Nach Skiunfall Althaus ist wieder zu Hause

Anorak statt Jackett – Thüringens Ministerpräsident hat sich nach seinem Skiunfall erstmals öffentlich gezeigt. Ins Amt zurück will der CDU-Spitzenkandidat nach Ostern

Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) sieht sich für die harten Anforderungen des Landtagswahlkampfs gerüstet. Es sei ihm bewusst, dass für die Wahl am 30. August seine "ganze Kraft gefordert" sei, sagte Althaus bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit dem Skiunfall in Allensbach am Bodensee.

Vor dem Portal der Schmieder-Kliniken schüttelte der Ministerpräsident die Hände eines Arztes und weiterer Mitarbeiter. Nach zwei Monaten Therapie in der dortigen Spezialklinik reiste er nach Thüringen, wo er in seinem Wohnort Heiligenstadt ambulant weiter behandelt wird.

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Beim Zusammenprall mit einer 41-jährigen Frau im österreichischen Skigebiet Reisneralm am Neujahrstag hatte der Regierungschef ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Gedächtnisverlust war die Folge. Nach einem Krankenhausaufenthalt verlegten die Ärzte ihn in die Reha-Klinik an den Bodensee.

Althaus wirkte körperlich stabil und sah schmaler aus als zuvor. Nach dem Ende der ambulanten Therapie nach Ostern wolle er zurück auf die politische Bühne, sagte er.

Seine Partei hegt große Erwartungen. Am vergangenen Samstag wählte die Thüringer CDU den 50-Jährigen in Abwesenheit zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl. Verstimmung löste er auch in der eigenen Partei aus, aber vor allem in der thüringischen Opposition mit einer Interviewserie in der Bild -Zeitung. Althaus gab detailreich Auskunft über seine Genesung, die Zeit nach dem Unfall und seine politische Zukunft.

Seine Unfallgegnerin war an den Folgen der Kollision gestorben. "Der Vorfall hat mich geprägt und wird mich in den kommenden Jahren begleiten", sagte Althaus. Er habe sehr darüber nachgedacht und trage die Verantwortung dafür. Ein österreichisches Gericht hatte ihn wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von 33.000 Euro verurteilt. Außergerichtlich wollte Althaus der Familie des Unfallopfers Schadenersatz leisten.

 
Leser-Kommentare
    • angste
    • 19.03.2009 um 22:24 Uhr

    "Seine Unfallgegnerin war an den Folgen der Kollision gestorben"

    Ist die Zeit auch schon so weit, das Opfer nicht mehr als Opfer zu bezeichnen, sondern sogar schon als Gegnerin?

  1. Redaktion
    • tst1
    • 20.03.2009 um 7:14 Uhr

    Sie war im Zuge der Kollision erst Gegnerin (was umgegekehrt geuaso gilt) und wurde dann Opfer

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, tst
  • Kommentare 2
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  • Schlagworte Dieter Althaus | Ostern | CDU | Thüringen | Allensbach | Bodensee
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