Amoklauf

Trauer und die Frage nach dem Warum

Vor der Albertville Realschule haben Bürger Kerzen angezündet und Kränze niedergelegt  |  © John Macdougall/AFP/Getty Images

Auf den Schock folgt die Trauer, das Rätselraten um die Beweggründe von Tim K. und die Debatte um die politischen Konsequenzen. Nach dem Amoklauf in Winnenden laufen die Ermittlungen auf Hochtouren, Kriminaldirektor Ralf Michelfelder spricht gar von "ersten Anhaltspunkten" für ein Motiv des 17-jährigen Täters. Sein Umfeld wurde ausgeleuchtet, der Computer ausgewertet, und die Fahnder wurden fündig: "Wir haben bei ihm unter anderem das Spiel Counterstrike gefunden." Inwieweit dies schon Rückschlüsse auf die Tat selbst zulässt, ist fraglich.

24 Stunden nach dem Massaker begannen viele Schulen in Baden-Württemberg damit, das schreckliche Geschehen im Unterricht aufzuarbeiten. Kultusminister Helmut Rau (CDU) hat alle Schulleiter im Land dazu aufgerufen, in den Stundenplänen Freiräume für Gespräche und Trauerarbeit zu schaffen. Psychologen kümmern sich um die Angehörigen der Toten und um die Schüler und Lehrer, die das Drama überlebt haben.

Leser-Kommentare
  1. Computerspiele und Pornos. Womöglich auch das Internet. Wie es zum Beispiel dieser Vollpfosten hier behauptet:

    http://www.faz.net/s/Rub4...

    Bei solchem Gelaber ist es kein Wunder dass es nicht gelingt die wahren Ursachen von Amokläufen zu finden.
    (Anmerkung: Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Die Redaktion/jk)

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    • Anonym
    • 12.03.2009 um 15:31 Uhr

    wenn es denn so einfach wäre, die Ursachen auszumachen ...

    Wenn man dem Link in Kommentar #1 folgt ergibt sich folgendes:
    Während sich auf der FAZ.NET Seite oben die Überschrift zum Interview mit dem Psychologen Helmut Lukesch findet. Titel "Aggressive Spiele müssen verschwinden" steht direkt unter dieser Überschrift (noch vor dem Text des Interviews) folgende Werbung: "Download Spiele gratis. Über 100 Top & brandneue Spiele 100 % gratis und sicher. Free Download"

    NA DAS NENNE ICH MAL EINE KUNDENNAHE WERBUNG! Respekt Frankfurter Allgemeine Zeitung! Ihr seid wirklich "hautnah" am Geschehen!

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    • Anonym
    • 12.03.2009 um 15:31 Uhr

    wenn es denn so einfach wäre, die Ursachen auszumachen ...

    Wenn man dem Link in Kommentar #1 folgt ergibt sich folgendes:
    Während sich auf der FAZ.NET Seite oben die Überschrift zum Interview mit dem Psychologen Helmut Lukesch findet. Titel "Aggressive Spiele müssen verschwinden" steht direkt unter dieser Überschrift (noch vor dem Text des Interviews) folgende Werbung: "Download Spiele gratis. Über 100 Top & brandneue Spiele 100 % gratis und sicher. Free Download"

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  2. Wo sind die Lösungsansätze um ein solches Verhalten bei jungen Menschen auszuschließen. Erst einmal sind da die Eltern. Wenn Eltern ihren Kindern Werte vermitteln, wie Menschlichkeit, Rücksichtsnahme, Wertschätzung und Achtsamkeit gegenüber anderen Menschen, so kann ein solches Verbrechen überhaupt nicht passieren. Es macht gerade dann keinen Sinn gegen diese Werte zu verstoßen.

    Nun ist es leider so, dass die Eltern scheinbar damit schon überfordert sind. Eine Lösung wäre ein Kindergarten/Vorschule für alle Kinder, also eine Kindergartenpflicht. Das erhöhen des Kindergeldes dagegen mag wohl Wählerstimmen bringen, jedoch setzt es am falschen Ausgangspunkt an. Es hilft den Kindern nicht wirklich. Eltern die diese Werte nicht vermitteln werden auch mit mehr Geld ihren Grundpflichten nicht nachkommen.

