Winnenden Makabre Details und offene Fragen
Stückweise wird bekannt, was an den verschiedenen Orten am Tag des Amoklaufes von Winnenden geschah. Und private Waffenträger haben ein Imageproblem
Streit gibt es um die Frage, ob der jugendliche Amokläufer aus dem baden-württembergischen Winnenden in psychotherapeutischer Behandlung war oder nicht . Der Anwalt der Eltern des 17-jährigen Tim K. behält sich juristische Schritte gegen einen Mediziner vor, der gesagt hatte, der Junge sei bei einem Psychotherapeuten gewesen. Hintergrund könnte sein, dass die Staatsanwaltschaft K.s Vater eine Mitverantwortung für den Tod von 16 Menschen vorwerfen könnte. Der Mann, ein Hobbyschütze, hatte mehr als ein Dutzend Waffen zu Hause verwahrt.
Mit einer davon, einer Pistole der Marke Beretta, tötete Tim am Mittwoch an der Albertville-Realschule Winnenden 15 Menschen, darunter ehemalige Mitschüler, auf der Flucht vor der Polizei dann mehrere Passanten und nach Darstellung der Polizei zuletzt sich selbst. Wenn der Vater von gewusst haben sollte, dass sein Sohn zu Gewalt neigt, könnte das für ihn strafrechtliche Folgen haben. Denn dann wäre er zu größerer Sorgfalt bei der sicheren Aufbewahrung seines Arsenals verpflichtet gewesen.
Der Täter war am Mittwoch mit äußerster Brutalität und Gefühlskälte vorgegangen . Während der Fahrt zum nächsten Tatort in Wendlingen soll er scherzhaft mit der Erschießung weiterer Menschen gedroht haben. Das schilderte der von K. als Geisel genommene Autofahrer Igor W.. "Soll ich mal 'nen Spaß machen, ein paar Autofahrer abknallen?", fragte demnach der Junge, wie Spiegel Online und Winnender Zeitung berichteten. K. erzählte seiner Geisel auch, dass er zuvor 13 Menschen getötet habe. "Was haben Dir diese Menschen getan?", soll Igor W. darauf gefragt haben.
Wie der Fahrer in den Berichten weiter schilderte, hatte K. nach den Schüssen auf seine ehemaligen Mitschüler dann auf einem Parkplatz in Winnenden dem Autofahrer seine Pistole in den Nacken gehalten und ihn zu einer zweistündigen Irrfahrt gezwungen. Igor W. kam dabei nahe des etwa 40 Kilometer entfernten Wendlingen leicht von der Straße ab. Das Auto blieb nach bisherigen Erkenntnissen im Morast stecken. Dem 41-Jährigen gelang dadurch die Flucht.
Tim K. tötete auf der Suche nach einem Fluchtwagen in einem nahe gelegenen Autohaus noch zwei weitere Menschen. In einer dann folgenden Schießerei mit Polizisten verletzte er zwei Beamte schwer, bevor er selbst starb.
Lob bekamen die Lehrer der Albertville-Realschule am Sonntag von dem Stuttgarter Regierungspräsidenten Johannes Schmalzl. Obwohl Lehrer selbst verletzt gewesen wären, hätten sie sich entschlossen für den Schutz ihrer Schüler eingesetzt und "heldenhafte Reaktionen" gezeigt. Auch in den Tagen nach der Tat hätten sie ihre Schüler nach Kräften unterstützt, sagte der früherer Chef des Landesverfassungsschutzes. Psychologen sind in der Stad t im Dauereinsatz.
Um künftig Amokläufe besser zu vermeiden, sprach sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für eine stärkere Kontrolle von Waffenbesitzern au s. Die ordnungsgemäße Aufbewahrung von Waffen und Munition könnte etwa durch unangemeldete Überprüfungen verbessert werden, sagte sie in einem Interview des Deutschlandfunks. Auch zeigte sie sich einem schärferen Verbot von Gewaltvideos offen.
- Datum 16.03.2009 - 07:58 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, tst
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Der Anwalt der Eltern des 17-jährigen Tim K. behält sich juristische Schritte gegen einen Mediziner vor, der gesagt hatte, der Junge sei bei einem Psychotherapeuten gewesen.
