Konjunktur Wirtschaftsforscher uneins über Aussichten
Die Lage ist schlecht - aber wie schlecht? Hallenser Ökonomen erwarten einen BIP-Rückgang von 4,8 Prozent. Am optimistischsten ist das ZEW

© Getty Images
Der deutschen Wirtschaft geht es schlecht. Ökonomen streiten darüber, wann sich das ändert und wie tief die Krise ist
Für das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) und das IWH in Halle ist das Ende der Konjunkturschwäche nicht in Sicht, wie am Dienstag veröffentlichte Zahlen zeigen. Doch nicht alle aktuellen Prognosen der Wirtschaftsforscher fallen schlecht aus: Nach Einschätzung des Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) könnte sich die Konjunktur nach Monaten des Negativtrends noch im laufenden Jahr erholen.
"Die Lage ist außerordentlich schlecht, aber es gibt erste Lichtblicke. Sie sollten jetzt nicht kaputtgeredet werden", kommentierte ZEW-Chef Wolfgang Franz. Im vierten Quartal 2008 war die deutsche Wirtschaftsleistung deutlich zurückgegangen.
Die Forscher wenden unterschiedliche Methoden an, um zu ihren Vorhersagen zu gelangen. Während DIW und IWH ihre Prognose auf einzelne Teilindikatoren stützen, etwa Produktion und Umsatz in einzelnen Bereichen der Volkswirtschaft, bündelt das ZEW die Einschätzung von Finanzexperten, die es regelmäßig befragt.
"Die Talsohle dürfte im Sommer dieses Jahres erreicht sein", teilte das ZEW am Dienstag nach seiner jüngsten Umfrage mit. Gründe für den gestiegenen Optimismus der Finanzfachleute seien die EZB-Zinssenkungen und die sinkenden Rohstoffpreise. Die Börsenexperten sehen der konjunkturellen Entwicklung etwas gelassener entgegen als zuvor. Ihre Erwartungen für Deutschland haben sich im März erneut leicht verbessert. Das unter ihnen ermittelte Stimmungsbarometer stieg im Vergleich zum Vormonat um 2,3 Punkte auf minus 3,5 Punkte. Im Vormonat waren es minus 5,8 Punkte gewesen.
Im Gegensatz dazu fällt das Konjunkturbarometer des DIW deutlich schlechter aus: Es sank bis Ende März auf den Stand von vor drei Jahren. Die Früchte des letzten Aufschwungs seien aufgezehrt, teilte das Institut mit.
Konkret erwarten die DIW-Experten für das erste Vierteljahr 2009 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 2,2 Prozent. Im Vorquartal gab es ein Minus von 2,1 Prozent. Dennoch halten der Prognose zufolge die meisten Unternehmen an ihren Stammbelegschaften fest, um nicht durch Arbeitsplatzabbau Fachkräfte zu verlieren.
- Datum 20.03.2009 - 14:19 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
- Kommentare 11
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Das ist Pfeifen im Walde.
Die Finanz- und Wirtschaftskrise beginnt doch gerade erst richtig. Was wir bisher erlebt haben, waren paar Ausschläge nach unten. Der wahre Rutsch steht uns noch bevor.
Woher sollen die Aufträge plötzlich kommen? Das Geld ist in einige wenige Taschen gespült worden und der Rest wird von Woche zu Woche, von Monat zu Monat, klammer. Die Banken mauern, d.h. die Kreditvergabe wird restriktiver. Die Unternehmen, die sowieso schon immer auf des Messers Schneide langrutschten, wird es demnächst erwischen. Ihr Eigenkapital ist weg, Aufträge brechen auch weg und Kredite gibt es wahrscheinlich auch nicht - oder nur zu ungünstigsten Konditionen.
Donnerwetter, so viel Mut hätte ich denen gar nicht zugetraut.
Da werden wir ja auch nicht mehr lange darauf warten müssen, dass Herr Professor Unrat Kürzungen von Lohn und Gehalt fordern wird.
Ich, an deren Stelle, ich würde mich doch in Grund und Boden schämen.
Aber es gibt ja Leute, die eine Schaufel brauchen, um ihr Niveau zu erreichen.
Wie jetzt: Wirtschaftsforscher?
Ich dachte, die heißen Wirtschaftsweisen oder Wirtschaftsexperten, meinetwegen auch Wirtschaftsprofessoren.
Also jetzt forschen diese Wirtschafts-Dingens endlich.
Sie könnten beim eigenen Gewissen mit der Forschung anfangen, da gäbe es jede Menge schwärzeste Flecken zu erhellen.
Nein, mal im Ernst: die Typen starren also weiterhin auf ihre Zahlenkolonnen, die aus einiger Entfernung wie Kaffeesatz aussehen und salbadern weiterhin ihre Empfehlungen und Prognosen vor sich hin, die wahrscheinlich schon nächste Woche nichts mehr wert sind.
Wer´s glaubt, wird selig - oder völlig verrückt.