    Da sind dann auch noch die vielen schönen Killerspiele. Auch diese machen keinen Sinn wenn die o.g. Werte einem jungen Menschen vermittelt wurden. Auch hier ist die Politik sehr nachlässig. Ein Verbot dieser Spiele würde sicherlich von großen Nutzen sein. Aber ein Industriezweig der gut verdient und viele Arbeitsplätze bietet wird nicht so schnell geschlossen werden. Zusätzlich sind dann die Fachleute da, die zum überwiegenden Teil von der Herstellern bezahlt werden damit sie herausfinden das diese Spiele eher noch von Vorteil für die Entwicklung der Kinder sind. Also somit alles Menschen die Geld damit verdienen unsere staatlich Ordnung aus dem Gleichgewicht zu bringen.

    Wenn wir heute das Fernsehprogramm betrachten, auch bei den öffentlich rechtlichen, dann finden wir eine Vielzahl von gewalttätigen Filmen. Gegenüber meiner Jugendzeit in den 70/80er Jahren haben diese Filme in der Anzahl sowie an Aggressivität und Gewaltätigkeit erheblich zugenommen. Hier geht es nur um Einschaltquoten und nicht um sinnvolle Informationen über diese Welt. Auch die Medienmacher sollten sich das ganz klar machen, sie tragen eine Mitschuld an solchen Amokläufern bzw. gewalttätigen Menschen. Denn sind die Eltern schon nicht in der Lage auf die o.g. Werte hinzuweisen, dann könnten die Medien das zum Teil übernehmen.

    Zur Zeit werden von einem Fernsehsender die letzten Minuten des Attentäters gezeigt. Ist das nicht pervers? Der Amateurfilmer hat sicherlich eine Prämie bekommen und der Fernsehsender gute Einschaltquoten. Wenn da nicht mal der Wunsch geweckt wird, auch mal im Mittelpunkt zu stehen. Das ist eine weitere Erklärung nach dem "Warum"?

    Die Lehrer in den Schulen müssen sicherlich auch ihren Teil dazu beitragen die o.g. Werte zu vermitteln. Zugegeben, ist es für sie schwierig gerade das Manko der Eltern auszugleichen. Denn gegenüber den Eltern wird ein Kind immer noch größeren Respekt haben als gegenüber einen Lehrer, gerade dann wenn die Eltern auch keine Werte vermittelt haben. In diesem Bereich muss jedenfalls mehr Unterstützung für die Lehrer sichergestellt werden. Gerade auch in einem speziellen Unterricht für die Kinder. Praktische Übungen und keine leere Theorie.

    Würde ein richtig verstandener Glaube an eine Religion vorhanden sein, dann würde auch ein solches gewalttätiges Verhalten nicht notwendig sein. Erst wenn ein Mensch sich selbst nicht liebt, diese sogenannte reale Welt und ihre Menschen als sinnlos wahrnimmt und nichts mehr zu verlieren hat wird er zu solch einer Tat fähig sein.

    Es wäre wünschenswert wenn diese Tat zu einem neuen Denken in unserer Welt führt.

    • Anonym
    • 12.03.2009 um 15:31 Uhr

    wenn es denn so einfach wäre, die Ursachen auszumachen ...

    Wenn man dem Link in Kommentar #1 folgt ergibt sich folgendes:
    Während sich auf der FAZ.NET Seite oben die Überschrift zum Interview mit dem Psychologen Helmut Lukesch findet. Titel "Aggressive Spiele müssen verschwinden" steht direkt unter dieser Überschrift (noch vor dem Text des Interviews) folgende Werbung: "Download Spiele gratis. Über 100 Top & brandneue Spiele 100 % gratis und sicher. Free Download"

    NA DAS NENNE ICH MAL EINE KUNDENNAHE WERBUNG! Respekt Frankfurter Allgemeine Zeitung! Ihr seid wirklich "hautnah" am Geschehen!

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  3. ... wird wohl weiterhin nur ein hilfloser Versuch sein, der die Opfer im Unklaren läßt, denn der einzige, der vielleicht Antworten hätte geben können, hat sich dem entzogen.

    Die nun auftretenden Experten haben je nach Sicht auf das Thema Ihre Argumente, die jeweils auf ihren bereits eingeübten Blick und ihre Interessenslage zugeschnitten sind. Da geht es um Wiederwahl, politische Lenkungsinteressen, Personalaufstockung, Forschungsgelder und vieles weitere mehr. Die Opfer bleiben bei dem, was jetzt passiert, leider ein zweites Mal auf der Strecke und können wählen zwischen Rückzug ins Private und Auftritten zwischen Bild und SternTV.

    Dieser Umgang mit der Tat bietet einen Blick auf unsere Gesellschaft und der zeigt sehr gut, dass die Weigerung sich Fakten und Problemen zu stellen, eins der großen Themen unserer Zeit ist.

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    »Was auch immer geschieht: Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken!«

    Erich Kästner

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