Da fällt es einem schon schwer ruhig zu bleiben. Da fährt eine Waffe, die 15 vollkommen und total Unschuldige tötet, frei zugänglich im Hause herum, und der Vater, dem sie gehört, behält sich juristische Schritte gegen einen Klinikleiter vor, der bestätigt, dass der Sohn, der Täter, mehrfach ambulant wegen Depression in Behandlung war?
Gut, kann sein, dass die Eltern das nicht gewusst haben, unwahrscheinlich zwar, aber doch schon möglich - Eltern wissen ab einem bestimmten Alter wirklich nicht immer, was die Kinder treiben. Aber manche wollen es auch nicht wissen. Und andere mögen es wissen, kümmern sich aber nicht weiter drum.
Egal wie - aber eine Waffe im Hause herumfahren haben, sorry, Fehler gemacht. Und jetzt Anderen mit juristischen Schritten drohen? Wieder sorry - degoutant, aber auch typisch für unsere Zeit: Angriff ist die beste Verteidigung.
Nur weil jemand selbst gegebenenfalls ein Recht verletzt hat, heißt das nicht, dass jemandem im Gegenschluss Rechte aberkannt werden. Auch ein Mörder hat Rechte und erst Recht ein Vater, der hier auch nur seinen Sohn verloren hat. Ein Arzt, der seine Schweigepflicht bricht (und zwar gegenüber den Medien und nicht der Polizei) gehört belangt, völlig unabhängig davon, wer sein Patient war oder ist.
Ein bisschen mehr Rechtsverständnis wäre hier angebracht.
Nur weil jemand selbst gegebenenfalls ein Recht verletzt hat, heißt das nicht, dass jemandem im Gegenschluss Rechte aberkannt werden. Auch ein Mörder hat Rechte und erst Recht ein Vater, der hier auch nur seinen Sohn verloren hat. Ein Arzt, der seine Schweigepflicht bricht (und zwar gegenüber den Medien und nicht der Polizei) gehört belangt, völlig unabhängig davon, wer sein Patient war oder ist.
Ein bisschen mehr Rechtsverständnis wäre hier angebracht.
Killerspiele zu verharmlosen ist meiner Ansicht nach fahrlässig.
Die Bahauptungen, wonach kein nachweisbarer Zusammenhang zwischen Jugendgewalt und dem Konsum respektive dem Benutzen von Killerspielen durch jugendliche Gewalttäter bestehe, wie man häufig lesen kann, ist nichts weiter als eine Behauptung, auch wenn sie in sozialwissenschaftlichem Gewand daherkommt.
Tatsache ist, dass bei den Amokläufern der letzen Jahre an deustchen Schulen der Konsum von Killerspielen auf heimischen Bildschirmen jedesmal durch erkennungsdienstliche respektive kriminaltechnische Untersuchungen nachweisbar gewesen ist.
Das Verbot solcher Spiele ist durchaus zu erwägen, scheint mir.
Es waren auch alles Jungen. Sollten wir nicht auch Jungen verbieten?
Ich will gar nicht bestreiten, dass das, was üblicherweise unter Killerspielen verstanden wird, in Einzelfällen negative Auswirkungen haben könnte. Das gilt allerdings auch für Alkohol oder Autofahren (wenn uns Leben wirklich so viel wert ist, dann bitte konsequent).
Es ist außerdem naiv zu glauben, dass so ein Amoklauf eine Ursache hat (Killerspiele) und es ist völlig unwissenschaftlich anzunehmen, dass nach einigen wenigen Amokläufen (viel zu geringe sample size) die Kausalität des Killerspiels für Amokläufe nachgewiesen wäre.
Ich habe mir nun mehrmals Ihren Artikel durchgelesen. Ich hoffe das es eine Art Satire sein sollte, allerdings glaube ich, dass Sie es ernst meinen.
Das defakto fast jeder männliche Jugendliche schonmal First-Person-Shooter gespielt hat, und dadurch nicht Amok gelaufen ist.
