Der SPD-Politiker Jörg Tauss gerät wegen des Besitzes von Kinderpornografie immer stärker unter Druck. Der Focus zitierte Tauss' Lieferanten, er habe von dem SPD-Politiker mehr als 1000 Euro für Kinderpornos erhalten.

Tauss wies dies zurück. Er habe lediglich zwei Mal je 100 Euro gezahlt, um sich Material für seine Recherchen zu beschaffen.

Das bestärkt jene, die die einen völligen Rückzug Tauss' aus allen Ämtern und Funktionen fordern. Nachdem Ermittler die Wohnung und Büro durchsucht und "einschlägiges Material" gefunden hatten, hatte der baden-württembergische Bundestagsabgeordnete alle Partei- und Fraktionsämter niedergelegt.

Der beschuldigte Bremerhavener Lagerarbeiter Sascha H. gestand dem Bericht zufolge umfangreich den Handel. In dem Geständnis widerspreche er der Darstellung des SPD-Politikers, berichtet das Magazin. "Wenn Tauss sich jetzt als Opfer darstellt, entspricht das nicht dem Stand der Ermittlungen", sagte H.s Anwalt Thomas Domanski. Tauss' Darstellung sei "abenteuerlich".

H. erzählte demnach detailliert von Postsendungen mit kinderpornografischem Inhalt, die er an Tauss schickte. Der SPD-Politiker soll dem 29-Jährigen insgesamt "mehr als 1000 Euro" für die Kinderpornos gezahlt haben.

Dem Bericht zufolge nahmen Ermittler aus der Bremerhavener Wohnung von H. große Mengen Material mit. Dabei war auch ein Briefumschlag, in dem Tauss ihm Geld geschickt haben soll.