US-Notenbank Fed gibt eine Billion gegen die Krise

Im Kampf gegen die Rezession wendet die Fed erneut enorme Summen auf. Weil sie den Zins kaum weiter senken kann, kauft sie Anleihen im Wert von 1.000.000.000.000 Dollar

Stemmt sich mit aller Kraft gegen die Wirtschaftskrise: US-Notenbankchef Ben Bernanke, hier Anfang März 2009 während einer Anhörung im Kongress

"Die gute Nachricht ist, dass die Fed aus allen Rohren schießt, um die Rezession zu bekämpfen", kommentierte ein Analyst. "Die schlechte Nachricht: Die Rezession ist so schwer, dass alle Rohre gebraucht werden." Um Amerikas Kreditklemme und Immobilienkrise einzudämmen, greift die US-Notenbank zu einer neuen, gigantischen Geldspritze: Die Federal Reserve (Fed) kündigte am Mittwoch den Kauf von hypothekenbesicherten Wertpapieren und Staatsanleihen im Wert von mehr als einer Billion Dollar (770 Milliarden Euro) an.

Fed-Chef Ben Bernanke begründete den Beschluss damit, dass sich die wirtschaftliche Lage in den USA seit dem letzten Treffen der Notenbanker im Januar weiter verschlechtert habe. Die Fed werde in dieser Situation alle zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, "um die wirtschaftliche Erholung voranzutreiben und Preisstabilität zu gewährleisten".

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Den nach aggressiven Zinssenkungen im vergangenen Jahr praktisch bedeutungslos gewordenen Leitzins beließ der für die Geldpolitik der Federal Reserve zuständige Offenmarktausschuss, wie an den Finanzmärkten erwartet, beim bisherigen Zielband zwischen null und 0,25 Prozent. Dort werde er auch eine längere Zeit bleiben, erklärte Bernanke.

Die neuen Mittel sollen in zwei verschiedene Arten von Wertpapieren fließen: Bis zu 750 Milliarden Dollar (577 Milliarden Euro) wollen die Zentralbanker für hypothekenbesicherte Wertpapiere ausgeben. Zum größten Teil handelt es sich dabei um durch die Finanz- und Immobilienkrise in den USA praktisch wertlos gewordene Schrottpapiere. Der Bestand der Fed an solchen Anleihen wird sich durch die geplante Transaktion verdoppeln. Zusätzlich will die Notenbank bis zu 300 Milliarden Dollar an langfristigen Staatsanleihen kaufen, um die Zinsen auf verschiedenen Märkten zu drücken.

An den Börsen löste die Mitteilung der Fed heftige Reaktionen aus. Der Kurs des Euro sprang in die Höhe. Erstmals seit Mitte Januar schoss er über 1,34 Dollar. Im frühen Handel war die Gemeinschaftswährung noch unter 1,30 Dollar gehandelt worden. Der US-Börsenleitindex Dow Jones schloss im Plus, ebenso der Technologieindex Nasdaq Composite und der breite S&P-500-Index. In Frankfurt baute der Dax im späten Parketthandel seine Gewinne aus.

Finanziert werden die Ankäufe durch die Notenpresse. Das Handelsteam der New Yorker Fed teilte mit, dass Anleihen mit zwei bis zehn Jahren Laufzeit gekauft werden sollen. Die Ratingagentur Moody's erklärte, die neuen Schritte der Fed hätten keinen Einfluss auf die Kreditwürdigkeit der Vereinigten Staaten am internationalen Kapitalmarkt.

Leser-Kommentare
    • HBogon
    • 18.03.2009 um 22:46 Uhr

    Keine Sorge, wir sind auf der Titanic, und die ist unsinkbar.
    Hat uns der Chefheizer nochmal ausdrücklich bestätigt.
    Und ich Dussel hatte mir schon Sorgen gemacht.

    Mehr zum Thema, falls jemandem noch nicht speiübel sein sollte:

    America's Fiscal Collapse by Michel Chossudovsky

    http://www.globalresearch...

