Merkel bei Anne Will Die ungreifbare Kanzlerin
Wofür steht Angela Merkel? In der Talkshow "Anne Will" wollte die Kanzlerin sich und ihre Politik erklären. Das gelang nur in Maßen.
Es ist ein maximal unfreundliches Filmchen, das die Redakteure von Anne Will da eigens für den Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Sendung am Sonntagabend zusammengeschnitten haben. Vor dem Reichstag in Berlin haben sie Leute gefragt: "Was fällt ihnen zu Konrad Adenauer ein, zu Helmut Kohl, zu Gerhard Schröder?"
Die Interviewten mussten nicht lange nachdenken. Vom "Keine Experimente"-Adenauer bis zum Bastakanzler Schröder – irgendwas ist hängengeblieben. Und was fällt ihnen zu Angela Merkel ein? Lange Gesichter, Schulterzucken. Selbst eine Gruppe von CDU-Mitgliedern aus dem Schwarzwald muss die Antwort leider schuldig bleiben.
Keine Frage also: Angela Merkel hat einiges zu erklären. Gerade in den letzten Wochen und Monaten ist dies besonders evident geworden. Die Umfragen für ihre eigene Partei befinden sich im Keller, und die Union präsentiert sich zerstritten wie selten . Das liege auch daran, heißt es allenthalben, dass die Kanzlerin ihre Politik nicht ausreichend erkläre .
Mit ihrem Auftritt bei Anne Will hat Merkel sich für die Offensive entschieden . Und tatsächlich kann man in der einen Stunde, in der Will manchmal schon verzweifelt versucht, Merkel aus der Reserve zu locken, einiges über die Kanzlerin lernen.
"Sind Sie die richtige Frau, um das Land in der Krise zu führen?", wird sie etwa gleich zu Anfang von der Moderatorin gefragt. Die Antwort hätte merkelscher kaum ausfallen können. "Die Krise ist da, und ich bin die Bundeskanzlerin", sagt sie, nun werde sie ihr Bestes geben. Es ist die nüchterne Angela Merkel, das Arbeitstier, das hier spricht. Demonstratives Selbstbewusststein ist ihre Sache nun mal nicht.
Bezeichnend ist auch ein Versprecher, der ihr gleich zweimal unterläuft. Als Staatsoberhaupt bezeichnet sie sich, dabei ist das doch der Bundespräsident. Fast scheint es, als sei der präsidiale Regierungsstil, der ihr oft gerade von den eigenen Leuten vorgehalten wurde, ihr längst in Fleisch und Blut übergegangen.
Sollte die eigene Partei gehofft haben, dies würde sich, da der Wahlkampf immer näher rückt, nun ändern, Merkel werde künftig eher Parteichefin als Kanzlerin der Großen Koalition sein, dann wurde sie an diesem Abend eines Besseren belehrt. Mag doch die SPD längst das Wahlkampffeuer eröffnet haben, Merkel gibt sich integrativ. SPD-Chef Franz Müntefering möge doch bitte ein bisschen konstruktiv sein, SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier "nicht so viel rummosern", ist schon das Härteste, was die Konkurrenten zu hören bekommen. Merkel selbst jedenfalls will regieren und zwar bis zum Schluss. Die Große Koalition platzen lassen ? "Natürlich nicht!"
Und was ist mit der Krisenpolitik, die Merkel eigentlich erklären möchte? Im Schnelldurchgang handeln Moderatorin und Kanzlerin von HRE über Opel bis hin zu Millionenzahlungen für gescheiterte Manager alles ab, was gerade auf der Tagesordnung steht. Die Kanzlerin spricht schnell, das ist auch den Vorgaben der Sendung geschuldet. "Antworten Sie in einem Satz", fordert die Moderatorin.
Am Ende ist kaum etwas klarer. Im Gegenteil. Man muss sich schon gut auskennen, um Merkel folgen zu können . Deutlich wird höchstens: Vor allem die Wirtschaft wird sich auf manch kritisches Wort der Kanzlerin einstellen müssen. Dass der frühere Chef der Hypo Real Estate, Georg Funke, auf Weiterzahlung seines Gehalts klagt, kann Merkel "ehrlich gesagt nicht verstehen". Zu den Millionen-Rentenzahlungen an den früheren Postchef Klaus Zumwinkel sagte sie: "Das ist jenseits dessen, was man sich vorstellen kann." Der Beifall im Publikum signalisiert: Diese Tonlage könnte wahlkampftauglich werden.
