G-20-Gipfel "Die Welt steht am Scheideweg"
Kanzlerin Merkel dringt wenige Tage vor dem G20-Weltfinanzgipfel auf eine Einigung auf globale Finanzmarktregeln. Zehntausende demonstrieren für eine gerechtere Weltwirtschaft
Merkel äußerte zuversichtlich, dass es kommende Woche in London bei dem G-20-Treffen gelingen werde, sich auf strikte Regeln für die globalen Finanzmärkte zu einigen. "Wir müssen auch eine solche Verabredung treffen. Die Welt steht am Scheideweg", sagte die Kanzlerin auf einem CDU-Landesparteitag in Berlin. Nur mit weltweiten Regeln könne verhindert werden, dass in zehn Jahren die nächste Weltwirtschaftskrise anstehe. Die Politik müsse endlich Lehren aus dem aktuellen Desaster ziehen.
Auf die Pläne der USA für weitere Konjunkturprogramme und deren Stellenwert bei den Beratungen auf dem G20-Gipfel ging Merkel nicht konkret ein. Sie sagte lediglich, Konjunkturprogramme seien wichtig. Die Bundesregierung lehnt wie die Staaten der Eurozone zusätzliche Konjunkturhilfen über die bereits beschlossenen Maßnahmepakte hinaus ab.
In Deutschland und London demonstrierten Zehntausende zur gleichen Zeit für eine gerechtere Weltwirtschafts- und Finanzordnung. Unter dem Motto "Wir zahlen nicht für Eure Krise!" prangerte die Protestler in Berlin und Frankfurt die Milliardenhilfe der Regierungen für die Banken an. Zu den Protesten hatte ein Bündnis aus Globalisierungskritikern, antikapitalistischen Gruppen, Gewerkschaften und linken Parteien aufgerufen.
In London zogen Tausende unter dem Motto "Stellt die Menschen an erste Stelle" durch das Regierungsviertel. Vor dem Amtsitz von Premierminister Gordon Brown johlte die Menge und stimmte Buh-Rufe an. Die Kundgebungen läuteten eine Woche der Proteste gegen den Gipfel der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer am 2. April in der britischen Hauptstadt ein.
In Berlin sprach die Polizei von rund 10.000 Teilnehmern. Am Rande gab es einige Aussschreitungen. In Frankfurt sprach die Polizei von 9000 Teilnehmern, der Mitorganisator attac hingegen von rund 25.000 Demonstranten.
In Berlin prangerten die Demonstranten auf ihren Transparenten den Kapitalismus an und trugen ihn symbolisch in einem mit roten Rosen geschmückten schwarzen Sarg zu Grabe. "Es war nicht alles schlecht im Kapitalismus" stand auf einem schwarzen Banner, das die Globalisierungskritiker vor dem Sarg hertrugen. Auf anderen Transparenten war zu lesen "Freihandel = Weltwirtschaftskrise" und "keine Spekulation mit Nahrung". Zahlreiche Demonstranten hatten sich mit Masken von US-Präsident Barack Obama, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und dem britischen Gipfel-Gastgeber Brown verkleidet.
In London skandierten Demonstranten Parolen wie "Wir hassen die Banken". Auf Transparenten war zu lesen "Menschen vor Profit", "Raus aus Irak und Afghanistan" sowie "Jobs, Gerechtigkeit, Klima". Die Kundgebung fand unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen statt.
- Datum 28.03.2009 - 22:11 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, rtr
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Die Kanzlerin auf einem CDU-Landesparteitag in Berlin: Nur mit weltweiten Regeln könne verhindert werden, dass in zehn Jahren die nächste Weltwirtschaftskrise anstehe.
