Amoklauf in Winnenden Die Beretta auf dem Nachtschrank

Ist das deutsche Waffenrecht restriktiv genug, wenn es Schreckenstaten wie die von Winnenden nicht verhindern kann? Politiker und Lobbyisten streiten

Wer einen Waffenexperten sucht, findet ihn derzeit vor allem in Nürnberg. Dort trifft sich die Branche zur weltgrößten Waffenmesse IWA – zwei Tage nach dem Amoklauf von Winnenden, bei dem ein 17-Jähriger 15 Menschen und sich selbst tötete. Die Tatwaffe war eine Pistole der Marke Beretta, Kaliber neun Millimeter, Teil der Waffensammlung im Hause des Jugendlichen.

Auch Wolfgang Dicke von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist in Nürnberg. Er kann der neu entfachten Diskussion um ein schärferes Waffenrecht nicht viel abgewinnen. "Die Schwachstelle ist der Mensch", sagt er, und er meint damit: Selbst 100 Paragrafen mehr könnten ein Massaker wie das von Winnenden nicht verhindern.

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Genau dies bezweifelt Wolfgang Wieland. Der Bundestagsabgeordnete der Grünen hält das deutsche Waffenrecht für scharf – aber nicht für scharf genug. "Alle Vorfälle der vergangenen Jahre in Deutschland zeigen, dass die Täter zu leicht an ihre Waffen kamen", sagte er ZEIT ONLINE. Deshalb müsse nun, nicht überstürzt sondern mit kühlem Kopf, über eine Verschärfung des Waffengesetzes nachgedacht werden. "Waffen gehören nicht länger in Privatwohnungen".

Noch deutlicher sagt es der SPD-Abgeordnete Hermann Scheer, in dessen Wahlkreis die Bluttat von Winnenden geschah. Er sprach sich in der taz für ein generelles Verbot von privatem Waffenbesitz aus. Die Waffen von Sportschützen, so Scheer und Wieland, müssten sicher verschlossen in den Schützenvereinen gelagert werden.

Diesen Vorschlag hält Polizeigewerkschaftler Dicke für absurd. Das Risiko einer zentralen Lagerung sei gewaltig, sagt er ZEIT ONLINE. Kriminelle würden sich dann zuallererst ein Schützenhaus vornehmen, wenn sie sich mit Waffen eindecken wollten. Leichten Zugriff hätten sie dort, sagt auch Birger Tiemann vom Deutschen Schützenbund. Denn Schützenhäuser liegen oft am Ortsrand und sind nur sporadisch besetzt. Vereinsarbeit sei nun mal ein Ehrenamt, Zeit für die Bewachung eines Waffentresors gebe es da nicht, so Tiemann.

Dicke hat ein weiteres Gegenargument parat: die schiere Menge an legalen Schusswaffen in Deutschland: Rund 11 Millionen Schießeisen sollen sich manchen Schätzungen zufolge in privatem Besitz befinden. Und diese sollen nun alle in Schützenhäusern gebunkert werden? Unmöglich, sagt Dicke.

Leser-Kommentare
  1. Hmm, und das verhindert leider weder waffenschmuggel noch, dass möglicherweise einem polizisten die pistole geraubt wird.
    Was wollen wir machen - den menschen abschaffen?
    Wie bekommen wir eine 100% sicherheit - jeden einsperren? - immerhin haben 3 jugendliche innerhalb von 10 Jahren bei einer bevölkerung von nur 85 000 000 Menschen einen amoklauf gemacht - das ist unerträglich.
    Alleine schon die existenz von waffen ist unmenschlich - wir sollten dringend vielleicht das anti-waffen-gen und das friede-freude-eigerkuchen-gen entwickeln - oder alle männer abschaffen, jugendliche zur sicherheit in den knast sperren?
    Nein, alle videospiele abschaffen, genauso wie sündige rock-n-roll-musik und überhaupt eine absolute überwachung aufbauen. Biometrie-ausweis ist da doch nur ein anfang, kann nicht mehr sein - da er keine absolut lückenlose überwachung zuläßt. Jeden einzelnen bürger permament psychologisch betreuen lassen und ihm einen überwachungschip ins gehirn einpflanzen samt einer abschaltfunktion des potentiellen amokläufers!
    Es ist gut, das die grünen wiedermal so voraus denken!

