Bankenrettung
Ein Parlament entmachtet sich selbst
Der Bundestag kontrolliert nicht, welchen Banken die Regierung Milliarden gibt. Nur ein kleines Gremium darf Fragen stellen, aber die Antworten müssen geheim bleiben

© Michael Gottschalk/ ddp
Reichstag in Berlin: Kein Durchblick bei der Vergabe der Steuermilliarden an die Krisenbanken
Wenn Albert Rupprecht über seine derzeit wichtigste Aufgabe spricht, spart er nicht an dramatischen Worten. Über „schwerste Verwerfungen“ oder „gefährliche Gratwanderungen“ redet er dann und über „die Katastrophe, die wir jeden Tag verhindern müssen“. Das klingt nach Notarzt oder Bergwacht, aber Rupprecht befasst sich nicht mit der Rettung von Menschen, sondern mit der Rettung von Banken. Der studierte Volkswirt vertritt für die CSU im Bundestag den Wahlkreis Weiden und führt den Vorsitz in jenem Gremium des Parlaments, das Finanzminister Peer Steinbrück und dessen „Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung“ (Soffin) kontrollieren soll.
Da ist ein wenig Dramatik schon nützlich. Denn sie hilft Rupprecht einen Vorgang zu rechtfertigen, der so gar nicht den Grundregeln der parlamentarischen Demokratie entspricht: Mit bis zu 480 Milliarden Euro aus Steuergeldern, mehr als dem Doppelten des jährlichen Bundesetats, soll Deutschlands Bankensektor vor dem Zusammenbruch bewahrt werden. Doch wer dabei zu welchen Konditionen profitiert, darüber entscheiden nicht die gewählten Vertreter der Steuerzahler, sondern nur ein vom Minister eingesetzter „Lenkungsausschuss“ unter Leitung des Finanzstaatssekretärs Jörg Asmussen. Der Bundestag selbst, so beschloss es die Große Koalition im vergangenen Oktober, verzichtet ausgerechnet bei der umstrittenen Bankensanierung mit Staatsgeldern auf sein wichtigstes Recht: die Kontrolle über die Staatsausgaben.
Ausschuss mit Maulkorb
Lediglich ein kleines Gremium von neun Abgeordneten aus dem Haushaltsausschuss wurde eingesetzt, dem die Bankenretter einmal pro Sitzungswoche ihre Entscheidungen mitteilen. Immer am Freitagmorgen trifft die Gruppe mit Asmussen oder dem parlamentarischen Staatssekretär Karl Diller sowie Hannes Rehm, dem operativen Chef des Soffin, zusammen und darf Fragen stellen. Ablehnen oder ändern können die Parlamentarier die Beschlüsse jedoch nicht. Und selbst die Unterrichtung ist geheim. Weder ihren Kollegen noch ihren Wählern dürfen die neun Auserwählten die erhaltenen Informationen weitergeben. Wer dagegen verstößt, dem droht eine Anklage wegen Geheimnisverrats und im schlimmsten Fall eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren. Handelt es sich also nur um eine pseudodemokratische Veranstaltung nach dem Modell Nordkorea? Und wie vereinbaren die Abgeordneten das mit ihrem Selbstverständnis als Volksvertreter?
Rupprecht, ein smarter Dynamiker mit Oberpfälzer Akzent, kontert mit einer Gegenfrage: „Was wäre die Alternative?“ Würde der Bundestag öffentlich über die Staatshilfe für einzelne Banken debattieren, „würde das doch sofort zu Verwerfungen auf den Märkten führen“, rechtfertigt er das Verfahren. Aktienwerte könnten abstürzen oder Banken ihren Kredit bei anderen Marktteilnehmern verlieren. Das Überleben der Geldkonzerne dürfe aber nicht vom Parteienstreit abhängig sein. Gewiss, die Öffentlichkeit würde mehr erfahren, „aber das Ergebnis wäre nicht Klarheit, sondern noch viel größere Unsicherheit“, behauptet er. Insofern sei das Geheimgremium „der beste Kompromiss“. Und schließlich, so versichert er, werde dort „scharf nachgehakt, gerade auch von mir.“ Auch Carsten Schneider, Sprecher für Haushaltspolitik bei der SPD-Fraktion, hat mit dem Konstrukt kein Problem. Schließlich sei dies „eine bewusste Entscheidung“ gewesen und ohnehin wolle er sich „nicht anmaßen, zu entscheiden, welche Bank Bürgschaften und Kapitalhilfen erhält“. Das liege „bei der Exekutive“ in guten Händen.