Und wenn die Weltwirtschaftskrise in zehn Jahren noch gar nicht beendet ist?
daß am System selbst nichts verändert wurde. Weder wurde die "credit expansion"-Politik aufgegeben noch ständige Inflationierung der Währung durch einen hypertrophierten Staat. Nach allem, was man vernimmt, ist dies auch gar nicht geplant - was plausibel ist, denn an tatsächlicher Marktwirtschaft haben weder die bisherigen neokorporativen Profiteure noch der Staat selbst ein nennenswertes Interesse.
Genau deshalb wird diese Krise länger dauern als eigentlich nötig und zweitens die zu erwartende Inflation den Grundstein für die nächste Krise legen.
Es hat sich absolut nichts geändert.
Wer an diesem Satz nicht hängen geblieben ist, sollte sich lieber eine gute alte Platte auflegen.
Ich bin zwar hängen geblieben, leg mir aber trotzdem eine auf: Thick as a brick ... das passt doch, oder?
daß am System selbst nichts verändert wurde. Weder wurde die "credit expansion"-Politik aufgegeben noch ständige Inflationierung der Währung durch einen hypertrophierten Staat. Nach allem, was man vernimmt, ist dies auch gar nicht geplant - was plausibel ist, denn an tatsächlicher Marktwirtschaft haben weder die bisherigen neokorporativen Profiteure noch der Staat selbst ein nennenswertes Interesse.
Genau deshalb wird diese Krise länger dauern als eigentlich nötig und zweitens die zu erwartende Inflation den Grundstein für die nächste Krise legen.
Es hat sich absolut nichts geändert.
Wer an diesem Satz nicht hängen geblieben ist, sollte sich lieber eine gute alte Platte auflegen.
Ich bin zwar hängen geblieben, leg mir aber trotzdem eine auf: Thick as a brick ... das passt doch, oder?
Die Zeit für eine
"Weltinnenpolitik für das 21.Jahrhundert" ,
die die Weltprobleme gleichzeitig - und nicht nacheinander -
in Angriff nimmt, scheint reif zu sein:
CHANCE für CHANGE:
http://news.forum-fuehrun...
daß am System selbst nichts verändert wurde. Weder wurde die "credit expansion"-Politik aufgegeben noch ständige Inflationierung der Währung durch einen hypertrophierten Staat. Nach allem, was man vernimmt, ist dies auch gar nicht geplant - was plausibel ist, denn an tatsächlicher Marktwirtschaft haben weder die bisherigen neokorporativen Profiteure noch der Staat selbst ein nennenswertes Interesse.
Genau deshalb wird diese Krise länger dauern als eigentlich nötig und zweitens die zu erwartende Inflation den Grundstein für die nächste Krise legen.
Es hat sich absolut nichts geändert.
So geht das leider nicht, Angela. Man kann nicht einerseits lauthals eine "globale Lösung der Finanzkrise" verlangen und sich andererseits weigern, sich an den Kosten eben dieser globalen Lösung zu beteiligen.
Sieht so aus wie wenn genau so viel "versprochen" wird wie es der Pöbel bzw. dessen Popularitätswerte für bestimmte Wahlentscheidungen zulässt.
Das nicht nur das Finanz- sondern auch das Handelsystem und von dem her grad auch noch der Vertrag von Lissabon in etlichen Punkten an die Bedürfnisse der Menschen angepasst werden muss scheint dort leider "vergessen" zu gehen. Nicht für jeden sind max. Renditen und max. Profite das primäre Glück im Leben... Ja eigentlich im Gegenteil, wie aus diversen Medienerzeugnissen heraus zu lesen ist, scheint der Abschluss von weiteren Handelsverträgen Priorität eingeräumt zu werden.
Soll weiterhin das Wettbewerbsrecht über dem Arbeitsrecht stehen? Die Logik dessen ist klar, es soll alles dem Wettbewerb ausgesetzt werden das die Profite erhöht. Jegliche Aspekte die aber für das tägliche Leben der meisten der 500 Mio. Europäer wichtig sind, bleiben auch bei dieser Konferenz aussen vor. Die Proteste und Demonstrationen sind bzw. bleiben nur ein Feigenblatt für die Machenschaften der aktuellen Machtinhaber...