Bleibt die Frage, wie Merkel zu ihrer eigenen Partei steht, aus der sie in den vergangenen Wochen so scharf kritisiert wurde. Sie versucht es mit einem Satz, der wohl die Herzen ansprechen soll: "Die CDU, die hab ich einfach gerne", sagt sie. Was ihren speziellen Freund, CSU-Chef Horst Seehofer angeht, will sie sich freilich nicht überreden lassen, diese Zuneigung auf einer Skala von eins bis zehn näher einzugrenzen. "Ich bin nicht das Politbarometer", kontert sie.
Ähnlich scheitert Anne Will mit ihrem letzten Versuch, die Kanzlerin mal wirklich festzunageln. Wie viel Prozent Merkel denn für die CDU holen wolle, will sie wissen. Nun, sagt Merkel, wenn Steinmeier sein Ziel mit 35 Prozent angebe, sei das ja bescheiden. Drüber dürfe es schon sein, und damit Schluss.
Ob den CDU-Mitgliedern aus dem Schwarzwald nach diesem Gespräch nun leichter fiele zu sagen, wofür ihre Kanzlerin steht? Das ist unwahrscheinlich. Den Grund dafür nennt Merkel selbst: "Ich bin mal konservativ , mal christlich-sozial, mal liberal ." Und daran, so der Eindruck, will sie auch keinesfalls etwas ändern.
- Datum 23.03.2009 - 10:11 Uhr
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Der Artikel klingt als bedauerte er, dass die Kanzlerin nicht zurück- oder sonstwohin schiesst. Gerade WEIL sie es nicht tut erweist sie sich als hilfreicher (und wohltuender) als die gackernden Wahlkämpfer, die nur noch ein halbes Jahr(!!!) vor der Wahl alles aufgeben nur für Stimmen. Das ist unerträglich, gerade zur Zeit...
/ sign!
auch ich empfinde die nüchternheit und coolness unserer kanzlerin als wohltuend im gegensatz zu ihrem vorgänger, der sich gerne mit albernen posen zum affen gemacht hat.
die spd strebt wohl in diesem wahlkampf ebenfalls die affen-posen-strategie an.
auch hiervon hebt sich positiv ab, daß mme merkel sich auf die derzeitigen probleme konzentriert und die attacken links liegen läßt.
--> was stört es eine deutsche eiche, wenn sich eine wildsau an ihr scheuert ;-)))
/ sign!
auch ich empfinde die nüchternheit und coolness unserer kanzlerin als wohltuend im gegensatz zu ihrem vorgänger, der sich gerne mit albernen posen zum affen gemacht hat.
die spd strebt wohl in diesem wahlkampf ebenfalls die affen-posen-strategie an.
auch hiervon hebt sich positiv ab, daß mme merkel sich auf die derzeitigen probleme konzentriert und die attacken links liegen läßt.
--> was stört es eine deutsche eiche, wenn sich eine wildsau an ihr scheuert ;-)))
/ sign!
auch ich empfinde die nüchternheit und coolness unserer kanzlerin als wohltuend im gegensatz zu ihrem vorgänger, der sich gerne mit albernen posen zum affen gemacht hat.
die spd strebt wohl in diesem wahlkampf ebenfalls die affen-posen-strategie an.
auch hiervon hebt sich positiv ab, daß mme merkel sich auf die derzeitigen probleme konzentriert und die attacken links liegen läßt.
--> was stört es eine deutsche eiche, wenn sich eine wildsau an ihr scheuert ;-)))
?????????????????
In Anlehnung an eine Schokoladenwerbung fällt mir nur ein:
Protestantisch, nüchtern, gut.
Oder wer es lieber oekumenisch mag:
Analytisch, akribisch, anhaltend.
Das reicht doch für diese außerordentliche Krisensituation. Eine Entsprechung bei der anderen Feldpostnummer ist der Finanzminister Steinbrück.
Frau Will möchte ich auch mal eine Frage stellen. Ich würde fragen, beschreiben sie doch mal in einem Satz die aktuelle Finanzkrise.
Nun mal Futter bei die Fische.
Im Koalitionsvertrag zwischen SPD, CDU und CSU wird ausdrücklich die Finanzmarktpolitik erwähnt. Es wurde eine umfassende Deregulierung vereinbart, überflüssige Regulierungen sollten abgebaut, der Ausbau des Verbriefungsmarktes wurde gefordert und das Unternehmensbeteiligungsgesetz sollte ausgebaut werden. Dazu sollten neue Vertriebswege und Produktinnovationen massiv unterstützt werden. Bundesfinanzminister Steinbrück hat übrigens die Bedeutung der Finanzmarktpolitik als Eckpfeiler des Koalitionsvertrages besonders hervorgehoben! Er hat dafür gesorgt, daß die Real Estate Investment Trusts (REITS) von der Körperschaftssteuer befreit wurden. Wieviel Körperschaftssteuer hat die HRE abgeführt? Und wie sieht es mit der Umsatzsteuer für die REITS aus?
