Zwischenfall beim Nato-Gipfel Berlusconi brüskiert Merkel und SarkozySeite 2/2
Zur Stunde sitzen die 28 Nato-Länder zusammen, um über die eigentliche politische Agenda ihres Spitzentreffens zu reden. Neben der militärischen Strategie für den Krieg in Afghanistan und dem Verhältnis zu Russland geht es dabei vor allem um die Lösung im Konflikt um die Nachfolge des bisherigen Generalsekretärs Jan de Hoop Scheffer. Beim Abendessen am Freitag konnten sich die Gipfelteilnehmer entgegen ihren Planungen nicht auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen, der Däne Anders Fogh Rasmussen scheiterte bisher an einem Veto der Türkei.
Merkel, Obama und die übrigen Nato-Länder konnten den türkischen Staatspräsidenten Abdullah Gül nicht umstimmen. Dementsprechen frostig war die heutige Begrüßung Güls durch Merkel am Fuße der Rheinbrücke. Die Kanzlerin stellte sich bei dem Willkommensgruß anders als bei den anderen Staats- und Regierungschefs nicht lächelnd, sondern mit ernstem Gesichtsausdruck den Fotografen.
Von den angekündigten Protesten zum Fototermin auf der Brücke war unterdessen nichts zu sehen. Die Polizei hatte das Gelände weitestgehend abgesichert. Zu einzelnen Ausschreitungen kam es aber in der Altstadt von Straßburg, als Gipfelgegner versuchten, zum Tagungsort zu kommen.
- Datum 06.04.2009 - 17:01 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, 04.04.2009
- Kommentare 21
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n.t.
waren blau-weiss-blau (die Farben der Nato).
Die Farben Frankreichs währen vielleicht etwas deplaziert gewesen ;)
...wollte ich auch grade zum besten geben.
Aber immerhin leisten sich das Kapital und die Strippenzieher noch ein paar Piepflitzen, die uns ein bisschen was vorspielen dürfen in diesem Kasperltheater. Irgendwann kommt einmal der Zeitpunkt, wo nicht einmal mehr das für nötig befunden wird und die Puppen weggeräumt werden können.
Belusconi hatte das Glück, bei den Italienern für irgend etwas ernst genommen zu werden, was er selber wohl nicht so ernst gemeint hat. Der große Duce wurde jetzt zum Euroclown und sorgt für ein gesundes Lachen für die angestrengten Geister.
Niemals darf die Türkei in die EU.
Wenn der ganze Zauber vorbei ist, dürfte sich einiges permanent verschoben haben. Gewiss war die Grande Nation unter Gleichen in der EU schon immer ein wenig "gleicher", vor allem natürlich aus eigener Sicht. Doch seit dem Wirtschaftsgipfel und dem NATO-Gipfel ist Frankreich als Sitz des EU-Parlaments nicht nur politisch, sondern wirtschaftlich und als Hauptquartier der NATO auch militärisch auf Platz Nr.1 in Europa aufgerückt. Sarkozy zeigte sich auch diplomatischerseits gewandter und erfolgreicher. Es gibt Situationen in der Diplomatie, wo man absolut fest bleiben muss, aber wenn man sich ständig und bei jeder Situation widerborstig stellt, dann verliert die Welt eines Tages die Geduld. Vielleicht bietet der noch kommende Prager EU-Gipfel Gelegenheit, das Gleichgewicht wieder herzustellen.
Afghanistans Präsident Karzai hat ein talibanartiges Gesetz unterzeichnet, das Frauenrechte einschränkt - und Männern Herrschaftsrechte einräumt:
§132: "Die Frau ist verpflichtet, den sexuellen Bedürfnissen ihres Mannes jederzeit nachzukommen." Ehemänner können ihre Frauen von jeder "unnötigen" Beschäftigung abhalten.
http://www.spiegel.de/pol...
Mit der Aufstockung ihrer Truppen kämpft die NATO für Freiheit und Menschenrechte, wie sie auch den Taliban vorschweben. Happy Birthday, mittels NATO verpulvert der Westen folglich sinnlos Steuergeld im Krieg am Hindukusch - trotz Finanzkatastrophe das falsche Konjukturprogramm.
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
in jeder Hinsicht! Wenn man sich vor Augen führt, wieviele Länder Europas von Profilneurotikern geführt werden, kann einem Angst und Bange werden. Italien hat jedenfalls jeden Zentimeter Berlusconi verdient!
Was denn Gipfel angeht: Ab auf eine Bohrinsel im Eismeer und belästigt die Steuerzahler nicht weiter mit Eurer unerträglichen Eitelkeit und Großgehabe.
Kant ist gross!
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