Linkspartei: Das Parlament hat sich entmündigt
Das sieht Roland Claus, der für die Linksfraktion dabei ist, naturgemäß anders. Das Parlament habe „sich entmündigt“, klagt der Abgeordnete aus Sachsen-Anhalt, und seine Sorgenfaltenmiene zeigt an, wie schwer ihm die Mitarbeit in dem rechtlosen Ausschuss fällt. Indirekt übernehme er schon „die Mitverantwortung für die Täuschung der Öffentlichkeit“, gesteht er. Gleichwohl sei das Gremium „besser als nichts“. Auf diesem Wege könne zumindest im Nachhinein die Verantwortung für die Milliardenzuteilungen geklärt werden. Auch Alexander Bonde, der haushaltspolitische Sprecher der Grünen, empfindet den Umgang der Bankenretter mit dem Parlament als Zumutung. „Eigentlich“ sagt er, „eigentlich ist all das mit der Ehre eines Haushälters im Bundestag nicht vereinbar.“
Dabei stört ihn weniger die Geheimhaltung als vielmehr die Impotenz des Gremiums. Um wirklich kontrollieren zu können, „müssten wir selbst die Akten aus den Banken prüfen.“ Auch müssten die Abgeordneten das Recht haben „die verantwortlichen Manager vorzuladen und zu befragen“, fordert Bonde. Weil ihm das verwehrt sei, erfahre der Ausschuss stets nur das, was Steinbrücks Staatssekretäre oder Soffin-Chef Rehm preisgeben wollen. Und das sei bisher noch immer zu wenig gewesen, klagt auch der CDU-Haushälter Jochen-Konrad Fromme. Fortwährend müsse man „um Informationen betteln“, die eigentlich selbstverständlich seien. Und das, obwohl bis Ende Februar schon Bürgschaften für 178 Milliarden Euro übernommen wurden. Weitere 19 Milliarden Euro an Kapitalhilfen sind bereits genehmigt, so viel, wie alle deutschen Universitäten pro Jahr kosten.
An einem Punkt immerhin wagten Fromme und seine Kollegen schon einmal den Aufstand. Öffentlich bezogen die Kontrolleure aus Union und Opposition gegen die bereits zugesagte Bürgschaft für die Volkswagenbank Stellung. Dabei gehe es „nur um Verkaufsförderung“, ärgert sich Fromme. Halte „die Exekutive“ dennoch an dem Plan fest, müsse sie mit „einer Gegeninitiative im Haushaltsausschuss rechnen“, droht er.
Verteilung der Bankenrettungsgelder ist nicht diskutiert worden
Doch angesichts der Dimension der teuren Sanierungsfälle wie Commerzbank und Hypo Real Estate (HRE) mutet der Streit um die Autobanken eher wie eine Ersatzhandlung an. Denn gleichzeitig sind bisher ganz zentrale Fragen bei der Verteilung der Bankenrettungsgelder im Ausschuss nicht einmal diskutiert worden.