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    • RalfBr
    • 02.04.2009 um 4:20 Uhr

    Leider hatten wir in den letzten 10 Jahren ein paar Amokläufe mehr, nicht nur 3 ...
    zusätzlich noch die, die gerade noch so verhindert wurden.
    Ob alle privaten Waffenbesitzer ihren Kram zuverlässig wegschließen ?
    Das bezweifle ich stark. Jetzt wird vielleicht verstärkt darauf geachtet.
    Doch wie sieht es in ein paar Monaten aus, wenn Winnenden für die Öffentlichkeit nicht mehr so aktuell ist ? Dann werden wieder einige wie der Vater dieses Tim, befürchte ich, es sehr locker handhaben, "könnt ja mal jemand einbrechen, da wärs gut, die Waffe zur Hand zu haben"

    • RalfBr
    • 02.04.2009 um 4:20 Uhr

    Leider hatten wir in den letzten 10 Jahren ein paar Amokläufe mehr, nicht nur 3 ...
    zusätzlich noch die, die gerade noch so verhindert wurden.
    Ob alle privaten Waffenbesitzer ihren Kram zuverlässig wegschließen ?
    Das bezweifle ich stark. Jetzt wird vielleicht verstärkt darauf geachtet.
    Doch wie sieht es in ein paar Monaten aus, wenn Winnenden für die Öffentlichkeit nicht mehr so aktuell ist ? Dann werden wieder einige wie der Vater dieses Tim, befürchte ich, es sehr locker handhaben, "könnt ja mal jemand einbrechen, da wärs gut, die Waffe zur Hand zu haben"

    • Soahc
    • 14.03.2009 um 13:39 Uhr

    Wenn ich das schon wieder höre...
    Als ob es einen Unterschied machen würde ob, ich 5 oder 15 Waffen zu Hause beherberge. Soviele Waffen kann ein amokläufer in seinem Wahn gar nicht verwenden.
    Entweder man verbietet gänzlich Schusswaffen im zivilen Bereich, dann entsteht auch nicht das Problem einer zentralen Lagerung von Schusswaffen in stadtfernen Gebieten (Wobei das Argument auch Schwachsinn ist: Man könne sehr wohl eine Stätte für waffen einrichten, die hinreichend geschützt ist, könnte diese sogar mit der Polizei verbinden im Falle eines Einbruchs, ach was rege ich mich auf...)
    nicht.
    Oder man lässt alles nach wie vor am Laufen und wartet auf genau die gleiche Diskussion nach dem nächsten Amoklauf...
    Vielleicht stehen einem bis dahin ja ungeahnte Möglichkeiten zur Verfügung!

    _______________________________________________________________
    Eltern fragen sich, warum die Flüsse bitter schmecken, wenn doch sie selbst es waren, die die Quelle vergiftet haben.
    (JOHN LOCKE)

  2. Wenn ich es denn wollte, könnte ich am späten Abend einige Kneipen im Rotlichtviertel von Frankfurt besuchen und einige Tage später hätte ich dann eine Pistole plus Munition zu einem vertretbaren Preis.

    Ist hier jemand der dagegen wetten würde ???

    Gruß, Bernd
    *** Money helps the body to survive, but friends are needed to make the soul survive ***

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    Einem Kind würden aber vielleicht selbst die zweifelhaften Gestalten im Millieu keine Pistole verkaufen, auch hätte es womöglich nicht das Kleingeld ... Aber das alles geht am Thema vorbei. Denn Ihre Frage war doch: Wozu braucht ein Auto Bremsen, wenn sie auf einer total vereisten Fahrbahn doch kaum helfen?

    ACHTUNK: SATIRRÄ!! (Genehmigt gem. § 1 ff. Bundessatiregesetz)

    Allerdings, es ist wieder die Stunde der Erzieher und Selbstdarsteller.