Was Sie eine Tatsache nennen, nenne ich eine Behauptung. So gab es sehr lange Diskussionen, ob es bei Robert Steinhäuser auf dem Rechner wirklich ein First-Person-Shooter gegeben hat, oder ob Presse und Polizei sich das "schöngeredet" haben. Von dem was in der Presse stand mal ganz zu schweigen...
"Die Bahauptungen, wonach kein nachweisbarer Zusammenhang zwischen Jugendgewalt und dem Konsum respektive dem Benutzen von Killerspielen durch jugendliche Gewalttäter bestehe, wie man häufig lesen kann, ist nichts weiter als eine Behauptung, auch wenn sie in sozialwissenschaftlichem Gewand daherkommt."
Dazu sage ich:
Die Behauptungen, wonach ein nachweisbarer Zusammenhang zwischen Jugendgewalt und dem Konsum respektive dem Benutzen von Killerspielen durch jugendliche Gewalttäter bestehe, wie man häufig lesen kann, ist nichts weiter als eine Behauptung, auch wenn sie in sozialwissenschaftlichem Gewand daherkommt.
Nur ein k entfernt.
Haben sie einen Beleg für diese These?
Beispiel für das Gegenteil:
nehmen wir an 75% der männlichen Jugend spielt Killerspiele. Wie kann aus der Tatsache, dass es in 2-3 Jahren einen Amokläufer gibt, abgeleitet werden, dass diese Amokläufe damit zusammenhängen?
Ersetzen wir die Computerspiele durch Musik. Vielleicht hören 95% der Menschen Musik. So auch zu 95% die Amokläufer. Ist die Musik nun Ursache der Amokläufe?
Hochgerechnet wird nicht mal jeder Millionste Computerspieler ein Amokläufer. Damit ist bewiesen, dass hier NICHT die Ursache liegen kann.
Es waren auch alles Jungen. Sollten wir nicht auch Jungen verbieten?
Ich will gar nicht bestreiten, dass das, was üblicherweise unter Killerspielen verstanden wird, in Einzelfällen negative Auswirkungen haben könnte. Das gilt allerdings auch für Alkohol oder Autofahren (wenn uns Leben wirklich so viel wert ist, dann bitte konsequent).
Es ist außerdem naiv zu glauben, dass so ein Amoklauf eine Ursache hat (Killerspiele) und es ist völlig unwissenschaftlich anzunehmen, dass nach einigen wenigen Amokläufen (viel zu geringe sample size) die Kausalität des Killerspiels für Amokläufe nachgewiesen wäre.
Ich habe mir nun mehrmals Ihren Artikel durchgelesen. Ich hoffe das es eine Art Satire sein sollte, allerdings glaube ich, dass Sie es ernst meinen.
Das defakto fast jeder männliche Jugendliche schonmal First-Person-Shooter gespielt hat, und dadurch nicht Amok gelaufen ist.
Was Sie eine Tatsache nennen, nenne ich eine Behauptung. So gab es sehr lange Diskussionen, ob es bei Robert Steinhäuser auf dem Rechner wirklich ein First-Person-Shooter gegeben hat, oder ob Presse und Polizei sich das "schöngeredet" haben. Von dem was in der Presse stand mal ganz zu schweigen...
"Die Bahauptungen, wonach kein nachweisbarer Zusammenhang zwischen Jugendgewalt und dem Konsum respektive dem Benutzen von Killerspielen durch jugendliche Gewalttäter bestehe, wie man häufig lesen kann, ist nichts weiter als eine Behauptung, auch wenn sie in sozialwissenschaftlichem Gewand daherkommt."
Dazu sage ich:
Die Behauptungen, wonach ein nachweisbarer Zusammenhang zwischen Jugendgewalt und dem Konsum respektive dem Benutzen von Killerspielen durch jugendliche Gewalttäter bestehe, wie man häufig lesen kann, ist nichts weiter als eine Behauptung, auch wenn sie in sozialwissenschaftlichem Gewand daherkommt.
Nur ein k entfernt.
Haben sie einen Beleg für diese These?
