Genveränderte Pflanzen Wir Kolbenfresser

Genmanipulierter Mais ist natürlich, pestizidarm, ertragreich und bekömmlich. Doch eine mächtige Lobby bekämpft ihn erbittert – warum?

Es geschieht, wenn Sie in ein saftiges Steak beißen, sich einen Apfel schmecken lassen oder eine Fischsuppe schlürfen: Fremdes Erbgut in Form von DNS entert Ihren Körper. Nimmt man alles zusammen, was der Mensch so am Tag isst und trinkt, kommt man auf bis zu ein Gramm DNS. Das bedeutet, dass wir täglich viele Billionen fremder Gene in uns aufnehmen. Ganz abgesehen von den unzähligen Bakterien und Pilzen, die unseren Körper besiedeln und die nach nichts anderem trachten, als ihre Gene zu vermehren. Gene allerorten.

So viel steht fest: Gene sind etwas völlig Normales. Kein Leben ohne Gene. Sie enthalten die Rezepturen des Lebens. In gewisser Hinsicht sind sie das Natürlichste, was es überhaupt gibt. Doch in Deutschland ist das Wort "Gen" zum Schimpfwort geworden. "Genfood" und "Genmais" heißen die Schlagworte. Der Streit um die Zulassung genetisch veränderter Nutzpflanzen ist neu entbrannt. Ein endloses Tauziehen zwischen Welthandelsorganisation, EUKommission, Ministerien und Behörden ist die Folge. Jenseits der juristischen Dimension geht es um etwas anderes: einen Glaubenskrieg um die Zukunft der Landwirtschaft.

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Bleiben wir beim "Genmais". Er besitzt ein zusätzliches Gen, das ihn widerstandsfähig gegen Insektenschädlinge wie den Maiszünsler macht. Der Mais produziert seinen Pflanzenschutz gewissermaßen selbst. Trotzdem sind Umweltgruppen wie Greenpeace oder der "Bund" ebenso wie die Grünen und Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) erklärte Gegner der grünen Gentechnik. Sie wollen, dass der von der Firma Monsanto angebotene schädlingsresistente "Genmais" nicht in Deutschland angebaut wird.

Selbst die CSU ist auf einen Anti-Gentechnik-Kurs eingeschwenkt. Die grüne Gentechnik bringe "keinen erkennbaren Nutzen", argumentierte die Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner, noch schärfer äußerte sich ihr Parteikollege, der bayrische Umweltminister Markus Söder ("Das moderne Bürgertum will keine gentechnisch veränderten Lebensmittel"). Der Schwenk erstaunt umso mehr, als die Partei bislang nicht als Kritikerin von Technik und Wissenschaft aufgetreten ist. In Bayern hat sie kein Problem mit Kernenergie, Chemiefabriken, Auto- oder Rüstungsindustrie. Nur der Mais soll draußen bleiben.

Die Geschichte der Pflanzenzüchtung beginnt vor 10000 Jahren. Damals begannen die Menschen sesshaft zu werden. Sie zähmten Tiere und züchteten Pflanzen. Um beim Mais zu bleiben: Ureinwohner im Süden Mexikos waren es, die vor 9000 Jahren eine unscheinbare Graspflanze namens Teosinte kultivierten. Der moderne Mais sieht seinem Urahn Teosinte so wenig ähnlich, dass die Abstammung bis vor wenigen Jahren umstritten war.

Wer züchtet, überlässt die Natur nicht mehr sich selbst, sondern manipuliert sie. Nur jene Tiere oder Pflanzen werden vermehrt, die die erwünschten Eigenschaften haben. So gesehen waren die Steinzeitbauern die ersten Gentechniker. Über die Jahrtausende entwickelten sich vom Menschen geprägte Kulturlandschaften.

Züchtung bedeutet Veränderung des Erbguts, Mutation. Anfang des 20. Jahrhunderts beschleunigte sich dieser Prozess. Forscher bestrahlten Saatgut oder behandelten es mit erbgutverändernden Chemikalien, um Mutationen zu erzeugen – mit Erfolg. Etwa 70 Prozent unserer heutigen Feldfrüchte verdanken sich einem solchen Ereignis. Biobauern haben damit, anders als mit der heutigen Gentechnik, keine Probleme.

Die Geschichte der modernen Pflanzen-Biotechnik geht zurück bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts. Damals gelang es erstmals, neue Gene in einen lebenden Organismus einzuschleusen. Diese Technik wurde immer weiter perfektioniert. Zudem ist die Entzifferung kompletter Erbgutsequenzen von Pflanzen, also von Genomen, ein entscheidender Schritt, um die Lebens- und Stoffwechselprozesse zu verstehen. Der Mais ist durchsichtig geworden.

