CIA-Gefängnisse Rotes Kreuz wirft Medizinern Folter vor

Ärzte als willige Helfer bei CIA-Folter: Einem bisher geheim gehaltenen Report des Roten Kreuzes zufolge haben Mediziner und Psychologen den Agenten bei ihren brutalen Verhören assistiert

Ein Gefangener in Guantánamo: Mediziner halfen bei den unmenschlichen CIA-Verhören

Ein Gefangener in Guantánamo: Mediziner halfen bei den unmenschlichen CIA-Verhören

Erschreckender Bericht des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK): Mediziner wurden demnach vom US-Geheimdienst CIA angeheuert und waren bei Folterungen von Terrorverdächtigen in dessen berüchtigten Gefängnissen beteiligt. Dabei haben sie die brutalen Verhöre nicht nur überwacht, sondern in einigen Fällen den Agenten auch direkt assistiert. So waren Ärzte und Psychologen anwesend, wenn Gefangene geschlagen, mit den Armen an die Decke ihrer Zelle gekettet, in Kisten eingeschlossen und Hunger sowie extremer Kälte ausgesetzt wurden.

Der 43-seitige Report basiert auf den Angaben von 14 mutmaßlichen Mitgliedern der Terrororganisation al-Qaida, die zunächst in den geheimen Gefängnissen festgehalten und dann in das Lager Guantánamo Bay auf Kuba gebracht worden waren. Das IKRK bestätigte inzwischen die Existenz des Berichts, lehnte aber einen Kommentar dazu ab. Die New York Review of Books hatte die lange geheim gehaltene Studie komplett veröffentlicht.

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Überwacht haben sollen die Mediziner beispielsweise das sogenannte "Waterboarding", das simulierte Ertränken von Gefangenen. Mithilfe von Blutsauerstoffmessgeräten hätten sie dabei sichergestellt, dass die Verhörten nicht tatsächlich erstickten. Khalid Sheikh Mohammed, der Chefplaner der Anschläge vom 11. September 2001, sagte aus, dass während der Tortur ein Arzt seinen Puls und den Sauerstoffgehalt in seinem Blut gemessen habe. "Gelegentlich" sei er eingeschritten und habe die Folter gestoppt.

In einigen Fällen sei es aber gar nicht darum gegangen, den Tod von Gefangenen zu verhindern, sondern die Verhörbeamten zu unterstützen. In manchen Fällen hätten die Helfer Anweisungen gegeben "weiterzumachen, Methoden zu korrigieren oder einzustellen". Dies galt etwa bei der Anwendung der sogenannten "Stress Standing Positions", bei denen die Häftlinge nackt und mit über den Kopf verbundenen Händen aufrecht stehen mussten.

Vor und nach den Verhören sollten die Mediziner den Gesundheitszustand der Gefangenen kontrollieren und dabei gewährleisten, dass sie fit genug für weitere Verhöre sind. Auch die medizinische Versorgung der Häftlinge, etwa nach Schlafentzug, Unterkühlung, Schlägen, dem Einschluss in eine Kiste und bei Zwangsernährung, hätte das medizinische Personal übernommen.

Leser-Kommentare
    • peto1
    • 08.04.2009 um 9:18 Uhr

    Und die Moral von dieser Geschichte,Es gibt kein Moral, Es reicht nicht das Guantanamo geschlossen wird, die Folterer müssen zur Verantwortung gezogen werden, keiner hatte sie dazu gezwungen Menschen zu Quelen und zu Foltern oder sie werden irgendwann genauso gejagt werden wie die Israilis die Nazi Ärzte Verfolgt und Gejagt haben Irgendwann wird sie das Einholen, Jedes Einzelne von Ihnen, Sie solten deshalb vor einem Internationalem Gericht gestellt werden.

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    "Es reicht nicht das Guantanamo geschlossen wird, die Folterer müssen zur Verantwortung gezogen werden"

    Wenn das geschehen würde, müssten Bush/Cheney für den Rest ihres erbärmlichen Lebens hinter Gitter. Da das nicht geschehen darf, bemüht sich die Obama Administration nach allen Kräften, eine Verfolgung der Täter zu verhindern.

    http://www.democracynow.o...