Das schöne an Prognosen ist, dass sie zum einen niemand wirklich ernst nimmt, zum anderen, dass der, der sie in die Welt setzt, dafür keinerlei Verantwortung übernehmen muss. Anderenfalls wären schon sämtliche Wirtschaftsweisen, Börsengurus, Politorakel und Zukunftsforscher entweder mit einem nassen Handtuch öffentlich zu Tode geprügelt worden, oder würden sich jetzt ihre Brötchen mit einem 1 € Job bei der Stadtreinigung verdienen.
Da die Fehlerquoten mancher "Experten" locker mit denen einer in Ehren ergrauten Jahrmarktszigeunerin mithalten können, wäre es fatal, die Auguren nur daran zu messen, inwiefern sich ihre Orakeleien bewahrheitet haben, bzw. den Treffern die Anzahl der Nieten entgegen zu halten. Aber ebenso wenig wie am Jahresende sich noch jemand an die Vorhersagen der Kartenleger zu Jahresbeginn erinnern will, interessiert es, wie weit das Institut xy mit seinen Trendprognosen zur wirtschaftlichen, sozialen etc. Entwicklung daneben gelegen hat oder nicht. Der Grund dafür ist einfach: wir alle wissen um die Unberechenbarkeit des Lebens und seiner komplexen Wechselwirkungen.
Ich für meinen Teil organisiere mir jetzt ein Stück Gänseleber, um zu sehen, wie lange die Wirtschaftskrise wirklich dauert, bzw. wie dick es noch kommen wird. Nähere Informationen zu den Ergebnissen gibts zum Pauschalpreis von 10.000,- € pro Vorhersage. Des weiteren Vorhersagen, zu Lottozahlen, Hochzeiten, Erbfällen etc. (natürlich alles ohne Gewähr).
Bei Mehrfachprognosen gibts einen Discount von 10 % und eine Dose Gänseleberpastete gratis.
Ich finde es wirklich erschreckend und traurig wie Quotengeil die Medien sind. Anstatt über die Wirtschaftskriese objektiv und distanziert zu berichten, werden immer gerade die Prognosen und Einschätzungen präsentiert die gerade dem Stand des Dax entsprechen. Geht er nur minimal rauf dann ist die Kriese schon fast ausgestanden. Geht er minimal Runter, dann ist das schlimmste noch vor uns und wir sollte unser Geld lieber gleich verbrennen.
Ich solltet euch schämen! Da lohn sich jedes Blog eines 15jährigen mehr als solche Beiträge! Schlagt mal wieder im Duden nach was man unter Journalismus versteht.
Ist das die (5-7 ?) grossen Wirtschaftsforschungsinstitute mit einem jährlichen Betrag von insgesamt Richtung 1 Milliarde vom deutschen Staat subventioniert werden.
Wege zu Wissen und Wohlstand !
...mit Steuergeldern (die nach nicht Demokratischen Prinzipien den Ideologisch streng gefilterten Wirtschaftsinstituten zugeteilt werden) werden uns also die Kennzahlen zur Gesellschaftlichen Entwicklung aufbereitet. Am Erfolg partizipieren aber meist genau jene die Ihr Geld in Steueroasen bunkern während an den negativen Effekten die in der Heimat verbliebenen partizipieren müssen...
Wirklich listig... Hat aber leider weder mit Demokratie was zu tun noch mit Rechststaatlichkeit im engeren Sinne... Aber was soll man mit Leuten machen die nicht's lieber hören als das ihre eigene Meinung überall wiedergegeben wird?
Wenn soll ich denn nächstens blos wählen?
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
...mit Steuergeldern (die nach nicht Demokratischen Prinzipien den Ideologisch streng gefilterten Wirtschaftsinstituten zugeteilt werden) werden uns also die Kennzahlen zur Gesellschaftlichen Entwicklung aufbereitet. Am Erfolg partizipieren aber meist genau jene die Ihr Geld in Steueroasen bunkern während an den negativen Effekten die in der Heimat verbliebenen partizipieren müssen...
Wirklich listig... Hat aber leider weder mit Demokratie was zu tun noch mit Rechststaatlichkeit im engeren Sinne... Aber was soll man mit Leuten machen die nicht's lieber hören als das ihre eigene Meinung überall wiedergegeben wird?
Wenn soll ich denn nächstens blos wählen?
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
Täusch ich mich oder wurde der Artikel umgeschrieben? Ist schon ironisch. Die Leser dürfen ihre Kommentare nicht editieren, aber die Autoren ihre Artikel schon.
...mit Steuergeldern (die nach nicht Demokratischen Prinzipien den Ideologisch streng gefilterten Wirtschaftsinstituten zugeteilt werden) werden uns also die Kennzahlen zur Gesellschaftlichen Entwicklung aufbereitet. Am Erfolg partizipieren aber meist genau jene die Ihr Geld in Steueroasen bunkern während an den negativen Effekten die in der Heimat verbliebenen partizipieren müssen...
Wirklich listig... Hat aber leider weder mit Demokratie was zu tun noch mit Rechststaatlichkeit im engeren Sinne... Aber was soll man mit Leuten machen die nicht's lieber hören als das ihre eigene Meinung überall wiedergegeben wird?
Wenn soll ich denn nächstens blos wählen?
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
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