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    • navy
    • 19.03.2009 um 0:00 Uhr

    Die Betrugs Weltmacht und ihre Abzweiger in Deutschland drucken halt noch mehr wertloses Geld. Die USA haben produktive Arbeits Plätze ausgelagert, und können nicht einmal mehr eine Kaffee Maschine selbst herstellen. Null Zukunft und wie dumm diese Leute sind, sieht man ja in den Kriegs Inzenierungen im Balkan, Afghanistan und dem Irak. In Afghanistan laufen ja dann nochmal eigene Geld Druck Maschinen des CIA.

    • navy
    • 19.03.2009 um 0:00 Uhr

    Die Betrugs Weltmacht und ihre Abzweiger in Deutschland drucken halt noch mehr wertloses Geld. Die USA haben produktive Arbeits Plätze ausgelagert, und können nicht einmal mehr eine Kaffee Maschine selbst herstellen. Null Zukunft und wie dumm diese Leute sind, sieht man ja in den Kriegs Inzenierungen im Balkan, Afghanistan und dem Irak. In Afghanistan laufen ja dann nochmal eigene Geld Druck Maschinen des CIA.

  1. Die Krise entlarvt die Rolle und Bedeutung des Weltfinanzsystem immer schockierender:

    Wir wurden ja schon lange vorgewarnt:

    Bundesbankpräsident Hans Tietmeyer 1996 auf dem Weltwirtschaftsgipfel an die Politik :

    "Meine Herren, Sie alle sind jetzt der Kontrolle der internationalen Finanzmärkte unterworfen."


    Nun können wir es nicht mehr verdrängen:

    "So gesehen, diktierten die internationalen Finanzmärkte der Politik noch in der Stunde ihres Kollaps, was sie zu tun hatte."

    http://www.sueddeutsche.d...

    ...... und dabei

    1. wurden die Finanzakteure für das Steuern in den Kollaps bedrohnt

    - Im Jahre 2006 schütteten die 5 US-Investmentbanken 50 Milliarden Dollar Weihnachtsgeld (!!!) aus : "Leistung muss sich schließlich wieder lohnen"

    Mit diesen Weihnachtsgeld-Belohnungen für das Versagen hätten die Millennium-Ziele finanziert werden können !

    2. werden dieselben Finanzakteuere - auch als Regierungsberater -
    nun für die "Rettung des Weltfinanzsystems" gebraucht und wieder
    fürstlich entlohnt!

    Ver-rückte Welt! Also muss diese Welt endlich zurechtgerückt werden:

    Nicht die Steuerzahler dürfen zur Lösung der Weltfinanzkrise abgezockt werden,
    sondern die Abzocker, die in den letzten Jahren durch Abzocken immer reicher wurden !

    Durch eine Mehrgeldsteuer auf Finanztransaktionen und auf vorhandenes Groß-Vermögen wäre dies möglich !

    • HBogon
    • 18.03.2009 um 23:16 Uhr

    Wir sind anscheinend in eine Zeitschleife geraten:

    Franklin D. Roosevelt am Vorabend der Wahl von 1936
    im Madison Square Garden:

    "Wir mussten uns der alten Feinde des Friedens erwehren
    - des Wirtschafts- und Finanzmonopols, der Spekulation, der
    rücksichtslosen Banken, der Klassenfeindschaft, des
    Partikularismus, des Kriegsgewinnlertums.

    Sie betrachteten die Regierung der Vereinigten Staaten schon
    als ein bloßes Anhängsel ihrer eigenen Geschäfte. Wir wissen
    jetzt, dass die Regierung des organisierten Geldes genauso
    gefährlich ist wie die Regierung des organisierten Pöbels."

    http://history.sandiego.e...

    Die Rolle von Obama bei der Wiederholung der Krise 1929 ff wird nur immer obskurer. Als Tieger gesprungen, als Bettvorleger der kriminellen Finanzindustrie nun gelandet.

  2. War vorhin faszinierend den $- € Kurs zu beobachten. Mal sehen was die Chinesen davon halten werden, wenn ihnen ihre $ wegschmelzen.
    Eins muss man zugeben, wir erleben spannende Zeiten.

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    wenn diese Quelle serioes ist, sind die Dollar von 2 Billionen auf 30 Milliarden geschrumpft.

    Offensichtlich hat überhaupt wieder niemand diesen Artikel verstanden. Die Fed KAUFT doch ihre eigenen Anleihen zurück, um den Dollar zu stützen. Selbstverständlich geschieht dies wie immer in engster Zusammenarbeit mit China, dem wichtigsten Handelspartner der USA. Diese beiden Länder werden sich offensichtlich zuerst von der Krise erholen.

    wenn diese Quelle serioes ist, sind die Dollar von 2 Billionen auf 30 Milliarden geschrumpft.

