Finanzkrise G20-Finanzminister wollen IWF mehr Geld zahlen

Die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer haben sich auf eine Stärkung des IWF geeinigt und den Streit über zusätzliche Konjunkturprogramme erstmal beigelegt

Der britische Finanzminister Alistair Darling (l.) im Gespräch mit seinem US-Kollegen Geithner

Die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) haben sich bei der Bekämpfung der globalen Wirtschaftskrise auf eine gemeinsame Strategie geeinigt. Dazu sollen die Ressourcen des Internationalen Währungsfonds (IWF) deutlich aufgestockt und damit und zudem in die Lage versetzt werden, Ländern im Fall einer finanziellen Schieflage früher und wirksamer unterstützen zu können.

Der Streit über weitere Konjunkturprogramme zur Rezessionsbekämpfung wurde weitestgehend entschärft. Die Entscheidung über Finanzspritzen zum Ankurbeln der Wirtschaft sei Sache der einzelnen Staaten, befanden die Finanzminister nach ihrem  Treffen in Horsham bei London. 

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Nun wollen sie sich zunächst auf die Wiederbelebung der Banken-Kreditvergabe konzentrieren., das habe für sie "höchste Priorität", erklärte die Ministerrunde. Die G20 verpflichten sich deshalb, den Banken weiter Liquidität zur Verfügung zu stellen, sie zu rekapitalisieren und das Problem von unverkäuflichen Wertpapieren anzugehen. Zudem wollen sie alles Notwendige unternehmen, um die Gesundheit wichtiger Institute wiederherzustellen.

"Wir stimmen darin überein, dass wir alle notwendigen Schritte so lange wie nötig unternehmen werden, um die Krise zu beenden", sagte der britische Schatzkanzler Alistair Darling. Nach seinen Worten waren sich die G20-Minister darin einig, alle Finanzprodukte inklusive hochspekulativer Hedge Funds besser zu kontrollieren und Entwicklungsländern mehr zu helfen. Vordringliches Ziel sei es zudem, das lahmende Kreditgeschäft der Banken wieder in Schwung zu bringen.

Die G20-Finanzminister hatten seit Freitag in der südenglischen Stadt den Weltfinanzgipfel am 2. April in London vorbereitet. Parallel dazu hatten sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und der britische Premierminister Gordon Brown getroffen, um den G20-Finanzgipfel vorzubereiten.

 
Leser-Kommentare
    • MKer
    • 15.03.2009 um 11:25 Uhr

    Es war nicht anders zu erwarten und schon seit Monaten so angekündigt.

    Damit scheint weiterhin keine grosse Hoffnung auf "echte" politische Änderungen zu bestehen. Da ist der Druck wohl (noch) zu klein.

    Wenn das so weitergeht kaufe ich mir eine Bank.

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