Waffentest Nordkoreas Waffentest hat viele Gründe
Der Versuch Nordkoreas, einen zivilen Fernmeldesatelliten in eine Erdumlaufbahn zu bringen, ist offenbar gescheitert. Eine Provokation war der Test trotzdem

©picture-alliance/ dpa
Protest in Südkorea gegen den Abschuss der nordkoreanischen Rakete
Bei dem verwendeten Trägersystem handelt es sich mit weitgehender Sicherheit um eine Taepodong-2-Rakete, eine Langstreckenrakete. Pjöngjang äußert sich nicht näher dazu, die USA, Japan und Südkorea gehen jedoch von einem getarnten, militärischen Raketentest aus, der im Rahmen der Entwicklung von nuklearen, chemischen und biologischen Massenvernichtungswaffen stehen kann.
Dieser Test ist allerdings entgegen ersten Behauptungen offenbar fehlgeschlagen. Es sei nach dem Raketenstart über Japan hinweg kein Objekt in die Erdumlaufbahn eingetreten, teilte die nördliche Kommandostelle der US-Streitkräfte am Sonntag auf ihrer Internetseite mit.
Die erste Stufe der Rakete sei ins japanische Meer und die restlichen Stufen mit der Traglast in den Pazifik gestürzt. Es seien keine Trümmer auf Japan niedergegangen. Auch der südkoreanische Verteidigungsminister Lee Sang Hee sagte vor Abgeordneten in Seoul, es seien vermutlich alle drei Stufen der Rakete ins Meer gestürzt.
Aggressive Rhetorik
Das Regime in Pjöngjang ist zuletzt wieder mit aggressiver Rhetorik aufgefallen, verstärkt noch, seit der neue US-Präsident feststeht. Was aber will Diktator Kim Jong Il mit der Rakete bewirken, was bedeutet der Start für Nordkorea? Das Land ist verarmt und eigentlich abhängig von materieller Hilfe von außen.
Nordkorea ist ein kommunistischer Militärstaat. Autokrat Kim Jong Il bietet sich mit dem Abschuss vom Sonntag die Gelegenheit, nach Anzeichen krankheitsbedingter Schwäche – 2008 hatte er vermutlich einen Schlaganfall – ein machtvolles Zeichen der Stärke gegenüber dem starken Militär im Land zu setzen. Die Armee des Landes ist groß, viel zu groß für das komplett verarmte Land mit seinen 24 Millionen Einwohnern.
Mehr als eine Million Soldaten stehen im Sold, die meisten stationiert im Grenzgebiet zum Süden. Dabei ist zu bedenken, dass die Außenbezirke von Seoul gerade mal 40 Kilometer von der Grenze entfernt sind und Südkorea die viertstärkste Volkswirtschaft Asiens ist. Die USA unterhält im Süden Stützpunkte mit 28.000 Soldaten, Seoul hat 670.000 Soldaten.
- Datum 14.04.2009 - 12:46 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, 5.4.2009 - 16:55 Uhr
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Nein. Es gibt nur einen Grund: Der nordkoreanische Kommunismus wollte beweisen, dass er fähig ist, Langstreckenrakenten zu bauen. Der Beweis ist gelungen. Das lässt hoffen.
Der Konflikt hatte seinen Ursprung, das ist richtig. Unverhältnismäßigkeit der Amerikaner im Koreakrieg ist gewiss zu milde ausgedrückt. Aber auch wenn wir das „Kriegsverbrechen“ oder „Menschenrechtsverletzungen“ nennen, hat es meiner Meinung nach wenig mit der heutigen nordkoreanischen Aggressions- oder aus ihrer Sicht- „Verteidigungs-Politik“ zutun.
Die realsozialistische Diktatur behandelt ihre eigene Bevölkerung wie den letzten Dreck. Ich glaube, dass das heutige Regime nicht wirklich darum kehrt, wie die Zivilbevölkerung im Koreakrieg gelitten hat. Vermutlich läuft die nordkoreanische Propagandamaschinerie dies bezüglich noch gekonnt weiter aber das Wohl der Bevölkerung war und ist Kim Yong Il total egal.
Das begründe ich nicht nur auf den dutzenden Arbeits- und Gefangenenlagern, öffentlichen Hinrichtungen, Verfolgungen Andersdenkender etc. sondern vielmehr auf die scheinbar willkürliche „Inkaufnahme“ unendlich vieler Sanktionen, die den Lebensstandart für 95% der Einwohner in ein absolutes Vakuum drücken- nur um keinen Zentimeter von seinem atomaren Aufrüstungskurs abzuweichen.