    Offensichtlich hat überhaupt wieder niemand diesen Artikel verstanden. Die Fed KAUFT doch ihre eigenen Anleihen zurück, um den Dollar zu stützen. Selbstverständlich geschieht dies wie immer in engster Zusammenarbeit mit China, dem wichtigsten Handelspartner der USA. Diese beiden Länder werden sich offensichtlich zuerst von der Krise erholen.

  3. statt faule anleihen zu kaufen, wäre es da nicht sinnvoller, z.b. die verschuldeten häuslebesitzer zu entschulden, ginge ja auch an banken, die wären wieder flüssiger (und könnten sich neue dreivate ausdenken, boni inklusive, ächz).

    klar käme da so manche(r) unverdient zum häuschen, aber lieber denen das geld ins mäulchen als den raffgierigen in den rachen (den hals kriegt niemand voll)

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    klar käme da so manche(r) unverdient zum häuschen, aber lieber denen das geld ins mäulchen als den raffgierigen in den rachen (den hals kriegt niemand voll)
    Die kleinen privaten Haushalte haben aber keine Lobby, während die Raffgierigen alle Fäden in der Hand halten, an dem das Polit-Kaspertheater aufgehangen ist!

    Letztes Jahr die Geldmenge um 50% ausgeweitet, und jetzt nochmal so ein Brummer. Hätte man das vor einem Jahr einem Politiker oder Bänker erzählt, man wäre am nächsten Morgen wohl in der Klapse aufgewacht. Ich habs 2006 meinen beiden "Anlageberatern" erzählt, und die haben mich immerhin nur ausgelacht.

    Erschreckend ist auch, daß sich einige düstere Vorhersagen diverser "Goldbugs" und auch anderer Systemkritiker recht präzise bestätigt haben, einige Ereignisse sogar schneller als befürchtet.

    Spätestens jetzt ists auch für den halbwegs interessierten Laien sichtbar: Bernanke hat seinen Heli in der Luft, und die Notenpressen laufen bereits am Anschlag.

    Staatsentschuldung durch Hyperinflation und Währungsreform sind also nur noch eine Frage der Zeit. Wurde inzwischen auch hier bei Zeit.de schon öfters kommentiert, aber es schadet nicht, das zu wiederholen, bis es auch mal als ernstzunehmender Artikel aufgegriffen und anerkannt werden wird.

    Mit den geeigneten Maßnahmen könnte man die Risiken und Nebenwirkungen der kommenden Zeit (zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte ist nicht eine Region oder ein Land betroffen, sondern die ganze Welt) möglicherweise mildern .. aber Verschwörungstheorien nach wäre das auch nicht im Sinne der NWO - und wer will schon in einem FEMA-KZ/Sarg enden.

    Vielleicht sollte man es wirklich so machen wie die meisten (Bekanntenkreis inklusive): Augen zu und durch. Die wollen gar nix darüber wissen, lesen, hören. Man kann ja eh nix gegen machen, es ist noch immer gut gegangen, blablablabla.

    In einem entscheidenden Punkt muss ich denen sogar recht geben: man kann irgendwie nicht so recht etwas dagegen machen (oder?). Selbst wenn bei den Bundestagswahlen dieses Jahr die Wahlbeteiligung spontan auf 90% steigen und die Volksparteien zusammen auf unter 20% abgewatscht würden. Wahlen .. da gehts ja schon los: was mache ich mit der Erststimme? Merkel oder Steinbrück? Pest oder Cholera?

    Fed gibt eine Billion gegen die Krise - für mich nach den Zusammenbrüchen von Fannie Mae, Freddie Mac, AIG und der deutschen HRE+Commerzbank ein weiterer "Meilenstein" auf dem Weg zu .. dem, was da noch "an spannenden Zeiten", wie jemand hier so schön schrieb, auf uns alle zukommt.

    zum Obama:
    Als Tieger gesprungen, als Bettvorleger der kriminellen Finanzindustrie nun gelandet.
    Der entspringt doch dem gleichen Thinktank (CFR) wie sogar die ehemalige Konkurrenz aus dem republikanischen Lager. Warum also sollte sich etwas entscheidend ändern, außer an der Verpackung.

