G-20-Proteste Polizist stellt sich nach Prügel-Video

Wende im Fall des toten Ian Tomlinson: Der zunächst nicht identifizierte Polizist, der den Zeitungsverkäufer während des G-20-Gipfels angegriffen haben soll, hat sich gestellt

Nun soll der Beamte schnellstmöglich befragt werden. Außerdem wurde eine weitere Obduktion der Leiche Tomlinsons angeordnet. Dieser erlitt nach bisheriger Darstellung nach einem Stoß des Polizisten einen Herzinfarkt.

Ein Amateurvideo hatte Scotland Yard in Bedrängnis gebracht. Es zeigt, wie ein bewaffneter Polizist den 47-jährigen Tomlinson schlägt und dann zu Boden schubst. Nur wenige Minuten später brach der Mann zusammen und erlitt den Herzinfarkt. Scotland Yard hatte zunächst behauptet, vor dessen Tod nichts mit Tomlinson zu tun gehabt zu haben.

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Das Unglück ereignete sich während der lautstarken Proteste gegen das Treffen der G-20-Staaten, zu denen tausende Gipfelgegner in das Londoner Bankenviertel gekommen waren. Nach Angaben seiner Familie war Tomlinson nicht an den Protesten beteiligt, er sei lediglich auf dem Weg von seiner Arbeit in der City nach Hause gewesen.

 
Leser-Kommentare
    • lef
    • 09.04.2009 um 12:21 Uhr

    was da vorgefallen ist:

    Eine (lockere) Polizeikette geht vor, ein Passant steht im Weg.
    Der wird laut aufgefordert, zur Seite zu gehen (nur einige Schritte!) und weigert sich offenbar.
    Daraufhin wird er von einem Polizisten geschubst (in die falsche Richtung!) und fällt zu Boden.
    Dann wird ihm von anderen Passanten aufgeholfen und er geht (ruhig) weg.

    Beweis für vorherige lautstarke Aufforderung: Der Kameramann wird aus einiger Entfernung aufmerksam und richtet die Kamera vom Interview auf diese Szene.

    Fazit: Ein zumindest grobes und offenbar auch falsches Verhalten eines Polizisten, aber der Zustand des Passanten bzw. eine drohende Herzinfarktgefahr ist beim besten Willen nicht in der Situation erkennbar - der Passant ging "normal" aus dem Wege, nachdem ihm aufgeholfen worden war.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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  • Schlagworte Herzinfarkt | Obduktion | Protest
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