re:publica 2009 Der Graben zwischen Offline und OnlineSeite 2/2
Vielleicht stimmt, was ein Zuschauer an die Twitterwall schrieb, dass zwischen Podium und Publikum "ein Loch im Raum-Zeit-Kontinuum" existiert, dass also die Einstellungen derer, die sich täglich mit dem Medium befassen, längst weiter sind als die der üblichen Verdächtigen auf der Bühne.
Vielleicht aber stimmt auch, was der amerikanische Blogforscher John Kelly in seinem Beitrag sagte. Die deutsche Blogosphäre sei der amerikanischen sehr ähnlich – der vor einigen Jahren. Vieles von der derzeitigen Fokussierung der Deutschen im Netz "haben wir in den USA auch gesehen", sagte Kelly, der Blogwelten verschiedener Kulturkreise untersucht. "In einer frühen Phase."
- Datum 04.04.2009 - 23:17 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Natürlich sind Blogs den etablierten Medien ein Dorn im Auge. Wo sonst würde der Bürger das erfahren, was nicht in der Zeitung stehen sollte?
Fokko
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Selbstversorger-Blog
Fantasy-Blog
dass die Blogosphäre eine Bedrohung für den Qualitätsjournalismus à la Zeit darstellt?
Ich teile diese Anischt keineswegs. Im Gegenteil.
dass die Blogosphäre eine Bedrohung für den Qualitätsjournalismus à la Zeit darstellt?
Ich teile diese Anischt keineswegs. Im Gegenteil.
dass die Blogosphäre eine Bedrohung für den Qualitätsjournalismus à la Zeit darstellt?
Ich teile diese Anischt keineswegs. Im Gegenteil.
Erst wenn der letzte überzeugte Artikel gedruckt,
des letzte lesenswerte Buch gescannt,
die letzte berührende Musik raubkopiert,
der letzte Film mit Schauspielern gedreht
und für das letzte begehrenwerte Foto bezahlt wurde,
werdet ihr feststellen, dass Bits und Bytes nicht fühlen können.
Hugh
Kai Hamann
Das sieht man sofort, wenn man sich Astrid Herbolds "Großes Rauschen" anguckt. Heute muss es wohl heißen, dass man über Politik, Wetter und das Web reden kann, ohne davon Ahnung zu haben. Man muss sich das Zeug zumindest einmal angeguckt haben, um es richtig hassen zu können. Oder man sollte nichts dazu sagen. Die Pseudopolitik bezüglich Kinderporno-Sperren oder jezze auch in Bayern mit dem Verbot von "Killerspielen" zeigt, dass man doch noch mit Ressentiments Politik und Populismus machen kann.
Der Text, auf den Ihr Link verweist, ist doch ein gutes Beispiel dafür, was man an vielen Web-Medienangeboten bemängeln muss: Ein paar platte, schnell hingeschriebene Behauptungen, die für Leser mit derselben Meinung selbstreferentiell sind, auf kritisch mitdenkende Leser aber (bestenfalls, wenn man annimmt, dass da nicht nur um des schreiben Willen geschrieben wurde) wie Indoktrination wirken müssen. DAS ist Pseudopolitik, die mit Ressentiments spielt. Und sie wird nicht dadurch besser, dass sie im knappen Bild-Stil veröffentlicht wird.
Denn frei zugänglich in´s Web Stellen ist Veröffentlichen. Dass es praktisch nichts kostet und auch für jemanden ohne IT- oder sonstige Kenntnisse und auch ohne jegliche Qualitätssicherung möglich ist, verleitet zu einer Sorg- und Hemmungslosigkeit, die es bei anderen Medien so nicht gibt.
Das es für viele verlockend ist, seine Meinung zu veröffentlichen, ohne sich irgendwelche Beschränkungen auferlegen zu müssen, zeigt sich meiner Meinung nach zum Beispiel daran, wie selten in Web 2.0 und Foren Klarnamen verwendet werden: Solange man anonym bleibt, kann das Schreiben im Web noch nicht einmal den Ruf kosten. Welchen Wert aber kann eine Meinung haben, für die man erklärtermaßen nicht einstehen will?
