Gipfeltreffen Tolle Bilder aus EurobamaSeite 2/2

Aufs Ganze gesehen, war diese bilderselige und farbenfrohe Europareise von Barack (und Michelle!) Obama, am Freitag Buckingham Palace, am Samstag Baden-Badener Casino, Sonntag Prager Burg, ziemlich überraschungsfrei. Das Londoner Treffen erbrachte jene Einigkeit, die sich und uns der Präsident vorab versprochen hatte; der Sechzigste der alten Tante Nato verlief harmonisch, selbst die erwarteten Demonstranten konnten daran nichts ändern.

Auch das angedrohte türkische Veto gegen einen dänischen Nato-Generalsekretär in spe nicht; der jährliche EU-US-Gipfel schließlich verlief wie die Fortsetzung einer liebgewordenen Gewohnheit. Mit der Türkei muss, mit Russland kann weiter geredet werden, über den nächsten Nato-Generalsekretär oder über eine atomwaffenfrei Welt. Die Welt ist darum noch lange nicht im Lot, aber die Dinge sind im Fluss, und das in die richtige Richtung.

Das alles ging nicht von selbst, Reden hat manchmal geholfen, vor allem aber die richtige Geste am rechten Ort, hierin erwies sich der neue US-Präsident als Meister aller Kommunikationsklassen. "Obama küsst Deuschland", titelte die Bild-Zeitung ganz begeistert, "Obama küsst Europa" wäre auch nicht falsch gewesen.

Der eine war die Show, die anderen illuminierten die Kulissen. Wem das der Harmonie zuviel gewesen ist, zumal kamerareif inszeniert, der mag sich damit trösten, das die gewaltigen Aufgaben dieser Zeit sich leichter anpacken lassen, wenn wenigstens die Stimmung perfekt ist. Die gute Miene war die Message. Die ist in Europa bestens angekommen.

 

 
Leser-Kommentare
  1. Vor den Regierungschefs der EU entwickelte Obama durchaus eine Vision für die EU: http://www.nytimes.com/ap....

  2. ja,ja, Busch meinte , dass man das "alte Europa" auf Vordermann, sprich Bush Linie bringen muesste. Was muessen DEM die Ohren klingeln wenn der die Publikumserfolge von OBAMA sieht oder hoert, aber was soll bei DEM
    eigentlich noch klingeln.
    HEUTE muss man Frau Merkel auch mal loben: international gesehen gibt sie eine blendende Figur ab, warum aber auch nicht NATIONAL ? Ein bravo, dass es (natuerlich) Obama geschafft hat Herrn Erdogan "umzudrehen". Als STIMME DES ISLAM fehlt DER gerade noch in der E.U. wann begreift man das in Bruessel, es ist eine Zeitbombe die da tickt.
    Mich wunderte wenig, dass die Mundwinkel unserer Angela bei diesen Ovationen fuer Obama mal wieder leicht nach unten gingen gehen, was muss denn unsere "Polit-Elite bei diesem Charismatiker denken. Niemand aber auch wirklich niemand in dieser Republik ist derzeit in der Lage die Massen so zu begeistern; denken wir mal an Westerwelle, Roth oder Struck,es ist schon ein Aergernis, dass ich die hier erwaehne, und unser Gerhard...........mein GOTT ! und trozdem: einen schoenen Abend.

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    Da fehlt etwas ? Erdogan hat Obama ins Stammbuch geschrieben, dass der Nahost-Konflikt nicht nur die eine Seite hat, der die USA den Hof macht.

    Da fehlt etwas ? Erdogan hat Obama ins Stammbuch geschrieben, dass der Nahost-Konflikt nicht nur die eine Seite hat, der die USA den Hof macht.

  3. - vor allem wenn die NATO nicht einmal hierzulande ein Garant für Rechtsstaatlichkeit und Demokratie ist. Richter des Hessischen Verwaltungsgerichtshof kassierten eine gerichtliche Anordnung mit der Begründung, "es sei unwahrscheinlich, dass die Nato als überstaatliche Organisation seine Entscheidung zurücknehme. "
    http://www.spiegel.de/pol...

    Nicht nur im Kosovo oder Afghanistan werden Hoheitsrechte an die NATO abgetreten...
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    Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]

  4. Es scheint, daß analog Heiligendamm 2007 große Truppenverbände paramilitärischer Polizei die Demonstrantenzüge weit vor dem eigentlichen Ziel abgefangen, zersplittert und unterschiedslos mit Schock- und Tränengasgranaten belegt haben.

    http://www.trueten.de/per...
    http://alles-schallundrau...
    http://alles-schallundrau...
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    Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]

