US-Wirtschaft Obama prüft Staatsbeteiligung an GM
Die US-Regierung erwägt einen direkten Einstieg beim krisengeschüttelten Opel-Mutterkonzern General Motors. Kritiker fürchten ein zu großes Staatsengagement

© Jim Watson/AFP/Getty Images
Wer wird General Moters künftig besitzen?
Mehrere US-Medien berichten von Regierungsplänen, wonach sich der Staat an einem verkleinerten GM-Konzern beteiligen will, der nur die überlebensfähigen Unternehmensteile umfasst. Der Einstieg wäre nur vorübergehend geplant, will etwa die US-Wirtschaftsagentur Bloomberg erfahren haben. Die Beteiligung solle die Schuldenlast von GM verringern helfen.
Den Berichten zufolge kann die Beteiligung an GM im Tausch für einen Teil der bisherigen staatlichen Milliardenkredite an dem Konzern erfolgen.
Ein Staatseinstieg würde auch den geplanten Anteil der privaten Gläubiger an einem neuen Konzern verringern. Den Gläubigern waren laut früheren Berichten 90 Prozent an GM angeboten worden, wenn sie dafür ihre Ansprüche von rund 28 Milliarden Dollar weitgehend aufgäben. GM wolle ihnen nun noch diese Woche ein drastisch verschlechtertes Angebot vorlegen, berichtete die Zeitung Detroit News. Es sehe im Tausch für die Schulden lediglich noch einen 20-Prozent-Anteil an dem Unternehmen vor. Es hat bislang von der US-Regierung 13,4 Milliarden Dollar an Krediten erhalten.
Präsident Barack Obama hat dem Autobauer bis Ende Mai Zeit für einen endgültigen Rettungsplan gegeben. Nach jüngsten US-Medienberichten wird aber ein geordnetes Insolvenzverfahren als Sanierungsweg immer wahrscheinlicher.
EU-Industriekommissar Günter Verheugen (SPD) kritisierte Spekulationen über eine mögliche Insolvenz von GM scharf: "Von GM hängen in Europa alles in allem 300.000 Arbeitsplätze ab. Angesichts dieser Größenordnung ist jedes Gerede über Insolvenz grob fahrlässig", sagte er.
GM und das US-Finanzministerium lehnten eine Stellungnahme ab. Die Aktie des Autobauers stürzte weiter ab. Ein Insolvenzverfahren würden die Papiere so gut wie wertlos machen.
- Datum 14.04.2009 - 18:33 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Jeden Verkäufer, egal was nachgefragt wird, schüttelt es, Kunden auf deren Wunsch hin zu erzählen, sie kämen in den Besitz gleichsam sämtlicher Reichtümer dieser Welt, wenn sie sich entscheiden, beispielsweise ein Automobil zu erwerben. An der General Motors Corp. ging dieser Kelch ganz offenbar auch nicht vorbei vor der Frage stehen zu müssen, kein Produkt veräußern zu können oder eben ausschließlich nur zu Konditionen, denen es an Ernsthaftigkeit mangeln musste. Sich ständig selbst auf diese Weise die Geschäfte zu ruinieren, kann allerdings nicht lange gut gehen. Was sich GM vorab vereitelte, hat nun die Bundesregierung der USA nachträglich zu sanktionieren.
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