pro Jahr sind es etwa 60 bis 80 Fälle, die ernst genommen werden müssen. Auch die Zahl der Bluttaten steigt. Gab es in den neunziger Jahren weltweit noch sechs Schul-Amokläufe in einem Zeitraum von drei Jahren, sind es in diesem Jahrzehnt im gleichen Zeitrahmen 23 Vorfälle.

Was also kann getan werden, um die Gefahr einzudämmen? Noch bevor man wusste, wie viele Opfer Tim Ks. Amoklauf fordert, meldeten sich die ersten Kommentatoren mit Verbesserungsvorschlägen. Grob lassen sie sich in zwei Gruppen einteilen: Die einen fordern mehr Verbote, die anderen bessere Präventionsmaßnahmen.

Die Verbot-Fraktion fordert strengere Zugangsregeln auf den Schulgeländen. Wie in den USA schon getan, müsse man jetzt auch in Deutschland die Schultore von Sicherheitskräften überwachen lassen. Aufs Gelände solle man nur noch mit Chipkarten gelangen. Ebenfalls in der Diskussion ist das Waffenrecht. Viele fordern, dass Waffen nicht mehr zu Hause, sondern bloß an sicheren Orten wie Vereinen aufbewahrt werden sollten. Tim K.s Vater gehörte die Tatwaffe. Er hatte es versäumt, sie im Schutzschrank wegzuschließen. Auch Horrorvideos und blutrünstige Computerspiele, von denen Tim und andere Attentäter sich womöglich anstacheln ließen, gehören auf den Index, sagen die Kritiker.

All diese Vorschläge hört man nicht zum ersten Mal. Einiges hat sich seit 2002 längst geändert. Die meisten Schulen kontrollieren seither viel pedantischer, wer das Gebäude betritt. Auch das Waffenrecht ist verschärft worden, zuletzt 2008. Die Altersgrenze für den Besitz großkalibriger Sportwaffen wurde von 18 auf 21 Jahre hinaufgesetzt. Pumpguns wurden 2003 verboten, ebenso wie sogenannte "Killerspiele", wenn die 2003 dafür eingerichtete Prüfstelle so entscheidet, was 40-mal im Jahr vorkommt.

Die Präventions-Fraktion sagt, man könne nicht alles verbieten, um das Böse auszuschließen. Zumal ja nicht jeder, der Killerspiele spielt, selbst zum Killer wird. Sie wollen Amokläufe lieber mit Präventions- und Sozialhilfsmaßnahmen bekämpfen. Vor allem sind es die Lehrer selbst, die mehr psychologisch geschultes Personal fordern. Häufig senden die Täter vorher Signale aus, kündigen mitunter das Attentat sogar an. Nach Erfurt sagte der damalige Innenminister Otto Schily: "Jede Schule braucht ihren eigenen Schulpsychologen."

Das ist nach wie vor ein Wunschziel. Zwar wurden inzwischen an vielen Schulen Psychologen eingestellt. Im internationalen Vergleich allerdings liegt Deutschland nicht vorn. In Thüringen etwa gibt es bis heute gerade einmal 20 Stellen für Schulpsychologen. Baden-Württemberg verdoppelte 2006 die Zahl der Stellen nach der letzten Androhung eines Amoklaufs auf 101. Auf jeden Psychologen kommen in Baden-Württemberg 17.000 Schüler, bundesweit ist der Schnitt etwas besser: 1:12.000.

In Finnland hingegen ist an fast jeder noch so kleinen Schule ein eigener Haus-Psychologe beschäftigt. Allerdings konnten die auch nicht verhindern, dass 2007 und 2008 zwei finnische Schüler Amok liefen.
 

 
Leser-Kommentare
  1. 1. ...

    der Täter:

    (entfernt. Bitte beachten Sie, dass wir dieses Video hier nicht verlinken möchten. Die Redaktion/jk)

  2. Na das liegt doch wohl auf der Hand: Das private lagern von Waffen gehört verboten. Waffen müssen auf der Polizei gelagert werden und werden nur mit Ausweiß und Waffenschein ausgehändigt.

    So hätte es kein einziges school-shooting in Deutschland gegeben. nicht mal der dümmste Politiker kann behaupten das es ein shooting ohen Schußwaffe geben kann.

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    Und was ist mit den Waffen, die ohne Waffenschein, die ohne Waffenbesitzkarte zu Hause oder sonstwo gelagert werden?
    Darüber hat man doch gar keine Kontrolle....

