Staatskrise Madagaskars Präsident bittet um Hilfe

Der Machtkampf zwischen Opposition und Regierungspartei spitzt sich auf der afrikanischen Insel zu. Die US-Botschaft befürchtet einen Bürgerkrieg

Mitglieder der Oppositionspartei (TGV) demonstrieren für einen Putsch von Madagaskars Präsidenten Marc Ravalomanana

Mitglieder der Oppositionspartei (TGV) demonstrieren für einen Putsch von Madagaskars Präsidenten Marc Ravalomanana

Der bedrängte Präsident Marc Ravalomanana wandte sich in einem öffentlichen Hilferuf an seine Anhänger und forderte sie auf, ihn in seinem Regierungssitz zu schützen. Mitglieder seiner Präsidentengarde haben nach unbestätigten Medienberichten begonnen, ihre Posten zu verlassen. Augenzeugen berichteten über gepanzerte Fahrzeuge in Außenbezirken der Hauptstadt Antananarivo.

US-Botschafter Niels Marquardt hatte im nationalen Fernsehen erklärt, das Land steuere auf einen Bürgerkrieg zu. Seine Botschaft habe daher Familien und Mitarbeiter, die nicht unbedingt benötigt werden, sowie andere US-Bürger zum Verlassen des Landes aufgefordert. Die deutsche Botschaft dagegen wollte in Absprache mit anderen europäischen Vertretungen zunächst noch keine Ausreise-Empfehlung geben.

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Auf der Insel stehen sich die Regierung des angeschlagenen Staatspräsidenten Ravalomanana und die Demokratiebewegung des selbst ernannten Präsidenten einer Übergangsregierung, Andry Rajoelina, gegenüber. Der seit Wochen andauernde erbitterte Machtkampf hat bisher mehr als 140 Menschen das Leben gekostet, Hunderte wurden verletzt.

 
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