  5. Hier ein Video: CRS-Leute (franz. Bereitschaftspolizei) werfen mit Steinen auf Demonstranten:
    http://www.dailymotion.co...
    Auf deutscher Seite hat man es verstanden mit Einschüchterungen und falschen Versprechungen das Entstehen eines großen Demonstrationszuges in Straßburg zu verhindern.
    Es waren ziemlich zwielichtige Gestalten vor Ort -Geheimdienst oder Zivilpolizisten: braungebrannt, kurze angegraute Haare, drahtig und um Mitte 40, Knopf im Ohr, ziemlich böse Gesichter- Solche Leute könnten auch die Feuer auf der französischen Seite gelegt haben, siehe in diesem Bericht das Zitat einer Anwohnerin ("Auto mit deutschem Kennzeichen, Männer mit kurzgeschorenen Haaren, Benzinkanister" (NICHT Molotowcocktails):
    http://www.heise.de/tp/r4...
    Deswegen war es auch klug von der Einsatzleitung die Demo an der leicht zu blockierenden Europa-Brücke enden zu lassen. Glückwunsch also an die Einsatzleitung zu ihrem erfolgreich geführten Psychokrieg! Da muß sich die Zivilgesellschaft was einfallen lassen.

  6. Da fehlt etwas ? Erdogan hat Obama ins Stammbuch geschrieben, dass der Nahost-Konflikt nicht nur die eine Seite hat, der die USA den Hof macht.

  7. Es ist erschreckend zu shen, wie gross das Bedürfnis auch der europäischen Bevölkerung nach einem Messias, nach einem Erlöser, nach einem Führer ist.
    Man hätte glauben mögen, dass wenigstens noch ein schwacher Hauch des Geistes der Aufklärung in Europa weht - aber viel ist davon nicht mehr übrig.

    Was hat Obama denn bisher geboten? Selbst seine Reden bestehen überwiegend aus hohlen Floskeln - allerdings vorgetragen mit viel Pathos. Er versteht seine "Botschaft" publikumswirksam zu präsentieren.
    Aber sie ist weitgehend inhaltsleer.
    Die Bilder sagen: Seht her: Ich bin jung (relativ), habe eine schöne Frau. Wir sind schwarz. Ich bin der Präsident der USA. Wir können das.
    Er sagt: "Yes we can".
    Ganz grosse Seifen-Oper.
    Aber bitte was? Worum geht es eigentlich? Der Auftritt auf der Bühne kann ja wohl nicht alles sein.
    Guantanamo geschlossen? Nein.
    Folter im Gefängnis in Bagram beendet? Nein.
    Entführungen aus Europa gerichtlich untersucht? Nein.
    Beim irakischen Volk entschuldigt, das für die US-Agression mit ca 1 Million Menscheleben und der de facto Aufgabe seiner Souveränität bezahlen musste? Nein.

    Nichts desto trotz ist das Volk überwiegend begeistert. Der neue strahlende Held hilft, die Verbrechen des Vorgängers zu verdrängen. Endlich darf man wieder glauben.
    Und der Glaube ist stark.
    Obama wird es erreichen, dass in den USA die Schwarzen auch dann nicht rebellieren, wenn sie im Tiefpunkt der Krise in Heerscharen auf der Strasse leben werden. Das mag der Hauptgrund sein, wesshalb man ihm den Job gegeben hat.
    Er findet den in Europa ersehnten freundlichen, verbindlichen Ton. Dass er das gleiche blutige Kriegs-Geschäft fortführt, das sein Vorgänger begonnen hat - das will in Europa niemand wissen.
    Noch mehr Soldaten nach Afghanistan.
    Noch mehr Bomben auf Pakistan.
    Obama hat für die Nato neue Aufgaben.

    Was aber ist aus der Nato geworden? Einst ein Verteidigungsbündnis, das einem waffenstarrenden Ostblock gegenüber stand.
    Heute führt das Bündnis kleine schmutzige Kriege gegen arme schlecht bewaffnete Einheimische in fernen Ländern.
    Wenn einen der Hafer sticht, dann schickt man einen Maniak wie Saarkaschwilli vor, um den "russischen Bären" in den kaukasischen Po zu piesken. Kann der noch beissen?
    Oh doch! Ist der aber böse böse böse.

    Heute hat die Nato zwei Gegner:
    Die Taliban,
    und wie man beim Gipfel sah:
    Die eigene Bevölkerung - so sie denn demonstriert.

    Das sollte uns zu denken geben.
    Schwarz gekleidete Polizei-"Spezialkräfte" prügeln die demonstrierende Bevölkerung und verjagen sie mit Tränengas zur Verhinderung ihres Grundrechts auf Demonstration, während auf der Bühne vor den Kameras der Medien die "Regierenden" ihr Händchenhalten- und immer-Lächeln-Schauspiel aufführen.

    Ein Gipfel der Heuchelei!
    Obama beherrscht diese Spiel hervorragend.

  8. Groß wurde uns das Präsidentenpaar während seiner Europareise präsentiert. Händchenhalten stürzten sie aus dem Flugzeug auf das Begrüssungskomitee. Aber wo ist Michelle während Baracks Türkeibesuch?
    Mag Sie vielleicht keine Kopftuchträger? Oder ist sie dort unerwünscht? Es wird doch niemand glauben, dass sie dringend zu den lieben Kinderlein musste.

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