    Wenn es nur so einfach wäre. Gut, man gibt alle Waffen ab (wer macht das, wenn er ein Waffennarr ist? und wäre es politisch durchsetzbar, wenn wir nicht mal die Null-Promille-Grenze hinkriegen?), aber was ist mit Messern, großen Steinen, Schlingen zum Erwürgen, Gift, Sprengstoffen, Autos (wenn einer in eine Menschengruppe rast, ist das nicht auch Amok?) usw, was der menschlichen Phantasie alles entspringt. Wenn der Druck auf einen Menschen und in einem Menschen so groß ist, dass er nur noch töten kann, wird er es versuchen. Und unsere Gesellschaft ist voller Drücke, die einen töten andere, die anderen sich selbst. Wenn die Gesellschaft es nicht schafft, die Drücke wegzusperren, wird sie es auch nicht schaffen, Unheil zu verhindern.

    Und was ist mit den Waffen, die ohne Waffenschein, die ohne Waffenbesitzkarte zu Hause oder sonstwo gelagert werden?
    Darüber hat man doch gar keine Kontrolle....

    Wenn es nur so einfach wäre. Gut, man gibt alle Waffen ab (wer macht das, wenn er ein Waffennarr ist? und wäre es politisch durchsetzbar, wenn wir nicht mal die Null-Promille-Grenze hinkriegen?), aber was ist mit Messern, großen Steinen, Schlingen zum Erwürgen, Gift, Sprengstoffen, Autos (wenn einer in eine Menschengruppe rast, ist das nicht auch Amok?) usw, was der menschlichen Phantasie alles entspringt. Wenn der Druck auf einen Menschen und in einem Menschen so groß ist, dass er nur noch töten kann, wird er es versuchen. Und unsere Gesellschaft ist voller Drücke, die einen töten andere, die anderen sich selbst. Wenn die Gesellschaft es nicht schafft, die Drücke wegzusperren, wird sie es auch nicht schaffen, Unheil zu verhindern.

  3. Dieser Tim tut mir unendlich Leid. Er muss von seinen Mitschülern ziemlich übel behandelt worden sein, dass er so reagiert hat.

    Wer ist nun Schuld an dieser Tragödie? Wir! Alle! Wir alle müssen lernen, besser mit unseren Mitmenschen umzugehen, sie zu achten und zu respektieren. Das muss gerade auch an den Schulen besser vermittelt werden.

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    Das ist in der Theorie richtig...
    "Wir alle müssen lernen, besser mit unseren Mitmenschen umzugehen, sie zu achten und zu respektieren."
    Versuchen wir das nicht schon seit einer Ewigkeit?

    Das ist in der Theorie richtig...
    "Wir alle müssen lernen, besser mit unseren Mitmenschen umzugehen, sie zu achten und zu respektieren."
    Versuchen wir das nicht schon seit einer Ewigkeit?

  4. Die Wechselseitige Beeinflussung zwischen Konsum von Gewaltvideos und Gewalt bleibt nach wie vor unklar. Auch eine Verschärfung des Waffengesetzes lenkt meiner Meinung nach die Aufmerksamkeit von den wahren Ursachen und Mittätern ab. Ein Radiobericht gibt erste Hinweise: der Täter lies gezielt einen Jungen hervortreten und erschoss ihn mit der Begründung, dieser habe ihn ein Leben lang gehänselt. Es ist bemerkenswert, wie die öffentliche Darstellung neue Perspektiven, die sich hieraus ergeben, schlichtweg ausblendet. Auch dass der Schüler gehänselt wurde und eigenen Angaben zu Folge nicht ernst genommen wurde scheint nicht weiter zu interessieren. Lieber stigmatisiert man ihn als „Psychisch Krank“ und schiebt seine Tat u.a. auf die Tatsache, dass er Depressionen hatt, ohne zu reflekrieren, wer diese mitverursacht haben könnte. Zu unangenehm die Erkenntnis: Es sind nicht die Eltern des Täters, deren Waffenbesitz alles erklären kann, nein, es sind die auch die Mitschüler (und somit die Erziehungseinflüsse ihrer Eltern), die einen Jungen systematisch seines positiven Selbstbildes und damit seiner Lebensperspektive beraubt haben. Und damit wird klar, dass die Lösung solcher Probleme in der Verantwortung jedes Einzelnen liegt – beim täglichen Umgang den unsere Kinder untereinander hegen. Soziale Beziehungen und Soziale Anerkennung sind nicht nur zufällig Teil der Bedürfnispyramide von Maslow.

