Opel-Rettung Guttenberg und Geithner "marschieren zusammen"
Deutschland und die USA wollen sich ab jetzt regelmäßig über die Rettung von Opel und GM austauschen. Das ist eines der wenigen Ergebnisse der Reise zu Guttenbergs
In der Debatte um Hilfen für den US-Autobauer General Motors (GM) und die deutsche Tochter Opel haben beide Staaten eine enge Zusammenarbeit vereinbart. "Es wurde der Wille erkennbar, gemeinsam eine Lösung zu finden", bilanzierte Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg nach dem etwa 40-minütigen Gespräch mit US-Finanzminister Timothy Geithner. "Wir marschieren jetzt zusammen und nicht mehr getrennt."
Beide Regierungen würden sich von nun an täglich auf Spitzenebene austauschen. Bei der Suche nach dem dringend gesuchten Investor für Opel soll künftig im Auftrag der Bundesregierung ein Moderator helfen.
Die Arbeitnehmervertretung von Opel forderte zudem, die Autos als Zugeständnis des Mutterkonzerns künftig weltweit verkaufen zu dürfen. Im GM-Verbund darf Opel bisher nur auf dem europäischen Markt auftreten, das müsse geändert werden, sagte Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz der Süddeutschen Zeitung. Opel hat nach Angaben des Betriebsrates Fabrikkapazitäten für zwei Millionen Autos im Jahr. Im vergangenen Jahr wurden aber nur 1,4 Millionen Fahrzeuge abgesetzt.
GM-Chef Rick Wagoner hatte bereits die Schließung von Standorten in Europa, darunter in Deutschland sowie Personalabbau angedeutet. Das hatte für erhebliche Unruhe bei der Bundesregierung und den Ländern mit Opel-Standorten gesorgt. "Ich kann allen Opel-Mitarbeitern zurufen, dass wir alles versuchen, um Arbeitsplätze zu retten", sagte Guttenberg nun.
Dazu sei jedoch vor allem ein brauchbares Konzept des Mutterkonzerns GM nötig. "Das haben wir mit Nachdruck gefordert. Und daran wird es liegen", sagte der Minister. GM will voraussichtlich bis zum 31. März ein endgültiges Konzept der US-Regierung vorlegen. In Deutschland brachten Politiker bereits eine Insolvenz ins Gespräch – als Chance, den Autobauer Opel zu retten.
Für die Rettung von Opel in Europa will das dortige Management rund 3,3 Milliarden Euro für Bürgschaften, um Kredite abzusichern. Zudem sollen die Kosten um 1,2 Milliarden Euro sinken. Deutschland mit vier großen Opel-Werken und gut 25.000 Beschäftigten soll den größten Anteil dazu beitragen. Bevor die Bundesregierung für Opel bürgen will, verlangt sie Fortschritte bei der geplanten Abtrennung des Autobauers von seinem US-Mutterkonzern GM.
- Datum 18.03.2009 - 11:17 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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... der "Transatlantiker" ja jetzt wöchentlich in die USA fliegen.
Das wird die Opel Mitarbeiter richtig freuen, die bald nicht mal mehr ins Werk fahren brauchen.
> Struck sagte, Guttenbergs US-Reise sei kein "großer Erfolg" gewesen. "Dafür hätte er nicht nach Amerika fahren müssen. Es sei denn, er hat Wert auf die Fotos am Times Square gelegt." <
... kann ich Herrn Struck nur beipflichten. Bisher gab es nur heiße Luft.
Gruß, Bernd
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