Zum Beispiel jene nach dem eigentlichen Ziel der ganzen Milliardenoperation. Alle Verantwortlichen reklamieren stets, es sei die schiere Größe der in Schieflage geratenen Geldhäuser, die den Staat zur Übernahme des Risikos zwinge. Den Zusammenbruch eines großen Geldhauses könne man nicht riskieren, weil damit viele andere Finanzinstitute in den Abgrund gezogen würden. Aber Steinbrücks Bankenrettung hat nun genau diese Gefahr noch verschärft: Mit 18 Milliarden Euro subventioniert der Soffin die Fusion von Commerzbank und Dresdner Bank und schafft so einen noch größeren Geldriesen. Trotzdem stellten die parlamentarischen Soffin-Wächter den Deal nicht einmal in Frage. Der „enorme Zeitdruck“ habe dafür keinen Raum gelassen, rechtfertigt Vorsitzender Rupprecht das Hauruck-Verfahren. Zudem hätte der Allianz-Konzern, der vormalige Eigentümer der Dresdner Bank, „ein Riesenproblem“ bekommen, wenn die Fusion gescheitert wäre. Diese sei bei der Entscheidung Anfang Januar vertraglich schon fest gebunden gewesen, meint auch Florian Toncar, der die FDP im Gremium vertritt. Doch beide müssen einräumen, dass sie weder den Fusionsvertrag kennen, noch geprüft haben, ob die Allianz, immerhin Europas größter Finanzkonzern mit knapp acht Milliarden Euro Gewinn im Jahr 2007, die Sanierung der Dresdner nicht aus eigener Kraft hätte stemmen können.
Genauso undurchsichtig blieben die Kosten der Commerzbank-Operation. Dabei erwarb der Bund zunächst für 1,8 Milliarden Euro 25 Prozent der Aktien. Doch der angesetzte Kurs lag „60 Prozent höher als an der Börse“, erinnert sich Toncar. Genauso gut hätte der Aktienkauf zum Marktkurs auf die laut Soffin-Gesetz erlaubten 33 Prozent Anteil erhöht werden können, meint der jüngste FDP-Abgeordnete, der als Experte für Wettbewerbsrecht nicht verhehlen kann, wie groß seine Bedenken sind. Wie die Commerzbankhelfer ihre „Begünstigung der Altaktionäre“ begründeten, darf er jedoch nicht erzählen. Parlamentarische Kontrolle sieht anders aus.
Commerzbank wird den Bundeshaushalt für viele Jahre mit Schuldzinsen belasten
Das gilt auch für den zweiten Teil des Commerzbank- Deals. Für volle 16,4 Milliarden Euro kaufte der Soffin sogenannte stille Anteile, die mit neun Prozent im Jahr verzinst werden sollen. Insofern sei das „ein gutes Geschäft“ für den Staat, erklärte daraufhin Commerzbank-Boss Martin Blessing. Schließlich könne sich der Bund das Geld für nur drei Prozent Zins leihen und die Differenz einstreichen. Doch Blessings Darstellung ist grob irreführend. Denn die jährlich fälligen Zinsen in Höhe von 1,4 Milliarden Euro fließen nur, wenn es entsprechende Gewinne gibt. Aber selbst in besten Zeiten kam die Bank nur auf 1,8 Milliarden Euro Gewinn. Und auch wenn es erneut dahin käme, müsste sich die Staatskasse den Gewinn mit zahlreichen weiteren Kapitalgebern teilen. Noch für viele Jahre wird die Commerzbank den Bundeshaushalt daher mit Schuldzinsen von bis zu 500 Millionen Euro belasten – fast so viel, wie der Berliner Senat für alle Kitas der Stadt im Jahr benötigt.
Wäre es also nicht die ureigenste Aufgabe der Soffin-Wächter, Blessings Sprüchen öffentlich entgegenzutreten? SPD-Haushälter Schneider zögert kurz und stimmt dann zu. „Ja, das müsste man eigentlich klarstellen“, sagt er. Dass es dennoch bisher nicht geschehen ist, zeigt an, wie sehr die Abgeordneten mit der Zwitterrolle von Geheimnisträger und Volksvertreter überfordert sind. Er müsse sich eben stets fragen, „darf ich das eigentlich sagen?“, erklärt Schneider.