    Hätte Mr.Change wirklich etwas ändern wollen, er hätte auf jegliche Konjunkturspritze komplett verzichtet und den Markt -wie in guten Zeiten stets von allen Seiten gefordert- sich selbst zur Regulierung und Korrektur überlassen. Man darf die unsichtbare Hand doch nicht stören :-)

    ...und zwar bevor die 6 Millionen Wohneinheiten zwangsgeräumt wurden und sich die Abwärtsspirale auf dem Immobilienmarkt verselbständigt hatte.

    Immerhin hat Obama mit 100 Mrd USD zumindest diesen Zwangsräumungs-Schwachsinn erstmal gestoppt.

    Wenn Sie die Beiträge in der ZEIT von 2006-2008 zur Immo-Krise lesen, werden Sie feststellen, dass die meisten Leser auch so etwas erwartet hatten. Selbst in den Banketagen ist man ja wohl davon ausgegangen, dass es staatliche Hilfen geben würde. Sonst hätte man ja die Mortgage Backed Securities nicht behalten sondern weiterverscherbelt.

    Hier nochmal meine Kalkulation von damals:
    3 Billionen USD an Subprime Hypotheken,
    3 Billionen USD an Hypotheken die ebenfalls wackeln, wenn nach zwei Jahren die Zinsen und Tilgungen explosionsartig ansteigen

    macht zusammen 6 Billionen. Bei einer Tilgung von 30 Jahren 200 Mrd USD pro Jahr an Tilgung und bei 5 % Zinsen nochmals 150 Mrd USD.

    Macht zusammen 350 Mrd USD pro Jahr, die man irgendwie hätte staatlich garantieren müssen.

    Da Bush aber nur auf seine Küchenberater von American Enterprise Institute gehört hat, die unbedingt eine Marktbereinigung wollten (siehe dort), wurde von staatlicher Seite zwei Jahre lang gar nichts getan. Bis dann Freddy und Funnie vor dem Konkurs standen und die Chinesen ihr dort angelegtes Geld zurückhaben wollten.

    Da war plötzlich alles möglich. Verstaatlichung von Banken, Billionen-Bürgschaften etc. den Rest kennen Sie ja selbst.

    Den ganzen Unfug und die verbrannten Billionen wird der amerikanische Steuerzahler berappen müssen. Es war halt schon immer etwas teurer einen Vollidioten zum President zu wählen.

    klar käme da so manche(r) unverdient zum häuschen, aber lieber denen das geld ins mäulchen als den raffgierigen in den rachen (den hals kriegt niemand voll)
    Die kleinen privaten Haushalte haben aber keine Lobby, während die Raffgierigen alle Fäden in der Hand halten, an dem das Polit-Kaspertheater aufgehangen ist!

    Letztes Jahr die Geldmenge um 50% ausgeweitet, und jetzt nochmal so ein Brummer. Hätte man das vor einem Jahr einem Politiker oder Bänker erzählt, man wäre am nächsten Morgen wohl in der Klapse aufgewacht. Ich habs 2006 meinen beiden "Anlageberatern" erzählt, und die haben mich immerhin nur ausgelacht.

    Erschreckend ist auch, daß sich einige düstere Vorhersagen diverser "Goldbugs" und auch anderer Systemkritiker recht präzise bestätigt haben, einige Ereignisse sogar schneller als befürchtet.

    Spätestens jetzt ists auch für den halbwegs interessierten Laien sichtbar: Bernanke hat seinen Heli in der Luft, und die Notenpressen laufen bereits am Anschlag.

    Staatsentschuldung durch Hyperinflation und Währungsreform sind also nur noch eine Frage der Zeit. Wurde inzwischen auch hier bei Zeit.de schon öfters kommentiert, aber es schadet nicht, das zu wiederholen, bis es auch mal als ernstzunehmender Artikel aufgegriffen und anerkannt werden wird.

    Mit den geeigneten Maßnahmen könnte man die Risiken und Nebenwirkungen der kommenden Zeit (zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte ist nicht eine Region oder ein Land betroffen, sondern die ganze Welt) möglicherweise mildern .. aber Verschwörungstheorien nach wäre das auch nicht im Sinne der NWO - und wer will schon in einem FEMA-KZ/Sarg enden.