    Verbietet alles, Zigaretten, Computerspiele, Spielzeugpanzer, Wasserpistolen, Küchenmesser, selbstgeknipste Sado-Maso Bilder von Oma und Opa im Gummidress, das Internet. Kontrolliert alles, auch die Schlafzimmer, besonders die Nachttischschubladen. Wir sagen Euch wie, ihr könnt es ja nicht wissen.

    Denn sehet her, wir sind derart vernünftig, edel und klug, viel mehr als ihr, - und das ist das Allerwichtigste!

    Nur der entmündigte Mensch ist ein guter Mensch, - wie wir! Und ist er´s geworden, wird er uns danken, da sind wir uns sicher. Und wenn nicht, na dann ist er uneinsichtig. Das werden wir dann auch noch ändern. Mittels Erziehung, die darf man nämlich nicht den Eltern überlassen, das ist Expertensache, unsere Sache. Es genügt, wenn Mama und Papa ihre Sprößlinge einmal wöchentlich im Heim besuchen können. Mit unserer Erlaubnis.

    So erreichen wir die Idealgesellschaft, alle sind sanftmütig und glücklich und werden hundert Jahre alt. Vertraut uns, wir sind Eure großen Schwestern und Brüder.

    Der weniger Vernünftige fragt sich indes, ob denn nun wirklich das Verbot, Messer mit Klingen über 12 cm in der Öffentlichkeit zu tragen - was ich früher immer getan habe, sogar stets mehrere auf einmal im Gürtel, und eines zwischen den Zähnen, aber nun darf ich ja nicht mehr -, das jüngste Schulmassaker verhindert hätte?

    ***

    Die allgemeine Todesfallstatistik

    Autounfälle: ca. 4.000 / Jahr

    Zigarettenqualm: ca. 6.000

    Suff: ca. 42.000

    Medikamente (Nebenwirkungen): ca. 60.000

    Ärztepfusch: ... na lassen wir das

    Mord/Totschlag (ohne Schußwaffe): 2.800 (anno 1999 - vor Verschärfung des Waffenrechts)

    Mit Schußwaffen: 380

    Mit legalen Schußwaffen: 22 (0,7 % aller Tötungsdelikte)

    Davon Beziehungstaten: 14

    (Die erfahrungsgemäß sonst mit anderen Mitteln ausgeführt worden wären)

    Einwohnerzahl der BRD: etwa 80 Millionen

    ***

    Ach ja: Haushaltsunfälle! Ungefähr 6.500 pro Jahr.

    Unser Vorschlag: Bügeleisen müssen auf dem Polizeirevier aufbewahrt werden; zeitlich begrenzte Herausgabe auf Antrag gegen Quittung.

    _______________________________________________
    Willst du Gott amüsieren, erzähle ihm von deinen Plänen

    Einem Kind würden aber vielleicht selbst die zweifelhaften Gestalten im Millieu keine Pistole verkaufen, auch hätte es womöglich nicht das Kleingeld ... Aber das alles geht am Thema vorbei. Denn Ihre Frage war doch: Wozu braucht ein Auto Bremsen, wenn sie auf einer total vereisten Fahrbahn doch kaum helfen?

    ACHTUNK: SATIRRÄ!! (Genehmigt gem. § 1 ff. Bundessatiregesetz)

    Allerdings, es ist wieder die Stunde der Erzieher und Selbstdarsteller.

    Verbietet alles, Zigaretten, Computerspiele, Spielzeugpanzer, Wasserpistolen, Küchenmesser, selbstgeknipste Sado-Maso Bilder von Oma und Opa im Gummidress, das Internet. Kontrolliert alles, auch die Schlafzimmer, besonders die Nachttischschubladen. Wir sagen Euch wie, ihr könnt es ja nicht wissen.

    Denn sehet her, wir sind derart vernünftig, edel und klug, viel mehr als ihr, - und das ist das Allerwichtigste!