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    Kinder hänseln sich schon seit Generationen, das ist nichts Neues. Auch ich habe Kinder, die davon berichten wenn sie in der Schule geärgert werden. Ich spreche dann normalerweise mit meinen Kindern und versuche sie wieder aufzubauen, was mir normalerweise auch gelingt. Sicher sind auch sie keine Engel und ärgern auch mal andere Kinder.

    Haben Tims Eltern auch mitbekommen, wenn er gehänselt wurde? Wie haben sie reagiert?

    Ihr Kind war wegen Depressionen in Behandlung. Jeder der schon mal mit depressiven Angehörigen oder Bekannten zu tun hatte weiss, dass in diesem Fall eine erhöhte Aufmerksamkeit notwendig ist, da mit Depressionen oftmals eine erhöhte Suizidgefahr einher geht.

    Insofern hätten die Eltern von Tim weit mehr Vorsicht walten lassen müssen, vor allem was den Umgang mit Waffen und deren Verwahrung angeht.

    Kurzum: die Gesellschaft für diesen Amoklauf in diesem Maß mitverantwortlich zu machen geht mir doch zu weit.
    Ich finde die Bezeichnung 'Mittäter' zynisch.

    Aus meiner Sicht liegt die Hauptverantwortung ganz klar bei den Eltern von Tim.

    Natürlich ist es völlig "unklar", ob das gezielte Töten anderer Menschen im virtuellen Raum keinerlei Auswirkungen auf die Psyche des Menschen und sein Verhalten im realen Leben hat. Blutige Gewalt mit abgeschlachteten Menschen gehören doch heute zum normalen Unterhaltungsprogramm in Film und Computer"spiel".

    Lasst uns ein paar Kerzen und Räucherstäbchen anzünden, einen Yogitee aufsetzen und über die Bedürfnispyramide von Maslow diskutieren. Dann werden wir feststellen, dass die Mitschüler eigentlich selber schuld sind! Gut, dass sie jetzt tot sind...

    Entschuldigung, aber solche Äußerungen drücken mir die Kotze in den Kragen, um es mal ganz deutlich zu sagen.
    (Anmerkung: Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Die Redaktion/jk)

    (entfernt wg. Doppelpostings. Die Redaktion/jk)

    Kinder hänseln sich schon seit Generationen, das ist nichts Neues. Auch ich habe Kinder, die davon berichten wenn sie in der Schule geärgert werden. Ich spreche dann normalerweise mit meinen Kindern und versuche sie wieder aufzubauen, was mir normalerweise auch gelingt. Sicher sind auch sie keine Engel und ärgern auch mal andere Kinder.

    Haben Tims Eltern auch mitbekommen, wenn er gehänselt wurde? Wie haben sie reagiert?

    Ihr Kind war wegen Depressionen in Behandlung. Jeder der schon mal mit depressiven Angehörigen oder Bekannten zu tun hatte weiss, dass in diesem Fall eine erhöhte Aufmerksamkeit notwendig ist, da mit Depressionen oftmals eine erhöhte Suizidgefahr einher geht.

    Insofern hätten die Eltern von Tim weit mehr Vorsicht walten lassen müssen, vor allem was den Umgang mit Waffen und deren Verwahrung angeht.

    Kurzum: die Gesellschaft für diesen Amoklauf in diesem Maß mitverantwortlich zu machen geht mir doch zu weit.
    Ich finde die Bezeichnung 'Mittäter' zynisch.

    Aus meiner Sicht liegt die Hauptverantwortung ganz klar bei den Eltern von Tim.

    Natürlich ist es völlig "unklar", ob das gezielte Töten anderer Menschen im virtuellen Raum keinerlei Auswirkungen auf die Psyche des Menschen und sein Verhalten im realen Leben hat. Blutige Gewalt mit abgeschlachteten Menschen gehören doch heute zum normalen Unterhaltungsprogramm in Film und Computer"spiel".

    Lasst uns ein paar Kerzen und Räucherstäbchen anzünden, einen Yogitee aufsetzen und über die Bedürfnispyramide von Maslow diskutieren. Dann werden wir feststellen, dass die Mitschüler eigentlich selber schuld sind! Gut, dass sie jetzt tot sind...