Beispiel für das Gegenteil:
nehmen wir an 75% der männlichen Jugend spielt Killerspiele. Wie kann aus der Tatsache, dass es in 2-3 Jahren einen Amokläufer gibt, abgeleitet werden, dass diese Amokläufe damit zusammenhängen?
Ersetzen wir die Computerspiele durch Musik. Vielleicht hören 95% der Menschen Musik. So auch zu 95% die Amokläufer. Ist die Musik nun Ursache der Amokläufe?
Hochgerechnet wird nicht mal jeder Millionste Computerspieler ein Amokläufer. Damit ist bewiesen, dass hier NICHT die Ursache liegen kann.
Hallo, einen schönen Sonntag,
ich bin der Meinung, das Verbote im Bezug auf Amokläufe gar nichts bringen. Wenn man etwas verbietet, wo fängt man an und wo hört man auf?
Waffenkontrolle vor der Schule? Gut! Man kann aber auch z.B. eine Schule anzünden...Videos und Killerspiele verbieten oder noch schwerer zugänglich machen? Es gibt immer einen der die Videos oder Spiele besorgen kann.
Ich denke man sollte vorher tätig werden. Viel, viel,viel mehr Psychologen, Sozialtherapeuten, etc.pp. in die Schulen, die sich dann um die Schüler kümmern. Vielleicht auch noch andere Berufe, die mit Wissensvermittlung nicht zu tun haben, die aber für die Schüler da sind.
Eine Uni hat z.B. einen Fragebogen mit 32 Fragen erarbeitet, um festzustellen wie groß das Risiko bei einem Schüler ist, das er zur Gewalt neigt. Den Fragebogen könnte man den Menschen, die sich um das Soziale bei den Schülern kümmern, eventuell an die Hand geben. Wir müssen die Schüler zu starken, selbstbewußten Menschen machen, denen solche Gewaltvideos oder was auch immer, einfach zu "doof" sind oder die an solchen Medien nicht ihre Agressionen ab
Im Wesentlichen stimme ich Ihnen zu.
Was noch betrachtet gehört, ist die Situation innerhalb der Familie. Man mag sagen, daß sei Privatsphäre, doch darf diese innert einer Wertung der gesamten Ereignisse nicht außer acht gelassen werden: gehört zur Vollständigkeit dazu...
Im Wesentlichen stimme ich Ihnen zu.
Was noch betrachtet gehört, ist die Situation innerhalb der Familie. Man mag sagen, daß sei Privatsphäre, doch darf diese innert einer Wertung der gesamten Ereignisse nicht außer acht gelassen werden: gehört zur Vollständigkeit dazu...
Wir müssen die Schüler zu starken, selbstbewußten Menschen machen, denen solche Gewaltvideos oder was auch immer, einfach zu "doof" sind oder die an solchen Medien nicht ihre Agressionen abarbeiten.
schnell nach Gesetzen für das Verbot von Gewaltdarstellungen und strengeres Waffenrecht schreien, diese beschließen, sich ins stille Kämmerlein zurückziehen und sich Augen und Ohren zuhalten und mal gucken, was passiert. Wie dämlich ist das? Wenn ich einen Tumor habe, kann ich auch nicht Tumoren gesetzlich verbieten. Ist ja lachhaft.
Manchmal habe ich das Gefühl, von Kindern regiert zu werden. Gesetze allein bringen gar nichts. Gesetze schützen niemanden, das haben sie noch nie und werden es auch nie. An einer wirklichen Veränderung der Gesellschaft ist die CDU doch gar nicht interessiert, das war sie auch noch nie. Es geht nur um Macht, nicht um Veränderung.
Der Amoklauf war ein soziales Problem, kein gesetzliches. Wer an Waffen kommen will, begibt sich ins Drogenmilieu und kommt nach wenigen Monaten auch an Waffenhändler, oder er fährt geschwind nach San Marino und holt sich alle Waffen, die er will. Da brauche ich keinen offenen Waffenschrank. Wenn jemand wirklich töten will, dann kann er es auch, ganz einfach.