Leser-Kommentare
    • TyRell
    • 23.03.2009 um 18:49 Uhr

    Fast kam es mir vor, als hätte jemand meine Gedanken aufgegriffen und hier formuliert. Die Frage, warum Gentechnik so erbittert bekämpft wird, habe ich mir immer selber damit beantwortet, dass das Deutsche Volk nicht unbedingt für seine Technikaffinität bekannt ist.

    Es wäre absolut falsch, sich kopflos in Technologien zu verrennen, die man weder versteht noch wirklich begreift, bei denen man sich über die nachhaltigen Folgen für die ökologische Balance nicht nicht im klaren ist. Dies ist absolut unbestritten.

    Aber das Wort "Gen" ist, wie es in dem Artikel erwähnt wird, zu einem Schimpfwort verkommen.

    "Einiges spricht dafür, dass es sich bei der Anti-Gentechnik-Lobby um eine quasireligiöse Bewegung handelt. Der Schriftsteller Michael Crichton brachte das 2003 auf den Punkt. "Heute ist der ,Umweltismus’ (environmentalism) eine der mächtigsten Religionen der westlichen Welt", sagte Crichton in einer Rede."

    Der Dogmatismus wird wahrscheinlich nie ein Ende finden und wenn die Teilnehmer der Diskussionen die Debatten verfolgt und die Kommentare gelesen haben, dann wird man schnell feststellen, dass nicht nur ich, sondern viele Kritiker der Gentechnik-Gegner ganz besonders diesen Punkt angesprochen haben.

    Ein wunderbarer, ein wahrhaft mächtiger Artikel.

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    Problem nicht erkannt und deshalb auch keine Lösungs präsentiert.
    Die PP-Abteilung des Volksverdummer hat wieder zugeschlagen ;-).

    Problem nicht erkannt und deshalb auch keine Lösungs präsentiert.
    Die PP-Abteilung des Volksverdummer hat wieder zugeschlagen ;-).

  1. Ich finde es bedenklich, wenn das Argument, dass bislang kein ernsthafter Schaden nachweisbar war, als Beweis der Unbedenklichkeit genügt.
    Contergan galt auch Jahre lang als sicher!
    Man muss auch sicher zugestehen, dass es ein Unterschied ist, ob ein Omnivore (Allesfresser) wie der Mensch mit Lebensmitteln tierischer und pflanzlicher Herkunft mittels eines über Generationen mehr oder weniger gut adaptierten Verdauungsapparates zuerst denaturiert und anschließend energetisch verwertet oder ob Arten-übergreifend fremdes Erbgut in Zellkerne eingebaut und dann vermehrt wird.
    Nach wie vor ist nicht zur Gänze geklärt, wie BSE entstanden ist und übertragen wird, aber es scheint Konsens zu herrschen, dass die Fütterung reiner Pflanzenfresser mit tierischen Produkten ursächlich beteiligt ist. Dies als ein Beispiel dafür, dass die Materie noch gar nicht wirklich verstanden ist. Aber Wissenschaftler maßen sich an, die Tragweite ihres Tuns hier zu überblicken??
    Fortpflanzung findet erfolgreich innerhalb von Arten statt. Chimären wie das Maultier sind zwar lebensfähig aber unfruchtbar, weil ihre Elterntiere nicht mehr artgleich und noch zu eng verwandt waren. Artfremde Gene zu implantieren kommt in der Natur außer durch Viren und einige andere Mikroorganismen kaum vor und ist dann für den Wirt zumeist von Nachteil.
    Die Wissenschaft hat auch in der Vergangenheit schon oft mit den ehrbarsten Zielen Erkenntnisse hervorgebracht, die dann ungeahnte negative Folgen hatten. Einerseits ist natürlich eine wissenschaftliche Erkenntnis per se weder gut noch böse und für die Möglichkeit des Missbrauchs seiner Forschung ist der Forscher nicht (voll?) verantwortlich- wohl aber für die meiner Meinung nach grundlegende Arroganz, ein komplexes Problem in allen seinen Konsequenzen durchschaut haben zu wollen.
    Angesichts der Potenzen der Gentechnologie wundere ich mich, dass es überhaupt jemanden gibt, der keine Angst davor hat, dass diese Büchse der Pandora immer weiter geöffnet wird. Und je mehr man sich damit beschäftigt, um so mehr zeigt sich, was alles nicht verstanden ist, was Grund zu noch mehr Sorge gibt.