Das sind alles Bestandteile des Koalitionsvertrages! Und damit ist wegen der äußerst mangelhaften handwerklichen Leistung die große Koalition und ihre Führung - vor allem Frau Merkel verantwortlich! Ich erinnere mich noch an die Hartz IV -Regelung, die es volljährigen Jugendlichen gestattet, von zu Hause auszuziehen und eine eigenen Wohnung zu beziehen. Als die Jugendlichen das dann auch taten, war das Erstaunen in der damaligen Rot-Grünen-Koalition groß.
Wieviele Gesetze unter der Regentschaft von Frau Merkel sind ihrer Koalition vom Bundesverfassungsgericht um die Ohren gehauen worden? Darf man da nicht behaupten, daß die Regierungsarbeit der großen Koalition handwerklicher Pfusch allergrößter Güte ist? Und diese Pfuschern sollen wir unsere Zukunft anvertrauen? Wollen wir wirklich, daß die Gesetze weiter von Lobbyisten im Finanzministerium geschrieben werden. Und zwar so, daß weder die verantwortlichen Politiker noch die Manager in irgendeiner Form zur Verantwortung gezogen werden. Wollen wir, daß Menschen, die dieses Land vorsätzlich zu Grunde richten, nur damit ihre Klientel in ihrer unersättlichen Gier befriedigt wird, weiterhin das Sagen haben? Wollen wir, daß auch in Zukunft die Schwachen dieser Gesellschaft immer weiter drangsaliert und ausgebeutet werden?
Die große Koalition hat mit Nachdruck bewiesen, daß sie nicht fähig ist, ein modernes Land zu regieren. Wir sollten alle dafür sorgen, daß sie die Konsequenzen ihres Handelns zu spüren bekommen!
Ihre Argumente sind es jedenfalls nicht. Ich erwarte geradezu, dass eine Regierung die Finanzpolitik zum Eckpfeiler politischen Handelns macht. Was Sie alles aufzählen hört sich wunderbar kompetent an, hält einer näheren Betrachtung aber nicht stand, da Verwerfungen hier nicht eine Frage des Gesetzgebers sondern der Qualität der Aufsichtsbehörden und Banken sind (Verbriefungen). Das Unternehmensbeteiligungsgesetz bringt Eigenkapital für kleine und mittelständische Unternehmen, z.B. bei Sanierungsprozessen. Auf REITs werden Steuern entrichtet, nur nicht auf Unternehmensebene sondern auf Anlegerebene. Die von Ihnen angesprochene Hartz-IV-Regelung war zwar unglücklich, ist im Kontext aber nichts weiter als polemisch usw...
So kommt bei näherer Betrachtung Ihre beobachtete "äußerst mangelhafte handwerkliche Leistung der großen Koalition und Ihrer Führung" dem Stammtisch ein gutes Stück nahe und ich zum Thema: Äußerst komplexe Sachverhalte müssen uns, den Bürgern erklärt werden. Nun gibt es die berühmten drei Möglichkeiten:
1. man erklärt gar nicht und sitzt es aus
2. man erklärt nicht, aber man positioniert sich schon mal volksnah mit einer entsprechenden Symbolik (z.B. Fußball)
3. man erklärt nicht, versucht aber integrierend und zuversichtlich aufzutreten.
Für Möglichkeit 3 hat sich Fr. Merkel entschieden und zwar erfolgreich. Fertige Lösungen für die gegenwärtigen Probleme sind weder vorhanden noch in 60 Minuten transportierbar. Was muß eine Kanzlerin also öffentlich tun? Den Laden zusammenhalten, den ganzen Gockeln in Ihrem Umfeld nicht mit gleiche Münze zurückzahlen, sondern Ihnen den Wind aus den Segeln nehmen. Den Bürgern nicht kurzfristige Hoffnungen machen (Opel, Schaeffler), sondern Lösungen anstreben. Erklärt werden können z.Zt. wohl nicht die Probleme, erkärt werden müssen die Folgen und die Gegenmaßnahmen:
die Arbeitslosigkeit wird steigen - wir setzen u.a. Kurzarbeit dagegen
einer wichtigen Bank droht die Pleite - wir verstaatlichen als ultima ratio
einer wichtigen Firma droht die Pleite - nach Absicherung (z.B. Patente) übernehmen wir Bürgschaften usw.