    Vielleicht sollte man es wirklich so machen wie die meisten (Bekanntenkreis inklusive): Augen zu und durch. Die wollen gar nix darüber wissen, lesen, hören. Man kann ja eh nix gegen machen, es ist noch immer gut gegangen, blablablabla.

    In einem entscheidenden Punkt muss ich denen sogar recht geben: man kann irgendwie nicht so recht etwas dagegen machen (oder?). Selbst wenn bei den Bundestagswahlen dieses Jahr die Wahlbeteiligung spontan auf 90% steigen und die Volksparteien zusammen auf unter 20% abgewatscht würden. Wahlen .. da gehts ja schon los: was mache ich mit der Erststimme? Merkel oder Steinbrück? Pest oder Cholera?

    Fed gibt eine Billion gegen die Krise - für mich nach den Zusammenbrüchen von Fannie Mae, Freddie Mac, AIG und der deutschen HRE+Commerzbank ein weiterer "Meilenstein" auf dem Weg zu .. dem, was da noch "an spannenden Zeiten", wie jemand hier so schön schrieb, auf uns alle zukommt.

    zum Obama:
    Als Tieger gesprungen, als Bettvorleger der kriminellen Finanzindustrie nun gelandet.
    Der entspringt doch dem gleichen Thinktank (CFR) wie sogar die ehemalige Konkurrenz aus dem republikanischen Lager. Warum also sollte sich etwas entscheidend ändern, außer an der Verpackung.

    Hätte Mr.Change wirklich etwas ändern wollen, er hätte auf jegliche Konjunkturspritze komplett verzichtet und den Markt -wie in guten Zeiten stets von allen Seiten gefordert- sich selbst zur Regulierung und Korrektur überlassen. Man darf die unsichtbare Hand doch nicht stören :-)

    ...und zwar bevor die 6 Millionen Wohneinheiten zwangsgeräumt wurden und sich die Abwärtsspirale auf dem Immobilienmarkt verselbständigt hatte.

    Immerhin hat Obama mit 100 Mrd USD zumindest diesen Zwangsräumungs-Schwachsinn erstmal gestoppt.

    Wenn Sie die Beiträge in der ZEIT von 2006-2008 zur Immo-Krise lesen, werden Sie feststellen, dass die meisten Leser auch so etwas erwartet hatten. Selbst in den Banketagen ist man ja wohl davon ausgegangen, dass es staatliche Hilfen geben würde. Sonst hätte man ja die Mortgage Backed Securities nicht behalten sondern weiterverscherbelt.

    Hier nochmal meine Kalkulation von damals:
    3 Billionen USD an Subprime Hypotheken,
    3 Billionen USD an Hypotheken die ebenfalls wackeln, wenn nach zwei Jahren die Zinsen und Tilgungen explosionsartig ansteigen

    macht zusammen 6 Billionen. Bei einer Tilgung von 30 Jahren 200 Mrd USD pro Jahr an Tilgung und bei 5 % Zinsen nochmals 150 Mrd USD.

    Macht zusammen 350 Mrd USD pro Jahr, die man irgendwie hätte staatlich garantieren müssen.

    Da Bush aber nur auf seine Küchenberater von American Enterprise Institute gehört hat, die unbedingt eine Marktbereinigung wollten (siehe dort), wurde von staatlicher Seite zwei Jahre lang gar nichts getan. Bis dann Freddy und Funnie vor dem Konkurs standen und die Chinesen ihr dort angelegtes Geld zurückhaben wollten.

    Da war plötzlich alles möglich. Verstaatlichung von Banken, Billionen-Bürgschaften etc. den Rest kennen Sie ja selbst.

    Den ganzen Unfug und die verbrannten Billionen wird der amerikanische Steuerzahler berappen müssen. Es war halt schon immer etwas teurer einen Vollidioten zum President zu wählen.

    • navy
    • 19.03.2009 um 0:00 Uhr

    Die Betrugs Weltmacht und ihre Abzweiger in Deutschland drucken halt noch mehr wertloses Geld. Die USA haben produktive Arbeits Plätze ausgelagert, und können nicht einmal mehr eine Kaffee Maschine selbst herstellen. Null Zukunft und wie dumm diese Leute sind, sieht man ja in den Kriegs Inzenierungen im Balkan, Afghanistan und dem Irak. In Afghanistan laufen ja dann nochmal eigene Geld Druck Maschinen des CIA.