Alles Gute
Kai Hamann
Der Text, auf den Ihr Link verweist, ist doch ein gutes Beispiel dafür, was man an vielen Web-Medienangeboten bemängeln muss: Ein paar platte, schnell hingeschriebene Behauptungen, die für Leser mit derselben Meinung selbstreferentiell sind, auf kritisch mitdenkende Leser aber (bestenfalls, wenn man annimmt, dass da nicht nur um des schreiben Willen geschrieben wurde) wie Indoktrination wirken müssen. DAS ist Pseudopolitik, die mit Ressentiments spielt. Und sie wird nicht dadurch besser, dass sie im knappen Bild-Stil veröffentlicht wird.
Denn frei zugänglich in´s Web Stellen ist Veröffentlichen. Dass es praktisch nichts kostet und auch für jemanden ohne IT- oder sonstige Kenntnisse und auch ohne jegliche Qualitätssicherung möglich ist, verleitet zu einer Sorg- und Hemmungslosigkeit, die es bei anderen Medien so nicht gibt.
Das es für viele verlockend ist, seine Meinung zu veröffentlichen, ohne sich irgendwelche Beschränkungen auferlegen zu müssen, zeigt sich meiner Meinung nach zum Beispiel daran, wie selten in Web 2.0 und Foren Klarnamen verwendet werden: Solange man anonym bleibt, kann das Schreiben im Web noch nicht einmal den Ruf kosten. Welchen Wert aber kann eine Meinung haben, für die man erklärtermaßen nicht einstehen will?
Alles Gute
Kai Hamann
Der Text, auf den Ihr Link verweist, ist doch ein gutes Beispiel dafür, was man an vielen Web-Medienangeboten bemängeln muss: Ein paar platte, schnell hingeschriebene Behauptungen, die für Leser mit derselben Meinung selbstreferentiell sind, auf kritisch mitdenkende Leser aber (bestenfalls, wenn man annimmt, dass da nicht nur um des schreiben Willen geschrieben wurde) wie Indoktrination wirken müssen. DAS ist Pseudopolitik, die mit Ressentiments spielt. Und sie wird nicht dadurch besser, dass sie im knappen Bild-Stil veröffentlicht wird.
Denn frei zugänglich in´s Web Stellen ist Veröffentlichen. Dass es praktisch nichts kostet und auch für jemanden ohne IT- oder sonstige Kenntnisse und auch ohne jegliche Qualitätssicherung möglich ist, verleitet zu einer Sorg- und Hemmungslosigkeit, die es bei anderen Medien so nicht gibt.
Das es für viele verlockend ist, seine Meinung zu veröffentlichen, ohne sich irgendwelche Beschränkungen auferlegen zu müssen, zeigt sich meiner Meinung nach zum Beispiel daran, wie selten in Web 2.0 und Foren Klarnamen verwendet werden: Solange man anonym bleibt, kann das Schreiben im Web noch nicht einmal den Ruf kosten. Welchen Wert aber kann eine Meinung haben, für die man erklärtermaßen nicht einstehen will?
Alles Gute
Kai Hamann
Liebe Leser,
da es (in Twitter) Kritik an der Darstellung von Twitter hier im Text gab, habe ich eine kleine klarstellende Klammer eingefügt.
Besten Dank
Kai Biermann
Natürlich berichten die sogenannten Meanstream-Medien nicht über alle Themen und lassen alle Menschen zu Wort kommen, die sie eigentlich auch zu Wort kommen lassen sollten und unerwünschte Themen werden unterschlagen, wenn es nicht ins Konzept passt. Letztentlich liegt es an dem einzelnen Journalisten, ob dieser seine Themen in die Redaktion einbringen kann, vorausgesetzt dieses Medium hat überhaupt einen solchen Journalisten in seinen Reihen. Deshalb sind private Weblogs und private Webseiten zu unliebsamen usw.. Themen sehr, sehr wichtig. Tragen diese doch dazu bei, dass diese unbequemen Themen dann doch irgendwann den Weg in die ethablierten Medien finden.
Atlas Büroteam
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