Bahn-Spitzelei Bahnchef Mehdorn bietet Rücktritt anSeite 2/2
Der Rücktritt hatte sich zuletzt klar angedeutet. Er sei sich sicher, "dass in den nächsten Stunden eine Lösung gefunden wird", hatte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) am Morgen zu Mehdorns Zukunft gesagt. Die Gruppe der Unterstützer hatte sich über das Wochenende hinweg stark verkleinert. SPD-Chef Franz Müntefering rückte von Mehdorn ab, selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wollte sich nicht mehr zitieren lassen, sie unterstütze den Bahn-Chef.
Die Ministerpräsidenten von Niedersachsen und Baden-Württemberg, Christian Wulff und Günther Oettinger, hatten noch dafür plädiert, zunächst den Untersuchungsbericht über die Datenaffäre bei der Bahn abzuwarten. Dies sei ein Gebot der Fairness. Oettinger meinte: "Mehdorn müsse die Chance bekommen, alles zu erklären."
Auch der CSU-Verkehrsexperte Hans-Peter Friedrich hatte dagegen davor gewarnt, Mehdorn ohne Nachweis eines Verschuldens zu verurteilen. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) äußerte sich ähnlich und verwies auf die Verdienste Mehdorns. "Die Deutsche Bahn AG hat sich in den letzten drei, vier Jahren glänzend entwickelt, die sollte man bei einer solchen schwierigen Debatte auch nicht ganz vergessen.“
Bei demDatenskandal geht es nicht nur um die Kontrolle von Mitarbeitern im Zuge der Korruptionsbekämpfung. Wie vergangene Woche bekannt wurde, hatte die Bahn auch Mitarbeiter-e-Mails überwacht. Die Bahn hatte Inhalte der Mails untersucht, um Kontakte von Bahn-Mitarbeitern zu Journalisten zu erfahren. Hinzu kam, dass Bahn-Verantwortliche veranlassten, dass elektronische Post mit einem Streikaufruf gelöscht wird. All diese Erkenntnisse hatten zahlreiche Rücktrittsforderungen von Oppositionspolitikern und Gewerkschafter zur Folge.
Vor dem Rücktritt hatte die Bahn ihre Bilanz 2008 vorgestellt. Mehdorn sagte, in den ersten beiden Monaten 2009 habe der Personenverkehr mit stabilen Geschäften über die Schwäche im Güterverkehr hinweggetragen. Ziel sei es nun, so durch die Krise zu kommen. Die weitere Entwicklung hängt laut Mehdorn aber von der Marktlage ab. Die Bahn will Kosten senken, aber auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. Derlei sei "vorerst nicht geplant". Unter Bezug auf den auf ihm lastenden Druck bemerkte der Bahn-Vorstandschef: "Gute Nachrichten sind in diesen Tagen selten. Aber ich sage Ihnen: Die Deutsche Bahn ist eine gute Nachricht."
- Datum 30.03.2009 - 15:43 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Ich glaube nicht, dass es etwas Positives über Mehdorn zu sagen gibt. Der Mensch ist wenig sympatisch und obwohl er sich in seinen Stellungnahmen irgendwelcher Erfolge bei der Bahn rühmt, ist meiner rein subjektiven Meinung nach die Deutsche Bahn in den letzten 10 Jahren auf allen Gebieten nur schlechter geworden - bei den Preisen, beim Service, bei der Pünktlichkeit. u.s.w. In letzten Paar Jahren könnte man wohl kaum noch von der "Deutschen Bahn" sprechen, sondern von "Mehdorns Bahn". Irgendwie wollte es mir auch nie richtig einleuchten, warum eine solch grundlegende staatliche Infrastruktur wie die Eisenbahn, sich in Privathänden befindet und statt den Bürgern die soziale Mobilität zu ermöglichen, sich an diesen Bürgern zu bereichern versucht und dabei kaum ein anständiges Preis/Leistungsverhältnis bietet.
Und dennoch...
Warum sollte der Chef der Deutschen Bahn seine Mitarbeiter nicht ausspionieren, wenn der Innenminister der Deutschen Republik seine Bürger konsequent ausspionieren darf?
... er sich im Parlament wie ein Elefant im Porzellanladen benommen hat, nicht wegen der Datenaffäre. Sein Nachfolger wird Ex-Staatssekretär Alfred Tacke, die "Notbremse aus Niedersachsen". Der weiß, wie man mit Politikern umzugehen hat.
(entfernt wg. Doppelpostings. Die Redaktion/jk)
denn er hat den "Laden" auf Vordermann gebracht, Milliardengewinn unter seiner Leitung zuvor alles defizitaer, kein Wunder bei einem "Altstamm" der
Mitarbeiter die sich sowieso als alleiniger Eigentuemer fuehlten und die Milchkuh DEUTSCHE BAHN entsprechend gemolken hat.
auch ich war und bin fuer Ruecktritt aufgrund der sehr ruppigen Art des Herrn und den Datenskandal der geahndet werden musste.
um Mehdorn mache ich mir keine Sorgen, er ist einen Spitzenmanager und bleibt es auch, egal ob mit oder ohne Charisma.
Finanziell ist er auf dem trockenen und hat sich seine Bahnmillionen im Gegensatz zu den DreBa Bankstern auch verdient.
Er kann sich sicher alleine helfen und wenn nicht:
Gazprom-Gerd wird mit seinen Ratschlaegen nicht zurueckhalten, dass er zurueckgetreten ist verdanken wir, dass wir WAHLEN IM SEPTEMBER HABEN. Trotz meiner Angriffe wuensche ich ihm nun alles GUTE !arno-cote d'azur
Andreas Meyer von den schweiz.Bundesbahn waere an sich schon geschickt, ein Mann mit Erfahrungen , Herr Mueller hat ja schon gemanagt und dies mit maessigen Erfolg, wie ich mich zu erinnern glaube. Bis zu den Wahlen oder als Uebergang schon geeignet.
Der Herr aus der Schweiz muesste aber sehr Intrigenstandfest sein, bei der Bahn ist immer was los, ob seitens der "Mitarbeiter" oder auch seitens unserer
Politikelite, Streit um die Postenvergabe wird sowieso nicht allzu lange auf sich warten lassen, befuerchte ich.arno-cote d'azur
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