So oder so, was haben die X 1000 Polizisten (mit Schlagstöcken, Schilden und Helmen) und andere Ueberwachungsspezialisten an diesen Demonstrationen zu suchen wenn nicht die mögliche Gefärdung von...? Ja, von bestehenden Pfründen... -> Adam Smith erkannte dies bereits, doch zitiert werden genau diese Erkenntnisse von seinen Anhängern nicht.
Ach ja, für die die tatsächlich Glauben eine "echte" marktwirtschaft mit zusätzlich stark verminderter Staatsquote würde diese Probleme gar nicht erst aufkommen lassen sollte sich tatsächlich merhmals hinterfragen ob in so einem System tatsächlich noch die Möglichkeit bestehen würde sich hier zu äussern. Dies vorallem deswegen weil sich etliche die Waren die dazu nötig sind nicht mehr leisten könnten.
Dasselbe gilt übrigens auch für die Nutzung und den Aufbau der eigenen Meinung, sofern vorhanden. Auch dies keine Selbstverständlichkeit betrachtet man die für normale Angestellte unbezahlbare private Bildungsmöglichkeiten...
Marktwirtschaft = Demokratie hat leider nicht's miteinander zu tun... Marktwirtschaft funktioniert für den Menschen nicht sofern dem Markt nicht klar definierte Grenzen gesetzt werden. Dies hat auch schon der so oft misinterpretierte Adam Smith feststellen müssen.
Die Ansprüche derer die Waren umsetzen und Geld verdienen wollen laufen diametral gegen die Ansprüche derer die dies eben nicht als ihre erste Priorität im Leben ansehen. Nun generiert dies etliche Fragen welche darauf hinaus laufen wie und wo dem Markt Grenzen zu setzen sind...
Die aktuellen Welthandelsysteme die auf den Regeln der WTO, für einige auch des IMF und wieder für andere auf der EU Verfassung (sofern diese unverändert kommt) berücksichtigen nur minimal die Ansprüche derer die nicht mit Handel und Kapital ihren Reichtum mehren wollen...
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
ich möchte nochmal daran erinnern, was das Motto der Demonstrationen heute in Deutschland war: "Wir zahlen nicht für eure Krise"...Neue Konjunkturprogramme trägt doch sowieso wieder der kleine Steuerzahler! Die, die am Wenigsten können für die Krise können, müssen sie auslöffeln! Sowie deren Kinder und Kindeskinder!
Es ist Zeit neben neuen Regulierungen für den Finanzmarkt endlich die Verantwortlichen für die Krise heranzuziehen. Als aller erstes wäre da die Börsenumsatzsteuer einzuführen sowie die Steuererleichterungen für Vermögende der letzten Jahre wieder rückgängig zu machen.
Ich war heute da in Berlin und ein paar neue Regulierungen wurden da nicht gefordert. Es ging um eine neue, nachhaltigere Art des Wirtschaftens...da gehört schon mehr dazu als ein paar lächerliche Regulierungen...
Anscheinend haben sich zumindest unsere "Eliten" schon entschieden. Weiter wie bisher, bis zum bitteren Ende. Zumindest mal ein paar Gedankenspiele für eine lebenswerte Zukunft Aller, völlige Fehlanzeige. Für die besoffen gequatschte Masse müssen ein paar Regeln und Erklärungen hier und da ausreichen. Einfach widerlich.
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Ich fordere für alle Personen in Führungsverantwortung.
- jährlich eine Woche Sozialarbeit
- wöchentlich 3Stunden Geschichtsunterricht
- eine monatliche Buchbesprechung eines Science-Fiction-Romans.
Wer an diesem Satz nicht hängen geblieben ist, sollte sich lieber eine gute alte Platte auflegen.
Ich bin zwar hängen geblieben, leg mir aber trotzdem eine auf: Thick as a brick ... das passt doch, oder?
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