Was will Nordkorea eigentlich erreichen? Innenpolitisch steht die Diktatur ja augenscheinlich noch auf allen vier Beinen und hat, dank Ausradierens Andersdenkender erst mal auch nichts zu befürchten. Die weitere Verarmung der Bevölkerung wird da auch erst mal nichts drehen- hat ja bis jetzt auch nicht geholfen. Viel ärmer geht ja leider gar nicht mehr. So gesehen kann man die „Bestrafung“ mit Sanktionen ja schon fast vergessen?! So lange man den Waffenhandel (Nord Korea zu Iran, Syrien etc.) nicht unterbindend, der ja quasi die einzige richtige Einnahmequelle ist, ändert sich, denke ich gar nichts. Was sagt ihr dazu? Wie kann man dieses Land realistisch stoppen, mal abgesehen von irgendwelchen Militäraktionen?
man müsste das Bild, das wir von dieser Diktatur haben an die nordkoreansche Bevölkerung bringen, auch an die Militärs, damit sie die Lügen der Unterdrückung erkennen. die Nordkoreaner sind total abgeschottet von der Welt und glauben die Propaganda.
Ein Satellit über Nordkorea der in der Landessprache sendet und wo sich auch die geflüchteten zu Wort melden und wo CNN etc. auf nordkoreanisch übersetzt wird.
Oder TV Sender Relais Stationen in diesen High Tech Drohnen, die sich dank Solarzellen in 20 km Höhe dauerhaft halten? Oder Handys mit Videofunktion an Fallschirmchen abwerfen mit Aufklärungs-Filmen drauf und mit Anleitung auf nordkoreanisch, einschliesslich passenden Netzkabeln etc. (oder One-laptop-per-child OLPC)
10.000 Handys oder Laptops kosten ca. 2 Millionen Dollar
...nur ein bischen Brainstorming hier ;-)
Eine UNO, die mit ihren Truppen Länder/Völker blitzartig aus Diktaturen befreit dauert ja wohl noch ein paar Milliarden Jahre auf diesem teilintelligenten Planeten
Hallo wiezoreck
Wenn es richtig ist was Sie schreiben kann man aus Ihrem Beitrag ableiten, wie der Sozialismus NICHT sein soll und wie ein künftiger Kommunismus aussehen könnte:
1. Keine politische und mediale Propaganda sondern an der wahrheitsgemässen Darstellung der Realität orientierte Aufklärung der Bevölkerung.
2. Keine Bedrohung anderer Länder sondern Sicherung und Wachstum des Friedens in der Welt.
3. Sicherung der Menschenrechte.
4. Wertschätzung der Wünsche und des Wohls der Bevölkerung durch die Elite.
5. Keine Zwangsarbeitslager sondern Berücksichtigung der Freiheit der Berufswahl der Bevölkerung - im Rahmen der Bedürfnisse des Arbeitsmarkts. Dazu gehört auch eine anständig finanzierte Arbeitszeitverkürzung für alle Arbeitnehmer sowie eine Überprüfung der Entlohnung für verschiedene Berufe.
6. Nicht weitere Verarmung der Bevölkerung sondern Reichtum für alle. Die Hartz-IV-Empfänger - da haben Sie vollkommen Recht - dürfen wirklich nicht mehr ärmer gemacht werden, da ist die absolute Untergrenze erreicht.
7. Der Waffenhandel ist im Grunde gar keine wirtschaftliche Aktivität. Er dient nur der sinnlosen Zerstörung von Menschenleben. Zerstörung ist unwirtschaftlich weil unproduktiv. Wir haben mittlerweile genug Waffen auf der Welt, dass deren Produktion eingestellt werden kann. An Waffen Geld zu verdienen ist im übrigen unmoralisch.
man müsste das Bild, das wir von dieser Diktatur haben an die nordkoreansche Bevölkerung bringen, auch an die Militärs, damit sie die Lügen der Unterdrückung erkennen. die Nordkoreaner sind total abgeschottet von der Welt und glauben die Propaganda.
Ein Satellit über Nordkorea der in der Landessprache sendet und wo sich auch die geflüchteten zu Wort melden und wo CNN etc. auf nordkoreanisch übersetzt wird.
Oder TV Sender Relais Stationen in diesen High Tech Drohnen, die sich dank Solarzellen in 20 km Höhe dauerhaft halten? Oder Handys mit Videofunktion an Fallschirmchen abwerfen mit Aufklärungs-Filmen drauf und mit Anleitung auf nordkoreanisch, einschliesslich passenden Netzkabeln etc. (oder One-laptop-per-child OLPC)
10.000 Handys oder Laptops kosten ca. 2 Millionen Dollar
...nur ein bischen Brainstorming hier ;-)
Eine UNO, die mit ihren Truppen Länder/Völker blitzartig aus Diktaturen befreit dauert ja wohl noch ein paar Milliarden Jahre auf diesem teilintelligenten Planeten
Hallo wiezoreck
Wenn es richtig ist was Sie schreiben kann man aus Ihrem Beitrag ableiten, wie der Sozialismus NICHT sein soll und wie ein künftiger Kommunismus aussehen könnte:
1. Keine politische und mediale Propaganda sondern an der wahrheitsgemässen Darstellung der Realität orientierte Aufklärung der Bevölkerung.
2. Keine Bedrohung anderer Länder sondern Sicherung und Wachstum des Friedens in der Welt.
3. Sicherung der Menschenrechte.
4. Wertschätzung der Wünsche und des Wohls der Bevölkerung durch die Elite.
5. Keine Zwangsarbeitslager sondern Berücksichtigung der Freiheit der Berufswahl der Bevölkerung - im Rahmen der Bedürfnisse des Arbeitsmarkts. Dazu gehört auch eine anständig finanzierte Arbeitszeitverkürzung für alle Arbeitnehmer sowie eine Überprüfung der Entlohnung für verschiedene Berufe.