Wieso geht das nicht in die Köpfe rein? Gibt es schlimmeres, als blinden Aktionismus der Politiker?
...sich die Herrschaften in der Union zurück ziehen und es dann vorziehen. lieber nichts zu unternehmen, weil man ja möglicherweise irgendeinem Großspender oder 'politischen Landschaftspfleger' auf die Füße treten und der dann schwer beleidigt sein könnte.
Und die Union? Die muss irgendwie sehen, dass sie die 20% Befürworter - überwiegend sehr Konservative - hinter sich schart. Wenn sie diese Leute verärgert, so befürchtete man ja schon vor dem Amoklauf, würde es nichts aus dem grandiosen Sieg der Union bei der kommenden Bundestagswahl.
Aber das Klima kippt derzeit - und zwar zu ungunsten der Union. Denn inzwischen hat sie nicht nur ein weiteres Glaubwürdigkeitsproblem, sondern noch zwei Imageprobleme:
Zum einen, da die Waffenbesitzer und die Verfechter der "Freiheit, Waffen und Muition zu Hause zu lagern" von einer überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung geächtet werden,
Zum anderen, weil sich die Union im Falle des Nichtstuns die Frage stellen lassen muss, was denn für die angeblich Wertkonservativen mehr wert wäre: Ein Menschenleben - oder die mit Milliardenbeträgen gestützten Banken, oder gar das Portemonaie von Herrn Zumwinkel?
Wenn die Union jetzt nichts unternimmt, wird sie sich nach dem nächsten Amoklauf fragen lassen müssen, ob das Fortkommen und das Einkommen einer selbsternannten Elite für sie mehr wert ist, als Menschenleben.
...sich die Herrschaften in der Union zurück ziehen und es dann vorziehen. lieber nichts zu unternehmen, weil man ja möglicherweise irgendeinem Großspender oder 'politischen Landschaftspfleger' auf die Füße treten und der dann schwer beleidigt sein könnte.
Und die Union? Die muss irgendwie sehen, dass sie die 20% Befürworter - überwiegend sehr Konservative - hinter sich schart. Wenn sie diese Leute verärgert, so befürchtete man ja schon vor dem Amoklauf, würde es nichts aus dem grandiosen Sieg der Union bei der kommenden Bundestagswahl.
Aber das Klima kippt derzeit - und zwar zu ungunsten der Union. Denn inzwischen hat sie nicht nur ein weiteres Glaubwürdigkeitsproblem, sondern noch zwei Imageprobleme:
Zum einen, da die Waffenbesitzer und die Verfechter der "Freiheit, Waffen und Muition zu Hause zu lagern" von einer überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung geächtet werden,
Zum anderen, weil sich die Union im Falle des Nichtstuns die Frage stellen lassen muss, was denn für die angeblich Wertkonservativen mehr wert wäre: Ein Menschenleben - oder die mit Milliardenbeträgen gestützten Banken, oder gar das Portemonaie von Herrn Zumwinkel?
Wenn die Union jetzt nichts unternimmt, wird sie sich nach dem nächsten Amoklauf fragen lassen müssen, ob das Fortkommen und das Einkommen einer selbsternannten Elite für sie mehr wert ist, als Menschenleben.
ich glaube nicht, dass ein 17jähriger amokläufer monatelang im drogenmilieu nach einer waffe sucht, oder nach marino fährt. dieser junge wusste, wenn ich darauf bock habe, gehe ich ins schlafzimmer und hol mir alles was ich dazu brauche. dieser leichte zugang hat zu dem furchtbaren unglück geführt. die eltern sind mitschuldig.
übrigens, der junge hat geglaubt, er wäre mitten in einem ballerspiel.
Jetzt muss natürlich gefordert werden, egal was, hauptsache fordern und "politisch aktiv" sein. Natürlich ist es keine gute Idee, wenn Besitzer tödlicher Schusswaffen sich keine Gedanken darüber machen müssen, dass die Einhaltung der entsprechenden Richtlinien vielleicht mal kontrolliert werden könnte - aber wer erst solch ein tragisches Ereignis braucht, um zu diesem Schluss zu kommen, sollte besser keine politische Verantwortung haben. Das betrifft Politiker aller Parteien, die jetzt auf einmal einen Richtungswechsel betreiben - keinerlei Informationen, dafür jede Menge Emotionen sind neu dazugekommen, das kann nicht die Grundlage sein, auf der man vernünftige Politik betreibt.