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    • WDK
    • 23.03.2009 um 20:50 Uhr

    Zunächst mein Kompliment an die Verantwortlichen der ZEIT-online, den Befürwortern von “Frankenfood” mehrfach Raum zu bieten, mal ihre Meinung zu sagen. Ein Danke auch an den Autor Wewetzer für seine auf den Punkt Analyse.

    Zu ihrem Kommentar, eyespy39. Der gipfelt in:

    "Die Wissenschaft hat auch in der Vergangenheit schon oft mit den ehrbarsten Zielen Erkenntnisse hervorgebracht, die dann ungeahnte negative Folgen hatten. Einerseits ist natürlich eine wissenschaftliche Erkenntnis per se weder gut noch böse und für die Möglichkeit des Missbrauchs seiner Forschung ist der Forscher nicht (voll?) verantwortlich- wohl aber für die meiner Meinung nach grundlegende Arroganz, ein komplexes Problem in allen seinen Konsequenzen durchschaut haben zu wollen."

    Ihre Angst vor der grundlegenden Arroganz des “Forschers” ist in der heutigen Zeit nicht mehr gerechtfertigt. Es gibt schon sehr lange nicht mehr (und hat es vielleicht nie gegeben) den einzelnen Forscher im Elfenbeinturm, so wie ein Frankenstein. Forscher an Universitäten und auch in der Industrie ergänzen sich, teilen sich ihre Forschungsergebnisse mit, und haben sehr verschiedene Meinungen, wenn es an die Interpretation ihrer Forschungsergebnise kommt. Sie sind dabei gegenseitig ihre härtesten Kritiker und Wiedersacher, wenn es an die Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Praxis geht.

    Was mich in der “Frankenfood” Diskussion immer wieder überrascht ist der religiöse Glaube an die Richtigkeit des einen “Forschers”, der den Weltuntergang vor uns sieht, wenn "wir" so weiter machen. Die 999 Forscher, die ihm widersprechen, sind alle von der “Industriekapitalisten gekauft”. Diese Ignoranz ist schwer zu verdauen und zu ertragen.

    Beides, Arroganz und Ignoranz sind mir zuwider, aber was ist ist destruktiver ? Gibt ein einziges Beispiel für Ignoranz, das uns Menschen weiter gebracht hat ?

    Sie vergleichen hier Aepfel mit Birnen (oder sollt ich besser sagen: Gene mit Proteinen?)!

    Erstens scheint es Konsenz zu sein dass BSE durch Prione ausgeloest wird. Prione sind fehlgefaltete Proteine. Und diese haben die Eigenschaft andere noch nicht fehlgefaltete Proteine (und zwar NICHT beliebige) in Prione zu verwandeln. Jedes Saeugetier scheint diese Praeprionen zu besitzen, und zwar im EIGENEM Genom kodiert: Rind, Schaf, Mensch .... Frisst Mensch BSE verseuchtes Rinderhirn, werden Mensch-Praeprionen zu Menschenprionen gefaltet und er bekommt CFK. Also nix mit fremden Genen.

    Zweitens existiert sogenannter horizontaler Gentransfer. Und dafuer brauchts keinen Esel und Eselin sondern kann auch ueber Esel, irgendeine Mikrobe und Hund laufen. Also auch keine heile Bienchen und Bluemchen Welt (oder gerade).

    Gruss,
    pu

    • WDK
    • 23.03.2009 um 20:50 Uhr

    Zunächst mein Kompliment an die Verantwortlichen der ZEIT-online, den Befürwortern von “Frankenfood” mehrfach Raum zu bieten, mal ihre Meinung zu sagen. Ein Danke auch an den Autor Wewetzer für seine auf den Punkt Analyse.

    Zu ihrem Kommentar, eyespy39. Der gipfelt in:

    "Die Wissenschaft hat auch in der Vergangenheit schon oft mit den ehrbarsten Zielen Erkenntnisse hervorgebracht, die dann ungeahnte negative Folgen hatten. Einerseits ist natürlich eine wissenschaftliche Erkenntnis per se weder gut noch böse und für die Möglichkeit des Missbrauchs seiner Forschung ist der Forscher nicht (voll?) verantwortlich- wohl aber für die meiner Meinung nach grundlegende Arroganz, ein komplexes Problem in allen seinen Konsequenzen durchschaut haben zu wollen."