    Warum? Wahrscheinlich, weil die demokratische Partei selbst tief verstrickt ist in das verbrecherische Regime, dass Bush/Cheney in den letzten Jahren führten.

    Und die vierte Gewalt in der "freien westlichen Welt" verhält sich ebenfalls sehr, ähem, "zurückhaltend". Der Name Joffe ist ja in diesem Thread bereits gefallen. Es wäre wohl wirklich zuviel verlangt, von diesem Mann zu erwarten, dass er das Imperium kritisiert. Viel interessanter ist vielmehr die Frage, wer Leute wie ihn an die Positionen hievt, an denen sie sich in der deutschen Presselandschaft befinden.

    v.

    "Es reicht nicht das Guantanamo geschlossen wird, die Folterer müssen zur Verantwortung gezogen werden"

    Wenn das geschehen würde, müssten Bush/Cheney für den Rest ihres erbärmlichen Lebens hinter Gitter. Da das nicht geschehen darf, bemüht sich die Obama Administration nach allen Kräften, eine Verfolgung der Täter zu verhindern.

    http://www.democracynow.o...

    Warum? Wahrscheinlich, weil die demokratische Partei selbst tief verstrickt ist in das verbrecherische Regime, dass Bush/Cheney in den letzten Jahren führten.

    Und die vierte Gewalt in der "freien westlichen Welt" verhält sich ebenfalls sehr, ähem, "zurückhaltend". Der Name Joffe ist ja in diesem Thread bereits gefallen. Es wäre wohl wirklich zuviel verlangt, von diesem Mann zu erwarten, dass er das Imperium kritisiert. Viel interessanter ist vielmehr die Frage, wer Leute wie ihn an die Positionen hievt, an denen sie sich in der deutschen Presselandschaft befinden.

    v.

    • ohopp
    • 08.04.2009 um 9:59 Uhr

    könnte doch Josef Joffe mal Stellung beziehen.
    Ich warte

  1. ... von einem entsprechenden Kommentar von Joseph Joffe? Derartiges ignoriert Herr Joffe doch regelmässig. Entsprechende Kritik in den Kommentaren wird regelmässig gelöscht (ich zeige gern ein paar Beispiele auf). Falls sich Herr Joffe doch einmal zu einer Äusserung hinreissen lässt, dann ist es die übliche Lügenlitanei aus 'alles nur Einzelfälle, andere Staaten sind viel schlimmer, im Namen der Freiheit kann man da nix machen, eigentlich ist es garkeine richtige Folter usw.'.
    Wer will das wirklich lesen? Erwarten Sie wirklich, dass ein ewig Gestriger wie Herr Joffe - gefangen in seinen Vorurteilen, seine Kriegsrethorik und seinem US-Vasallentum - über seinen eigenen Schatten springen kann? Ich nicht.

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    • TDU
    • 08.04.2009 um 11:28 Uhr

    Was sollen diese Anwürfe im Zusammenhang mit diesem Problem. Herr Joffe ist doch wohl der Sympathie für Folterungen unverdächtig. Und Symphatie für USA heisst ja wohl nicht Akzeptanz von Menschenerchtsverletzungen. Im übrigen ifinde ich eine gewisse "Zensur" auch gut. Wenn man einen Stammtisch im negativen Sinn des Wortes braucht, soll man in die Kneipe gehen oder andere Foren wählen.

    • TDU
    • 08.04.2009 um 11:28 Uhr

    Was sollen diese Anwürfe im Zusammenhang mit diesem Problem. Herr Joffe ist doch wohl der Sympathie für Folterungen unverdächtig. Und Symphatie für USA heisst ja wohl nicht Akzeptanz von Menschenerchtsverletzungen. Im übrigen ifinde ich eine gewisse "Zensur" auch gut. Wenn man einen Stammtisch im negativen Sinn des Wortes braucht, soll man in die Kneipe gehen oder andere Foren wählen.