    Nur der entmündigte Mensch ist ein guter Mensch, - wie wir! Und ist er´s geworden, wird er uns danken, da sind wir uns sicher. Und wenn nicht, na dann ist er uneinsichtig. Das werden wir dann auch noch ändern. Mittels Erziehung, die darf man nämlich nicht den Eltern überlassen, das ist Expertensache, unsere Sache. Es genügt, wenn Mama und Papa ihre Sprößlinge einmal wöchentlich im Heim besuchen können. Mit unserer Erlaubnis.

    So erreichen wir die Idealgesellschaft, alle sind sanftmütig und glücklich und werden hundert Jahre alt. Vertraut uns, wir sind Eure großen Schwestern und Brüder.

    Der weniger Vernünftige fragt sich indes, ob denn nun wirklich das Verbot, Messer mit Klingen über 12 cm in der Öffentlichkeit zu tragen - was ich früher immer getan habe, sogar stets mehrere auf einmal im Gürtel, und eines zwischen den Zähnen, aber nun darf ich ja nicht mehr -, das jüngste Schulmassaker verhindert hätte?

    ***

    Die allgemeine Todesfallstatistik

    Autounfälle: ca. 4.000 / Jahr

    Zigarettenqualm: ca. 6.000

    Suff: ca. 42.000

    Medikamente (Nebenwirkungen): ca. 60.000

    Ärztepfusch: ... na lassen wir das

    Mord/Totschlag (ohne Schußwaffe): 2.800 (anno 1999 - vor Verschärfung des Waffenrechts)

    Mit Schußwaffen: 380

    Mit legalen Schußwaffen: 22 (0,7 % aller Tötungsdelikte)

    Davon Beziehungstaten: 14

    (Die erfahrungsgemäß sonst mit anderen Mitteln ausgeführt worden wären)

    Einwohnerzahl der BRD: etwa 80 Millionen

    ***

    Ach ja: Haushaltsunfälle! Ungefähr 6.500 pro Jahr.

    Unser Vorschlag: Bügeleisen müssen auf dem Polizeirevier aufbewahrt werden; zeitlich begrenzte Herausgabe auf Antrag gegen Quittung.

    _______________________________________________
    Willst du Gott amüsieren, erzähle ihm von deinen Plänen

  3. Waffen hin oder her - es erscheint mir nach wie vor sinnvoller, an der Lage der Täter vor der Tat anzusetzen, also statt schärferen Waffengesetzen mehr Integration von Schülern, die sich ausgeschlossen fühlen, mehr Unterstützung für Lehrer, kleinere Klassen, eine bessere Situation an der Schule.
    Wer Waffen will, wird immer Mittel und Wege finden, an welche heranzukommen. Es ist sinnvoller, zu verhindern, dass Schüler überhaupt erst so tief sinken, dass das ein Ausweg zu sein scheint.

  4. Einem Kind würden aber vielleicht selbst die zweifelhaften Gestalten im Millieu keine Pistole verkaufen, auch hätte es womöglich nicht das Kleingeld ... Aber das alles geht am Thema vorbei. Denn Ihre Frage war doch: Wozu braucht ein Auto Bremsen, wenn sie auf einer total vereisten Fahrbahn doch kaum helfen?

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    Die Diskussion beschäftigt sich unter anderem mit der Frage wo private Waffen gelagert werden sollen (Schützenvereine, Polizei ...), damit ein einfacher Zugriff nicht möglich ist. Und ein 17-jähriger ist kein Kind mehr. Das würde einen "Händler" in bestimmten Bezirken Frankfurts (und sicher in anderen Großstädten) nicht interessieren. Hier geht es auch nicht um 1.000 €.

    Ich sehe zwar auch keine Möglichkeit eine bessere Sicherheit durch eine weitere Verschärfung des Waffengesetzes zu gewährleisten, weil nun mal der Mensch die "Schwachstelle" ist, aber die Produktion und der Vertrieb von Waffen müssen besser überwacht werden. Ich bin sicher, dass 100 Waffen als produziert und vertrieben angegeben werden aber tatsächlich 105 produziert wurden und fünd dann verschwunden sind.