    Ihre Angst vor der grundlegenden Arroganz des “Forschers” ist in der heutigen Zeit nicht mehr gerechtfertigt. Es gibt schon sehr lange nicht mehr (und hat es vielleicht nie gegeben) den einzelnen Forscher im Elfenbeinturm, so wie ein Frankenstein. Forscher an Universitäten und auch in der Industrie ergänzen sich, teilen sich ihre Forschungsergebnisse mit, und haben sehr verschiedene Meinungen, wenn es an die Interpretation ihrer Forschungsergebnise kommt. Sie sind dabei gegenseitig ihre härtesten Kritiker und Wiedersacher, wenn es an die Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Praxis geht.

    Was mich in der “Frankenfood” Diskussion immer wieder überrascht ist der religiöse Glaube an die Richtigkeit des einen “Forschers”, der den Weltuntergang vor uns sieht, wenn "wir" so weiter machen. Die 999 Forscher, die ihm widersprechen, sind alle von der “Industriekapitalisten gekauft”. Diese Ignoranz ist schwer zu verdauen und zu ertragen.

    Beides, Arroganz und Ignoranz sind mir zuwider, aber was ist ist destruktiver ? Gibt ein einziges Beispiel für Ignoranz, das uns Menschen weiter gebracht hat ?

    Sie vergleichen hier Aepfel mit Birnen (oder sollt ich besser sagen: Gene mit Proteinen?)!

    Erstens scheint es Konsenz zu sein dass BSE durch Prione ausgeloest wird. Prione sind fehlgefaltete Proteine. Und diese haben die Eigenschaft andere noch nicht fehlgefaltete Proteine (und zwar NICHT beliebige) in Prione zu verwandeln. Jedes Saeugetier scheint diese Praeprionen zu besitzen, und zwar im EIGENEM Genom kodiert: Rind, Schaf, Mensch .... Frisst Mensch BSE verseuchtes Rinderhirn, werden Mensch-Praeprionen zu Menschenprionen gefaltet und er bekommt CFK. Also nix mit fremden Genen.

    Zweitens existiert sogenannter horizontaler Gentransfer. Und dafuer brauchts keinen Esel und Eselin sondern kann auch ueber Esel, irgendeine Mikrobe und Hund laufen. Also auch keine heile Bienchen und Bluemchen Welt (oder gerade).

    Gruss,
    pu

  2. Ein Problem liegt darin, dass Mais zu den Gräsern gehört, die Bestäubung der weiblichen Blüten also durch Windtransport der Pollen erfolgt. D.h. ist der Mais einmal großflächig angebaut, bekommt man ihn nicht mehr los. Was das für die Biolandwirtschaft bedeutet, ist wohl klar.
    Das weitaus größere Problem stellt aber der Konzern dar, dem der Genmais gehört, MONSANTO!
    Ich möchte hier nicht auflisten, für welche Dinge dieser Marktführer in Sachen genmanipulierter Nutzpflanzen in seiner Geschichte und aktuell verantwortlich zu machen ist, aber schon ein Blick auf Wikki oder auch auf youtube (http://www.youtube.com/wa...) reicht für einen ersten Überblick.
    Schade dass Sie sich die fünf Minuten nicht genommen haben!

  3. irgendwann muessen wir Genmais essen, wenn naecmlich die Resourcen nicht mehr ausreichen, um die Bevoelkerung zu versorgen. Dann wird kein Mensch merh fragen, welcher Mais das ist.

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    weil der Gen-Reis oder die Gen-Kartoffel vorher einer Krankheit wegen fast ausgerottet wurden, weil die genetische Monotonie eine perfekte Voraussetzung für solche Zusammenbrüche ist…

    • olik1
    • 29.06.2009 um 10:25 Uhr

    bisher.
    Wie kommen Sie bitte auf den Gedanken, "Genmais" wäre resourcenschonend?
    Es gibt bei weitem sinnvollere Wege hinreichend Nahrungsmittel zu produzieren.

    weil der Gen-Reis oder die Gen-Kartoffel vorher einer Krankheit wegen fast ausgerottet wurden, weil die genetische Monotonie eine perfekte Voraussetzung für solche Zusammenbrüche ist…

    • olik1
    • 29.06.2009 um 10:25 Uhr

    bisher.
    Wie kommen Sie bitte auf den Gedanken, "Genmais" wäre resourcenschonend?
    Es gibt bei weitem sinnvollere Wege hinreichend Nahrungsmittel zu produzieren.