6. Nicht weitere Verarmung der Bevölkerung sondern Reichtum für alle. Die Hartz-IV-Empfänger - da haben Sie vollkommen Recht - dürfen wirklich nicht mehr ärmer gemacht werden, da ist die absolute Untergrenze erreicht.
7. Der Waffenhandel ist im Grunde gar keine wirtschaftliche Aktivität. Er dient nur der sinnlosen Zerstörung von Menschenleben. Zerstörung ist unwirtschaftlich weil unproduktiv. Wir haben mittlerweile genug Waffen auf der Welt, dass deren Produktion eingestellt werden kann. An Waffen Geld zu verdienen ist im übrigen unmoralisch.
man müsste das Bild, das wir von dieser Diktatur haben an die nordkoreansche Bevölkerung bringen, auch an die Militärs, damit sie die Lügen der Unterdrückung erkennen. die Nordkoreaner sind total abgeschottet von der Welt und glauben die Propaganda.
Ein Satellit über Nordkorea der in der Landessprache sendet und wo sich auch die geflüchteten zu Wort melden und wo CNN etc. auf nordkoreanisch übersetzt wird.
Oder TV Sender Relais Stationen in diesen High Tech Drohnen, die sich dank Solarzellen in 20 km Höhe dauerhaft halten? Oder Handys mit Videofunktion an Fallschirmchen abwerfen mit Aufklärungs-Filmen drauf und mit Anleitung auf nordkoreanisch, einschliesslich passenden Netzkabeln etc. (oder One-laptop-per-child OLPC)
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Eine UNO, die mit ihren Truppen Länder/Völker blitzartig aus Diktaturen befreit dauert ja wohl noch ein paar Milliarden Jahre auf diesem teilintelligenten Planeten
Sicher wächst die Intelligenz der Menschen, auch die von deren Führern, nur allmählich. Wir sollten uns also auf einen langfristigen Wachstumsprozess in Nordkorea vorbereiten. Mit militärischen Mitteln kann man Intelligenz schon gar nicht steigern. Das geht nur mit einem guten Bildungssystem.
Allerdings sollten wir die Fehler von Kim Yong Il nicht verallgemeinern. Es gibt schon gute Politik auf diesem Planeten. Und die sollten wir suchen. Beispiele gibt es genug. Ob es in Nordkorea wirklich nur unterdrückte Menschen gibt, die ihr Leben trostlos fristen weiss ich nicht. Jedenfalls sollten Andersdenkende nicht mit der Todesstrafe bedroht werden - die im übrigen global abgeschafft werden muss, um Fortschritte zu erreichen.
Ob nur Nordkoreaner belogen werden weiss ich auch nicht, vielleicht werden wir durch unsere chaotische Medien- und Politiklandschaft genau so belogen - oder wir belügen uns selbst, wenn wir alles nur schwarz malen.
Ich jedenfalls lasse mir meine gute Laune durch Hiobsboschaften nicht vermiesen...
Hallo wiezoreck
Wenn es richtig ist was Sie schreiben kann man aus Ihrem Beitrag ableiten, wie der Sozialismus NICHT sein soll und wie ein künftiger Kommunismus aussehen könnte:
1. Keine politische und mediale Propaganda sondern an der wahrheitsgemässen Darstellung der Realität orientierte Aufklärung der Bevölkerung.
2. Keine Bedrohung anderer Länder sondern Sicherung und Wachstum des Friedens in der Welt.
3. Sicherung der Menschenrechte.
4. Wertschätzung der Wünsche und des Wohls der Bevölkerung durch die Elite.
5. Keine Zwangsarbeitslager sondern Berücksichtigung der Freiheit der Berufswahl der Bevölkerung - im Rahmen der Bedürfnisse des Arbeitsmarkts. Dazu gehört auch eine anständig finanzierte Arbeitszeitverkürzung für alle Arbeitnehmer sowie eine Überprüfung der Entlohnung für verschiedene Berufe.
6. Nicht weitere Verarmung der Bevölkerung sondern Reichtum für alle. Die Hartz-IV-Empfänger - da haben Sie vollkommen Recht - dürfen wirklich nicht mehr ärmer gemacht werden, da ist die absolute Untergrenze erreicht.
7. Der Waffenhandel ist im Grunde gar keine wirtschaftliche Aktivität. Er dient nur der sinnlosen Zerstörung von Menschenleben. Zerstörung ist unwirtschaftlich weil unproduktiv. Wir haben mittlerweile genug Waffen auf der Welt, dass deren Produktion eingestellt werden kann. An Waffen Geld zu verdienen ist im übrigen unmoralisch.
Kann mal bitte ein Verantwortlicher den Beitrag Korrektur lesen? Es ist ja furchtbar, in einem renommierten Blatt wie "die Zeit" derartig viele Rechtschreibfehler auf zwei Seiten gequetscht sehen zu müssen.
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