    Gruß, Bernd
    *** Money helps the body to survive, but friends are needed to make the soul survive ***

    Die Diskussion beschäftigt sich unter anderem mit der Frage wo private Waffen gelagert werden sollen (Schützenvereine, Polizei ...), damit ein einfacher Zugriff nicht möglich ist. Und ein 17-jähriger ist kein Kind mehr. Das würde einen "Händler" in bestimmten Bezirken Frankfurts (und sicher in anderen Großstädten) nicht interessieren. Hier geht es auch nicht um 1.000 €.

    Ich sehe zwar auch keine Möglichkeit eine bessere Sicherheit durch eine weitere Verschärfung des Waffengesetzes zu gewährleisten, weil nun mal der Mensch die "Schwachstelle" ist, aber die Produktion und der Vertrieb von Waffen müssen besser überwacht werden. Ich bin sicher, dass 100 Waffen als produziert und vertrieben angegeben werden aber tatsächlich 105 produziert wurden und fünd dann verschwunden sind.

    Gruß, Bernd
    *** Money helps the body to survive, but friends are needed to make the soul survive ***

    • lolov
    • 14.03.2009 um 14:21 Uhr

    Schärfere Kontrollen sind zu teuer? Für die Allgemeinheit vielleicht. Aber warum stellt man die Kosten für scharfe Kontrollen nicht den Kontrollierten in Rechnung?

    Wenn man unbedingt 3224 Waffen samt Munition im Keller bunkern will, warum dann nicht die Kontrollen bezahlen? Was spricht dagegen, solche Waffenlager alle 3 Monte unangekündigt zu kontrollieren und anschließend eine Rechnung da zu lassen? Mit meinem Auto muss ich auch alle zwei Jahre zum TÜV und das habe ich auch selbst zu bezahlen!

    --
    Let's agree to respect each other's views, no matter how wrong yours may be.

  5. Die Diskussion beschäftigt sich unter anderem mit der Frage wo private Waffen gelagert werden sollen (Schützenvereine, Polizei ...), damit ein einfacher Zugriff nicht möglich ist. Und ein 17-jähriger ist kein Kind mehr. Das würde einen "Händler" in bestimmten Bezirken Frankfurts (und sicher in anderen Großstädten) nicht interessieren. Hier geht es auch nicht um 1.000 €.

    Ich sehe zwar auch keine Möglichkeit eine bessere Sicherheit durch eine weitere Verschärfung des Waffengesetzes zu gewährleisten, weil nun mal der Mensch die "Schwachstelle" ist, aber die Produktion und der Vertrieb von Waffen müssen besser überwacht werden. Ich bin sicher, dass 100 Waffen als produziert und vertrieben angegeben werden aber tatsächlich 105 produziert wurden und fünd dann verschwunden sind.

    Gruß, Bernd
    *** Money helps the body to survive, but friends are needed to make the soul survive ***

    Antwort auf "Thema verfehlt"
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    ...offiziell 20 für den Keller gekauft wurden, 5 davon aber inoffiziell abgefeilt, aufgebohrt und im Rotlichtviertel vertickt. Kontrolliert wird ja eh nicht.

    ...offiziell 20 für den Keller gekauft wurden, 5 davon aber inoffiziell abgefeilt, aufgebohrt und im Rotlichtviertel vertickt. Kontrolliert wird ja eh nicht.

    • Anonym
    • 14.03.2009 um 14:25 Uhr

    1) Warum wird schon wieder nur über den Täter geredet? Damit hat er genau die Aufmerksamkeit bekommen wegen der er dies Verbrechen wohl (u.a.) beging. Auf die Opfer kommt es an, um die müssen wir trauern,.. vor allem:

    das sind die wahren Opfer!