Und genau das hat Fr. Merkel gesagt, nicht mehr aber auch nicht weniger.
Als die Große Koalition beschlossen wurde, galt es ja noch als Fortschritt, den neoliberalen Quatsch zu glauben und danach zu handeln. Und das ist mal gerade 3,5 Jahre her. So ändern sich die Zeiten, so schnell vor allen Dingen.
Was wollen Sie nun? Einhalten der Vereinbarung oder Umorientierung und Katastrophenabwehr?
Beschreiben Sie doch mal die notwendigen Konsequenzen. Welche Partei löst die Probleme besser?.
Das ist die Stunde der Systemveränderer. Früher nannten sie sich "Revolutionäre", aber das ist nach dem kläglichen Ende ihrer Blütenträume nicht mehr opportun. Wer diese Leute ans Ruder lassen will, soll sich schon mal einen Kleingarten zulegen, damit für genügend Kartoffeln und Kohl gesorgt ist. Was wir gerade am Hals haben, ist schlimm genug, wir brauchen diese ganz Schlauen nicht, die offenbar beweisen wollen: "Schlimmer geht's immer!"
Ihre Argumente sind es jedenfalls nicht. Ich erwarte geradezu, dass eine Regierung die Finanzpolitik zum Eckpfeiler politischen Handelns macht. Was Sie alles aufzählen hört sich wunderbar kompetent an, hält einer näheren Betrachtung aber nicht stand, da Verwerfungen hier nicht eine Frage des Gesetzgebers sondern der Qualität der Aufsichtsbehörden und Banken sind (Verbriefungen). Das Unternehmensbeteiligungsgesetz bringt Eigenkapital für kleine und mittelständische Unternehmen, z.B. bei Sanierungsprozessen. Auf REITs werden Steuern entrichtet, nur nicht auf Unternehmensebene sondern auf Anlegerebene. Die von Ihnen angesprochene Hartz-IV-Regelung war zwar unglücklich, ist im Kontext aber nichts weiter als polemisch usw...
So kommt bei näherer Betrachtung Ihre beobachtete "äußerst mangelhafte handwerkliche Leistung der großen Koalition und Ihrer Führung" dem Stammtisch ein gutes Stück nahe und ich zum Thema: Äußerst komplexe Sachverhalte müssen uns, den Bürgern erklärt werden. Nun gibt es die berühmten drei Möglichkeiten:
1. man erklärt gar nicht und sitzt es aus
2. man erklärt nicht, aber man positioniert sich schon mal volksnah mit einer entsprechenden Symbolik (z.B. Fußball)
3. man erklärt nicht, versucht aber integrierend und zuversichtlich aufzutreten.
Für Möglichkeit 3 hat sich Fr. Merkel entschieden und zwar erfolgreich. Fertige Lösungen für die gegenwärtigen Probleme sind weder vorhanden noch in 60 Minuten transportierbar. Was muß eine Kanzlerin also öffentlich tun? Den Laden zusammenhalten, den ganzen Gockeln in Ihrem Umfeld nicht mit gleiche Münze zurückzahlen, sondern Ihnen den Wind aus den Segeln nehmen. Den Bürgern nicht kurzfristige Hoffnungen machen (Opel, Schaeffler), sondern Lösungen anstreben. Erklärt werden können z.Zt. wohl nicht die Probleme, erkärt werden müssen die Folgen und die Gegenmaßnahmen:
die Arbeitslosigkeit wird steigen - wir setzen u.a. Kurzarbeit dagegen
einer wichtigen Bank droht die Pleite - wir verstaatlichen als ultima ratio
einer wichtigen Firma droht die Pleite - nach Absicherung (z.B. Patente) übernehmen wir Bürgschaften usw.
Und genau das hat Fr. Merkel gesagt, nicht mehr aber auch nicht weniger.
Als die Große Koalition beschlossen wurde, galt es ja noch als Fortschritt, den neoliberalen Quatsch zu glauben und danach zu handeln. Und das ist mal gerade 3,5 Jahre her. So ändern sich die Zeiten, so schnell vor allen Dingen.
Was wollen Sie nun? Einhalten der Vereinbarung oder Umorientierung und Katastrophenabwehr?
Beschreiben Sie doch mal die notwendigen Konsequenzen. Welche Partei löst die Probleme besser?.