Völlig ausgeblendet blieb so bisher auch die vielleicht wichtigste aller Fragen, die in anderen Staaten längst hohe Wellen schlägt: Wer sind die Begünstigten? Wer sind die Gläubiger der Banken, die jetzt mit Steuergeld freigekauft werden? Und könnten jene, die das Spielgeld für die riskanten Investments bereitstellten, nicht auch ihren Anteil zur Sanierung leisten?
Deutsche Bank kassiert zwölf Milliarden Dollar von den Rettungszahlungen für AIG
Die Senatoren im US-Kongress etwa halten da nicht länger still. Als Anfang des Monats die Zahlungen für den Geldkonzern AIG auf mehr als 160 Milliarden Dollar anwuchsen, forderten sie ultimativ die Namen aller Geldhäuser, mit denen die AIG-Manager jene riskanten Kreditversicherungen abgeschlossen hatten, für deren Auszahlung die Steuermilliarden fließen. Der zuständige Vizegouverneur der Notenbank verweigerte zunächst die Auskunft. „Die Leute würden keine Geschäfte mehr mit AIG machen, wenn wir die Namen herausgeben würden“, erklärte er. Aber damit kam er nicht durch. Die Regierung brauche weitere Rettungsgelder gar nicht mehr zu beantragen, wenn sie nicht Auskunft gebe, stellten die Senatoren klar. „Sie würden das größte Nein zu hören bekommen, das sie je erlebt haben“, schleuderte einer der erbosten Parlamentarier dem Bankenlobbyist im Amt entgegen. Notgedrungen machte das AIG-Management daraufhin die Namen der Gläubiger öffentlich, und heraus kam so, dass darunter zahlreiche Großbanken aus aller Welt waren, die durchaus einen Anteil an den Ausfällen hätten schultern können. Zum Beispiel die Deutsche Bank, die allein fast zwölf Milliarden Dollar von den Rettungszahlungen für AIG kassierte.
Von solchem Mut zur Transparenz sind die Soffin-Wächter weit entfernt. Für FDP-Haushälter Toncar ist der mangelnde Wille zur Kontrolle vor allem „Ausdruck einer Schwäche unseres Systems“. Amerika habe eine „echte Gewaltenteilung“, weil Regierung und Parlament getrennt gewählt werden. Hierzulande sei die Parlamentsmehrheit dagegen stets auch Teil der Regierung. Aber „ordnungspolitisch gesehen müssten die Gläubiger natürlich auch herangezogen werden.“
Washingtons Abgeordnete fordern Antworten, in Berlin hält man still
Rupprecht, der CSU-Mann und damit auch Regierungsvertreter, kann sich das jedoch nicht vorstellen. Die Hartnäckigkeit der US-Kollegen sei „schon sympathisch“, räumt er ein. Aber mögliche Verhandlungen mit Gläubigern „würden doch Monate dauern“, dazu ließe die Eskalation der Krise aber keine Zeit. Mit Zeitmangel erklärt auch SPD-Haushälter Schneider, warum er über die Begünstigten nichts weiß. Aber „die Debatte muss geführt werden“, stimmt Schneider zu.
Zumindest im Fall des Milliardengrabs HRE bleibt den Bankenrettern womöglich auch gar nichts anderes übrig. Wenn die jüngsten Gerüchte aus Kreisen der Bankenaufsicht zutreffen, dann könnten die Verluste der HRE auf eine dreistellige Milliardensumme steigen – und damit den erlaubten Kreditrahmen des Soffin in Höhe von 80 Milliarden Euro weit überschreiten. Spätestens dann werden sich auch die Volksvertreter im Bundestag der Frage stellen müssen, ob wirklich nur die Steuerzahler allein für alle Verluste geradestehen sollen. Die große Stunde der geheimen Kontrolleure steht vermutlich erst noch bevor.
