Neuseeland Wieder sind mehr als 100 Wale gestrandet
Noch bevor eine Rettungsaktion beginnen konnten, setzte die Ebbe ein. Die Tiere verendeten am Strand

© Tarko Sudiarno/AFP/Getty Images
Auch Pottwale kommen auf ihren Wanderungen durch die Ozeane ab und zu vom Weg ab und stranden – so wie hier in Indonesien. Die jetzt in Neuseeland verendeten Grindwalen gehören zur Familie der Delfine
Wenige Tage nach der dramatischen Wal-Strandung in Australien sind am Freitag auf einer abgelegenen neuseeländischen
Inselgruppe mehr als 100 Wale verendet.
Einwohner der Chatham-Inseln rund 700 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Wellington hatten die Tiere am Donnerstagabend entdeckt und Alarm geschlagen. Als Helfer das Gebiet erreichten, war bereits Ebbe eingetreten und die Wale starben auf dem Trockenen. Acht noch lebende Tiere mussten getötet werden, weil sie schwer verletzt waren, berichtete Radio Neuseeland.
Auf den Chatham-Inseln leben etwa 600 Menschen. Die Umweltbehörden haben dort Schutzgebiete für bedrohte Tierarten eingerichtet.
Anfang der Woche waren an der Südwestküste Australiens mehr als 80 Grindwale und Tümmler gestrandet. Helfer transportierten elf überlebende Tiere über Land in eine andere Bucht, um ihnen die Rückkehr ins Meer zu ermöglichen. Doch nur ein Wal fand den Wg zurück ins Meer. Die anderen Tiere warfen
sich keine 24 Stunden nach der Rettung erneut an den Strand und verendeten oder mussten erschossen werden.
- Datum 27.03.2009 - 07:55 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Hoffentlich gelingt es Wissenschaftlern, herauszufinden was hinter diesem merkwürdigen Verhalten der Meeressäuger steckt, damit eine Möglichkeit gefunden wird, diese Tragödien und das sinnlose Sterben zukünftig zu verhindern; vielleicht hilft die Obduktion der Tiere weiter - dann wäre ihr Tod nicht ganz umsonst gewesen. Mein Dank gilt aus der Ferne den vielen freiwilligen Helfern in Australien und anderswo die sich engagieren und versuchen, wenigstens ein paar der Tiere zu retten.
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