    was mich zu
    2) bringt:
    warum wird aus dem Täter schon wieder indirekt das Opfer gemacht? Es werden "Gründe" und de facto Rechtfertigungen gesucht. Oh der arme Bub keiner wollte mich ihm auf dem Pausenhof reden, ja das kann einen schon zum Amoklauf verleiten..
    was stimmt ist dass die Deutschen heutzutage insgesamt und die Jugend im Besonderen keinerlei Frustrationstoleranz mehr hat. Wegen jeder Kleinigkeit regen sich die Leute maßlos auf, steigern sich rein, kennen keine Eskalationsstufe mehr - das führt dan bei echten Problemen die auftauchen zu solchen Kurzschlüssen. Ich weiss nicht woher diese Weinerleichkeit kommt. Mein Vater hatte 5 Geschwister, die Eltern mussten beide auf dem Bauernhof arbeiten und haben die Kinder nur 2x am Tag kurz gesehen - sonst hätte es kein Essen auf dem Tisch gegeben. "Trotzdem" wurde aus meinem Vater kein Irrer, obwohl die Eltern nie für ihn da waren und er eine karge harte Jugend hatte (damals war Bayern noch ein sehr armes und rückständiges Agrarland). Zum Beispiel war es damals fast undenkbar für einen Landbuar das Gymnasium zu besuchen, man ging auf die Hauptschule damit hat es sich. Geht man noch weiter in die Vergangenheit so wurde bereits mit 14 Jahren geheiratet, das Leben bestand aus konstanter Not und Entbehrung, in einem engen Korsett aus Normen und Verboten mit der einzigen Aussicht auf einen Tot der spätestens Anfang 30 eintritt.
    Was ich damit sagen will: uns geht es einfach zu gut. Ja, ich bin davon nicht freu und selbst oft zu wehleidig. Dann lehn ich mich zurück und vergegenwärtige wie gut es mir eigentlich geht, wie kleinkariert meine Sorgen eigentlich sind.

    Das ist ein Mentalitätsproblem, wie sovieles in Deutschland.

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    • Soahc
    • 14.03.2009 um 14:55 Uhr

    Wenn sie so Sehnsucht nach dieser idyllischen, calvinistsichen Lebensweise haben dann wird sie keiner im Thread dazu zwingen, sie nicht zu leben,
    nur entschuldigen sie mich, wenn ich in der Zeit leben möchte, in der wir leben. Ich möchte älter werden wie 30 Jahre und meine Kinder mehr als zweimal am Tag sehen.
    Wenn sie Sehnsucht nach der Vergangenheit haben, sollten sie sich aber auch mal mit den Schattenseiten zu damaliger Zeit vertraut machen, vergleichend mit den Möglichkeiten zur heutigen Zeit. Nostalgie ist im Übrigen auch falsch für die Argumentation dieses Themas und dem Täter geben wir auch keine Plattform, denn die Beiträge vor ihnen richteten sich ziemlich genau auf einen Punkt: Waffen, Waffengestze und deren Umgang...
    Von daher versteh ich was sie meinen, das was sie aber meinen, steht hier gar nicht zu Debatte...!

    _______________________________________________________________
    Eltern fragen sich, warum die Flüsse bitter schmecken, wenn doch sie selbst es waren, die die Quelle vergiftet haben.
    (JOHN LOCKE)

    • Soahc
    • 14.03.2009 um 14:55 Uhr

    Wenn sie so Sehnsucht nach dieser idyllischen, calvinistsichen Lebensweise haben dann wird sie keiner im Thread dazu zwingen, sie nicht zu leben,
    nur entschuldigen sie mich, wenn ich in der Zeit leben möchte, in der wir leben. Ich möchte älter werden wie 30 Jahre und meine Kinder mehr als zweimal am Tag sehen.
    Wenn sie Sehnsucht nach der Vergangenheit haben, sollten sie sich aber auch mal mit den Schattenseiten zu damaliger Zeit vertraut machen, vergleichend mit den Möglichkeiten zur heutigen Zeit. Nostalgie ist im Übrigen auch falsch für die Argumentation dieses Themas und dem Täter geben wir auch keine Plattform, denn die Beiträge vor ihnen richteten sich ziemlich genau auf einen Punkt: Waffen, Waffengestze und deren Umgang...
    Von daher versteh ich was sie meinen, das was sie aber meinen, steht hier gar nicht zu Debatte...!

    _______________________________________________________________
    Eltern fragen sich, warum die Flüsse bitter schmecken, wenn doch sie selbst es waren, die die Quelle vergiftet haben.
    (JOHN LOCKE)

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