- Datum 28.3.2009 - 13:38 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | Auf mehreren Seiten lesen
- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
- Kommentare 90
- Empfehlen E-Mail verschicken | Bookmarks
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:






Da könnte die Banken doch wenigstens die Kontogebühren den Steuerzahler lassen oder !!
"Völlig ausgeblendet blieb so bisher auch die vielleicht wichtigste aller Fragen, die in anderen Staaten längst hohe Wellen schlägt: Wer sind die Begünstigten? Wer sind die Gläubiger der Banken, die jetzt mit Steuergeld freigekauft werden? Und könnten jene, die das Spielgeld für die riskanten Investments bereitstellten, nicht auch ihren Anteil zur Sanierung leisten?"
Diese Frage bzw. Forderung stelle ich im ZEIT-Forum schon seit langem und wundere mich, dass ich von der ZEIT-Redaktion nicht ermahnt werde:
Belege unter dem Stichwort : "Mehrgeld"
sorry: Mehrgeldsteuer natürlich:
http://www.google.de/sear...
"Das Überleben der Geldkonzerne dürfe aber nicht vom Parteienstreit abhängig sein."
Übersetzt: Zum Wohle der Finanzindustrie wird die parlamentarische Demokratie außer Kraft gesetzt.
Ich denke, ich gehe jetzt mal stellvertretend für die vielen Nicht-Berliner zur Demo:
Wir zahlen nicht für eure Krise
_______________________________________________________
Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
http://www.28maerz.de/
_______________________________________________________
Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
http://www.28maerz.de/
_______________________________________________________
Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
Erst jetzt entdecke ich - Schande über mich - dass Harald Schumann der Verfasser des brillianten ZEIT-Artikels ist. Auf dessen fantastisches entlarvendes Buch (zusammen mit Christiane Grefe):
"Der globale Countdown" habe in rein geistigen AMOK-Läufen immer wieder in früheren ZEIT-Kommentaren hingewiesen:
Wie z.B.
UN-Weltrettungsfond aber optimal kontrolliert !!!
"Endlich, liebe Frau Christiane Grefe, melden Sie sich nach Ihrem fantastischen Buch "Der globale Countdown" ( zusammen mit Harald Schumann ) in der ZEIT zurück!
Ich zitiere aus dem jetzt vorliegenden Beitrag:
"Ein Anstoß immerhin kam von einem, von dem man es kaum erwartet hätte. Bei der Tagung der Weltbank rief deren Chef Robert Zoellick eine »Krise des Multilateralismus« aus und forderte dazu auf, Klimawandel, Welternährung, Finanzdebakel und die neuen geopolitischen Machtverhältnisse zusammenzudenken. Seine Lösungsvorschläge umfassten eine steering group, die mit China, Indien, Südafrika, Saudi-Arabien, Russland, Brasilien und den G-7-Staaten als Frühwarnsystem und Beratungsgremium der UN. Des weiteren schlägt Zoellick einen UN-Fonds zur Stabilisierung fragiler Staaten vor, um Kriege zu verhindern. Er will auch die ökologische Reform der Energie-Märkte vorantreiben."
zu dem von Weltbank-Chef Zoellick vorgeschlagenen UN-Fonds weise ich auf
"Albert Einsteins Brief aus dem Jenseits an die Reichsten auf unserem Planeten"
hin. Die 10 Millionen Reichsten verfügen über ein Gesamtvermögen von 40 000 Milliarden Dollar (Ich bitte die ZEIT - Redaktion, dies zu überprüfen und zu bestätigen).
Natürlich müsste der UN-Weltrettungsfond sorgfältigst von vertrauenswüdigen ( !!!) Institutionen kontrolliert werden, damit es wirklich um Lösung der gigantischen Weltprobleme geht und nicht die nächste Gierwelle und Abzockereiwelle gestartet wird:
http://www.sonnenseite.co...
Bereits früher habe ich in einem ZEIT-Kommentar empfohlen, dass die ZEIT das gesamte Buch "der globale Countdown" abdrucken möge: Dies würde vielen die Augen öffnen, wie mir: Herzlichen Dank !"
http://kommentare.zeit.de...