    • TDU
    • 08.04.2009 um 11:28 Uhr

    Was sollen diese Anwürfe im Zusammenhang mit diesem Problem. Herr Joffe ist doch wohl der Sympathie für Folterungen unverdächtig. Und Symphatie für USA heisst ja wohl nicht Akzeptanz von Menschenerchtsverletzungen. Im übrigen ifinde ich eine gewisse "Zensur" auch gut. Wenn man einen Stammtisch im negativen Sinn des Wortes braucht, soll man in die Kneipe gehen oder andere Foren wählen.

    Antwort auf "Was erwarten Sie ..."
  2. kann hier nur höhnisch auflachen. Ach was, die USA lässt foltern? Das ist ja mal ganz neu... My Lai war kein Skandal, es ist der amerikanische Kriegs-Normalfall. Der Skandal - für den SegNef - lag darin, dass My Lai bekannt wurde. Foltern und Morden ist die normale Vorgehensweise der Us-Soldaten, seit spätestens Vietnam und bis auf den heutigen Tag - siehe Afghanistan. Und auch Handreichungen zum Völkermord sind den Anis nix fremdes. Wer nicht glaubt, lese die Kurzversion:

    Als die USA, wegen des Ho-Chi-minh-Pfades entlang der kambodschanisch-vietnamesischen Grenze ganz Kambodscha flächendeckend bombardierten, liess die US-Marionette Lon Nol von Pnom Penh aus verkünden, daran seien ausschliesslich die nach Bodscha migrierten Vietnamesen schuld. So kam es schon geraume Zeit vor den Killing Fields zu einem Holocaust, an den Vietnamesen in Kambodscha, über den keiner mehr redet, auch wenn er ein paar 100 000 Leben gekostet hat.

    _________________________________________________
    In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
    aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
    werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
    ideologische Heimat hat: die FDP.…
    ______

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • TDU
    • 08.04.2009 um 12:09 Uhr

    Wieso eine Partei am Übel schuld ist, die nun seit fast 20 Jahren nicht mehr an der Regierung ist, vermag sich mir nicht zu erschließen. Und wenn die USA nicht foltern würden, hören andere Länder dann damit auf?

    Das "mit gutem Beispiel vorangehen" garantiert ja nicht mal in der Familie den erzieherischen Erfolg.

    Man kann aber auch in den US-amerikanischen "Hinterhof" - nach Mittel- und Suedamerika - gucken, wo die dort in den 70er und 80ern herrschenden Juntas von US-amerikanischen Militaers in der "School of the Americas" ausgebildet wurden.
    Auch Folter gehoerte in den Stundenplan.

    Zitat aus Wikipedia:
    "Nachdem die Zeitung Washington Post Auszüge aus Unterrichtsmaterialien veröffentlichte, in denen es um "verschärfte Verhörtechniken" wie das Überstülpen einer Kapuze, erzwungene Nacktheit, Erniedrigung, Stresspositionen und extreme Temperaturen ging, wurde das Ausbildungslager 1996 unter Präsident Bill Clinton geschlossen, jedoch kurze Zeit später unter ihrem heutigen Namen wieder eröffnet."

    Amnesty International hatte fuer die meisten Laender dokumentiert, dass bei den Folterungen oftmals auch Aerzte anwesend waren.

    Im Westen also nichts Neues! Leider...

    ********************************
    Ich gehe, damit ich wiederkommen kann.

    • TDU
    • 08.04.2009 um 12:09 Uhr

    Wieso eine Partei am Übel schuld ist, die nun seit fast 20 Jahren nicht mehr an der Regierung ist, vermag sich mir nicht zu erschließen. Und wenn die USA nicht foltern würden, hören andere Länder dann damit auf?

    Das "mit gutem Beispiel vorangehen" garantiert ja nicht mal in der Familie den erzieherischen Erfolg.

    Man kann aber auch in den US-amerikanischen "Hinterhof" - nach Mittel- und Suedamerika - gucken, wo die dort in den 70er und 80ern herrschenden Juntas von US-amerikanischen Militaers in der "School of the Americas" ausgebildet wurden.
    Auch Folter gehoerte in den Stundenplan.

    Zitat aus Wikipedia:
    "Nachdem die Zeitung Washington Post Auszüge aus Unterrichtsmaterialien veröffentlichte, in denen es um "verschärfte Verhörtechniken" wie das Überstülpen einer Kapuze, erzwungene Nacktheit, Erniedrigung, Stresspositionen und extreme Temperaturen ging, wurde das Ausbildungslager 1996 unter Präsident Bill Clinton geschlossen, jedoch kurze Zeit später unter ihrem heutigen Namen wieder eröffnet."