    • Atan
    • 23.03.2009 um 19:24 Uhr

    nur um die Kapitalinteressen einiger weniger Großkonzerne zu bedienen? Zigtausende von Arbeitsplätzen in der hierzulande florierenden Bio-Branche wären in Gefahr, wenn es Monsanto und Co. gelänge, ihre Produkte gegen den Wunsch der Konsumenten per natürlicher Auskreuzung in den Markt zu zwingen. Die kleinfächige bäuerliche Landwirtschaft hat auf den Märkten nur Chancen, in dem sie auf qualitativ hochwertige Pordukte setzt, die den Ansprüchen der Verbraucher genügen. Dazu ist sie auf die vielfältiges, frei vermehrbares Saatgut angewiesen, statt sich den Knebelverträgen der Agrarkonzerne zu unterwerfen und per reiner Kostenkonkurrenz ein völlig standardisiertes Massenprodukt anzubieten.
    Es stände den gentechnischen Unternehmen ja völlig frei, endlich mal eines der solande schon versprochenen Produkte auf den Markt zu bringen, die z.B. auch nur irgendeinen klitzekleinen Beitrag gegen den Hunger in Entwicklungsländern leisten könnte. Stattdessen gibt es es nur zwei, drei Massenprodukte (Raps, Mais, Soja), die den Anbau etwas erleichtern, aber keinerlei Vorteile für die Konsumenten bieten und die Sortenvielfalt (und damit Produktvielfalt) enorm reduzieren.
    Warum sollen wir also enorem Nachteile an wirtschaftlicher Freiheit und Lebensqualität hinnehmen, nur damit Konzerne mehr Profit machen und unsere landschaften noch eintöniger machen?

  4. weil der Gen-Reis oder die Gen-Kartoffel vorher einer Krankheit wegen fast ausgerottet wurden, weil die genetische Monotonie eine perfekte Voraussetzung für solche Zusammenbrüche ist…

    Antwort auf "Es hilft alles nichts:"
    • gaia52
    • 23.03.2009 um 19:34 Uhr

    Krebszellen entstehen seit Jahrtausenden jeden Tag durch natürliche Genmutationen in einer Größenordnung, die für den Menschen nicht zu begreifen ist. Also sind Krebszellen gute Gene, da sie auf natürlichem Weg entstehen?

    Die Natur ist wunderbar und wir Menschen müssen lernen noch mehr Ehrfurcht vor ihr zu haben. Aber sie ist auch gnadenlos, keine Freundin der Menschen. Sie folgt ihren eigenen Gesetzen, die oftmals tausenden Menschen das Leben kostet.

    Da wir jahrzehntelang die Natur mit "natürlichen" Züchtungen (radioaktive Bestrahlung, chemische Behandlung, Wärmebehandlung...) die Natur vergiftet haben, bleiben uns nur 2 Wege. Die Wege zurück zur Ursprungsnatur mit wenig Erträgen udn damit dem Hungertod von Millionen Menschen oder eine intelligente Züchtung, die es ermöglicht Gifte zu reduzieren und Erträge zu steigern ohne Bodenflächen gnadenlos auszubeuten.
    Eine asolute Garantie wird es nie geben. Auch die Natur bringt ungeahnte Mutationen hervor, ohne die wir immer noch als Einzeller in der Ursuppe schmoren würden.

  5. Der Artikel gefällt mir, weil er versucht endlich mit einigem Aberglauben aufzuräumen, der viel zu oft in den Köpfen der Menschen festsitzt. Aber natürlich ist auch dieser Artikel wieder nur subjektiv und vermutlich von der gentech Industrie bezahlt.
    Vielleicht ist es an der Zeit, dass die Gentechnik Gegner ihre Quellen offen legen, damit wir alle überprüfen könne, wie viel dran ist an ihren Behauptungen.

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    Es gab zu diesem Thema vor einiger Zeit einen Themenabend auf Arte. Dieser hat meine Meinung, die bis dahin neutral war, um 180° gedreht. Die Beiträge sind z.B. auf youtube zu finden. Gib doch dort einfach mal Monsanto ein und schau dir den ersten Link (dauert nur wenige Minuten) an.

    Es gab zu diesem Thema vor einiger Zeit einen Themenabend auf Arte. Dieser hat meine Meinung, die bis dahin neutral war, um 180° gedreht. Die Beiträge sind z.B. auf youtube zu finden. Gib doch dort einfach mal Monsanto ein und schau dir den ersten Link (dauert nur wenige Minuten) an.

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