Wir, das Volk, haben die Banken mit unseren Steuergeldern quasi schon gekauft. Also sollten sie jetzt verstaatlicht werden. Alle. Kein Boni für Nieten in Nadelstreifen mehr. Keine Lobbyisten, keine verzockten Milliarden. Und vor allem: keine Enteignung der Steuerzahler mehr.
Was für jämmerliche Gestalten, diese Möchtegern-Staatenlenker. Da hocken sie in ihrem Ausschuß, müssen die Klappe halten, weil die Banker es ihnen so befehlen, müssen die Gelder bewilligen, weil die Banker ihnen keine Infos liefern, die eine Bewilligung in Frage stellen könnte. Und lassen sich von diesen Kriminellen über den Tisch ziehen.
Unsere Kindeskinder werden die Schulden noch zu schultern haben. Außer wir verhindern es: verstaatlichen und die Profiteure enteignen.
Dem Chef der Royal Bank of Scotland haben erzürnte Landsleute die Fenster seines Landsitzes eingeschmissen und die Luxuslimousine verwüstet.
Die Politischen Gangster und Bank Räuber wollen unter sich bleiben. Die vielen Milliarden zur Rettung werden überwiegend auch für die ca. 200 Milliarden € fauler Kredite im Osten und auf dem Balkan vergeben, damit die Bank Kredite u.a. der KfW bedient werden können. An diesen Projekten haben prächtig Politiker verdient, welche aktiv die ausl. Regierungen bestochen haben.
Die Kassen des Staates werden jetzt von Banken und Unternehmen geleert - um damit faule Kredite in die USA auszugleichen.
Ich habe verdammt noch mal nichts mit diesen Krediten zu tun und dennoch geben die gerade - unter strengster Geheimhaltung - meine Steuern den kommenden 10-15 Jahren aus. Damit ist das auch MEIN Geld, was korrupte und ignorante Bankmanager unter Missachtung sämtlicher Vorsichtsmaßnahmen in die USA "verliehen" haben. Nun kommt da Geld nicht mehr zurück, den Betrügern in den Banken fehlt das geld und sie erpressen den Staat indem sie (angeblich) systemische Banken an den Rand des Abgrunds manövriert haben. Der Staat muss ich das Geld leighen und wird es mir über die kommenden Jahre aus der Brieftasche klauen.
Der Staat macht sich also zum Helfershelfer dieser Betrüger und Erpresser in der Finanzbranche. Die Intransparenz beim Ausgeben der Mittel hilft ausschließlich denen, die jetzt noch schnell abgreifen, was abzugreifen ist. Am Ende, wenn der Bürger an der Reihe wäre und aufgrund der durch diese Betrüger ausgelösten Firmenpleiten auf der Straße steht, werden die öffentlichen Kassen unter Aufsicht dieses Gremiums geplündert sein - und der Bürger kann sehen wo er bleibt.
Das sind Verbrecher, die da gerade die öffentlichen Kassen plündern - und dass die Politik die Hand über diese Verbrecher hält, macht jeden Politiker zum Mittäter und Mitverbrecher, der diese Omerta 2.0 und den Raub am Steuerzahler nicht verhindert!
In der Tat haben die Politiker in dem Gremium, die sich nicht haben kaufen lassen,
richtig viel Verantwortung auf die Schultern geladen.
F. Mayer
In Stefan Franks Artikel* "Das Kartenhaus" - konkret 4/2009 - , einem sehr lesenswerten Artikel über Ratingagenturen, findet sich ein prophetischer Wunsch:
"Laßt uns hoffen, daß wir alle reich und im Ruhestand sind, wenn dieses Kartenhaus zusammenbricht". Diesen frommen Wunsch äußerte ein Analyst von Standard & Poor´s.
*Auszug aus seinem Buch "Die Weltvernichtungsmaschine", vermutlich April 2009
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren