re:publica 2009 Blogger und der MainstreamSeite 2/2

Niggemeier beklagt, dass sich manche Blogger zu sehr damit beschäftigen, auf interessante Netzfundstücke zu verlinken, statt eigene Inhalte zu produzieren. Wie es aber gehen soll, eine seriöse Konkurrenz zu großen Portalen wie beispielsweise Spiegel Online aufzubauen, darauf hatte keiner eine Antwort.

Und wie sieht die Zukunft der deutschen Blogosphäre aus? Beckedahl sagt, dass sich bald mehr Menschen trauen werden, im Internet zu publizieren – sei es in Blogs, via Twitter oder in sozialen Netzwerken. Niggemeier ist da anderer Meinung: "Dazu muss ich noch zu vielen Leuten Basics wie RSS-Feeds erklären."

 
Leser-Kommentare
    • Yadgar
    • 02.04.2009 um 14:45 Uhr

    Das schlechte Image der Blogs hat seinen Grund auch darin, dass viele Blogs weitgehend unbelastet von Fakten in erster Linie Propaganda für ihre jeweilige Ideologie, vom Anarchokapitalismus über Maskulismus bis zum Sedisvakantismus (um nur die schrägsten Beispiele zu nennen) - eine Meinung zu haben ist eben billiger und weniger zeit- und arbeitsaufwendig, als echte Recherche zu betreiben...

    Ich bin mir darüber im Klaren, dass "Fakten, Fakten, Fakten!" eine wohlfeile Mogelpackung ist, da auch Journalisten nur Menschen mit allen Einschränkungen eines subjektiven Bewusstseins sind - aber wenn Objektivität schon nicht erreichbar ist, dann ist sie doch wenigstens anstrebbar, und dies sollte im Zentrum aller journalistischen Arbeit stehen!

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