Das Verbot von "Killerspielen" (was auch immer das genau sein soll, da müsste es dann ja auch "Killerfilme", "Killerbücher" und "Killermusik" geben, die auf einer schwarzen Liste unerwünschter Kulturgüter aufgeführt werden müsste) an diesem Beispiel durchzudrücken ist ebenso hanebüchen - als Minderjähriger hätte er diese Spiele ohnehin nicht besitzen dürfen, sollte ein neues Gesetz das verstoßen gegen bereits bestehende Gesetze verbieten oder wie darf man sich das vorstellen?
...sich die Herrschaften in der Union zurück ziehen und es dann vorziehen. lieber nichts zu unternehmen, weil man ja möglicherweise irgendeinem Großspender oder 'politischen Landschaftspfleger' auf die Füße treten und der dann schwer beleidigt sein könnte.
Und die Union? Die muss irgendwie sehen, dass sie die 20% Befürworter - überwiegend sehr Konservative - hinter sich schart. Wenn sie diese Leute verärgert, so befürchtete man ja schon vor dem Amoklauf, würde es nichts aus dem grandiosen Sieg der Union bei der kommenden Bundestagswahl.
Aber das Klima kippt derzeit - und zwar zu ungunsten der Union. Denn inzwischen hat sie nicht nur ein weiteres Glaubwürdigkeitsproblem, sondern noch zwei Imageprobleme:
Zum einen, da die Waffenbesitzer und die Verfechter der "Freiheit, Waffen und Muition zu Hause zu lagern" von einer überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung geächtet werden,
Zum anderen, weil sich die Union im Falle des Nichtstuns die Frage stellen lassen muss, was denn für die angeblich Wertkonservativen mehr wert wäre: Ein Menschenleben - oder die mit Milliardenbeträgen gestützten Banken, oder gar das Portemonaie von Herrn Zumwinkel?
Wenn die Union jetzt nichts unternimmt, wird sie sich nach dem nächsten Amoklauf fragen lassen müssen, ob das Fortkommen und das Einkommen einer selbsternannten Elite für sie mehr wert ist, als Menschenleben.
Zum anderen, weil sich die Union im Falle des Nichtstuns die Frage stellen lassen muss, was denn für die angeblich Wertkonservativen mehr wert wäre: Ein Menschenleben - oder die mit Milliardenbeträgen gestützten Banken, oder gar das Portemonaie von Herrn Zumwinkel?
Muss diese Frage überhaupt noch gestellt werden?
Es sind heute nicht nur die sogenannten Wertkonservativen, bei denen eine ehrliche Antwort auf diese Frage dem Offenbarungseid gleichkäme. Und wie sollte es auch anders sein nach der freiwilligen Selbsterniedrigung des Menschen zum ausschließlich wirtschaftlichen Faktor?
===
Ich bin nicht einfach nur ein Verbraucher oder Steuerzahler. Ich bin ein BÜRGER der Bundesrepublik Deutschland!
Zum anderen, weil sich die Union im Falle des Nichtstuns die Frage stellen lassen muss, was denn für die angeblich Wertkonservativen mehr wert wäre: Ein Menschenleben - oder die mit Milliardenbeträgen gestützten Banken, oder gar das Portemonaie von Herrn Zumwinkel?
Muss diese Frage überhaupt noch gestellt werden?
Es sind heute nicht nur die sogenannten Wertkonservativen, bei denen eine ehrliche Antwort auf diese Frage dem Offenbarungseid gleichkäme. Und wie sollte es auch anders sein nach der freiwilligen Selbsterniedrigung des Menschen zum ausschließlich wirtschaftlichen Faktor?
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Ich bin nicht einfach nur ein Verbraucher oder Steuerzahler. Ich bin ein BÜRGER der Bundesrepublik Deutschland!
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