Geoforschung

Die Macht des Kerns

Europas neue Hoffnung im Orbit: der Erdbeobachtungssatellit GOCE  |  © ESA/AOES Medialab

Diesmal ist es was Besonderes, wenn am Montagnachmittag im Norden Russlands eine Rakete einen Satelliten ins All befördert. Denn tatsächlich wird sich der neue Wächter im Orbit auf den Weg zum Mittelpunkt der Erde machen. Aus einer Höhe von rund 270 Kilometern wird der Gravity field and steady-state Ocean Circulation Explorer (GOCE) der Kraft nachgehen, die im Erdkern entsteht: die Gravitation. Vom Weltraum aus werden die Sensoren des aerodynamischen Fliegers das Schwerefeld der Erde ausmessen, genauer als jemals zuvor. Der Satellit der europäischen Weltraumbehörde Esa wird Ozeanströmungen, die Verteilung der Erdmasse und Veränderungen des Meerespiegels verfolgen. Die Daten verraten Forschern einiges über das Weltklima. Und das wird von der Gravitation beeinflusst, der mysteriösen Macht im Inneren unseres Planeten.

Leser-Kommentare
    • Hermod
    • 15.03.2009 um 23:19 Uhr

    Ich denke, die Menschheit sollte sich schleunigst auf das besinnen, was ein Mensch ist und sie überhaupt will.
    Will sie ein friedliches Leben führen, oder sich mit (Schein-) Gesetzen, die für das Tagwerk nutzlos sind, verrückt machen?

    Im Weltraum gibt es keine Zeit, Zeit ist nur eine Idee, nützlich für Aussaat und Ernte. Je genauer sie getaktet wird, desto unwägbarer werden die Zustände, weil die kosmischen Bewegungen sich nicht nach Atomuhren richten.
    Wir können nicht mal erfassen, ob sich das All pausenlos ausdehnt und zusammen zieht, weil wir und alles um uns Teile des Alls sind. Der Chronometer würde sich anpassen und sein Takt im höchsten Maße ungenau.

    Die Wissenschaft tut nichts anderes, als die Tinte von Buchstaben zu analysieren. Was in dem Buch drinnen steht, hat sie bis heute nicht erfahren.

  1. Sehe ich genauso. Eine sehr schöne Anmerkung!
    Was vor 40 Jahren wohl noch Faszination war, erscheint heute als maßloser Irrsinn.
    Des Menschen Forschungsdrang ist sicher wichtig und verständlich. Die Raumfahrt,
    die enorme Geldsummen und Materie unserem Planeten entreißt, ist doch eine enorme Verschwendung. Die bekannte, von Einstein entwickelte Formel E=m-c/2
    scheint keiner mehr zu kennen. Nachdem der Mensch SEINEN Planeten fast vernichtet hat, setzt er es im Universum fort. Tolle Forschung!
    Wenn wir schon unser Handeln nicht verstehen, wie wollen wir das gewaltige Universum verstehen?

  2. Es kann doch nichts Wesentlicheres geben als die Grundlagenforschung im All mit aller Macht voran zu treiben und den irdischen Problemen voran zu stellen, die sich ja oftmals nur in den unerfüllten Grundbedürfnissen von Menschen manifestieren.

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