Champions League Das Duell mit dem "Dream Team"
Der FC Bayern trifft auf die beste Abwehr und die torgefährlichsten Stürmer Spaniens. Die Münchner wollen dennoch das "Wunder von Barcelona" schaffen.

© Lars Baron/Bongarts/Getty Images
Ungewissheit vor dem Hinspiel gegen den FC Barcelona: Wo steht der Verein, den Uli Hoeneß aufgebaut hat?
Schon seit Tagen wird der Bayern-Fan Michel Wiefelspütz im Büro gehänselt. Auch abends in der Kneipe oder bei Freunden wird ihm mindestens einmal prophezeit, dass sein Verein, der FC Bayern München, eigentlich gar keine Chance gegen den FC Barcelona habe.
Natürlich ist auch dem Kölner, der bereits seit drei Jahren in Barcelona lebt, klar, dass seine Bayern diesmal eher Außenseiter sind. Dennoch denkt er, dass Bayern "jeden schlagen kann“. Die linke, offensive Seite mit Franck Ribéry, Philipp Lahm und Ze Roberto sowie die Stürmer werden den Katalanen zusetzen, hofft Michel Wiefelspütz. Doch er weiß auch um die Schwächen: Die "sehr instabile Abwehr" ohne Van Buyten und Lucio. Und die oft fehlende Kreativität im Mittelfeld.
Gerade auf den zentralen Positionen ist Barça mit Spielern wie Xavi und Andrés Iniesta mehr als gut besetzt. Noch mehr beunruhigt den Bayernfan das Angriffstrio Messi, Eto´o, Henry. 125 Tore haben die Katalanen in 46 Pflichtspielen erzielt, sie haben derzeit den vielleicht stärksten Angriff der Welt. Eto´o ist in Bestform und führt mit 26 Toren die Torschützenliste der spanischen Liga an. Messi hat immerhin bereits 19 Mal getroffen. Die Abwehr steht dem in nichts nach und ist mit nur 24 Gegentoren in 29 Spielen die beste Spaniens.
"Bayern trifft auf eine nahezu perfekte Mannschaft, die bereits mit Johan Cruyffs Dream Team der 90er Jahre verglichen wird", sagt Santi Nolla, Chefredakteur der katalanischen Sportzeitung Mundo Deportivo. Ein Dream Team, das in der Lage ist, in diesem Jahr alle drei Titel zu holen: Mit sechs Punkten Vorsprung vor Real Madrid führt Barça die Primera División an und steht im Endspiel des spanischen Königscups.
Zugegeben: Der Rhythmus der Katalanen lässt nach. Siege mit vier Toren Differenz werden immer seltener. Und vor dem deutschen Rekordmeister haben selbst die Spanier Respekt: "Denen darf man nicht trauen", sagt Barças Trainer Josep Guardiola. Daran ändere auch die 1:5-Niederlage gegen Wolfsburg nichts. "Es hätte uns nichts Schlimmeres passieren können", sagt Guardiola. Jetzt sei das deutsche Team erst recht aggressiv und hoch motiviert.
- Datum 09.04.2009 - 11:28 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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