Das ist die Stunde der Systemveränderer. Früher nannten sie sich "Revolutionäre", aber das ist nach dem kläglichen Ende ihrer Blütenträume nicht mehr opportun. Wer diese Leute ans Ruder lassen will, soll sich schon mal einen Kleingarten zulegen, damit für genügend Kartoffeln und Kohl gesorgt ist. Was wir gerade am Hals haben, ist schlimm genug, wir brauchen diese ganz Schlauen nicht, die offenbar beweisen wollen: "Schlimmer geht's immer!"
wer anderen eine Grube gräbt fällt selbst hinein, das ist, mit der Anne Will, bei dieser Sendung geschehen. Hier wollte die Will die Frau Merkel vorführen. Der Hochmut der Moderatorin kam vor dem Fall. Zusammenfassung: Wer die Bundeskanzlerin im geschliffenen Gespräch (Dialog) schlagen will, benötigt ein viel höheres Maß an souveräne u. wirkungsvolle Beherrschung der sprachlichen Ausdrucksmittel.
Ich teile Ihre Sicht. Ergänzen möchte ich dahingehend, dass es nicht nur um die sprachlichen Mittel bei Frau Will dürftig bestellt war und ist (Verwechslung von penetrantem Insistieren mit konsequentem Nachhaken), sondern auch der fachliche Hintergrund für eine solche Diskussion mehr als dürftig war.
Ein Eigentor allererster Güte. Schafft in der "Qualität" sonst nur Herr Plasberg.
Ich teile Ihre Sicht. Ergänzen möchte ich dahingehend, dass es nicht nur um die sprachlichen Mittel bei Frau Will dürftig bestellt war und ist (Verwechslung von penetrantem Insistieren mit konsequentem Nachhaken), sondern auch der fachliche Hintergrund für eine solche Diskussion mehr als dürftig war.
Ein Eigentor allererster Güte. Schafft in der "Qualität" sonst nur Herr Plasberg.
...schlechteste Anne Will Sendung, die ich je gesehen habe.
Eine reine Merkel-Publicity Show.
Man hatte den Eindruck, daß Fragen und Antworten vorher einstudiert waren und das Publikum aus Merkel-Claqeuren bestand.
Frau Merkel kam rüber wie ein Backfisch bei der ersten Verabredung.
Die Kosten der Sendung sollten vom Wahlkampfbüro der CDU getragen werden und jeder GEZ Zahler eine Gutschrift erhalten.
sich vorgenommen die Kanzlerin 'vorzufuehren' was ihr aber nicht gelungen ist da Frau Merkel entschieden' plietscher' ist als die Talkshow-Hostess.
Ich fand es gut dass Frau Merkel ganz ruhig und ohne Aufregung auf die diversen und Herausforderungen reagierte ,antwortete und sich nicht provozieren liess.
sich vorgenommen die Kanzlerin 'vorzufuehren' was ihr aber nicht gelungen ist da Frau Merkel entschieden' plietscher' ist als die Talkshow-Hostess.
Ich fand es gut dass Frau Merkel ganz ruhig und ohne Aufregung auf die diversen und Herausforderungen reagierte ,antwortete und sich nicht provozieren liess.
Jeder Berliner Politiker weiß vor einem Interview, welche Fragen ungefähr kommen werden. Und in einer Krise wie der aktuellen, auch das weiß jeder Medienprofi, sind Sätze wichtig, die Orientierung geben. Die Zuschauer erwarteten, dass die Kanzlerin jetzt endlich sagt, wo es langgeht. Sie erwarteten Neues aus der Führungsebene und Perspektiven für sich selbst. Auch das wusste Frau Merkel vorher.
All jene, die mit dieser Erwartungshaltung die Sendung gesehen haben, sahen eine Kanzlerin des fortgesetzten Larifari. Besonders das am Ende des hier zu kommentierenden Artikels gebrachte Zitat ist ein Armutszeugnis in punkto Führungsstärke: Mit diesem Satz (kurz zusammengefasst: CDU steht für hü und hott, was dann kommt, weiß keiner) dokumentiert Merkel, dass sie noch nichteinmal ihre eigene Partei führen kann.
Es hätte keines kraftstrotzenden Auftritts à la Schröder bedurft, aber einiger nüchterner Sätze, die Richtung und Perspektive künftiger Regierungspolitik aufzeigen. - Merkel gelang nicht einmal dies. Selbst der Bundespräsident, in dessen Rolle sie sich vielleicht wirklich wohler fühlen würde, war da schon mal präziser.
Der Vorwurf ihrer Führungsschwäche hat mit dem Auftritt bei Anne Will neue Nahrung erhalten.
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