    Antwort auf "Titanic ist unsinkbar"
    • ADoria
    • 19.03.2009 um 0:19 Uhr

    "... dass die Fed aus allen Rohren schießt, um die Rezession zu bekämpfen."
    Ich weiß nicht, müßten die Vokale im Verb des Nebensatzes nicht vertauscht werden? Dies ist doch jetzt eine finanzielle Diarrhoe, oder?

  4. klar käme da so manche(r) unverdient zum häuschen, aber lieber denen das geld ins mäulchen als den raffgierigen in den rachen (den hals kriegt niemand voll)
    Die kleinen privaten Haushalte haben aber keine Lobby, während die Raffgierigen alle Fäden in der Hand halten, an dem das Polit-Kaspertheater aufgehangen ist!

    Letztes Jahr die Geldmenge um 50% ausgeweitet, und jetzt nochmal so ein Brummer. Hätte man das vor einem Jahr einem Politiker oder Bänker erzählt, man wäre am nächsten Morgen wohl in der Klapse aufgewacht. Ich habs 2006 meinen beiden "Anlageberatern" erzählt, und die haben mich immerhin nur ausgelacht.

    Erschreckend ist auch, daß sich einige düstere Vorhersagen diverser "Goldbugs" und auch anderer Systemkritiker recht präzise bestätigt haben, einige Ereignisse sogar schneller als befürchtet.

    Spätestens jetzt ists auch für den halbwegs interessierten Laien sichtbar: Bernanke hat seinen Heli in der Luft, und die Notenpressen laufen bereits am Anschlag.

    Staatsentschuldung durch Hyperinflation und Währungsreform sind also nur noch eine Frage der Zeit. Wurde inzwischen auch hier bei Zeit.de schon öfters kommentiert, aber es schadet nicht, das zu wiederholen, bis es auch mal als ernstzunehmender Artikel aufgegriffen und anerkannt werden wird.

    Mit den geeigneten Maßnahmen könnte man die Risiken und Nebenwirkungen der kommenden Zeit (zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte ist nicht eine Region oder ein Land betroffen, sondern die ganze Welt) möglicherweise mildern .. aber Verschwörungstheorien nach wäre das auch nicht im Sinne der NWO - und wer will schon in einem FEMA-KZ/Sarg enden.

    Vielleicht sollte man es wirklich so machen wie die meisten (Bekanntenkreis inklusive): Augen zu und durch. Die wollen gar nix darüber wissen, lesen, hören. Man kann ja eh nix gegen machen, es ist noch immer gut gegangen, blablablabla.

    In einem entscheidenden Punkt muss ich denen sogar recht geben: man kann irgendwie nicht so recht etwas dagegen machen (oder?). Selbst wenn bei den Bundestagswahlen dieses Jahr die Wahlbeteiligung spontan auf 90% steigen und die Volksparteien zusammen auf unter 20% abgewatscht würden. Wahlen .. da gehts ja schon los: was mache ich mit der Erststimme? Merkel oder Steinbrück? Pest oder Cholera?

    Fed gibt eine Billion gegen die Krise - für mich nach den Zusammenbrüchen von Fannie Mae, Freddie Mac, AIG und der deutschen HRE+Commerzbank ein weiterer "Meilenstein" auf dem Weg zu .. dem, was da noch "an spannenden Zeiten", wie jemand hier so schön schrieb, auf uns alle zukommt.

    zum Obama:
    Als Tieger gesprungen, als Bettvorleger der kriminellen Finanzindustrie nun gelandet.
    Der entspringt doch dem gleichen Thinktank (CFR) wie sogar die ehemalige Konkurrenz aus dem republikanischen Lager. Warum also sollte sich etwas entscheidend ändern, außer an der Verpackung.

    Hätte Mr.Change wirklich etwas ändern wollen, er hätte auf jegliche Konjunkturspritze komplett verzichtet und den Markt -wie in guten Zeiten stets von allen Seiten gefordert- sich selbst zur Regulierung und Korrektur überlassen. Man darf die unsichtbare Hand doch nicht stören :-)

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