    Amnesty International hatte fuer die meisten Laender dokumentiert, dass bei den Folterungen oftmals auch Aerzte anwesend waren.

    Im Westen also nichts Neues! Leider...

    ********************************
    Ich gehe, damit ich wiederkommen kann.

    • TDU
    • 08.04.2009 um 12:03 Uhr

    Bevor die nahezu jeden gesellschaftlichen Bereich unter moralische Kuratel stellenden Gutmenschen in den öffentlichen Plattformen die "Macht" übernommen haben (zugegeben ein bißchen polemisch) gab es mehrere Berichte über Folter. Und zwar aus dem Mutterland der Demokratie, Griechenland, zur Zeit der Militärregierung. Über die Nazizeit war Hannah Arends "das sogenannte Böse" das Standardwerk. Shoah möge man sich in diesem Zusammenhang auch mal in voller Länge ansehen.

    Es ist doch völlig logisch dass auch Ärzte bei der Folter mitmachen. Körperliche Höchstbelastung über eine lange Zeit macht medizinische Betreung einfach notwendig. Es geht hier nicht um Folter zur Bestrafung, sondern um Folter aus dem Bedürfnis heraus, Erkenntnisse zu erzielen.

    Und vor der Gefahr, da zumindest passiv, duldend mitzuwirken, ist überhaupt niemand gefeit. Männer, Frauen und leider auch Kinder sind aktive Täter.

    Moralische Appelle, möglichst noch mit Schuldzuweisung an bestimmte Länder mit Feindbildaufbau, die bösen USA, helfen überhaupt nicht weiter. Zumal Folterungen anderer Länder mit diesem Hinweis auch noch gerechtfertigt werden.

    Ich behaupte daher, dass jedes Land, welches ohne Folter auskommt, sich ein wenig glücklich schätzen sollte. Es sollte versuchen, das zu bewahren und offensiv aber ohne moralisch selbstgerechte Attitude versuchen, andere Länder dazu zu bewegen, damit aufzuhören.

    Insofern ist Anti Folter Politik immer Friedendspolitik und diese funktioniert nicht nur auf Grund moralischer Sichtweisen oder Forderungen. Klare, eigene unverhandelbare Position beziehen und mit Hilfe von Diplomatie und Verhandlungen andere Länder zu unterstützen in dem Bemühen, Folter nicht nötig zu haben. In diese Richtung sollte m. E. der Weg gehen, dass letzlich sinnlose Quälen und gewaltsame Demütigen von Menschen aus der Welt zu verbannen.

    • TDU
    • 08.04.2009 um 12:09 Uhr

    Wieso eine Partei am Übel schuld ist, die nun seit fast 20 Jahren nicht mehr an der Regierung ist, vermag sich mir nicht zu erschließen. Und wenn die USA nicht foltern würden, hören andere Länder dann damit auf?

    Das "mit gutem Beispiel vorangehen" garantiert ja nicht mal in der Familie den erzieherischen Erfolg.

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    ???
    Und: Die Amis können sich aufführen wie Burma oder Nordkorea, völlig pumpe, wenn sie damit aufhören, sich als Teil des Freien Westens und als Teil der menschlichen Zivilisation zu definieren. Beides sind sie nicht.
    _________________________________________________
    In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
    aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
    werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
    ideologische Heimat hat: die FDP.…
    ______

    ???
    Und: Die Amis können sich aufführen wie Burma oder Nordkorea, völlig pumpe, wenn sie damit aufhören, sich als Teil des Freien Westens und als Teil der menschlichen Zivilisation zu definieren. Beides sind sie nicht.
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    In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
    aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
    werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
    ideologische Heimat hat: die FDP.…
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  3. ???
    Und: Die Amis können sich aufführen wie Burma oder Nordkorea, völlig pumpe, wenn sie damit aufhören, sich als Teil des Freien Westens und als Teil der menschlichen Zivilisation zu definieren. Beides sind sie nicht.
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    In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
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