    Entschuldigung, aber solche Äußerungen drücken mir die Kotze in den Kragen, um es mal ganz deutlich zu sagen.
    (Anmerkung: Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Die Redaktion/jk)

    (entfernt wg. Doppelpostings. Die Redaktion/jk)

  5. Hätte es verhindert werden können? Experten, die sich nach so einer Tat Experten schimpfen, sagen nein und unsere Politiker plappern dies nach!
    Ich sage ja, man hätte!!
    Hier beim Amoklauf in Winnenden wird es wieder deutlich, man hat nach Emsdetten und Erfurt nichts dazugelernt außer einem verschärften Waffengesetz, das nichts gebracht hat.
    Diskusionen fackeln auf, wie man die Schulen sicherer machen kann. „Man glaube nicht, dass …….“ heißt es , dann muss ich sagen liebe Politiker, ändert Euren Glauben!
    Es ist einfach für unsere Politiker, sich nach so einer Tat hinzustellen und Mitgefühl auszusprechen. Es ist immerhin billiger und nicht so mühsam, ein paar Tote in Kauf zu nehmen, als etwas zu unternehmen.
    Eine Lösung z.B. wären Schulklassen mit bis zu 15 Schülern. Hier kann man eher erkennen, wie sich Schüler entwickeln, als in Klassen mit bis zu dreißig Schülern.
    Dies wäre auch für die nächste Pisa-Studie von Vorteil.
    Weiterhin müssten die Pädagogen geschult und gezielt ausgebildet werden, dass im Vorfeld eine solche Tat bzw. eine Soziale Verarmung der Schüler erkannt wird.
    Das kostet Geld, das anscheinend nicht vorhanden ist.
    Dennoch werden bei jedem Staatsbesuch Millionen für die Sicherheit der Besucher ausgegeben, Millionen für die Sicherheit unserer Politiker, aber für die Sicherheit der Bürger ist nichts übrig.
    Es wird auch deutlich, dass hier der Täter nun als Opfer der Gesellschaft hingestellt wird, es werden Entschuldigungen zu seiner Tat gesucht, der Täter wird durch die Medien zum Helden gemacht und spornt die an, die ähnliches erlebt haben wie der Täter, eine solche Tat durchzuführen..
    Die tatsächlichen Opfer aber bleiben im Hintergrund.
    Liebe Medien, wenn Ihr ein Funken von Verantwortung und Würde habt, lasst den Täter außen vor. Es ist unwichtig für die Opfer, wie er die Tat begangen hat und welchen Weg er in seinem Amoklauf eingeschlagen hat, es ist nur wichtig für die Sesationsgeilheit einiger Bürger, die Einschaltquote und Absatz der Zeitungen.
    Berichtet über die Opfer, die mit 15 oder 16 Jahren ihr junges Leben verloren haben, welche Ziele sie hatten und wie Ihr Leben bis zum Tode verlaufen ist.
    Berichtet über die Trauer in der Gemeinde und schenkt dem Täter keine Aufmerksamkeit.
    Denn Aufmerksamkeit forderte sein krankes Hirn!!! Ein Opfer das zum Täter werden musste
    Gefährlich ists den Leu zu wecken, Verderblich ist des Tigers Zahn, Jedoch der

  6. Wer Interesse hat kann hier der Aktion "Verbot der privaten Lagerung von Schußwaffen" auf Facebook beitreten:

    hxxp://apps.facebook.com/causes/cause_invitations/new?cause_id=244611&flow=create

  7. Mir ist völlig unverständlich wie man mit diesem Täter auch noch Mitleid haben kann. Keine noch so üble Behandlung durch die Mitschüler rechtfertigt eine solche Tat. Außerdem wurde dem Täter psychatrische Hilfe angeboten, die er nicht in Anspruch genommen hat, Aufmerksamkeit war also vorhanden.

    Ebenso unerklärlich ist mir, wie man als Vater, dem der Psychatrieaufenthalt seines Sohnes wohl bekannt gewesen sein dürfte, Waffen in Reichweite dieses depressiven Sohnes aufbewahren kann. Wozu braucht man Zuhause überhaupt 17 Waffen und 4500 Schuß Munition?. Wann werden diesen durchgeknallten Waffennarren eigentlich endlich Ihrer Mordwerkzeuge abgenommen? Wer unbedingt meint Sportschütze sein zu müssen, der kann seine Waffen auch im Schützenverein aufbewahren. Und wer seine Mordwerkzeuge nicht absolut sicher aufbewahrt, sollte für alles was mit diesen von Unbefugten angerichtet wird, so zur Rechenschaft gezogen werden, als hätte man es selbst getan. Vielleicht vergeht denen dann die Leichtfertigkeit im Umgang mit Waffen oder überhaupt die Lust auf deren Besitz.

  8. Es ist falsch hier von Tätern und Verbrechen zu sprechen. Ich würde vielmehr von einem tragischen Ereignis sprechen, ein Ereignis, das uns zu mehr Mitmenschlichkeit mahnt.

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